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USA

Kinder der Nacht

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 01/02/2012 - 14:04
Inhaltsangabe

Rumänien nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes: Während der Arbeit an einem Forschungsprojekt fällt der amerikanischen Ärztin Kate Neumann bei einem Waisenjungen eine merkwürdige Blutstruktur auf. Sie adoptiert den Jungen und nimmt ihn mit in die USA. Ein fataler Fehler - denn der Junge ist ein Vampir und sein Vater ist kein Geringerer als Graf Dracula...

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch erschien in den USA 1992, also relativ kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, zu einer Zeit, in der uns gerade die ersten Bilder aus den rumänischen "Waisenhäusern" erreicht hatte. Kinderaufbewahrungslager wäre wohl der treffendere Ausdruck für diese Hallen, in denen Babies und Kleinkinder in Käfige gesperrt wurden, kaum sprechen und laufen konnten und nie menschiche Nähe erfahren haben. Mit diesem Horror beginnt Simmons sein Buch, und ich denke, er wollte damit auch die Amerikaner aufrütteln, die in ihrer naiven Art dorthin fuhren, um Kinder zu adoptieren. Natürlich nur gesunde Kinder. Und DIE fand man in den sogenannten Waisenhäusern kaum, somit blühte ein legaler Kinderhandel.
 
Das Buch beginnt somit mit einem brisanten Thema, das Simmons dann recht schnell auf den eigentlichen Punkt bringt, den Vampirismus, den Dr. Kate Neumann als Viruserkrankung identifiziert, in der sie die Rettung der Menschheit vor AIDS und anderen Seuchen erkennt.
 
Dass sich das die alteingesessenen Strigoi in Rumänien nicht so einfach gefallen lassen, liegt auf der Hand, und hier beginnt der Teil des Buches, der mir dann zu abgehoben wurde. Zu stressig, zu unglaubwürdig. Jetzt weiß ich , wo Dan Brown abgekupfert hat, indem er harmlose Wissenschafter zu findigen Indiana Jones mutieren ließ.
 
Wirklich gut gefallen hat mir die unter der Überschrift "Blut und Eisen" erzählte Biografie des berühmten wallachischen Fürsten Vlad III, dessen Bild bei uns im Kunsthistorischen Museum hängt:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/af/Vlad_Tepes_002....
http://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea
 
Nicht zu verachten ist noch der kleine Überraschungeffekt am Schluss, der zwar nicht ganz unerwartet kommt, aber die Geschichte letztendlich stimmig macht.
Alles in allem muss ich sagen, es ist für mich der schwächste Simmons bisher und kommt bei weitem nicht an Bücher wie "Terror", "Drood" oder auch sein Erstlingswerk "Göttin des Todes" heran. Trotzdem ist es ein Vampirthriller, der Fans des Genres gefallen könnte, denn eines muss man auch hier sagen: schreiben kann er, der Herr Simmons!

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Letzte Nacht

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 23/01/2012 - 13:08
Inhaltsangabe

Ein grauer Winterabend Ende Dezember. Zum letzten Mal öffnet Manny, der Leiter eines kleinen Restaurants, die Tür, kontrolliert die Fritteuse, den Grill und die Eismaschine. Zum letzten Mal kommen die Angestellten zur Arbeit und binden sich ihre Schürzen um. Zum letzten Mal geht das Leben der Menschen im «Red Lobster» seinen gewohnten Gang, bevor es sich für immer ver-ändern wird.

Meine Gedanken zum Buch:

O'Nan erzählt kurz und bündig und ohne unnötige Verzierungen eine melancholische Geschichte, passend zu diesem Wintertag, an dem es nie wirklich hell wird.
 
Vor allem eines ist das Buch: amerikanisch. Ich seh dieses Restaurant richtig vor mir, diese Ketten, wo eines aussieht wie das nächste, wo so mit Gewalt auf Atmosphäre gemacht wird und trotzdem keine zustande kommt. Restaurants, die bei uns kein Mensch je für eine Feier aussuchen würde, in denen sich alte Damen nie zum Mittagessen treffen würden. Und diese Unterwürfigkeit des Personals, ohne die man in den USA seinen Dienstleistungsjob keinen Tag lang behält.
 
