Belletristik

vorübergehend tot

Bild von Gabi Konrad
Verfasst von bookreaders team member Gabi Konrad am Di, 16/03/2010 - 21:42
Inhaltsangabe

Sookie Stackhouse arbeitet in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie geht selten aus, da ihr eine besondere Gabe zu schaffen macht: Sie kann Gedanken lesen. Doch dann taucht Bill auf und Sookie hört kein Wort von dem, was er denkt. Er ist groß, düster, gutaussehend und - ein Vampir.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich lasse Zitate für das Buch sprechen:
 
S. 250 "Möchtest du lieber kein Paar mehr mit mir sein?"
 
S. 256 Ich spürte, wie mein Gesicht in tausend Stücke zerfiel.
 
S. 275 Mein Verstand irrte umher wie ein Hamster im Laufrad.
 
S. 305 Dann stand ich stocksteif und völlig still da, wobei mir war, als spüre ich die Fühler zucken, die ich in alle Richtungen ausgefahren hatte und mit denen ich angestrengt lauschte.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Hiobs Brüder

Bild von Isis19
Verfasst von grey bookreader Isis19 am Di, 16/03/2010 - 09:22
Inhaltsangabe

"Was dachte Gott sich nur dabei, das gechehen zu lassen? War es eine Prüfung? Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?

Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einen Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück auf das Festland. Ein Abenteur beginnt und eine Suche- und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet....

Meine Gedanken zum Buch:

England 1147-1154
In diesem Buch wird sehr deutlich wie im frühen England mit Behinderung und Beeinträchtigung umgegangen wurde. Von Gedächtnisverlust , Fallsucht bis zu Siamesichen Zwillingen kommt alles vor. Sie wurden auf eine Insel eingesperrt, den die Priester sahen in den Gebrechen eine Strafe Gottes, man wagte es aber auch nicht sie zu töten. Durch einen wink des Schicksals konnten alle beteiligten von der Insel fliehen, und sahen sich dann den Problemen der damaligen Zeit ausgesetzt. Die Leute bedachten sie mit Hass, und Mitleid. Als Oswald zusammenbricht der unter dem Down-Syndrom leidet, hilft ihnen ein Jüdischer Arzt. Es wird in diesem Buch auch sehr klar das Juden und Christen sich zu dieser Zeit sehr gehasst haben, und der Neid auf die Juden war grenzenlos, man bezichtigte sie aller möglichen grausamen Rituale die sie niemals begannen haben. Als Losian sein Gedächtnis wiederfindet erkennt er was für ein Mensch er im früheren Leben war und das er so nicht mehr sein möchte, auch dies verändert die Geschichte deutlich. Als Losian oder besser gesagt Alan sich dann auch noch in eine jüdische Frau verliebt wird die Situation noch schwieriger.
Jeder der geflohenen hat sein eigenes Kapitel in diesem Buch und stellt die unterschiedlichen Seiten da. Sowie Godric und Wulfric die früher in ihrem Dorf als Glücksbringer gesehen wurden, da sie ja zusammengewachsen sind. Und Simon der unter der Fallsucht leidet zweifelt an seinen Fähigkeiten, als Krieger. Interessant habe ich auch die Person Regy gefunden, der nur lebt um zu töten und immer an einer Kette gehalten wird, da er jeden versucht in seiner nähe umzubringen. Es wird später im Buch darauf eingegangen warum Regy so geworden ist, und zeigt die tiefen Abgründe einer Misshandelten Seele. Auch King Edmund der glaubt die Wiedergeburt des Heiligen Edmunds zu sein ist eine interessante und faszinierente Geschichte, die am Ende etwas mysteriös endet. Oswald der unter Down- Syndrom leidet und noch dazu einen Herzfehler hat, wird gut beschrieben.
Dieses Buch kann ich nur absolut empfehlen, es ist spannend aufgebaut und auch die über 800 Seiten lesen sich wie im Flug. Was mir auch sehr gefallen hat sind die Historischen Anmerkungen am Ende.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 15/03/2010 - 13:51
Inhaltsangabe

