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Paris

Der Doppelmord in der Rue Morgue (als ebook)

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am So, 22/01/2012 - 12:38
Inhaltsangabe

Es ist ein Krimi und eine Kurzgeschichte. Es ist angeblich die erste sog. Detective Story, ja sogar das Wort detective (in der engl Sprache) soll auf Poe zurückgehen.

Die Story ist schnell erzählt , der ich-Erzähler und Dupin haben sich kennengelernt und wohnen für einige Zeit im gleichen Haus. Da passiert in der Rue Morgue ein brutaler Doppelmord an zwei Frauen, die Polizei ist ratlos, da er in einem verschlossenen Haus stattgefunden hat.

Dupin löst diesen Fall allein mit Hilfe seiner Beobachtungs- und Kombinationsfähigkeit. Der verblüffende Schluss soll hier natürlich nicht verraten werden.

All dies wäre nur eine Randnotiz wert, aber es war mein erstes eBook, kostenlos downloadbar im Kindleshop oder im Project Guttenberg (engl. Guttenberg, Buch aber auf Deutsch verfügbar.

Meine Gedanken zum Buch:

Man kann das Buch getrost als Vorläufer von Sherlock Holmes und Dr. Watson und viele viele andere Detective Stoties ansehen, mir kam es ja vor allem auf den ebook Test an, zumal mein Reader das Kindle "mobi" nicht lesen kann und so ging es

Schritt 1
Die Software Calibre (kostenlos) als eBook Verwaltung auf den PC installieren

Schritt 2
Ob Kindle oder Guttenberg oder andere, gewünschtes Buch downloaden und in Calibre einstellen

Schritt 3
In Calibre in das gewünschte Format konvertieren und auf den Reader (in meinem Fall Mini-Tablet-PC mit Android)übertragen.

Fertig Nun kam das wichtigste , der Lesetest und ich muss sagen - ein voller Erfolg ! Klares Bild / leichte Benutzung und falls Fotos im Buch sind (ich hatte auch ein engl. Buch über Cornwall down-geloaded) gute Wiedergabe der Farbfotos.

Der einzige Wermutstropfen - mein Bildschirm schaltet um von Hoch- auf Querformat, wenn man ihn kippt. Das ist mir beim Lesen im Bett ab und zu unfreiwillig passiert, trotzdem war das Handling einfacher als mit einem dicken Buch.

Also ich bin begeistert, wer nun etwas über die Technik des Readers (der ja eigentlich ein Mini-PC ist) möge bei Pandigital im Internet nachlesen
http://www.pandigital.net/pandigitalnovel
oder auch bei Libri
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/14730158/pandigital_novel...

(Nicht über den Preis erschrecken - sondern bei ebä nachsehen)

Rotbart

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Das Lächeln der Frauen (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 22/12/2011 - 12:50
Inhaltsangabe

Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurélie überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurélie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman ins Auge. Nach der Lektüre der Geschichte will Aurélie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen Verlag in Kontakt zu treten, werden jedoch von dem bärbeißigen Lektor André abgeblockt. Doch Aurélie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht des Schriftstellers in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat ...

Meine Gedanken zum Buch:

Gehört hab ich dieses Buch als Abwechslung und Kontrast zur vielen, zum Teil recht grausigen, Fantasy der letzten Zeit. Viel erwartet hatte ich mir ja nicht, aber sogar DAS wurde nicht erfüllt.
Die Geschichte ist ja ganz putzig, aber sie lässt wirklich kein einiges Klischee aus, und absolut jeder Handlungsfaden ist bis ins kleinste Detail vorhersehbar. Manchmal hab ich mich schon fast geärgert, wenn wirklich GENAU das eingetroffen ist, was ich erwartet hatte, da ist der Weg in die absolute Banalität nicht mehr weit.
Schade, denn man hätte aus diesem Pariser Flair und der kleinen Verwechslungsgeschichte auch etwas Spannederes machen können, da bin ich mir sicher.
Die weibliche Sicht der Dinge wird von Stefanie Stappenbeck recht mädchenhaft gelesen, was zu einer Frau über 30 auch nicht passt. Andreas Fröhlich hingegen macht aus dem farblosen André doch noch einen "richtigen Mann", aber DAS rettet dann das Hörbuch auch nicht mehr.
Ich bin ja eh kein Fan von Liebesgeschichten und Frauenromanen, aber sogar in diesem Genre hab ich schon Besseres gelesen und gehört.

