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New York

How The García Girls Lost Their Accents

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/05/2012 - 13:26
Inhaltsangabe

Yolanda Garcia is taking a trip to the Dominican Republic to revisit the country where she was born, and which her family was forced to flee for New York when she was a child. Previously privileged and wealthy, the family finds it hard to adjust to immigrant life in the Bronx, particularly their tough old-world father, Papi. As they try immerse themselves in the American way of life, Yolanda and her three sisters begin to rebel against Papi's traditions and values, each in their own way. But, however the girls may iron the curls from their hair and blend their Hispanic accents to fit in, they will always see the world through Dominican eyes. Now Yolanda needs to return one more time, to recover forgotten memories and remember that part of her she lost.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch erzählt die Geschichte von vier Frauen, die als Kinder gemeinsam mit ihren Eltern aus der Dominikanischen Republik flüchten mussten, wo sie wohlbehalten im Kreise einer großen wohlhabenden Familie lebten. In den USA sieht die Sache schon anders aus. Es muss gespart werden, der grandiose Familienname zählt garnichts, sondern nur die dunkle Hautfarbe, das fremde Aussehen, der Akzent. Aber auch im Exil bleibt der Vater Patriarch, verwöhnt seine Töchter wo es nur geht, stellt aber auch die Regeln für ihr Leben auf, aus denen sie, eine nach der anderen, nur mit Schwierigkeiten ausbrechen können. Nervenzusammenbrüche, Liebeskummer und Heimweh nach der Vergangenheit bestimmen das Leben der vier Frauen.
Im Grunde ist es eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Die Mädchen verlieren nicht nur ihren Akzent, sondern vor allem ihre Unschuld. Nicht im Sinne von Jungfräulichkeit, sondern im Sinne dieser kindlichen Unschuld, die die Welt in Schwarz und Weiß erscheinen lässt.
Ein schöner Roman für alle, die gerne Familiengeschichten lesen, die zum Teil in exotischer Umgebung spielen. Ein Zufallstreffer, über den ich mich sehr gefreut hab.

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Perspektivenwechsel 03: Die Großstädter

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Verfasst von white bookreader AlbertKnorr am So, 13/05/2012 - 11:16
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Die Großstädter nennt sich das jüngste Mitglied der Buchreihe Perspektivenwechsel. Die Auswahl der 20 Geschichten (jede über eine andere Metropole) ist gut gelungen. Lediglich drei davon wollte ich nicht zu Ende lesen.

Umgekehrt gibt es aber auch drei Erzählungen, die mir besonders gut gefallen haben. Ihre Autoren haben es aus meiner Sicht am besten verstanden, die Beschreibungen der jeweiligen Städte in ihre Geschichten zu integrieren. Nämlich so, dass sie beim Lesen zum Leben erwachen und den Leser in die jeweilige Stadt/Zeit mitnehmen:

Orhan Pamuk entlockt einem das eine oder andere Schmunzeln, wenn er von Bauvorschriften und Erdbeben in Istanbul berichtet. Ernest Hemingway wartet mit einer tragisch bis komischen Geschichte über den Stierkampf in Madrid auf, und Georg Elterlein nimmt sich eines kohleschaufelnden Kettenrauchers in Wien an, der einem Jungen dabei hilft, seine Liebe für das Bezirksmuseum zu entdecken.

Geschmacklich irgendwo dazwischen bewegen sich die anderen Geschichten, sodass für jeden das Passende dabei sein sollte. Ganz anders als gewohnt, ist beispielsweise Ian Flemings Geschichte über James Bond in New York. Interessant auch die Gegenüberstellung von Ost- und West-Berlin in zwei Erzählungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nachdenklich lassen einen Hamburg und Las Vegas zurück.

Meine Gedanken zum Buch:

Fazit: Der Septime Verlag beweist duch die Mischung alter Größen mit frischen Talenten ein glückliches Händchen bei seinem neuen Perspektivenwechsel.