Viel erfahren wir nicht von Manny und seinen Mitarbeitern, ihr Schicksal hat mich kaum berührt, sie bleiben schemenhaft, sind nicht einmal besonders sympathisch. Und dann ist da noch die Liebesbeziehung zwischen Manny und Jacquie, deren Ende mit dem Schließen des Restaurants besiegelt ist.
 
Eine bezeichnende kleine Skizze, schön geschrieben, angenehm zu lesen.

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Krieg um den Mond (E-Book)

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Verfasst von  KlausS am Di, 13/12/2011 - 17:57
Inhaltsangabe

Ein Rover der NASA macht eine Entdeckung: Auf der Mondoberfläche liegt eine kaputte Schraube. Das Problem: Sie dürfte nicht dort sein.

Die Entdeckung soll geheim gehalten werden, aber Anne Winkler, eine junge Wissenschaftlerin der europäischen Raumfahrtorganisation ESA, kann die Beweise für die Entdeckung sichern. Ein internationaler Konflikt um den Fund auf dem Mond schaukelt sich hoch. Kurz bevor es zu einem Krieg kommt, gelingt es Anne, durch geschickten Einsatz der Massenmedien die Katastrophe zu verhindern. Annes Traum wird wahr. Sie nimmt an einer internationalen Expedition zum Mond teil. Aber dort verwandelt sich der Traum in einen Alptraum.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich finde es interessant, wie eine winzige Sache (eine kaputte Schraube) alles durcheinanderbringt. Die folgende Auseinandersetzung stellt einen "modernen" Krieg dar. Er findet nahezu unsichtbar statt: Sabotage übers Internet, Devisenmanipulationen - und tut trotzdem den leibhaftigen Menschen weh.
Den meisten Spaß beim Schreiben haben mir die Szenen auf dem Mond gemacht. Anne muss "mondisch" denken, um zu überleben. Und dann der Schluss, der eine überraschende Lösung bietet und die Phantasie in Gang setzt, ohne dass es Science Fiction wird.

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Cut

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 07/12/2011 - 10:41
Inhaltsangabe

"Mein Name ist Keye Street. Der Vorname stammt von meinem asiatischen Großvater, den Nachnamen haben mir meine Adoptiveltern verpasst. Von Beruf bin ich Detektivin, genauer gesagt Privatdetetktivin. Ansonsten bin ich trockene Alkoholikerin und Fan von Cheeseburgern und Donuts. Früher wurde ich mit Special Agent angesprochen. Klingt nicht übel, oder? ich hatte einige praktische Erfahrung, bevor ich als Profilerin in das NCAVC, das Nationale Zentrum für die Analyse von Gewlatverbrechen in Quantico, versetzt wurde. Ein paar Jahre später nahm mir das FBI meinen Dienstausweis und meine Waffe ab und überreichte mir die Entlassungspapiere. "Sie haben die Fähigkeiten und das Talent, Dr. Street. Es fehlt Ihnen lediglich an Konzentration."
Ich weiß noch, wie ich in dem Moment dachte, dass nur nur eines fehlte. Und zwar ein Drink, was natürlich Teil des Problems war."

Inzwischen ist Keye Street trocken. Als ein Serientäter in Atlanta vollkommen wahllos Menschen umbringt, wird sie von ihrem alten Freund Lieutenant Rauser in die Ermittlungen hineingezogen. Bald steckt sie tief in einem der gruseligsten Fälle, die sie je erlebt hat. Denn die Leute öffnen immer die Tür, wenn der Mörder klingelt. Dann sticht er zu - immer und immer wieder....