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Paradies der Ungeheuer

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/11/2011 - 15:46
Inhaltsangabe

Von Beruf ist Benjamin Malaussène Sündenbock, aber auch großer Bruder und Ernährer zahlreicher Halbgeschwister. Die ganze Sippschaft wohnt in einem alten Laden im bunten Pariser Stadtteil Belleville. Väter gibt es nicht, und Maman ist ständig in Liebesabenteuern unterwegs. Benjamin arbeitet in einem großen Pariser Kaufhaus in der Reklamationsabteilung, hält für alle Pannen seinen Kopf hin. Aber man will ihm noch mehr anhängen: eine Serie geheimnisvoller Bombenexplosionen im Kaufhaus, deren Opfer sich ausgerechnet immer in seiner Nähe aufhielten. Doch die Ermittlungen des Kriminalkommissars Coudrier führen in eine andere Richtung. Benjamin könnte aufatmen, wenn nicht zu Hause bei den Geschwistern dauernd etwas schief ginge: Jeremy bastelt in der Schule erfolgreich eine Bombe, Louna kriegt Zwillinge, Julius der Hund erleidet seinen ersten epileptischen Anfall. Und in all dem Trubel verliebt Benjamin sich unsterblich in die überwältigende Journalistin »Tante Julia«.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit den Malaussènes hat Daniel Pennac eine einzigartige Familie geschaffen, wie sie bunter nicht sein könnte. Mein erster Gedanke galt den Flodders, aber ganz so verkommen sind die Franzosen nicht, sie leben auch nicht von der Wohlfahrt. Sondern von der ehrlichen Arbeit Benjamins, der damit sich selbst, einen riesigen Hund und eine unüberschaubare Anzahl von Geschwistern finanzieren muss, von denen jeder einzelne seine unverkennbaren Schrullen hat.
Abgesehen von der Vorstellung dieser illustren Gesellschaft passiert aber auch ganz schön viel auf diesen 282 Seiten. Mehrere Bomben explodieren, ein Hund fällt ins Koma, und eine Geheimgesellschaft ergeht sich in den dunkelsten Praktiken.
Alles in allem ein wirklich witziges Lesevergnügen mit einer gelungenen Mischung aus feiner Ironie und provokantem Brachialhumor, einer Prise Emotion und Tiefgang, sowie einem nicht unwesentlichen Anteil Spannung.
"Paradies der Ungeheuer" ist der erste Teil einer längeren Reihe, der zweite ist bereits bestellt. Ihr werdet also noch mehr von den Malaussènes zu lesen bekommen!

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The Swan Thieves (Die Schwanendiebe)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 15:07
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Ein Mann stürzt auf ein Gemälde zu, mit gezücktem Messer, rasend vor Wut. Erst in letzter Sekunde wird er von einem Wachmann überwältigt. Was ist es, das den Mann zu dieser rätselhaften Tat getrieben hat? Der Täter Robert Oliver landet auf der Couch von Psychiater Andrew Marlow, der verstehen will, was es mit Olivers Wahn auf sich hat. Was folgt, ist die Spurensuche einer großen, einer unglaublichen Liebesgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Kostovas Erstling "The Historian" hat mich ja schon sehr beeindruckt, aber dieses Buch finde ich überwältigend. Irgendwie ist es eine Mischung aus Kate Morton und A.S. Byatt, also eine spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen in einer wunderbaren Sprache erzählt.
Erzählt wird die Geschichte des Psychiaters Andrew, seines Patienten Robert und der Malerin Béatrice de Clerval, deren Geschichte wir uns aus Briefen aus den 1880ern selbst zusammenreimen können. Details, die fehlen, ergänzt die Autorin in Rückblenden.
Die Frage, warum Robert Oliver ein Gemälde attackiert, wird über 560 Seiten hinweg Schritt für Schritt aufgerollt. Wir treffen auf die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, reisen von Washington nach Paris und Acapulco und finden uns am Schluss mit der Lösung eines Geheimnisses wieder, das geprägt ist von Liebe und Leidenschaft.
Eine malerische, kunstvolle und emotionale Erzählung auf hohem sprachlichem Niveau, ein echter Tipp für Freunde feiner Unterhaltungsliteratur!

