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The Big Sleep (Der große Schlaf)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 03/08/2010 - 12:16
Inhaltsangabe

Zuerst scheint alles ganz harmlos, doch dann wird Philip Marlowe in brutale Abenteuer - Mordfälle, Schlägereien, Verführung, Erpressung - verstrickt
"General Sternwood, ein alter invalider Kapitalist (Öl), hat sich eine gewisse Integrität bewahrt. Seine Tochter Carmen wird bereits zum zweiten Mal erpreßt, und Marlowe soll der Sache ein Ende machen. Marlowe entdeckt zuerst eine pornographische Leihbibliothek, kurz darauf den Leichnahm des Besitzers. Carmen schmuggelt sich in Marlowes Zimmer und erwartet den Detektiv im Bett. Sie ist Kind und Teufel in einem; sie hat keine sexuellen Hemmungen und säuft bis zur Bewußtlosigkeit - ein geeignetes Objekt für Porno-Photographen und Erpresser."

Meine Gedanken zum Buch:

Irgendwie hat mich dieser erste Teil der Philip-Marlowe-Reihe nicht so richtig gepackt, obwohl das Buch an sich witzig geschrieben ist, die Typen gut rüberkommen und auch die Geschichte nicht unspannend ist. Es spielt ja Ende der Dreissigerjahre, und diese Gangstersprache klingt für mich wie eine Parodie, es fällt mir schwer, nicht laut aufzulachen, wenn der Oberboss sagt "The girl can dust" für "Die Kleine kann abhauen" - wahrscheinlich hab ich schon zu viele Filme und Perssiflagen auf dieses Genre gesehen, um das wirklich ernstnehmen zu können.
 

Grundsätzlich ist die Geschichte sehr vielschichtig und birgt bis zum Schluss größere und kleinere Überraschungen. Philip Marlowe, den wir hier ja zum ersten Mal treffen, gewinnt immer deutlichere Züge und wird einem immer sympathischer. Sehr ansprechend finde ich seine ganz persönlichen Gedanken, die er als Ich-Erzähler ja mit uns Lesern teilt. Somit bekommt er noch eine Chance, der zweite Teil ist bereits bestellt.

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The Curious Case of Benjamin Button (Der seltsame Fall des Benjamin Button) (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/07/2010 - 12:11
Inhaltsangabe

Ein seltsames Baby ist zur Welt gekommen: kein süßer kleiner Fratz, der seine Eltern beglückt, sondern ein alter Mann mit Bart. Sein Name: Benjamin Button. Ein schweres Schicksal ist ihm vorherbestimmt: Er durchläuft das Leben rückwärts und wird von Tag zu Tag jünger. Als Benjamin schließlich im Alter von fünfzig Jahren die zwanzig Jahre jüngere Hildegarde kennenlernt, steht für ihn, der sein Leben lang nie geliebt wurde, alles auf dem Spiel.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Geschichte von Benjamin Button ist in der Tat ungewöhnlich und auf die Dauer ziemlich irritierend. Nicht nur für den Leser, sondern vor allem für die anderen Figuren, die im Gegensatz zu dem Film mit Brad Pitt keinerlei liebevolle oder gar romantische Gefühle für diesen Menschen hegen, der immer jünger wird und ihnen stets die eigene Vergänglichkeit vor Augen führt. Die Geschichte brilliert vor allem durch ein Ausmaß an Ironie, das man in der Hollywood-Verfilmung nicht einmal im Ansatz findet. Der Film mag gut sein, mit seiner Vorlage hat er nur das Grundthema gemeinsam, daher würde ich allen empfehlen, diese berührende Kurzgeschichte zu lesen.
 
Ich habe sie mir von audible.de als Hörbuch heruntergeladen und kam so in den Genuss der hervorragenden Lesekünste von B. J. Harrison, der mit Sensibilität und Witz dem I noch das Tüpferl aufsetzt.