Meine Gedanken zum Buch:

Mit diesem Erstlingswerk hat die Autorin einen soliden Thriller abgeliefert, der ganz sicher seine Fans finden wird. Die Ich-Erzählerin erinnert mich immer wieder an Katyh Reichs' Tempe Brennan, die ebenfalls ein Alkoholproblem hat und genau wie Keye ständig in Fälle verwickelt wird, die sie fast das Leben kosten.
 
Die Geschichte selbst ist spannend, auch wenn man sich ein paar Ausflüge in Keyes Detektivdasein hätte sparen können (ich sag nur: Kuh), weil sie weder viel zur Handlung noch zur Spannung beitragen, aber sie machen das Geschehen menschlicher und vielseitiger. Ein paar kleine Abwechslungen dienen natürlich auch als Atempause für den Leser zwischen den zahlreichen grausigen Morden, die relativ detailreich beschrieben werden. Dies ist kein Thriller für zart Besaitete, das muss man auf jeden Fall erwähnen. Aber das sind die von Kathy Reichs und Cody McFadyen ja auch nicht, und in diese Liga würde ich "Cut" auf jeden Fall einreihen.
 
Keye, ihr Freund Rauser und die diversen Nebenfiguren sind gut gezeichnet und liebenswert, vor allem auch der durch einen Unfall leicht behinderte Charly, der eine ganz besondere Rolle in der Geschichte einnimmt...
 
Grundlegend habe ich auch an der Übersetzung nichts auszusetzen, aber ich glaube, es hätte keinen Lester gestört, hätte man den Mörder einfach Wishbone genannt und nicht Wunschknochen. Dieser Brauch ist ja bei uns nicht wirklich verbreitet, er ist auch genau erklärt worden, und irgendwie klingt das englische Wort authentischer. Das aber nur ganz am Rande.
 
Alles in allem ist "Cut" ein spannender Thriller mit liebevoll gezeichneten Figuren und ein Tipp für alle, die es gern ein Bisschen blutiger haben.

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American Gods (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/12/2011 - 14:30
Inhaltsangabe

Leibhaftige Götter in weißen Limousinen, ein alter Mann, der sich als Odin, der mythische Allvater, erweist, eine Münze, die Tote wiedererweckt, und eine monumentale Götterschlacht in der Mitte der USA - Neil Gaiman hat einen großen Roman über die Mythen Amerikas geschrieben.
Hauptfigur ist Shadow, eine eher zwiespältige Gestalt, die nach einer dreijährigen Gefängnisstrafe in die Freiheit entlassen wird, nur um sich mit dem Tod seiner Frau und seines besten Freundes konfrontiert zu sehen, die ein Verhältnis miteinander hatten. Notgedrungen nimmt er einen Job bei einem merkwürdigen alten Mann an, der sich "Wednesday" nennt. Wednesday entpuppt sich als Inkarnation des nordischen Gottes Odin und ist nur einer von zahlreichen übermächtigen Wesen, denen Shadow auf seiner Reise durch das Herz von Amerika begegnet. Im Laufe des Romans stellt sich heraus, dass der nordamerikanische Kontinent nicht nur die Heimat von Menschen aus der ganzen Welt geworden ist, sondern auch von Göttern aus den unterschiedlichsten Mythologien und Religionen.

Wie schon bei Sandman zaubert Neil Gaiman mit großer Virtuosität Figuren und Geschichten aus allen Kontinenten aufs Tableau und lässt seine Leser eine ihnen bekannte Welt mit völlig neuen Augen sehen. "American Gods" überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute - liebevoll gezeichnete Protagonisten, eine spannende und vielschichtige Handlung, unaufdringliche Kritik am Selbstbild der USA und ihrer Bewohner.

Meine Gedanken zum Buch:

Skurril, witzig und sehr detailliert erzählt Neil Gaiman die Geschichte der unterschiedlichsten Religionen. Wie sie nach Amerika gebracht wurden, und wie sie dort, eine nach der anderen, vergessen wurden. Und mit ihnen ihre zahlreichen Götter, die ohne entsprechende Aufmerksamkeit nur mehr dahinvegetieren können und sich auf recht profane Art und Weise durchs Leben schlagen müssen. Mr. Ibis und Mr. Jackal als Bestatter sind schon ein schräges Gespann, und ihr Hauskätzchen hat so einiges auf Lager, mit dem Shadow nicht gerechnet hätte.
 