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Ein verhängnisvolles Versprechen (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 17/04/2012 - 12:38
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Myron Bolitar, ehemaliger Spitzensportler und Detektiv wider Willen, erinnert sich nur allzu gut an seine eigene Jugend und weiß, dass Heranwachsende manchmal lieber eine Dummheit begehen, als sich an die eigenen Eltern zu wenden. Daher zögert er nicht, als die Tochter einer Bekannten ihn mitten in der Nacht anruft und bittet, sie zu einer Freundin zu fahren. Doch am nächsten Tag ist Aimee verschwunden - und Bolitar begibt sich auf eine Suche, bei der bald nicht nur Aimees, sondern auch sein Leben auf dem Spiel steht...

Meine Gedanken zum Buch:

Mein erstes Buch von Harlan Coben und höchstwahrscheinlich auch mein letztes. Eine sympathische Hauptfigur allein macht halt noch keinen guten Thriller. Dazu gehört ein gewisses Maß an Spannung, und das fehlt vollständig, ein paar echte Highlights, die waren auch nicht vorhanden, und vor allem eine Handlung, die nicht komplett an den Haaren herbeigezogen ist, wie es hier der Fall ist. Und der glaubhafte Teil ist dermaßen abgedroschen, dass man mit dem gefallenen Mädchen nicht einmal mehr Mitleid aufbringen kann.
Detlief Bierstedt liest wie immer sehr gut, ich glaube, als Print hätte ich das Buch abgebrochen. Schade! Ich hatte mir einiges erwartet, das ist in keiner Weise erfüllt worden.

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Der letzte Werwolf (Kindle Edition)

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Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 10/04/2012 - 11:59
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Er ist der letzte seiner Art; seit Jahrhunderten wurden Werwölfe von einer internationalen Organisation gejagt und getötet.

Jake Marlowe ist müde und gelangweilt von einem Leben, welches bestimmt wird von seinem Instinkt, einmal im Monat bei Vollmond Menschen zu töten und zu essen. Nach 167 Jahren hat er sich entschieden, sich den Jägern zu stellen und so seinem Leben ein Ende zu machen.

Aber es gibt Fraktionen, die ihn lebend wollen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Dies hier sind seine Memoiren, in denen er detailliert beschreibt, wie er seine Opfer auswählt, wie er sie zur Strecke bringt (nichts für schwache Nerven), was er dabei empfindet und wie sehr er das alles genießt.
 
Er ist keine netter Typ - ganz im Gegenteil - und trotzdem habe ich irgendwann in der Mitte des Buches angefangen, für ihn zu hoffen und ihn sogar zu mögen.
 
Das Buch ist spannend geschrieben, mit unerwarteten Wendungen bis hin zum überraschenden Showdown.

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Dorothy Parker. What Fresh Hell Is This? A Biography

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 21/03/2012 - 09:59
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She was know for her outrageous one-liners, her ruthless theater criticism, her clever verses and bittersweet stories, but there was another side to Dorothy Parker - a private life set on a course of destruction. She suffered through two divorces, a string of painful affairs, a lifelong problem with alcohol, and several suicide attempts.

In this livey, absorbing biography, Marion Mease iluminates both the dard side of Pakrer and her days of wicked wittiness at the Algonquin Round Table with the likes of Robert Benchley, George Kaufman, and Harold Rossm, and in Hollywood with S.J.Perelman, William Faulkner, and Lilian Hellman. Aht the dazzling center of it all, Meade gives us the flamboyant, self-destructive, and brilliant Dorothy Parker.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich habe diese Dorothy-Parker-Biografie jetzt abgebrochen, ich komm da einfach nicht weiter. 150 Seiten in 10 Tagen, das sagt eh schon alles. Man erfährt ja im Grunde nichts über die Person Parker, also ihre Gedanken und Emotionen, das nicht aus ihren Werken hervorginge. Man erfährt auch nichts über New York und die 20er-Jahre ausserhalb der Zeitungsszene, und da kommen so viele Leute vor, die ich nicht kenne, dass ich permanent im Glossar nachschlagen muss, und das nervt. Das Leben der Mrs Parker finde ich auch extrem uninteressant - Parties, saufen, Männer, schreiben - und über ihre Bekannten, die von Interesse wären, wie Hemingway oder Fitzgerald, erfährt man eh nicht viel. Auch vom Stil her fehlt dem Buch der Pepp, der einen dort weiterlesen lässt, wo die Geschichte es nicht tut, und die paar eingestreuten Bonmots der Mrs. Parker reichen als Zugpferd leider nicht aus. Etliche davon kann man hier nachlesen: http://www.quotationspage.com/quotes/Dorothy_Parker

Bis Ende Dezember 2011 wusste ich garnicht, dass es eine Dorothy Parker gibt, und ich habe wunderbar damit gelebt. So gesehen werde ich weiterhin wunderbar leben, wenn ich mir den Rest ihrer Biografie erspare und stattdessen den zweiten Teil der erst kürzlich neu aufgelegten Kurzgeschichten lese.