Sie waren Jugendfreunde, ehe sie sich aus den Augen verloren. In Madrid treffen sie sich wieder: sie, eine angehende Richterin, die das Leben gelehrt hat, stark und vernünftig zu sein; er, Weltenbummler und sehr undogmatischer Seminarist, der vor seiner Ordination Pilar noch einmal wiedersehen will. Beide verbindet ihr Drang, aus ihrem sicheren Leben auszubrechen und ihre Träume zu wagen

Meine Gedanken zum Buch:

Vor 8-10 Jahren hab ich dieses Buch schon mal gelesen und es letztes Wochenende wieder spontan aus dem Regal gefischt.
Interessant  war für mich zu sehen, wie sich mein Leseverhalten in den letzeen Jahre geändert hat. Damals habe ich dieses Buch mir voller Begeisterung gelesen und es war auch der Beginn meiner "Coelho-Leidenschaft".
 
"Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte" ist die Geschichte zweier Menschen, die ihre Liebe zueinander neu entdecken und auch den Kampf dafür auf`s Neue aufnehmen. Mit sehr viel Gefühl beschreib der Autor ihre Ängste und Bemühungen.... Was bei Coelho natürlich nicht fehlen darf, ist der Einfluss des Glaubens in so einen Geschichte.
Das hat für mich diesen Roman allerdings zeitweise auch recht  mühsam gemacht. Die permanente Präsenz von Glaube, Hingabe, der Jungfrau Maria, der Mutter Erde.... war mir oft schon zu schwülstig, zu dick aufgetragen...aber das ist nun mal Coelho..... da kann man nix machen ;-)

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Der Musentempel: SPQR 4 (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/03/2010 - 12:30
Inhaltsangabe

Das alte Alexandria - der faszinierende Schauplatz für den neuen Fall des unerschrockenen römischen Detektivs. Dankbar nimmt Decius Caecilius Metellus die Gelegenheit wahr, nach Alexandria zu reisen.
Doch kaum dort angekommen, steckt er auch schon bis zum Hals in den Ermittlungen um den höchst merkwürdigen Tod eines jähzornigen Philosophen. Decius erkennt bald, dass hinter diesem heimtückischen Mord eine Verschwörung steckt, die das ganze römische Imperium bedroht ...

Meine Gedanken zum Buch:

Teil 4 dieser herrlichen Reihe spielt zur Abwechslung mal nicht in Rom, sondern in Alexandria. Es macht großen Spaß, mit Decius Caecilius Metellus, seiner Verlobten Julia und dem frechen Sklaven Hermes durch diese grandiose Stadt zu schlendern, die sich in ihrer eleganten modernen Bauweise sehr vom chaotischen alten Rom unterscheidet. Natürlich geht es nicht ohne Morde und Intrigen, bei deren Aufklärung der gute Decius wie immer jede Menge Haue kassiert. Erich Räuker liest wie immer mit der richtigen Portion Humor in der Stimme und macht die Geschichte einmal mehr zum erfreulichen Hörerlebnis.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die Frau mit dem roten Tuch

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/03/2010 - 12:06
Inhaltsangabe

Ein dramatisches Ereignis bringt eine Liebe zum Scheitern. 30 Jahre später trifft sich das ehemalige Paar überraschend wieder - am gleichen Ort in Norwegen, an dem sich der Vorfall ereignete. Ist es Schicksal oder einfach nur Zufall, dass sie sich genau dort wieder begegnen? In einem Briefwechsel erinnern sie sich, was damals eigentlich geschah. Wie sie heftig verliebt ins Fjordland fuhren, eine wahnsinnige Dummheit begingen, und jener rätselhaften Frau mit dem roten Tuch begegneten. Gibt es Kräfte, die stärker sind, als Vernunft und Wissenschaft es wahrhaben wollen? Jeder der beiden hat seine eigene Philosophie. Um endgültig Klarheit über das rätselhafte Erlebnis zu gewinnen, beschließen sie, sich noch einmal wiederzusehen.

Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr konfrontiert uns Jostein Gaarder mit den essentiellen Fragen des Lebens. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Steinn und Solrun treffen einander nach 30 Jahren an einem Ort, der ihr ganzes Leben nachhaltig beeinflusst hat, wieder. Schicksal oder Zufall? Diese Frage diskutieren die beiden ausgiebig per E-Mail, es entsteht ein philosophisch-naturwissenschaftlicher Diskurs, in dem jeder versucht, die Einstellung des anderen nachhaltig zu widerlegen.
Den Rahmen für diese Auseinandersetzung bildet ein Geheimnis, das die beiden über 30 Jahre hin bewahrt haben. Der angeblich so überraschende Schluss war für mich schon lange vorhersehbar, auch so fehlt es für mich dem Buch vor allem an der Spannung, die meine Aufmerksamkeit aufrecht erhält.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber sie basieren auf der Lektüre von Gaarders anderen Werken, wie z.B. "Maya oder das Wunder des Lebens" oder "Vita Brevis", ganz abgesehen natürlich von "Sophies Welt". Der Autor ergeht sich in endlosen populärwissenschaftlichen Exkursen über die Entstehung der Welt und des Lebens, denen er dann ebenso langwierige Aspekte des Glaubens gegenüberstellt - eine grundsätzlich interessante Diskussion, der es aber für mich persönlich an Aussagekraft fehlt. Aber vielleicht ist es genau das, was dieses Buch sagen will: egal, wie viele Argumente jemand vorbringt, letztendlich hat niemand recht und niemand unrecht.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Weiße Nacht

Bild von headmaster
Verfasst von yellow bookreader headmaster am Sa, 13/03/2010 - 19:26
Inhaltsangabe

Pressestimmen
Seit Peter Handke gab es keine so schutzlose Sehnsucht nach einem zärtlichen Blick auf die Welt. (Rolling Stone Magazin)

...eine entlarvende Travestie der Massenhysterie... (Die Zeit)

David Schalko spürt dem bizarren Haiderismus aus aktualisierten NS-Styles und Männerbünden in dem außerordentlichen Roman "Weiße Nacht" nach. (taz)

Kurzbeschreibung
Stell dir vor, du findest ihn. Den einen. Den einzigen. Deinen Lebensmenschen.
Thomas führt ein völlig normales Leben, bis er den Menschen findet, der seine Welt ins Schwanken bringt. Von ihm fühlt er sich das erste Mal wirklich erkannt und angenommen, er ist angekommen. Mit ihm zusammen scheint nichts unmöglich. Plötzlich steht ihm die Welt offen. Als Fänger und Gefangener wird er seiner Rolle als ewiger Ziehsohn mehr als gerecht. Bis ein Abend wieder alles unerwartet verändert. Bis die Sonne vom Himmel fällt.

Meine Gedanken zum Buch:

Schlecht!
Auf die Welle des "Ich weiß was über den Skandal Haider und Petzner" aufgesprungen, aus der an sich nicht so schlechten Grundidee nichts gemacht.
Die Story: dünn
Die angebliche Entlarvung der Nazi- Mythen: nicht da
Die Sprache: dumm und peinlich-schwülstig
Und mehr an Kommentar ist das Geschreibsel nicht wert.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die Maurin

Bild von Lea Korte
Verfasst von  Lea Korte am Sa, 13/03/2010 - 16:41
Inhaltsangabe

http://www.amazon.de/Die-Maurin-Lea-Korte/dp/3426502305/ref=sr_1_1?ie=UT...
Aus der Amazon.de-Redaktion
Ende des 15. Jahrhunderts befindet sich Andalusien im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund spielt Lea Kortes Roman über die junge Frau Zahra as-Sulamis, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät.

Zahra führt in Granada ein wohlbehütetes, häusliches Leben im Kreise ihrer muslimischen Familie. Doch drei Tage der Woche verbringt sie als Hofdame Aischas, der Sultanin von Granada, in der Alhambra, was ihr neben ein bisschen Freiheit auch Einblick in die erneut aufkeimenden Feindseligkeiten zwischen Christen und Mauren bietet. Nicht nur wird Zahra in die Machtkämpfe innerhalb der Sultansfamilie hineingezogen, auch in ihrer eigenen Familie bilden sich erbitterte Fronten. Sie wird von Aischa auf eine heikle Mission geschickt, die ihr zwar endlich ein wenig Freiheit beschert, sie aber gleichzeitig in Schwierigkeiten mit ihrem strengen Vater bringt. Denn dieser will Zahra schnellst möglichst verheiraten und ihrem Drang nach Selbstbestimmung ein Ende setzen. Doch die temperamentvolle Zahra bricht wiederholt aus dem ihr zugewiesenen häuslichen Leben aus. Dabei kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit denen des kastilischen Adligen Gonzolo und dessen Bruder Jaime, die eine unausweichliche Anziehungskraft auf sie ausüben.