Dieser ist eine wirklich sympathische Hauptfigur, ausgestattet mit einem trockenen Sinn für Humor und einem gewissen Phlegma, ohne das man die Dinge, die ihm der Reihe nach widerfahren, wohl nicht ertragen könnte. So reist er als Fahrer des Gottes Odin quer durch die USA, wird gefangen genommen von den modernen Göttern Technik, von der Göttin Media via TV verführt und immer wieder vor die Entscheidung gestellt, wem er seine Solidarität eigentlich schuldet.
 
Alles in allem ist "American Gods" eine recht bissige Satire auf das Leben im modernen Amerika, in dem keine Gottheit mehr gute Überlebenschancen hat, weil dei Zeit dafür viel zu schnelllebig ist, weil ein Gott den nächsten nahtlos ablöst, ohne Spuren zu hinterlassen.
 
Gelesen wird das Ganze sehr animiert von Stefan Kaminski, der vielleicht ab und zu ein Bisserl übertreibt, aber seine Sache im Grunde ausgesprochen gut macht. Ein Tipp für Fantasyfans, die einmal etwas ganz anderes lesen wollen, und die Wert auf ein gewisses sprachliches Niveau legen.

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Lullaby (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 16:15
Inhaltsangabe

Mit leiser Stimme gesungen oder nur in Gedanken rezitiert, vermag ein afrikanisches Wiegenlied jeden zu töten, der es hört. Würde dieses Schlaflied durch Radio oder Fernsehen verbreitet, es brächte Millionen von Menschen die ewige Ruhe. Gemeinsam mit drei äußerst unterschiedlichen Mitstreitern, die alle auch ihre ganz eigenen Interessen verfolgen, begibt sich der Reporter Carl Streator auf eine phantastische Reise durch Amerika, um dieser unheimlichen Bedrohung Einhalt zu gebieten...

Meine Gedanken zum Buch:

Skurrile Gesellschaftskritik, mysteriöse Vorkommnisse, Hexerei und eine Reise durch die USA - alles vereint in "Lullaby", einem äußerst zynischen und bösartigen Buch, dessen Staccatostil an die schnellen Cuts im Actionfilm erinnert. Bissig und genervt beschreibt die Hauptfigur, der Reporter Carl Streator, die Welt, die ihn umgibt. Die allgegenwärtige Sucht nach Unterhaltung, nach einer Geräuschkulisse, treibt ihn fast zum Wahnsinn. "Phobiker der Stille" - eine geniale Umschreibung für die Menschen, mit denen er tagein tagaus leben muss. Bis seine Recherchen ihm das Märzlied in die Hände spielen, mit dem er ruck-zuck alle seine Probleme lösen kann.
So weit konnte ich der Geschichte noch folgen, doch zum Schluss hin wird sie derart skurril und abgehoben, dass ich froh war, wie sie endlich vorbei war. Das Ende bleibt irgendwie offen, verstanden hab ich es nicht. Oder es gab einfach nichts zu verstehen, das wär ja theoretisch auch noch möglich. Auf jeden Fall gehört "Lullaby" nicht zu den Büchern, die ich weiterempfehlen werde.
 
Das Hörbuch wird im Grunde sehr gut gelesen von Torsten Sense, aber gerade da kommt dieser kurzangebundene "Er sagt - Sie sagt" - Stil noch intensiver rüber und nervt nach einiger Zeit ganz gewaltig.  Wenn schon "Lullaby", dann als Print, würde ich sagen.
 