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Morgenstund hat Gift im Mund. New Yorker Geschichten

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 06/02/2012 - 13:38
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10 Kurzgeschichten:

1. Aus dem Tagebuch einer New Yorker Lady
2. Zu schade
3. Morgenstund hat Gift im Mund
4. So kleide die Nackten
5. Vetter Larry
6. Soldaten der Republik
7. Der Lebensstandard
8. Arrangement in Schwarz und Weiß
9. Pferdchen
10.Der herrliche Urlaub

Meine Gedanken zum Buch:

Wie schade, dass ich mit Kurzgeschichten nichts anfangen kann. Jetzt, wo ich das Büchlein noch einmal durchblättere, muss ich sagen, dass ich mich doch immer wieder bei der einen oder anderen Stelle recht gut amüsiere. Dorothy Parker ist eine gute Beobachterin mit einer spitzen Zunge, das muss man ihr lassen.
In der ersten Geschichte geht es um den Tagesablauf einer New Yorker Dame der Gesellschaft, man fragt sich, woher sie die Energie für dieses Leben nimmt, das so aktiv und doch so eintönig ist. Mit der feinen Pinzette zerlegt die Autorin jeden Abend, und unter ihrem Mikroskop betrachtet, nimmt jedes Fitzelchen monströse Ausmaße an.
In diesem Stil sind alle 10 Geschichten geschrieben, am Schluss bleibt man immer etwas betroffen zurück.
Aber wie gesagt, ich bin kein Fan von Kurzgeschichten, ich plage mich ganz furchtbar damit, verliere schnell die Konzentration und auch das Interesse, blättere bei jeder vor bis zum Schluss, damit ich weiß, wie viele Seiten es noch sind. An mich sind diese Geschichten also im Grunde verschwendet, aber für Freunde der kurzen Erzählung mit Biss ist dieses Buch ein absoluter Tipp!
 

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Vor allen Nächten

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 19/12/2011 - 17:33
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Vor allen Nächten erzählt die Geschichte eines jüdischen Einwanderersohnes aus den Nordstaaten, der während des amerikanischen Bürgerkriegs zwischen alle Fronten gerät. Dara Horn entfaltet darin eine solche Farbigkeit, wie sie weltberühmte Romane über diesen großen historischen Stoff nicht hervorbrachten. New York, 1861. Der neunzehnjährige Jacob Rappaport, Sohn jüdischer Einwanderer aus Deutschland, soll mit der einfältigen Emma, Tochter eines Geschäftspartners seines Vaters, verheiratet werden. Außerstande, sich gegen die Pläne des Vaters zur Wehr zu setzen, bleibt ihm am Vorabend des Festes nur die Flucht. Der Bürgerkrieg steht kurz bevor, und Jacob schlägt sich als Soldat auf die Seite der Nordstaatler, die für die Abschaffung der Sklaverei kämpfen. Unerprobt wie er ist, wird er auf waghalsige Mission geschickt. An Bord eines Schmugglerschiffs verfrachtet man ihn nach New Orleans, wo er seinen eigenen Onkel vergiften soll, der sich während des Pessachfestes von Sklaven bedienen lässt und als Spion für die Südstaatler ein Mordkomplott gegen Präsident Abraham Lincoln plant. Kaum ist Jacob in den Norden zurückgekehrt, verschlägt es ihn ein weiteres Mal in den Süden. Diesmal mit einer Mission der anderen Art: Nun soll er Eugenia Levy, feindliche Spionin und Tochter eines alten Bekannten, heiraten und im Auftrag der Kommandanten bespitzeln. Aber auf das, was ihn im Hause Levy erwartet, ist Jacob nicht vorbereitet: Vier bildhübsche Schwestern mit derart verwegenem Charme, dass er bald nicht mehr weiß, auf wessen Seite er steht. Mit Fabulierlust erzählt Dara Horn die Geschichte eines zaudernden Helden, der erst in den Wirren des Krieges lernt, für sich selbst zu sprechen.

