Biographien

Die Legion - Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde

Bild von Thomaslegion
Verfasst von  Thomaslegion am Mo, 26/07/2010 - 23:59
Inhaltsangabe

Autobiographie eines Mannes der 17 Jahre seines Lebens in der Französischen Fremdenlegion verbracht hat und davon hautnah berichtet

Meine Gedanken zum Buch:

Der Autor stellt sein Buch vor.
Gedanken zum Werk obliegen nicht ihm sondern dem kritischen Leser.
Ich bedanke mich.

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Der vertauschte Sohn

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/07/2010 - 10:27
Inhaltsangabe

Camilleris Sizilien ist auch die Heimat eines der bedeutendsten italienischen Autoren des 20 Jahrhunderts: Luigi Pirandello, der Erneuerer des Theaters und große Erzähler, war - wie Camilleri - in Porto Empedocle zu Hause. Kunstvoll ineinandergefügt erzählt Camilleri von Pirandellos und seiner eigenen Kindheit und Jugend zwischen Agrigent und Porto Empedocle. Eine sizilianische Welt öffnet sich vor den Augen des Lesers, mit ihren Absonderlichkeiten und Geheimnissen. Nur ein Sizilianer vom Schlage Camilleris kann so erzählen: komisch, detailreich, in prallen kleinen Szenen, manchmal märchenhaft, dann wieder von derber Realistik. Ein weiterer unterhaltsamer Camilleri-Roman für seine verzauberten und begeisterten Leser

Meine Gedanken zum Buch:

Luigi Pirandello ist wohl einer der bekanntesten Schriftsteller, die der Süden Italiens je hervorgebracht hat, und ich muss zu meiner großen Schande gestehen, dass ich ausser einem oder zwei Theaterstücken noch nichts von ihm gelesen habe. Das werde ich nach dem Lesen dieser herrlichen Biografie sofort ändern.
Camilleri beschreibt einmal mehr Sizilien, seine geliebte Heimat. Bezeichnenderweise ist die Hochzeit seiner Eltern am selben Dokument vermerkt wie die Pirandellos, und Camilleri war es auch, der etliche vergessene Dramen des Autors wieder auf die Bühne gebracht hat.
Auf seine übliche Art, also mit einem Augenzwinkern aber auch der nötigen Sensibilität, beschreibt Camilleri das Leben eines Menschen, der bis kurz vor seinem Tode die Geister seiner Kindheit nicht loswerden konnte, und dessen Schicksal sich in dem seiner Kinder fast unverändert fortsetzt. Luigis Talent für das Schreiben wird bald erkannt, dennoch gelingt es ihm nur mit großer Mühe, sich auch finanziell aus den Klauen des übermächtigen Vaters zu befreien. Dazu kommt die schwere psychische Krankheit seiner Frau, die ihn einerseits über sich hinauswachsen lässt, ihm andererseits auch viel Stoff für seine Literatur bietet.
Fast jedes Werk Pirandellos enthält autobiografische Elemente, und somit freue ich mich darauf, mich in der nächsten Zeit - so lange die Erinnerungen an diese Biografie noch frisch sind - auf eines davon zu stürzen.
 

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Leben, um davon zu erzählen

Bild von Sabrina_89
Verfasst von grey bookreader Sabrina_89 am Fr, 23/04/2010 - 23:41
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Gabriel Garcia Márquez erzählt vom Leben seiner Eltern, denen er in "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" ein Denkmal setzte, von der eigenen Kindheit und Jugend. Er erzählt von großer Armut und wilden Liebesabenteuern, von Freunden fürs Leben und der Leidenschaft für die Literatur.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine sehr schöne detailierte Biographie über sein Leben und eben der Liebe zur Literatur. Zudem kann man auch die Geschichte Kolumbiens etwas kennen lernen. Er erzählt auch von sehr vielen Bücher die er alle gelesen hat und einige davon sein ganzes Leben lang Eindruck hinterlassen haben.