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The Swan Thieves (Die Schwanendiebe)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 15:07
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Ein Mann stürzt auf ein Gemälde zu, mit gezücktem Messer, rasend vor Wut. Erst in letzter Sekunde wird er von einem Wachmann überwältigt. Was ist es, das den Mann zu dieser rätselhaften Tat getrieben hat? Der Täter Robert Oliver landet auf der Couch von Psychiater Andrew Marlow, der verstehen will, was es mit Olivers Wahn auf sich hat. Was folgt, ist die Spurensuche einer großen, einer unglaublichen Liebesgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Kostovas Erstling "The Historian" hat mich ja schon sehr beeindruckt, aber dieses Buch finde ich überwältigend. Irgendwie ist es eine Mischung aus Kate Morton und A.S. Byatt, also eine spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen in einer wunderbaren Sprache erzählt.
Erzählt wird die Geschichte des Psychiaters Andrew, seines Patienten Robert und der Malerin Béatrice de Clerval, deren Geschichte wir uns aus Briefen aus den 1880ern selbst zusammenreimen können. Details, die fehlen, ergänzt die Autorin in Rückblenden.
Die Frage, warum Robert Oliver ein Gemälde attackiert, wird über 560 Seiten hinweg Schritt für Schritt aufgerollt. Wir treffen auf die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, reisen von Washington nach Paris und Acapulco und finden uns am Schluss mit der Lösung eines Geheimnisses wieder, das geprägt ist von Liebe und Leidenschaft.
Eine malerische, kunstvolle und emotionale Erzählung auf hohem sprachlichem Niveau, ein echter Tipp für Freunde feiner Unterhaltungsliteratur!

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Fahr zur Hölle (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 14:49
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Tempe Brennan im Fadenkreuz einer Verschwörung.

In Charlotte, Tempe Brennans Heimatstadt, ist die Hölle los. 200.000 NASCAR-Fans sind auf dem Weg zum Charlotte Motor Speedway und dem großen Rennwochenende. Auf einer Müllhalde nahe der Anlage wird in einem Teerfass eine Leiche gefunden. Ist es die lange vermisste Cindi? Ihre Ermittlungen führen Tempe ins Fadenkreuz einer Verschwörung. Sie arbeitet fieberhaft daran, den Fall schnell aufzuklären. Doch sie weiß: Das Böse holt dich immer ein.

Meine Gedanken zum Buch:

Viele Nebensächlichkeiten, wenig Handlung, ein Bisschen enttäuschend, würd ich sagen. Ich mag die Serie um die forensische Anthropologin Tempe Brennan eigentlich recht gern, aber hier verliert sich die Geschichte in endlosen Details rund um NASCAR und den Motorsport, der mich so überhaupt nicht interessiert. Dazu noch ein Bisserl Giftmischerei, ein paar Rechtsradikale und ein paar Tote - alles zusammen nicht spannend genug gemischt, um daraus einen wirklich guten Thriller im alten Kathy-Reichs-Stil zu machen.
Ein dickes Minus für Ranja Bonalana, die aus einer Frau in den fortgeschrittenen Vierzigern, die mit beiden Beinen fest am Boden steht, eine Tussi mit Flüsterstimme macht. Da war mir ja Simone Thomalla noch lieber!  Ich hab sofort erkannt, dass Bonalana die Synchronstimme der Temperance Brennan in der TV-Serie "Bones" ist, aber die hat ja mit den Bücher auch so gut wie garnichts gemeinsam.
 
Alles in allem wohl ein Muss für Fans der Serie, ich würd aber sagen: Finger weg vom Hörbuch!

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Göttin des Todes (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 18/10/2011 - 15:40
Inhaltsangabe

Kali - ewige Göttin des Todes und der Zerstörung. Patronin des brodelnden Kalkutta, verbannt von der Erdoberfläche vor Tausenden von Jahren. Robert Luczak, Schriftsteller und Herausgeber eines Magazins für östliche Dichtung, reist zusammen mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter nach Kalkutta, um das geheimnisvolle Manuskript eines totgeglaubten indischen Lyrikers zu erwerben. Was als harmlose Reise beginnt, wird unversehens zu einem Albtraum: Das Manuskript enthält Beschwörungsformeln, mit deren Hilfe Kali auf die Erde zurückgeholt werden soll. Das Zeitalter der Kali hat begonnen...