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The Story of Forgetting (Wie ich mich einmal in alles verliebte)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 01/07/2010 - 13:10
Inhaltsangabe

»Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.« Abel hat gleich zwei Probleme, er hat einen Buckel, und die Frau, die er liebt, ist mit seinem Bruder verheiratet. Als Mae eines Tages spurlos verschwindet, zerbricht Abels Welt. Die Jahre vergehen. Sein Bruder stirbt. Die Farm verfällt. Aber Abel gibt nicht auf. Er wird warten, bis Mae zurückkommt. Doch als es eines Tages endlich an seiner Tür klopft, steht dort nicht Mae, sondern ein Fremder … Stefan Merrill Blocks Debüt ist faszi­nierend vielschichtig. Es ist die Geschichte einer ganz großen Liebe und ein grandioser Familienroman. Stefan Merrill Block ist nichts weniger als ein tragikomisches Meisterwerk geglückt. Von der amerika­nischen Kritik wird er neben Benjamin Kunkel und Jonathan Safran Foer auch mit Jeffrey Eugenides und Jonathan Franzen verglichen.

Meine Gedanken zum Buch:

Auf Deutsch heisst dieses Buch "Wie ich mich  einmal in alles verliebte", ein sehr seltsamer Titel, der sich auf einen kleinen Aspekt einer großen Geschichte konzentriert, und so garnichts mehr mit dem Original zu tun hat. "The Story of Forgetting" beschreibt nämlich im Grunde schon alles. Eine Familie mit einer Form von Alzheimer, die schon in jungen Jahren auftritt. Viele Generationen verwirrter Menschen, deren Leiden nur durch Hightech-Medizin und Genmanipulation ein Ende finden wird.
Die zwei Erzählperspektiven machen dieses Buch auch stilistisch zu einem gelungenen Werk. Einerseits spricht der alte Abel zu uns, der die Geschichte seiner großen Liebe aufrollt, andererseits erleben wir den Verfall einer Frau in den Dreissigern hautnah aus dem Blickwinkel des 15-jährigen Seth.
Mit Witz und Einfühlungsvermögen wird hier über ein Thema gesprochen, das man in unserem Alltag lieber ignoriert. Etwas störend fand ich die langen wissenschaftlichen Exkurse, aber letztendlich kann ich dieses Buch von Herzen weiterempfehlen.

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Evil (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 30/06/2010 - 14:52
Inhaltsangabe

In die nur äußerlich heile Welt einer US-Kleinstadt bricht 1958 das Grauen ein, als eine psychotische Frau systematisch ihre Nichte zu misshandeln beginnt und damit einen Strudel in Gang setzt, der nach und nach sie selbst, ihr Opfer, ihre Kinder und deren Freunde in einen Abgrund niederträchtiger Gräuel zieht …Unerhört düsterer, geradezu quälender Roman, dessen Verfasser der Versuch gelingt das schwer erklärbare Phänomen menschlicher Grausamkeit als verhängnisvolle Kette sich unmerklich und unkontrollierbar aufbauender Gewalt zu beschreiben.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch hat mich nicht nur schockiert, sondern in erster Linie auch überrascht. Ich hatte mir eine Massenmörderschlächterei erwartet, irgendwas besonders Skurriles und Grausiges. Stattdessen wurde ich mit einer Geschichte konfrontiert, die ganz harmlos und fast elegisch beginnt.
 
Eine Kindheit in den 50ern. Schwimmen, Krebse fangen, Kinderspiele, alles was so dazugehört. Fast schon ein Bisserl langweilig, sodass man sich fragt, wann es endlich zur Sache geht. Und dann wendet sich die Geschichte ganz langsam. Immer mehr zieht sich einem der Magen zusammen, immer unheimlicher werden einem diese harmlosen Knirpse, die Idylle verdunkelt sich stetig, und irgendwann wünscht man sich wieder zurück an den lauschigen Bach mit den Krebsen. Wünscht man sich sogar, dieses Buch garnicht erst begonnen zu haben, denn weglegen kann man es natürlich auch nicht mehr. Im Bann der unglaublich subtilen Emotionen des Erzählers David verfängt man sich immer mehr im Strudel des Unfassbaren und wird selbst zum stillen Beobachter dieser unglaublichen Qualen eines unschuldigen jungen Mädchens, das hilflos dem kranken Geist von Ruth und ihren Kindern ausgeliefert ist.
 