Meine Gedanken zum Buch:

Den Hintergrund für diese Mischung aus Liebes- und Spionagegeschichte bildet der amerikanische Bürgerkrieg, insbesondere wird die Rolle der Juden in diesem Gemetzel genauer beleuchtet. Der Ich-Erzähler Jacob Rappaoport, ein junger Mann aus angesehener Familie, wird zum Spion für die Nordstaaten und überschreitet so gut wie jede Grenze der Menschlichkeit, um einem Ideal zu dienen, das nur bedingt auch das Seine ist. Es mangelt ihm an Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen, was ihn immer wieder sehr unsympathisch erscheinen lässt.
Leider konnte ich mich mit dieser Figur nicht anfreunden, denn obwohl viel von Gefühlen die Rede ist, war sie für mich nicht nachvollziehbar und eine Spur zu flach. Dementsprechend wenig Profil hatten für mich dann auch die anderen Protagonisten, die in Jacobs Leben eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Allen voran Eugenia, deren mehrfach beschriebene Schönheit mich nie berühren konnte.
Die Geschichte an sich ist durchaus spannend und interessant, vor allem, wenn man sich für diese wichtige Epoche der US-amerikanischen Geschichte interessiert. Ehrlich gesagt ist mir dieses Thema sehr fremd, somit hab ich mir auch immer wieder schwergetan, Namen und Orte den richtigen Parteien zuzuordnen.
Alles in allem solide geschriebene Unterhaltung mit Höhen und Tiefen, die es jedoch trotz vieler detailreicher Beschreibungen von z.B. Jacobs Verletzungen nicht schaffen, den Leser emotional wirklich zu bewegen. Emfpehlen würde ich es daher nur jenen, die sich für das Judentum in den USA oder eben den Bürgerkrieg interessieren. Kein Meisterwerk, aber nette Unterhaltung, würde ich sagen.
 

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Die Antiquarin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 05/08/2011 - 09:08
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Über die Liebe zu Büchern und die Liebe an sich Rosemary Savage liebt Bücher über alles. Eines Tages entdeckt sie bei einem ihrer Streifzüge durch New York das riesige Antiquariat «Arcade». Rosemary ist völlig verzaubert und eröffnet dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten will. Zu ihrem Erstaunen wird sie sofort eingestellt – für die junge Frau geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit ihrem eigenwilligen Kollegen Oscar erkundet sie bei jeder Gelegenheit den Buchladen. Durch Zufall stoßen die beiden auf ein verlorengeglaubtes Manuskript von Herman Melville, dem berühmten Autor von «Moby Dick». Ein sensationeller Fund. Doch auch andere sind diesem Schatz auf der Spur ...

Meine Gedanken zum Buch:

Sheridan Hay entführt uns in ihrem Erstlingswerk in die seltsam skurrile Welt des Antiquariats "Arcade" mitten in Manhattan, einer Art Auffangstelle für Aussenseiter, die sich hier aufgrund ihrer literarischen Kenntnisse auf ganz eigene Art und Weise entfalten können. Zwischen ihnen herrscht eine Art unausgesprochenes Einverständnis, jeder wird akzeptiert, wie er ist, auch wenn er dafür weder geschätzt noch geliebt wird.
Mitten in diese Welt gelangt Rosemary, eine junge Australierin, die Bücher liebt und sonst nicht viel vom Leben weiß, ausser, dass sie ganz allein auf sich gestellt ist und irgendwie den Verlust ihrer viel zu früh verstorbenen Mutter verkraften muss. Auf der Suche nach Freundschaft und Liebe trifft sie Menschen, die es ehrlich mit ihr meinen, sie stößt auf im wahrsten Sinne des Wortes blinde Leidenschaft und abgrundtiefe Ablehnung. In ihrer Naivität lässt sie sich zum Werkzeug einer unerbittlichen Jagd auf ein verschollenes Manuksript Herman Melvilles machen, wird für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt und missbraucht. Letztendlich reift sie jedoch an ihren Erfahrungen und findet einen Weg in die Zukunft.
"Die Antiquarin" ist kein echtes Meisterwerk, aber ein solider Roman, der sich sprachlich auf jeden Fall von der Masse abhebt. Rosemary ist eine nachvollziehbare Figur, immer wieder möchte man sie nehmen und ihr die Naivität aus den Knochen schütteln, auch wenn man weiß, dass die Jugend ihre Erfahrungen selbst machen muss. Die restlichen Charaktere definieren sich über Andeutungen, die aber meist ausreichen, um sich das Bild von ihnen zu machen, das wohl auch Rosemary haben muss, die kaum mehr über sie weiß als der Leser.
Was fehlt, ist wirkliche Spannung, obwohl das Thema für Literaturfreunde natürlich ein interessantes ist. Die Geschichte lebt von Anspielungen und Fakten zu Herman Melville und Nathaniel Hawthorne, ich hab wieder einiges über die beiden gelernt. Aber leider führt das auch dazu, dass die Geschiche an Spannung einbüßt, etwas zu langsam erzählt wird und sich daher stellenweise etwas zieht. Auch den Ausflug in das Kuriositätenkabinett des leidenschaftlichen Sammlers Peabody hätte man bunter gestalten können, da wäre noch mehr möglich gewesen.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Bücher und Literatur interessieren und sich an einer gehobenen und trotzdem zeitgemäßen Sprache erfreuen können.
 