Meine Gedanken zum Buch:

Nach "Terror" und "Drood" ist das mein drittes Buch von Dan Simmons, sein Erstlingswerk. Und es hat mich endgültig davon überzeugt, dass dieser Mann schreiben kann. Dass er gern als SciFi- und Horroroautor gehandelt wird, mag an seinen weiteren Werken liegen, ich schätze ihn vor allem als einen Autor, der mit den richtigen Worten Bilder im Kopf der Leser erschafft, die nicht so schnell wieder verschwinden.
"Göttin des Todes" ist in erster Linie das Bild einer Stadt, die sich in den 30 Jahren seit Entstehen des Buches sicher nur unwesentlich verändert hat. Dreck, Slums, Armut, Lärm, Gestank, ein undurchdringliches Wirrwarr von Gassen - so stelle ich mir Kalkutta vor. Untrennbar damit verbunden sind Kriminalität, Fanatismus und für uns nicht nachvollziehbare religiöse Riten, die in Simmons' Geschichte für den Gruselfaktor sorgen. Für echte Emotionen ist das Verhältnis der Hauptfigur Robert Luszak zu seiner Familie zuständig, das als Gegenpol zu all den Grauslichkeiten steht, und deren Schicksal einem die wahre Gänsehaut über den Rücken jagt.
In seiner trockenen Art erzählt Simmons von Luczaks Suche nach dem verschollenen Dichter, von der Schnitzeljagd durch eine Stadt, in der sich ein Europäer nicht zurechtfinden kann. Er spricht von Literatur und verweist in seinen Zitaten vor jedem Kapitel immer wieder darauf, wie viele Autoren diese Stadt schon beschäftigt hat. Trotz der traurigen Thematik bringt Simmons den Leser immer wieder zum Schmunzeln, und lässt ihn am Schluss hoffen, dass die Welt, auch im Zeitalter der Kali, doch noch eine Chance hat.
Alles in allem ein intelligentes berührendes und wirklich spannendes Buch, für das man trotz des Fehlens echter Horror-Elemente starke Nerven braucht.
Detlef Bierstedt liest, wie immer, mit viel Einsatz und verleiht vor allem den Randfiguren noch zusätzlich Charakter. Ein Hörbucherlebnis der besonderen Art, würde ich sagen!
 

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Mary Ann in Autumn

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/09/2011 - 16:22
Inhaltsangabe

Twenty years have passed since Mary Ann Singleton left her husband and child in San Francisco to pursue her dream of a television career in New York. Now, a pair of personal calamities has driven her back to the city of her youth and into the arms of her oldest friend, Michael "Mouse" Tolliver, a gay gardener happily ensconced with his much-younger husband. Mary Ann finds temporary refuge in the couple's backyard cottage, where, at the unnerving age of fifty-seven, she licks her wounds and takes stock of her mistakes. Soon, with the help of Facebook and a few old friends, she begins to re-engage with life, only to confront fresh terrors when her speckled past comes back to haunt her in a way she could never have imagined.

Meine Gedanken zum Buch:

Der letzte Teil der "Stadtgeschichten" ist für mich auch einer der besten. Vielleicht liegt es daran, dass er in der Gegenwart spielt und Mary Ann als gereifte Persönlichkeit nach San Francisco zuückkehrt, ihr bisheriges Leben infragestellt und plötzlich nachvollziebarer und menschlicher für mich geworden ist. Die Fäden längst erledigt geglaubter Geschichten werden noch einmal aufgenommen und zu einem stimmigen Ende verwoben, und letztendlich findet jede der zahlreichen Figuren, die einem über die Jahre doch ans Herz gewachsen sind, ihren Weg.
Unterhaltsam mit etwas mehr Tiefgang als die Vorgänger  und vielleicht gerade deshalb ein angemessenes Ende (?) dieser sich über 4 Jahrzehnte erstreckenden Serie.

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