In farbiger Sprache und lebendigen Bildern erzählt Lea Korte von Kämpfen und politischen Wirren, vom Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit, von Leidenschaft und der großen Liebe. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlung und Figuren geschickt in die historischen Gegebenheiten zu integrieren, die gut recherchiert und präzise dargestellt werden. So bietet die Lektüre einen interessanten Einblick in die letzte Phase der Reconquista zwischen 1478 und 1492. Abgerundet wird der Roman von einer Zeittafel, Stammbäumen, einem Glossar und Personenverzeichnis.

Mit Die Maurin ist Lea Korte ein packender Roman über den Untergang von Al-Andalus und eine dramatische Liebesgeschichte gelungen - spannend geschrieben, unterhaltsam und gut recherchiert.
- Alexandra Plath

Meine Gedanken zum Buch:

Liebe Bookreader,
Rita hat mich eingeladen, Euch hier meinen neuen Roman vorzustellen - und ich hoffe, ich bin Euch damit willkommen.
Ein bisschen was zum Buch erfahrt Ihr schon durch den Amazontext von Alexandra Plath, mehr Informationen über mich und meinen neuen Roman findet Ihr auch auf meinem Blog www.leakorte.wordpress.com und meiner Webseite (die allerdings gerade grundüberholt wird, aber bis Ende März sollte sie wieder auf dem neusten Stand sein) - auch auf facebook "Lea Korte - historische Romane" - und natürlich hier, wenn Ihr wollt!
Ich würde mich freuen, wenn Ihr Fragen zu dem Buch hättet, mehr zu den Hintergründen wissen wolltet - und was immer Euch sonst noch einfällt - und rede auch sehr gern über Romane anderer Autoren. Denn natürlich bin auch ich selbst eine Leseratte!
Herzliche Grüße
Lea
 

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe

Bild von biosigerlmeyer
Verfasst von  biosigerlmeyer am Fr, 12/03/2010 - 09:33
Inhaltsangabe

Ein Appartement am Montmartre, ein erfüllender Beruf, Freunde: eigentlich könnte Nathalie Cottard glücklich sein. Warum aber bringt sie dann ein Wasserschaden so aus der Ruhe? Fehlt ihr doch etwas?
Als ihr Wohnungsnachbar, der scheue Robert Bernthaler, auf den Plan tritt, muss sie sich noch einer Frage stellen: eine Pariser Buchhändlerin und ein deutscher Korkenverkäufer - kann das gut gehen?

Meine Gedanken zum Buch:

Zwei Menschen im mittleren Alter, die sich ihr Leben eingerichtet haben, zufällig im gleichen Haus wohnen und schon nicht mehr an die Möglichkeit einer Liebe für sich glauben, werden vom Schicksal in Form eines Wasserrohrbruches nähergebracht. Ein vorsichtiges analysieren der eigenen Gefühle beginnt, doch im Endeffekt sind sie ihnen beide hilflos ausgeliefert. Die Brille ist aber nicht ganz so rosarot , wie man meinen möchte, denn das Leben hat eben schon gewisse Spuren und Erfahrungen hinterlassen.
Es ist wunderschön, die zwei in ihrer Reise durch ihre Gefühlswelt und letztlich zu einander zu begleiten! Witzig geschrieben, immer aus den zwei Blickwinkeln hinterlässt das Buch so manchen Schmunzler beim Lesen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Mordsquoten

Bild von rainerscharf
Verfasst von  rainerscharf am Do, 11/03/2010 - 18:27
Inhaltsangabe

Die Produzenten Rainer Scharf und Max Wieland bauen die junge Jenny Winters zu Deutschlands bekanntestem Partygirl auf und wollen eigentlich nur das, was in der Branche alle wollen: Frauen, Spaß und jede Menge Kohle. Als dann der berühmte Quizmoderator Winfried Müller-Thurau vergiftet aufgefunden wird, wittern Scharf und Wieland ihre große Chance, eine Show der Superlative auf den Schirm zu bringen.