Ketchum beschreibt ganz hervorragend, wie es David ergeht, wie er sein Zögern, sein Nichtstun vor sich rechtfertigt, wie er emotional hin- und hergerissen ist zwischen seiner Verliebtheit in Maggie und einer fast schon triebhaften Neugier, die ihn lähmt und daran hindert, einzuschreiten um die letztendliche Eskalation dieses Martyriums zu verhindern.
 
Ich möchte alle vor diesem Buch warnen, und das meine ich ernst. Es handelt sich hier nicht um eine an den Haaren herbeigezogene Horrorgeschichte, sondern um einen realen Fall (Silvia Likens, USA 1965) von psychopathischer Grausamkeit, getrieben von einem kranken Geist, kindlicher Neugier und krankhaftem Sadismus. Ein sehr gut geschriebenes Buch, aber definitiv nichts für schwache Nerven.

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Die New York Trilogie

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 03/05/2010 - 15:43
Inhaltsangabe

STADT AUS GLAS. Daniel Quinn, ein Kriminalautor, erhält mitten in der Nacht den Anruf eines Fremden und wird auf Grund eines Mißverständnisses in eine Affäre hineingezogen, die komplizierter und undurchsichtiger ist als alles, was er bisher in seinen eigenen Büchern geschrieben hat: Quinn wird, ohne daß ihm Zeit zum Nachdenken bleibt, als Detektiv unter dem Namen Paul Auster eingesetzt.
Wer ist dieser Peter Stillman, den er zu bewachen hat? Und warum versucht sein Vater ihn zu töten? Oder ist der Vater in Wirklichkeit jemand anderer? Und wenn, wer ist der Mann, der ermordet werden soll? Quinn verfolgt alle erdenklichen Spuren, um eine Antwort zu finden. Die Stadt New York wird für ihn zu einem unerschöpflich weiten Raum, zu einem Labyrinth nicht enden wollender Gänge. Naheliegende Schlußfolgerungen scheinen immer mehr ihre Eindeutigkeit zu verlieren. Aus der vordergründig einfachen Aufgabe, einen Mann aufzuspüren, wird schließlich eine aufreibende Suche nach sich selbst.

SCHLAGSCHATTEN. Blue bekommt von White den Auftrag, Black zu beobachten. Ohne über die Hintergründe aufgeklärt worden zu sein, läßt der junge Privatdetektiv sich auf den Fall ein und beschattet Black tagein und tagaus. Bald muß er feststellen, daß seine bewährten Methoden nicht greifen und daß sich Realität und Täuschung nicht mehr ohne weiteres voneinander unterscheiden lassen. Er verliert die Gelassenheit des routinierten Profis und ist besessen von dem Wunsch, Blacks Geheimnis zu ergründen. Sein Leben gerät aus den Fugen, die Konturen seiner Identität lösen sich auf.

HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN. Der Schriftsteller Fanshawe verschwindet eines Tages spurlos und läßt seine junge Frau Sophie mit dem gemeinsamen Kind zurück. Sein Freund aus frühester Kindheit, der Erzähler der Geschichte, übernimmt die Rolle des Nachlaßverwalters und setzt sich erfolgreich dafür ein, daß die vielen Romane und Gedichte veröffentlicht werden. Und er heiratet schließlich Sophie und dringt immer tiefer in das Leben Fanshawes ein. Die Welt bricht für ihn zusammen, als er eines Tages den Hinweis bekommt, daß Fanshawe noch lebt. Fieberhaft versucht er den Freund zu finden und durchlebt eine schwere Krise, in der er seine eigene Existenz in Frage stellt.