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Die Karrieren der Vicki Baum. Eine Biografie

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/07/2011 - 11:20
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Endlich eine Biographie über den ersten Medienstar der deutschen Literatur: Vicki Baum. Aus dem Wien des 19. Jahrhunderts in die Konzertsäle Deutschlands und als Schriftstellerin über das Berlin der Zwanzigerjahre nach New York und Hollywood - der phänomenale Aufstieg einer Frau mit großen Ambitionen und großem Herz, in deren Lebensweg sich die Weltgeschichte spiegelt. Sie wächst als Einzelkind in Wien auf, wird am Konservatorium ausgebildet und hat ihre ersten Erfolge als junge Konzertharfenistin. Nachdem ihre erste Ehe mit einem lebensuntüchtigen Journalisten gescheitert ist, heiratet sie den Dirigenten Richard Lert und beendet ihre musikalische Karriere, um sich der Literatur zu widmen. Der Ullstein Verlag formt ihr Image: Vicki Baum, mittlerweile Mutter zweier Söhne, erobert in den Zwanzigerjahren als Redakteurin des Ullstein-Magazins »Die Dame« und als Vertreterin der »Neuen Sachlichkeit« den Berliner Boulevard. Sie ist die erste Autorin, die mit einer gezielten Marketingstrategie zur Marke gemacht wird, und sie liefert einen Bestseller nach dem anderen - ihre Romane erreichen bis 1932 in Deutschland eine Auflage von 500.000 Exemplaren. Ihr Welterfolg »Menschen im Hotel« ebnet ihr den Weg in die USA, wo der Roman unter dem Titel »Grand Hotel« am Broadway inszeniert und wenig später mit Greta Garbo verfilmt wird. In Hollywood beginnt sie mit ihrer Familie ein neues Leben und bricht gleichzeitig allein auf, den Rest der Welt für sich zu erobern. Sie bereist ferne Länder, schreibt zahlreiche Romane, die alle international erfolgreich sind, und führt das facettenreiche Privatleben einer Frau von Welt. Nicole Nottelmann ist Vicki Baums erste Biographin. So einfühlsam wie faktenreich zeichnet sie das Bild einer Frau von ungewöhnlicher Willenskraft und tragisch-komischer Widersprüchlichkeit. Eine Lebensgeschichte, so spannend wie ein Roman.

Meine Gedanken zum Buch:

Wie viele hier wissen, bin ich seit langem ein Fan von Vicki Baum. Ich bin über "Von Liebe und Tod auf Bali" zu dieser Autorin gekommen - einem der wenigen Romane über diese wundervolle Insel - , die leider eine zeitlang ziemlich in Vergessenheit geraten war bzw. als "Unterhaltungsliteratur" abgetan wurde.
Dabei schrieb Vicki Baum Romane, die auch heute, trotz der etwas antiquiert wirkenden Sprache, nie an Gültigkeit verloren haben, auch wenn sich die Szenarien verändert haben. Ihre Figuren stehen immer für das Leben an sich, das sich in immer anderer Umgebung in Varianten stets wiederholt. Heute wird sie aus genau diesen Gründen durchaus zu den Autoren der "neuen Sachlichkeit" gerechnet.
Als Person muss sie sehr resolut und zielorientiert gewesen sein, immer bestrebt, ihre Familie nicht nur zu ernähren, sondern ihr auch ein Leben in Luxus zu bieten.
Die Biografie erscheint manchmal eine Spur zu sachlich, und trotz sicherlich gründlicher Recherche hat sie auch Lücken, sie zeigt aber doch ein deutliches Bild einer Karrierefrau, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht. Da Baum selbst ein spannendes und aufregendes Leben zwischen Wien, Berlin, New York, Hollywood und vielen exotischen Ländern geführt hat, ist auch diese Biografie unterhaltsam und vielfältig.
Besonders interessant fand ich immer wieder die Bezugnahme auf die einzelnen Werke der Autorin, deren Entstehen und Akzeptanz, die nicht immer gleichermaßen euphorisch war. Ihr größer Erfolg war natürlich "Menschen im Hotel", das von Gustaf Gründgens auf die Bühne gebracht und unter dem Titel "Grand Hotel" mit Greta Garbo verfilmt wurde.
Alles in allem ein etwas trockenes aber nicht herzloses Porträt dieser interessanten und erfolgreichen Autorin. Wirklich lesenwert!

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The Summer Without Men (Der Sommer ohne Männer)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 30/05/2011 - 12:57
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Die New Yorker Dichterin Mia und der Neurowissenschaftler Boris haben eine Ehekrise. Boris möchte eine "Pause". Mia stellt fest, dass die Pause viel vollere Brüste hat als sie und überdies Boris Laborassistentin ist.
Nach einer klinischen Depression braucht sie eine Pause, fährt allein in ihre Geburtsstadt in Minnesota und verbringt den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, die, mit neunzig noch recht aktiv, im Heim lebt.
Ansonsten brütet sie über den untreuen Boris und die Männer im Allgemeinen. Mit Wut im Bauch und dem Herzen auf der Zunge notiert sie zum Thema Liebe, Ehe und Sex, was ihr einfällt. (Und das ist, neben Gedichten und einem erotischen Tagebuch, eine Menge!)
Die Kur schlägt an, und siehe da, langsam entdeckt sie sich und das Leben neu. Was für ein Genuss, was für eine Befreiung! Selbst Boris merkt das in der Ferne und schickt zerknirschte Mails.
Siri Hustvedts Roman ist ein hinreißendes, blitzgescheites Buch über das Leben von Frauen heute. Von der Geburt über den Sexus bis hin zum Tod, die scharfzüngige Mia nimmt kein Blatt vor den Mund. So erfrischend, so komisch kann Beziehungsanalyse sein und das ganz ohne Männer!

Meine Gedanken zum Buch:

Siri Hustvedt erzählt einmal mehr die uralte Geschichte der verlassenen Ehefrau. Jung und vollbusig ist die "Pause", um die ihr langjähriger Ehemann sie bittet. Keine Trennung, sondern einfach eine Unterbrechung ihrer Beziehung.
 
Nachdem Mia den ersten lähmenden Schock in der Psychiatrie verarbeitet hat, entschließt sie sich zum Handeln. Sie besucht den Ort ihrer Kindheit, verbringt Zeit mit ihrer Mutter und deren Freundinnen - alle in den Achtzigern und älter - , einer Schreibgruppe im Teenageralter und mit einer jungen Frau und deren Kindern. Drei unterschiedlich geprägte Welten mit völlig anders gelagerten Problemen, die Mia dazu zwingen, das Leben wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Gegenwart anzunehmen.
 
Mit Humor, Ironie und Tiefgang beschreibt Siri Hustvedt diesen Prozess der inneren Heilung einer Frau, die mit 55 ihr Selbst neu entdecken muss. Ein wunderbares Werk mit hohem sprachlichen, aber auch intellektuellen Anspruch. Gespickt mit Zitaten aus den Werken großer Philosophen und Naturwissenschafter ist dieses Buch nicht immer einfach zu lesen, aber gerade das macht es auch zu einem herausfordernden Leseerlebnis für alle, die bei guter Unterhaltung gern auch einmal ihr Hirn anstrengen :-)

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