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Marta

Erklärt Pereira

Bild von Chiacchierata
Verfasst von grey bookreader Chiacchierata am Mi, 02/09/2009 - 19:45
Inhaltsangabe

Herr Pereira ist Witwer, hat Übergewicht, Herzprobleme, schreibt für seine Zeitung schöne Nachrufe auf Künstler und isst jeden Mittag sein Kräuteromlett in seinem Lieblingslokal, bis ihn der Kellner fragt. >O, Herr Pereira, in welcher Welt leben Sie denn?< Es ist das Jahr 1938, Diktatur in Portugal, Menschen verschwinden einfach so, und endlich wacht Herr Pereira auf und sieht hin. Ein Roman über die alte Frage, ob man sich anpassen oder auflehnen soll, wie weit die Angst reicht und wo die Scham beginnt. Und erst jetzt ist Pereiras Leben diesen Namen wert, vorher, sagt er, war es nur die Illusion eines Lebens.

Meine Gedanken zum Buch:

Antonio Tabucchi ist eigentlich Italiener, lebt in der Toskana, aber auch in Portugal - daher seine Affinität zu allem Portugiesischen. Er liebt dieses Land, das spricht aus seinen Worten, mit denen er es beschreibt. Allein der Stimmung wegen ist es einfach ein schönes Buch, eine Art Reiseführer, der einen ins heiße Portugal versetzt.
Und doch passt diese so schön und friedlich beschriebene Umgebung so gar nicht zum eigentlichen Tenor des Buches, nämlich die Frage, ob man sich anpassen oder auflehnen soll - gegen was auch immer. Hier ist es die politische Unterdrückung, aber die Frage stellt sich mindestens einmal im Leben eines jeden Menschen, wenn auch die jeweiligen Konsequenzen unterschiedlich stark sind. Und gerade Deutschland hat es in jüngerer Geschichte mindestens zweimal miterleben können.
Dennoch, so ernst das Thema auch ist, Tabucchi gelingt es sich dieser Frage ohne Anlage zu nähern, er lässt Pereira einfach erklären und jeder Leser kann sich sein eigenes Urteil bilden.
 

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Geh' wohin dein Herz dich trägt

Bild von Verena Faist
Verfasst von grey bookreader Verena Faist am So, 13/01/2008 - 11:43
Inhaltsangabe

Olga, die ihren Lebensabend einsam in ihrem kleinen Häuschen verbringt und nur mehr kurze Zeit zu leben hat, beschließt ein Tagebuch an ihre Enkelin zu schreiben, die sie damals zu sich nahm, als ihre Mutter frühzeitig verstarb.
Anfangs fühlten sich die beiden eng miteinander verbunden, doch mit der Zeit entfernten sie sich mehr und mehr, bis ihre Enkelin beschließt, sich von ihrer Großmutter zu entfernen und nach Amerika zu gehen. Sie vereinbaren, daß sie sich nicht schreiben werden. Olga schmerzt dieser Abschied sehr, und sie schreibt Briefe, die sie nicht abschickt, in der Hoffnung, daß ihre Enkelin sie liest, wenn sie zurückkehrt und Olga vielleicht nicht mehr lebt. Es gibt zu viele unausgesprochene Dinge, die ihr auf der Seele brennen und die sie ihr noch sagen will.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich gehöre grundsätzlich zu den Menschen, denen es ausreicht ein Buch einmal gelesen zu haben. Aber dieses Buch zählt zu den wenigen meiner Sammlung, das mich auch nach dem 3. Mal zu Tränen rührte.
Ein Buch, das einen berührt - tiefsinnig - aber nicht kitschig!

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