Meine Gedanken zum Buch:

Paul Austers bekanntestes Werk zählt sicher auch zu den Meisterwerken der amerikanischen Gegenwartsliteratur. In seiner unverwechselbaren klaren Sprache stellt der den Leser vor immer neue Gedankenhürden, lenkt ihn von einer Richtung in die andere und lässt ihn immer wieder anhalten, um das eben Gelesene einzuordnen und zu verarbeiten.
In drei abgeschlossenen Geschichten, in deren Mittelpunkt auch die Großstadt New York steht, erzählt Auster immer wieder vom Leben und davon, wie sehr es davon abhängt, wie oder auch dass man von seiner Umwelt wahrgenommen wird. Auch eines seiner zentralen Themen, der Zufall, spielt eine wesentliche Rolle in allen drei Geschichten, die zum Teil beginnen wie ein klassischer Detektivroman, und letztendlich immer eine Suche der Protagonisten nach sich selbst darstellen. Die Figuren sind oft sehr schemenhaft dargestellt, nur in "The Locked Room" erzählt Auster von greifbaren und nachvollziehbaren Personen, doch auch diese stoßen an die Grenzen der Selbstzerstörung.
Für mich sind letztendlich viele Fragen offen geblieben, die mich noch länger beschäftigen werden. Der Sinn des Daseins, die eigene Rolle und die der anderen, die Wendungen, die vom Zufall gesteuert werden - zentrale Themen, die mir in so gut wie allen Werken Austers immer wieder begegnet sind.
Zum Hörbuch (ungekürzte Version): Große Literatur, grandios gelesen von Joe Barett, der mit seiner wandelbaren Stimme die oft sehr distanziert gezeichnenten Figuren ein wenig greifbarer werden lässt.

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Solar

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 23/04/2010 - 08:33
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Michael Beard ist Ende fünfzig, kahlköpfig, übergewichtig und ganz und gar unattraktiv. Auch seine besten beruflichen Jahre, er gewann einst den Nobelpreis für Physik, liegen bereits hinter ihm und damit nicht genug, hat seine Frau eine Affäre. Als seine berufliche und private Welt bei einem verrückten Unfall kollidieren, eröffnet sich für ihn die Chance, seine Ehe zu retten und seine Karriere wieder neu anzufachen und möglicherweise sogar die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit Michael Beard hat McEwan einen wahrlich unsympathischen Hauptcharakter geschaffen, der im Laufe der Geschichte immer weiter an verliert. Nobelpreisträger, Frauenheld und Oportunist - und nicht einmal ein wahrlich traumatisches Erlebnis schafft es, seine guten Vorsätze wahrwerden zu lassen. Michael verfällt immer mehr. Sein Körper, seine Umgebung - alles sträflich vernachlässigt. Und letztendlich platzt auch die Blase, auf der die Krönung seines beruflichen Erfolges aufgebaut ist - die Lage spitzt sich bis ins Unlösbare zu....
McEwan konfrontiert den Leser mit der Lage der Welt. Klimakatastrophe, alternative Energien, der nieendenwollende Streit der Geschlechter. Skrupellosigkeit, Gewinn- und Prestigesucht als Hemmschuh für die Rettung unseres Planteten.
"Solar" ist ein kritisches aber auch satirisches Gesellschaftsbild, Michael Beard ein Symbol für den Zustand der Menschheit in der sogenannten Ersten Welt.
Wie immer schreibt McEwan in seiner klaren Sprache, allerdings habe ich mir diesmal mit den vielen naturwissenschaftlichen Fachausdrücken etwas schwergetan, weil mich diese Themen auf Deutsch schon ziemlich plagen. Für Fans des Autors ein Muss, für alle anderen eine interessante Unterhaltung auf hohem Niveau mit aktuellem Hintergrund.

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Ausgelöscht (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 23/04/2010 - 08:06
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Während Smoky Barrett und die anderen Gäste auf das Brautpaar am Altar blicken, hält ein Lieferwagen vor der Kirche und eine Frau wird hinausgestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, ihre Haut ist blutig. Die Frau wurde vor sieben Jahren entführt. Weitere Frauen werden aufgefunden, die seit Jahren verschwunden waren. Sie alle können nicht mehr sprechen, denn ihnen wurden zentrale Nervenbahnen im Gehirn durchtrennt ...