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Sylvia

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 13/10/2011 - 09:53
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Ein junger Dichter kehrt aus Paris an die Stätten seiner Kindheit zurück, wo ihn die Erinnerungen an seine erste Jugendliebe einholen.

Meine Gedanken zum Buch:

Aufmerksam gemacht wurde ich auf dieses Büchlein durch seine wiederholte Erwähnung in Roberto Cotroneos "Die verlorene Partitur", wo auch die tragische Biografie de Nervals kurz umrissen wird.
 
Bei "Sylvia" handelt es sich im Grunde um Jugenderinnerungen, die ihm, der sich ein Jahr nach dem Erscheinen dieser Geschichte erhängt hat, wohl besonders süß erschienen sein müssen. Dementsprechend beschreibt er auch Land und Leute, allen voran die Frauen, die im Leben der Hauptfigur eine Rolle gespielt haben. Die unerreichbare Adrienne, die von ihren Eltern ins Kloster geschickt wurde, die launenhafte Schauspielerin Aurelia und nicht zuletzt Sylvia, die Begleiterin seiner Jugendtage, die greifbarste der drei Frauen. Dazu kommen liebevolle lebendige Beschreibungen von Volksfesten und Bräuchen, immer wieder erwähnt wird auch Jean-Jaques Rousseau, der in Ermenonville seinen Lebensabend verbracht hat.
 
Alles in allem ist "Sylvia" eine nette Erzählung mit vielen Komponenten der Romantik, die man schnell und mit Leichtigkeit liest - ideal für einen kuscheligen Nachmittag auf der Couch!

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Im Wald der stummen Schreie (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 11/10/2011 - 16:00
Inhaltsangabe

Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf eine grausame Mordserie angesetzt: Drei brutal ausgeweidete Frauen, deren Leichen makaber in Szene gesetzt werden - und deren Körperteile teilweise verspeist wurden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf einen besorgten Vater, der von den seltsamen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Kann der Junge der Täter sein? Jeannes Ermittlungen führen sie bis in den Dschungel Argentiniens. Was sie dort entdeckt, übersteigt ihre kühnsten Vorstellungen.

Meine Gedanken zum Buch:

Wer, so wie ich, eigentlich ein großer Fan von Jean-Christophe Grangé ist, hat auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet. Und war dann wahrscheinlich ebenso enttäuscht. Wo sind die schrullig-liebenswerten Figuren, die brutalen abgebrühten Ermittler, die einem einerseits fremd aber doch auch so sympathisch waren, dass man aus dem Mitfiebern garnicht herausgekommen ist? Statt ihnen finden wir eine frustrierte Singlefrau, die in einer grausamen Mordserie ihre große Chance sieht, dem alltäglichen Einerlei zu entkommen, das für sie aus einsamen Abenden mit weissem Reis und grünem Tee besteht. Dass diese Person am Schluss zu einer Art Rambo mutiert, ist ja wirklich mehr als unglaubwürdig.
 
Die Geschichte an sich ist nicht unspannend, wobei ich schon nach gut einem Viertel erahnt habe, wer der Böse ist, und wie sich das alles irgendwie ausgehen könnte. Und ich gehör normalerweise nicht zu den Blitzgneissern....
Trotzdem, schreiben kann er ja, der Herr Grangé, seine Beschreibungen lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren, somit erfüllt er ein wesentliches Kriterium für einen soliden Thriller. Allerdings ist der Schluss dann wieder SO simpel, dass man schon in Jugendkrimis originellere Auflösungen gelesen hat.
 