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Jive Talker

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 19/04/2010 - 12:52
Inhaltsangabe

Sein Name bedeutet »Don t worry be happy.« Ist das der Grund, weshalb der kleine Samson in einer Welt, wo hinter jeder Ecke Mambas, Malaria und Misere lauern, zu einem Teenager heranwächst, der Michael Jacksons Moonwalk perfekt beherrscht, Nietzsche mit Vorliebe auf dem Klo liest und sich mit zwölf seine eigene Religion ausdenkt? Oder liegt es an seinem exzentrischen Vater, dem Jive Talker? Der muss zwar seinen Traum, ein richtiger Doktor zu werden, begraben, seinem Sprössling impft er aber einen nie versiegenden Optimismus ein.
Jive Talker ist die sprühende Lebensgeschichte eines Jungen, der in Malawi aufwächst und auszieht, Künstler zu werden. Mit seiner Leidenschaft für die Sprache und einem irrwitzigen Humor bewältigt er Höhen und Tiefen.

Meine Gedanken zum Buch:

Samson Kambalu erzählt die Geschichte seiner Kindheit in einem Entwicklungsland. Malawi - ich bin mir sicher, viele wissen garnicht, wo das liegt, und bei so einem kleinen Land ist das auch nicht weiter verwunderlich. Anziehungspunkt für Touristen ist der große See mit seiner einzigartigen Tierwelt und den Eingeborenen, die man am besten barfuß fotografiert, um ja dieses besondere Dritte-Welt-Feeling auf das Bild zu bannen.
 
Schlechte Ernährung, mangelnde Hygiene, bescheidene Unterkünfte Und AIDS begleiten Sam durch seine Kindheit. Den Weg in eine neue Welt eröffnet ihm eines der begehrten Stipendien für die staatliche Eliteschule, die ganz im Stile Etons geführt wird und deren Absolventen in den USA und in Europa studieren sollen. Letztendlich kommt alles ganz anders, der eigenwillige junge Mann findet aber trotzdem einen Weg, seine Religion des Holyballismus sowie seine Kunst auch dem Rest der Welt zugänglich zu machen.
 
Humorvoll, ohne Selbstmitleid aber mit einem Tropfen Wehmut beschreibt Kambalu sein Leben und das seiner Familie. Dieses Buch ist ein echter Tipp für Afrikafans und Leute, die sich auch gerne einmal mit einem Land auseinandersetzen, das ihnen bisher vielleicht völlig fremd war.

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Gefängnistagebuch

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Fr, 09/04/2010 - 20:07
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Vom 22. Oktober bis zum 21. Dezember 1944 reichen die Aufzeichnungen die Luise Rinser heimlich in der Zelle eines nationalsozialistischen Frauengefängnisses gemacht hat, während in Berlin ein Prozess wegen Hochverrats gegen sie lief. Sie beschreibt, was sie beobachtet und am eigenen Leibe erfahren hat. Ihr Bericht ist Anklage, für die jedoch, die das Regime der Gewalt nicht bewusst erlebt haben, ein Dokument.

Meine Gedanken zum Buch:

Gott sei Dank bin ich nicht in diesen Zeiten auf die Welt gekommen!

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Weinen in der Dunkelheit

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Fr, 09/04/2010 - 19:52
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Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halb verhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren.

Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnschenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangerschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, dass von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist. Und sie lernt sich zu wehren...

Meine Gedanken zum Buch:

Unglaublich und schwer nachzuvollziehen, was Ursula Burkowski alles erlebt hat. Ich war oft sehr den Tränen nahe.

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Ihr Blumen aus Eis

Bild von nitti
Verfasst von white bookreader nitti am Mo, 15/02/2010 - 11:56
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Aufgewachsen in einer Bauernfamilie in Tirol, erlebt die Autorin ihre Kindheit wenig geliebt und geprägt von einem oft betrunkenen und grausamen Vater, einer wehrlosen Mutter sowie von harter Arbeit.