Aber auch die Polizei hat eine Quote zu erfüllen – die Aufklärungsquote. Während die beiden Kölner Kommissare Felix Krüger und Pit Werner in TV-Studios, Brauhäusern und Bordellen ermitteln, kommt der Regierungspräsident auf die Idee, gemeinsam mit Jenny Winters vor die Kameras zu treten und sich für die nächsten Wahlen zu profilieren. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender um die höchsten Einschaltquoten ist den Machern nichts heilig. Es geht um eine Million, die derjenige kassieren soll, der den Mörder vor laufender Kamera stellt.

Doch alles kommt ganz anders. Die beiden Kommissare geraten bei ihrer Arbeit in ein Gestrüpp aus falschen und echten Freunden des Toten, trügerischen Mordmotiven, makaberen Hinweisen und zweifelhaften Affären. Die Mordsquoten der Show übertreffen alles bisher da gewesene im deutschen Fernsehen – allerdings völlig anders, als sich die Macher das vorgestellt hatten.…

Meine Gedanken zum Buch:

Mordsquoten oder der ganz normale Wahnsinn...
 
Millionen Menschen schauen Tatort oder Polizeiruf 110. Jeder Sonntag beschert der ARD so „Mordsquoten“. Fernsehen ohne Krimi wäre undenkbar. In alle Abgründe der menschlichen Seele hinab wurde bereits ermittelt. Egal, ob Drogen- oder Missbrauch, Korruption, Mord oder ganz banaler Todschlag: Deutschlands TV-Kommissarinnen und Kommissare sind immer auf Achse.
 
Aber was ist mit der anderen TV-Welt auf unserem Bildschirm? Die Welt des Glamours und der seichten Unterhaltung. Denn auch hier gibt es  pausenlos „Mordsquoten“. Was passiert, wenn einer der beliebtesten Quiz-Moderatoren plötzlich tot in seinem Erbrochenen aufgefunden wird? Was geht ab, wenn die Polizei plötzlich in Bordellen, Studios und Garderoben auftaucht? Das gibt richtig Ärger im Revier, wenn Kommissare ermitteln – und sorgt im TV für Quoten. Prompt heißt Mordsquoten von Karoline Klötzing im Untertitel auch „Eine Crime-Doku-Soap in 24 Kapiteln“. Das ist durchaus ernst zu nehmen, denn „Mordsquoten“ ist kein Krimi im herkömmlichen Sinne.
 
Die Kölner Autorin Karoline Klötzing hat mit „Mordquoten“, erschienen im MOS-Verlag, ihren ersten Kriminalroman vorgelegt – und zeigt den Lesern eine völlig abgedrehte Parallelwelt hinter der Mattscheibe. Nichts ist wirklich so, wie es scheint bei Deutschlands (Privat-)Sendern. Und wenn jemand diese skurrile Welt bei Produzenten und Sendern kennt, dann die Autorin, die selbst seit Jahren in diesem Metier zu Hause ist. Sie hat viele Jahre in verantwortlicher Position in Redaktionen für große deutsche Privatsender gearbeitet.
 
„Mordsquoten“ führt uns direkt in dieses verrückte Paralleluniversum Fernsehen. Die Story ist wie der ganz normale Wahnsinn bei RTL, Pro7 oder in der BUNTEN: Bewusst setzt Autorin Karoline Klötzing in „Mordsquoten“ auf die Stilmittel des oft geschmähten aber doch viel geschauten so genannten Unterschichtenfernsehens. „Mordsquoten“ ist eine faszinierende und erfrischende Mischung aus Kriminalroman, Soap und Yellow-Press – eben typisch Fernsehen. Entsprechend dramaturgisch dicht ist der Roman gestrickt.
 
Der Tod des Moderators wird gnadenlos ausgeschlachtet. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender ist den Machern nichts mehr heilig. Hunderte von Kandidaten bewerben sich für die Mördersuche – vom Ex-Fremdenlegionär bis zum Döner-Verkäufer.
 