Schade! Nach so tollen Büchern wie "Das Herz der Hölle" oder "Die purpurnen Flüsse" bin ich wirklich enttäuscht. War schon "Der Choral des Todes" nicht mehr das, was man gewohnt war, ist dieses Buch leider eher ein Flop.
 
Zum Hörbuch ist noch zu sagen, dass Andrea Sawatzki die totale Fehlbesetzung für diese Geschichte ist. Sie bringt zwar das weinerliche Getue der Hauptfigur Jeanne gut rüber, aber so ein Text braucht Höhen und Tiefen, damit er spannend ist, und die fehlen leider völlig. Wenn man als Grangé-Fan dieses Buch unbedingt kennenlernen will, dann auf jeden Fall als Printausgabe, würde ich sagen.

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Die verlorene Partitur

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/09/2011 - 15:49
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Einem weltberühmten Pianisten wird unter sonderbaren Umständen eine bisher unbekannte Partitur Frederic Chopins angeboten. Es handelt sich dabei um das Finale der berühmten "Vierten Ballade". Als er die Botschaft zu entschlüsseln beginnt, die Chopin mit dieser Partitur als eine Art "Testament" hinterließ, macht der Pianist eine sensationelle Entdeckung...
"Ein außergewöhnlicher Roman, ein spannender und ein romantischer, der - wie nebenbei - eingefahrene Vorstellungen von Chopin-Liebhabern ins Wanken bringen könnte."Ein weltberühmter Pianist, am Ende seiner Karriere stehend, berich tet von einem in vielerlei Hinsicht sonderbaren Erlebnis, das ihm vor Jahrzehnten in Paris widerfuhr: Ein Russe habe ihm ein Autograph Frederic Chopins angeboten, ein unbekanntes Finale der berühmten "Vierten Ballade". Mit diesem Finale hinterließ Chopin eine Art Testament: Das Autograph zeigt die Handschrift einer Leidenschaft - und es ist ganz sicherlich nicht die zu Madame la Baronne C. de Rothschild, der Chopins "Vierte Ballade" gewidmet ist. Es ist die Leidenschaft zu Solange, der Tochter von George Sand. Auch der Erzähler begegnet seiner Solange. Auch er ist an jenem qualvollen Scheitelpunkt angelangt, wo Leidenschaft beginnt unausdrückbar zu werden.

Meine Gedanken zum Buch:

Für echte Musikkenner ist dieser Roman sicher eine Perle. Gespickt mit zahlreichen technischen Details und Erwähnungen unzähliger Werke erfordert es im Grunde vom Leser schon einiges an Fachwissen. Menschen wir mir, die sich grundsätzlich mit klassischer Musik beschäftigen, aber eben nicht aktiv und auch nicht besonders intensiv, zaubert es trotzdem unzählige musikalische Erlebnisse in den Kopf.
Der Ich-Erzähler ist Pianist, ein Genie, wie er nicht unbescheiden von sich sagt - es wird schon stimmen. Trotzdem hadert er ein Leben lang mit sich, mit der Einsamkeit, die diese Begabung mit sich bringt, aber auch mit diesem Konflikt zwischen dem reinen Ausführen und dem kreativen Schaffen, das letztendlich doch dem Komponisten vorbehalten ist.
"Die Musik der Leidenschaft" ist ein zentrales Thema, das sich immer wieder um Chopins 4. Ballade dreht, die dem Pianisten in einer bislang unbekannten Neufassung angeboten wird. Für alle, die das Stück nicht kennen: hier kann man es sich in den unterschiedlichsten Versionen anhören und herunterladen:
http://www.mp3mixx.com/search/search?search=chopin+ballade+4
 
Schritt für Schritt wird die Lebensgeschichte Chopins aufgerollt, durchaus nicht objektiv oder gar unparteiisch - George Sand schneidet in den Augen des Erzählers garnicht gut ab. Dafür spielt ihre Tocher Solange eine nicht unwesentliche Rolle in dieser rätselhaften Geschichte um die verloren gegangen Endfassung der 4. Ballade.
 