Als sie im zarten Alter von 18 Jahren den feschen Bernie, der immerhin zehn Jahre älter als sie ist, kennen lernt, scheint sie endlich ihr Glück gefunden zu haben. Doch nur alsbald soll sich dessen wahrer Charakter offenbaren: Alkohol- und sexsüchtig, hinterlistig und gemein, demütigt und ruiniert er sie seelisch und finanziell, dieses naive und so sympathisch mit Gottvertrauen ausgestattete Mädel.
Und so bleibt ihr eine psychiatrische Behandlung, die sie nur widerwillig über sich ergehen lässt, nicht erspart.
Wird sie nach zwei weiteren mißglückten Partnerschaften endlich zu sich und ihrem Glück finden?

Franziska Fischbach erzählt diese tragische Geschichte so ergreifend, dass selbst der sonst eher rational und wenig emotional veranlagte Leser hier und da ganz schön mitleidet, sich aber um so mehr freut, wenn das Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist...

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch hat mich noch lange nachdem ich es gelesen habe, bewegt. Was sich diese Frau alles in ihrem Leben gefallen lassen musste und doch hat sie niemals den Glauben an sich selbst verloren. Zum Schluss muss ich noch festhalten, dass man sich sehr in die Autorin hineinversetzen kann, da sie ihre Gefühle und Gedanken intensiv beschreibt und preisgibt.

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Kleine Erinnerungen

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 07/01/2010 - 16:24
Inhaltsangabe

Der Literaturnobelpreisträger José Saramago stammt aus ärmlichen Verhältnissen in der portugiesischen Provinz Ribatejo und wuchs dort und in Lissabon auf. Die «kleinen Erinnerungen» schildern seine Kindheit und Jugend, ein bewegtes, farbiges Leben zwischen städtischer und ländlicher Kultur, und sie beschreiben – durchzogen von poetischen Reflexionen, historischen Betrachtungen und privaten Reminiszenzen – den Werdegang und künstlerischen Reifeprozess eines der größten lebenden Autoren Europas.

Meine Gedanken zum Buch:

"Kleine Erinnerungen" ist ein Geschenk des bookreaders-Team`s für den zweiten Platz bei der Sommeraktion 2009.
Ich habe diese Biographie völlige unbefangen und ohne Vorkenntnisse zu lesen begonnen, da mir der Autor Josè Saramago bis dahin kein Begriff war. So lernte ich einen Menschen kennen, der frei von der Leber weg über sich, seine Kindheit und Jugend, sein Leben in Armut, usw. erzählte. Augepeppt durch teils recht komische Anekdoten, eine recht runde Sache, wie ich finde.
 
Was mir besonders gute gefallen und meine Aufmerksamkeit erregt hat, ist sein Schreibstil. Hier noch einen kleine Kostprobe:
Zitat S100: So nahmen wir drei, Vorleserin und Zuhörer, auf den unvermeidlichen Holzhockern Platz und ließen uns auf den Flügeln des Wortes in jene Welt entführen, die so anders war als die unsere.
 
Ein "Leseschmaus" wie ich finde, sehr schön geschrieben... und genau aus diesem Grund wartet auch schon ein weitere Roman auf mich zu Hause..."Eine Zeit ohne Tod".... und wenn sich dieser nur annähernd so ließt wie diese paar Zeilen, dann kann ich mich schon jetzt auf ein besonderes Lesevergnügen freuen.

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Sitting Küchenbull - Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am So, 27/12/2009 - 15:30
Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch hat es in sich. Es gibt als erstes eine Darstellung des Weges vom „Nichtsnutz“ zum „Köchlein Klink“. Die Großeltern, die Eltern, deren Sozialisation in der Hitlerzeit, - und er lässt keinerlei Zweifel aufkommen, was er davon hält, aber auch nicht darüber, was es ihm geholfen hat, heute in der Topliga der Köche mitzumischen. Der Weg dort hin war episodenreich, die Entwicklung des „Köchlein“ zum „Koch“ war von viel Neugierde, sehr viel Demütigungen und gelegentlichen Katastrophen geprägt. Tomorrow is another day … war dabei eine wichtige Überlebens-Devise.