„Mordsquoten“-Autorin Karoline Klötzing entführt uns galant hinter die Kulissen der grellen Welt des Unterhaltungsfernsehens, in der nur ein wahrer Herrscher regiert: Der grausame Tyrann Quote. Kein Wunder also, dass im harten Wettkampf der Privatsender zwischen Schönheits-OPs, Heimwerkerorgien, Küchenschlachten und Promi-Shows nur noch Marktanteile zählen. Der Mensch wird zum Wirtschaftsgut, dass sich entweder medial gut vermarkten lässt – oder vom Bildschirm ganz schnell wieder verschwindet. Das ist der TV-Turbokapitalismus, der heute Gegenstand von trockener Kulturkritik – oder eben aber ausgefeilter Kriminalromane sein kann.
 
So ist „Mordsquoten“ auch boshafter und spannender Spiegel unserer medialen Alltagskultur. Freilich sollten Leserinnen und Leser, die ihre Freude an typischen amerikanischen Serientätern haben, umdenken können. Trotz des martialischen Namens wird in „Mordsquoten“ niemand verstümmelt oder grausam hingerichtet. Die sich in der heutigen Krimiwelt immer schneller drehende Gewaltspiralen wird hier filigran und spannend unterbrochen. Die Marterwerkzeuge der Wirklichkeit sind eben nicht immer Schusswaffen in diversen Kalibern oder Hackebeile und Tauchermesser. Die gnadenlose mediale Hinrichtung eines prominenten Menschen ist oft furchtbarer, als die ewiggleiche bluttriefende Fiktion irgendwelcher angelsächsischer Kriminalromane.
 
Karoline Klötzing provoziert mit „Mordsquoten“ – und verstört auch zuweilen, wenn Fiktion und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen. Dann nämlich, wenn plötzlich reale Gestalten vor dem Auge des Lesers auftauchen und deutlich machen, wie sich das Unterhaltungsfernsehen längst in unserem Unterbewusstsein eingenistet hat. So spiegelt sich das Genre selbst: Ist das, was wir in Karoline Klötzings spannendem Krimi lesen nun die Fiction – oder doch eher das, was Dieter Bohlen und Co. auf der Mattscheibe abliefern? Welche Menschen sind echt und welche nur noch die Produkte unserer Medienindustrie? Zu welchem Schluss die geneigten Leser und Leserinnen auch kommen mögen: Lesen lohnt sich alle mal!

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Zwei alte Frauen

Bild von Bernadette Höfler
Verfasst von  Bernadette Höfler am Mo, 08/03/2010 - 20:46
Inhaltsangabe

Ein Nomadenstamm hoch oben in Alaska wird während eines bitterkalten Winters von einer Hungersnot heimgesucht. Ihr Häuptling beschließt- wie es das Stammesgesetz vorsieht- zwei alte Frauen als unnütze Esser zurückzulassen. Allein und verlassen in der eisigen Wildnis geschieht das Erstaunliche: Die beiden Frauen geben nicht auf und finden den Mut und den Willen zu überleben.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich hab das Buch schon vor längerer Zeit gelesen, aber heute, am Weltfrauentag, hab ich mich wieder daran erinnert.
 
Es ist zwar eine Legende, aber es hat mich sehr beeindruckt, wie mit Mut, Willen und Zusammenhalt scheinbar Unmögliches zu schaffen ist.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Dein Lieblingsbuch im Bücherforum nicht gefunden?

Werde selbst Buchpate!

Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung - selbst verfasst oder der Buchklappentext, Zitate, Quellenangaben, deine Meinung, und schon bist du Buchpate. Wir freuen uns auf deine Lieblingsbücher.

Stelle deine Bücher im Forum vor und diskutiere mit anderen bookreaders über das Buch. Rezension bzw. Rezensionen sind zwar "hübsche" Worte, auf bookreaders.at schreibt einfach jeder seine Meinung in der Diskussion. Eine Bewertung des Inhalts mit Sternchen oder dergleichen, wie sie in Buchbesprechungen üblich scheint, gibt es auf bookreaders.at nicht. Was zählt sind die persönlichen Eindrücke über den Inhalt, den Autor, ... Wir freuen uns über jede Buchvorstellung.