Ich habe mir auch die Bilder von Delacroix gesucht, die der Erzähler immer wieder erwähnt, wobei ich bei der "Frau mit dem Hut" nicht eindeutig fündig geworden bin.
 
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/ChopinSandDelacroix.j...
http://picture.yatego.com/images/4cdc1c666d0e95.3/41_00303653.jpg
 
Ein anspruchsvolles Buch, das viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt!

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Maigret und Pietr der Lette (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 27/07/2011 - 10:28
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"Kriminalkomissar Maigret von der Ersten Mobilen Einsatztruppe hob den Kopf." Mit diesem Satz betritt der unvergessliche Komissar Maigret die Bühne der Weltliteratur. "Maigret und Pietr der Lette" ist der erste namentlich gezeichnete Maigret-Roman von Georges Simenon. Er entstand 1929 im Hafen von Delfzijl, Holland, an Bord seiner Yacht "Ostrogoth".

Maigret erwartet die Ankunft eines internationalen Verbrechers, gegen den trotz gründlichster Vorarbeit durch Interpol noch keine stichhaltigen Beweise vorliegen. Am Bahnhof erlebt der Kommissar eine Überraschung: Ein vornehmer Herr, auf den die Beschreibung des Mannes passt, steigt aus dem Zug und wird kurze Zeit später im Zug tot aufgefunden. Maigret folgt dem vornehmen Herrn in das Palasthotel "Majestic" und wird Zeuge, wie dieser sich mit einem amerikanischen Milliardär trifft, woraufhin sich beide scheinbar in Luft auflösen!

Maigret und Pietr der Lette ist einer jener typischen Maigret-Romane, in denen sich der Kommissar mit einer Folge unerklärlicher Ereignisse konfrontiert sieht, sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen lässt, und Zug um Zug einer Auflösung entgegenarbeitet. Auch wenn dieser frühe Roman noch etwas stark auf die Methodik der polizeilichen Ermittlungen pocht und zu viele Ausrufezeichen verschießt, schildert Simenon bereits klarsichtig die Lebensumstände seiner Figuren und ihre wechselseitigen Verstrickungen.

Meine Gedanken zum Buch:

Mein erster Maigret - sicher nicht mein letzter! Dass Simenon toll erzählen kann, wusste ich bereits. Jezt habe ich seine wohl berühmteste Figur kennengelernt, Komissar Maigret, den stillen Mann mit der Pfeife, der kein Risiko scheut, um den Bösen auf die Schliche zu kommen. Und selbst wenn er sie erwischt hat, nimmt er die Dinge selbst in die Hand und überlässt nichts dem Zufall der Justiz. Eine beeindruckende Figur, trocken aber nicht humorlos.
Die Geschichte selbst ist spannend und anfangs recht undurchsichtig, doch Maigret bringt Schritt für Schritt Licht in die Angelegenheiten einer Reihe von zwielichtigen Figuren, die man sich wirklich lebhaft vorstellen kann.  Dazu kommen atmosphärische Bilder von Paris in den 20ern, den glamurösen Theater nund Bars ebenso wie den heruntergekommenen Vierteln dieser faszinierenden Stadt, im Kopf läuft ständig ein Schwarzweißfilm mit, so anschaulich beschreibt Simenon Menschen und ihre Umgebung.
Gert Heidenreich liest getragen mit einer winzigen Spur Sarkasmus, wo er angebracht ist und macht dieses Hörbuch zu einem sehr erfreulichen Erlebnis.