Vincent Klink plaudert und erzählt, und das auf eine Art und Weise, wie wir im Buchhandel uns gut lesbare Bücher wünschen. Er hat allen etwas zu sagen, ohne sich in Allüren oder Platituden zu verrennen. Die Süddeutsche schreibt auch entsprechend, dass er besser schreibt, als so mancher, der vom Schreiben lebt. Es macht Spaß, es wird weder der literarische Intellekt beleidigt noch werden die LeserInnen überfordert. Es ist einfach ein Genuss, immer weiter zu lesen (und das ab und an aufkommende Hungergefühl auch brav zu besänftigen).

Für ein äußerst vergnügliches Wochenende, wenn es draußen düster ist und man der (vor)weihnachtlichen Sentimentalität dringend entfliehen muss.

Es gibt keine Rezepte, aber man schaut Vincent Klink immer wieder über die Schulter, wenn er auf küchentechnische Entdeckungsreise geht, so wie in Mailand, wo er (und wir) eine Menge über das lernen, was Pasta ausmacht.
Wer das Buch nicht liest ist selber schuld :-)

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Der Bastard. Der Fürsorgezögling

Bild von Alpar
Verfasst von grey bookreader Alpar am Di, 25/08/2009 - 11:31
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Es gibt Literatur, die, die Zeitgeschichte im Werdegang eines Kindes seiner Zeit zu einer echten Herrausforderung für den Leser selbst wird,ein lebendiges Dokument, in kraftvoller Wahtnehmung im Rückblick in seine Kinderzeit. Ein lebndes Kind als Aktenstück herunterpervertiert wurden. Es fesselt, uden dieser "Bastard" oder dieser Zögling ist wiederspenstig und verletzbar, agiert als Kind mit seinemn Möglichkeiten auf seine Zeit, der Nachkriegszeit Österreichs!
Bemerkenswert und mutig, sich so seiner Identität zu stellen, sich selbst herausfordernd und dabei sich selbst annehmend ist faszinierent und beeindruckend!
Willküt und Perversion des menschlichen Geistes toben sich an Verletzbarkeit und Hoffnungen aus, ohne das der Zögling sich verbiegen lässt, seinen Lebensraum nachspürt und zu leben wagt!
Ein gelebtes Zeitdokument, gegen Heuchelei und Verlogenehit, gegen Willkür und Dummheit, gegen Phantasielosigkeit und verordneter Grausamkeit, reißt es einer Gesellschaft die Maske vom Gesicht und legt ihre Fratze frei eines untertänige Spießertum in einer Zeit Österreichs, in der, der Vielfrass nach Heilverbundenheit, sich nach gefüllten Bäuchen sehnt, nach vollen Auslagen! Die verschlagenheit einer Spezies von Beamten aufzeitgt, die heute noch agiert und mit anderem Gesicht! Brecht hat Recht wenn er schreibt: "Der Schoß ist noch warm aus dem dies kroch..."
Ein sehr vielschichtiges Buch, mutig und hart, aber auch empfindsam und nach Hoffnung tastend.
Wirklich lesenswert und ein wahres Zeitdokument, das eine kraftvolle Identität besitzt und den Lügen die Beine ausreißt! Gratuliere dem Autor, Respekt!
Jenö Alpar Molnar

Meine Gedanken zum Buch:

Meine Hiochachtung für die mutigen  Finger, die sich in die Wunden der Nachkriegszeit Österreichs legen,  in der politisch, auf die  Verlogeneit, eines heuchlerischen, feigen Spießertums gesetzt wurde. Voller Mitgefühl nehme ich es zur Kenntnis, weil es ein Korrektur in der Geschichtswahrnemung  fordert und eine Ohrfeige, gegen die gewollte Geschichtslüge der  Nachkriegszeit  einer spießigen Wohlstandsgesellschft bedeutet. Das korrupte vertuschen von Misstände offenbar wird. "Ecce Homo"

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