Meine Gedanken zum Buch:

Auch der vierte Teil der Smoky-Barrett-Reihe ist eine Tour de Force für die Nerven. Die Art, wie McFadyen das Gefangensein beschreibt, wie er die Emotionen der Menschen zerlegt in alle Einzelteile ist schon ziemlich grandios, aber auch gnadenlos und zutiefst schockierend.
Auch wenn der Stil sehr amerikanisch ist und Smoky samt Team ans Übernatürliche grenzen, ist die Reihe doch aussergewöhnlich gut und extrem spannend. Auch der vierte Teil schließt da nahtlos an. Ein Muss für alle Fans! Und ein Hörbuchschmankerl der besonderen Art, weil Franziska Pigulla einfach die Großmeisterin des Vorlesens im deutschen Sparchraum ist.

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Invisible

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 29/03/2010 - 10:20
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Frühling 1967 in New York. Der zwanzigjährige Student Adam Walker trifft auf den enigmatischen Franzosen Rudolf Born und dessen stille, aber verführerische Freundin Margot. Schon bald sieht er sich verstrickt in eine eigentümliche Dreiecksgeschichte, die in einem traumatisierenden Akt der Gewalt gipfelt und sein Leben für immer verändern wird. Aus der Sicht dreier Erzähler, über einen Zeitraum von 40 Jahre, berichtet dieses kraftvolle Werk über den Zorn der Jugend, ungezügelte Lust und die gnadenlose Jagd nach Gerechtigkeit. Auster beweist sich wieder als einer der besten Autoren unserer Zeit.

Meine Gedanken zum Buch:

Immer wieder bin ich sprachlos darüber, wie Paul Auster eine Geschichte erzählen kann. Ohne Schnörksel, ohne Bilder, ohne Ausschmückungen. Klare kurze Sätze, spärlich verwendete Satzzeichen, simple Dialoge. Treffsicher, Mitten ins Herz der Protagonisten.
Auster erzählt von Kindheit und Pubertät, von Beziehungen und einem Verbrechen, das nie wirklich gesühnt wird. Grandios ist der Perspektivenwechsel vom Ich-Erzähler zur zweiten und dritten Person, von der Gegenwart in die Vergangenheit, die der Geschichte immer wieder eine neue Dynamik verleiht. Diese Spannung hält sich bis zum Schluss, der noch einmal eine für mich völlig unerwartete Bombe platzen lässt. Einiges bleibt offen, oder auch nicht...
Einmal mehr sehe ich mich als eingefleischter Auster-Fan bestätigt. Ein Muss für alle Freunde hochwertiger zeitgenössischer amerikanischer Literatur!

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Das Geheimnis der Zylinder

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Verfasst von white bookreader umbrellabrothers am Do, 18/03/2010 - 20:26
Inhaltsangabe

Nicht mal die Archäologen können sich erklären, was es mit den geheimnisvollen Zylindern auf sich hat. Sie sind offensichtlich mehrere tausend Jahre alt und ca. drei Meter lang, aber mehr verraten die steinernen Behälter nicht. Ein amerikanisches Team untersucht die seltsamen Funde, die auf verschiedenen Kontinenten liegen. Auch in Grönland wird solch ein Zylinder gefunden. General Setter und Major Carson fliegen dorthin, um die hoffnungsvollen Untersuchungen zu beaufsichtigen. Aber sie sind nicht allein in der kalten, unwirklichen Schneelandschaft. Sie werden von zwei Gruppen beobachtet. Die eine Gruppe verfolgt die Aktivitäten mit freudigem Interesse, während die andere alles daran setzt, die Sache geheim zu halten. Notfalls auch mit Waffengewalt. Und mittendrin steckt Daniél, der mit seiner Frau Claire in einem kleinen Dorf in der Nähe von Carnac in Frankreich lebt. Die Beziehung ist schwierig für ihn geworden und er versucht krampfhaft ihr alle Wünsche zu erfüllen. Als Claire mit ihrer Mutter in den Urlaub fährt, möchte Daniél einen Brunnen für sie anlegen. Bei den Bohrungen in seinem Garten stößt er auf ein unerklärliches Hindernis. Aus Neugier reißt er seinen halben Garten auf und findet auch solch einen Zylinder. Er stellt auf eigene Faust Nachforschungen an, um zu ergründen, was sich da in seinem Garten befindet. Bald schon wird er ein wichtiger Teil in einem Kampf, in dem man kaum erkennen kann, wer die Guten und wer die Bösen sind. In dieser spannenden und manchmal humorvollen Trilogie wird der Leser für ein paar Stunden auf eine Reise um die Welt mitgenommen. Und es ist nicht nur unsere Welt.