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Pyras

Bild von Darleen
Verfasst von yellow bookreader Darleen am Mo, 25/07/2011 - 14:13
Inhaltsangabe

Ende des 19. Jahrhunderts ist die Macht der letzten Vampir-Clans in Europa am Schwinden. Um das Überleben ihrer Gattung zu sichern, beschließen die Altehrwürdigen, ihre Nachkommen fortan gemeinsam zu unterrichten. Beim wilden Clan der Pyras geht die Ausbildung in ihr drittes Jahr. Doch im Labyrinth unter den Straßen von Paris lauert ein alter Feind – und er ist mächtiger denn je. Der Vampirjäger ist zurück, mit einer Waffe, die für die Geschöpfe der Nacht den Untergang bedeuten könnte.

Meine Gedanken zum Buch:

Leider muss ich sagen das ich etwas entäuscht von diesem Buch bin. Es ist bei weitem nicht so gut wie seine zwei vorgeänger aber es ist auch nicht zum Wegschmeißen...
Es fehlt einfach die spannung und es ist schon etwas vorauschschaubar geworden..
Die Bücherreie die Erben der Nacht ist zwar ganz nett wird aber definitiv nicht zu meinen Lieblingsbücher dazukommen.
LG Darleen
 

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The House of Special Purpose (Das Haus zur besonderen Verwendung)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 05/05/2011 - 12:37
Inhaltsangabe

Russland 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der sechzehnjährige Bauernsohn Georgi mit Glück und Geistesgegenwart ein Attentat auf ein Mitglied der Zarenfamilie. Zar Nikolaus II. ruft Georgi daraufhin nach Sankt Petersburg, wo er ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernennt, der nicht nur als Thronfolger in ständiger Lebensgefahr schwebt. Georgi weicht dem kleinen Zaren fortan nicht mehr von der Seite und findet in ihm einen Freund. In den prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet er auch der Zarentochter Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sein darf. Doch Georgi ist entschlossen, für Anastasia bis zum Äußersten zu gehen. Aber dann erhebt sich das Volk gegen den Zaren; das ganze Land taumelt dem Abgrund der Revolution entgegen. Anastasia und ihre Familie werden an einen geheimen Ort verschleppt ins "Haus zur besonderen Verwendung".

Meine Gedanken zum Buch:

Nachdem ich in letzter Zeit einiges zum Thema russische Revolution aus der Sicht der Revolutionäre gelesen habe, war dieses Buch eine willkommene Abwechslung in dem Sinne, dass diesmal aus Sicht der Zarenfamilie und ihrer Getreuen berichtet wird. Der Ich-Erzähler Georgy wird durch ungewollte Tapferkeit zum persönlichen Leibwächter des Zarewitsch Alexander ernannt und lernt so die Familie aus nächster Nähe kennen. Den Zar respektiert er aus ganzem Herzen, wobei er dieses jedoch der jüngsten Großfürstin Anastasia schenkt. Wie es kommen muss, fällt die Familie dem Mord durch die Revolutionäre zum Opfer, Georgy jedoch gelingt es, nach Frankreich und später nach England zu fliehen, wo er bis zum Krebstod seiner Frau alle Höhen und Tiefen eines Emigrantendaseins durchlebt.
 
Boyne hat einen interessanten und berührenden Roman geschrieben, dem es jedoch leider oft am Detail mangelt. Z.B. fragt man sich doch unwillkürlich, woher ein russicher Bauer so gut Französisch und Englisch spricht, dass er unmittelbar nach seiner Ankunft im entsprechenden Land Jobs im Buchhandel bzw. einer Bibliothek bewältigen kann. Derartige Informationslücken gibt es etliche, wobei andererseits die historische Genauigkeit relativ gut gegeben ist, wie ich nachrecherchieren konnte. Natürlich leidet diese immer dort, wo Georgy seine persönlichen Erlebnisse mit der Zarenfamilie berichtet, aber sonst hätten wir ja ein Geschichtswerk und keinen Roman vor uns. Alles in allem ein schönes Buch, leicht zu lesen und gut fürs Gemüt. Kein Meisterwerk, das man unbedingt gelesen haben muss, aber doch gut für ein paar entspannende Lesestunden.

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