Meine Gedanken zum Buch:

Da ich meine Gedanken hier nicht aufschreiben kann, hatte ich andere hineinkopiert. Aber das kam wohl nicht so gut an und ich entschuldige mich dafür.

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Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 08/03/2010 - 12:21
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Ost trifft West. Comic trifft Roman.

So wurde über China und seine jüngste Geschichte noch nie geschrieben – der Schriftsteller Li Dawei ist eine Entdeckung! Die Helden seines Romans sind ein junger Comiczeichner und sein sprechender Kater. Dies spiegelt sich auch in der Form wieder: Das Buch ist Roman und Comic zugleich.

Peking im Sommer 1989: Der namenlose Ich-Erzähler, ein Kunststudent, wird unfreiwillig in die Studentenunruhen hineingezogen. Er, dem jede Art von Kollektivismus suspekt ist und der sich lieber seinen Comics widmet, verliebt sich ausgerechnet in die Studentenführerin Little Kim. In dem Chaos, das nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens herrscht, findet er eine verstörte Katze und nimmt sie mit nach Hause. Little Kim dagegen bleibt verschwunden.
Eines Abends beginnt die Katze zu sprechen: Haohao sei ihr Name, und sie eröffnet ihrem verblüfften Gefährten, dass sie eine Karriere als amerikanischer Comicstar à la Garfield anstrebe. In der Tat gelangt Haohao auf chaotischen und gefahrvollen Wegen nach Hollywood. Der Student bleibt zurück in Beijing und flüchtet in seine Comictraumwelten. Schließlich folgt er seiner Katze nach Amerika in der Hoffnung, dort seine große Liebe wieder zu finden. Aber im goldenen Westen erwartet ihn lediglich eine böse Überraschung.

Li Dawei verbindet in seinem Roman eine ungewöhnlich spannende Mischung aus Alltagsstimmung und Fantasie. Er setzt die subversive Kraft der Bilder gegen Monotonie und Hoffnungslosigkeit einer verlorenen Generation.

Meine Gedanken zum Buch:

Der erste Teil des Buches, der in Beijing spielt, hat mir sehr gut gefallen. Der Autor erzählt aus der Sicht seiner Generation in moderner peppgier Sprache die Vorkommnisse am Platz des himmlischen Friedens 1989, macht immer wieder interessante Ausflüge in die chinesische Geschichte und gewährt Einblick in ein politisches System, das wir Europäer wohl nie begreifen werden. Anfang der 90er ist die Zeit des Aufschwungs, die freie Marktwirtschaft ermöglicht es immer mehr Leuten, schnell zu viel Geld zu kommen. Luxusgegenstände aus dem Westen werden in Geschäften angeboten, in den Bars trinkt man Cocktails, man liest westliche Literatur. Gleichzeitig herrscht immer noch eine strenge Zensur und Kontrolle durch den Staat.
Der zweite Teil beschreibt hauptsächlich das Leben von Haohao in Hollywood und driftet ab ins Phantastische, und damit konnte ich nicht so viel anfangen. Es ist zwar witzig geschrieben und zeichnet ein recht treffendes Bild einer oberflächlischen Konsumgesellschaft, aber irgendwie habe ich mich in dieser Cartoon-Welt nicht mehr richtig zurechtgefunden. Schockierend fand ich, wie die chinesischen Einwanderer sich ihren Status als politische Flüchtlinge erschwindeln, da man sie als Wirtschaftsflüchtlinge sofort wieder ausweisen würde.
Alles in allem ein unterhaltsames facettenreiches Buch, das durch vom Autor gezeichnete Comics auf originelle Weise immer wieder aufgelockert wird. Amüsant auch die Dialoge zwischen Dawei und Haohao, der sprechenden Katze - er spricht aus, was uns wohl unsere Schnurrer auch gern mitteilen würden.

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