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New York

Vor allen Nächten

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 19/12/2011 - 17:33
Inhaltsangabe

Vor allen Nächten erzählt die Geschichte eines jüdischen Einwanderersohnes aus den Nordstaaten, der während des amerikanischen Bürgerkriegs zwischen alle Fronten gerät. Dara Horn entfaltet darin eine solche Farbigkeit, wie sie weltberühmte Romane über diesen großen historischen Stoff nicht hervorbrachten. New York, 1861. Der neunzehnjährige Jacob Rappaport, Sohn jüdischer Einwanderer aus Deutschland, soll mit der einfältigen Emma, Tochter eines Geschäftspartners seines Vaters, verheiratet werden. Außerstande, sich gegen die Pläne des Vaters zur Wehr zu setzen, bleibt ihm am Vorabend des Festes nur die Flucht. Der Bürgerkrieg steht kurz bevor, und Jacob schlägt sich als Soldat auf die Seite der Nordstaatler, die für die Abschaffung der Sklaverei kämpfen. Unerprobt wie er ist, wird er auf waghalsige Mission geschickt. An Bord eines Schmugglerschiffs verfrachtet man ihn nach New Orleans, wo er seinen eigenen Onkel vergiften soll, der sich während des Pessachfestes von Sklaven bedienen lässt und als Spion für die Südstaatler ein Mordkomplott gegen Präsident Abraham Lincoln plant. Kaum ist Jacob in den Norden zurückgekehrt, verschlägt es ihn ein weiteres Mal in den Süden. Diesmal mit einer Mission der anderen Art: Nun soll er Eugenia Levy, feindliche Spionin und Tochter eines alten Bekannten, heiraten und im Auftrag der Kommandanten bespitzeln. Aber auf das, was ihn im Hause Levy erwartet, ist Jacob nicht vorbereitet: Vier bildhübsche Schwestern mit derart verwegenem Charme, dass er bald nicht mehr weiß, auf wessen Seite er steht. Mit Fabulierlust erzählt Dara Horn die Geschichte eines zaudernden Helden, der erst in den Wirren des Krieges lernt, für sich selbst zu sprechen.

Meine Gedanken zum Buch:

Den Hintergrund für diese Mischung aus Liebes- und Spionagegeschichte bildet der amerikanische Bürgerkrieg, insbesondere wird die Rolle der Juden in diesem Gemetzel genauer beleuchtet. Der Ich-Erzähler Jacob Rappaoport, ein junger Mann aus angesehener Familie, wird zum Spion für die Nordstaaten und überschreitet so gut wie jede Grenze der Menschlichkeit, um einem Ideal zu dienen, das nur bedingt auch das Seine ist. Es mangelt ihm an Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen, was ihn immer wieder sehr unsympathisch erscheinen lässt.
Leider konnte ich mich mit dieser Figur nicht anfreunden, denn obwohl viel von Gefühlen die Rede ist, war sie für mich nicht nachvollziehbar und eine Spur zu flach. Dementsprechend wenig Profil hatten für mich dann auch die anderen Protagonisten, die in Jacobs Leben eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Allen voran Eugenia, deren mehrfach beschriebene Schönheit mich nie berühren konnte.
Die Geschichte an sich ist durchaus spannend und interessant, vor allem, wenn man sich für diese wichtige Epoche der US-amerikanischen Geschichte interessiert. Ehrlich gesagt ist mir dieses Thema sehr fremd, somit hab ich mir auch immer wieder schwergetan, Namen und Orte den richtigen Parteien zuzuordnen.
Alles in allem solide geschriebene Unterhaltung mit Höhen und Tiefen, die es jedoch trotz vieler detailreicher Beschreibungen von z.B. Jacobs Verletzungen nicht schaffen, den Leser emotional wirklich zu bewegen. Emfpehlen würde ich es daher nur jenen, die sich für das Judentum in den USA oder eben den Bürgerkrieg interessieren. Kein Meisterwerk, aber nette Unterhaltung, würde ich sagen.
 

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Die Antiquarin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 05/08/2011 - 09:08
Inhaltsangabe

Über die Liebe zu Büchern und die Liebe an sich Rosemary Savage liebt Bücher über alles. Eines Tages entdeckt sie bei einem ihrer Streifzüge durch New York das riesige Antiquariat «Arcade». Rosemary ist völlig verzaubert und eröffnet dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten will. Zu ihrem Erstaunen wird sie sofort eingestellt – für die junge Frau geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit ihrem eigenwilligen Kollegen Oscar erkundet sie bei jeder Gelegenheit den Buchladen. Durch Zufall stoßen die beiden auf ein verlorengeglaubtes Manuskript von Herman Melville, dem berühmten Autor von «Moby Dick». Ein sensationeller Fund. Doch auch andere sind diesem Schatz auf der Spur ...

Meine Gedanken zum Buch:

Sheridan Hay entführt uns in ihrem Erstlingswerk in die seltsam skurrile Welt des Antiquariats "Arcade" mitten in Manhattan, einer Art Auffangstelle für Aussenseiter, die sich hier aufgrund ihrer literarischen Kenntnisse auf ganz eigene Art und Weise entfalten können. Zwischen ihnen herrscht eine Art unausgesprochenes Einverständnis, jeder wird akzeptiert, wie er ist, auch wenn er dafür weder geschätzt noch geliebt wird.
Mitten in diese Welt gelangt Rosemary, eine junge Australierin, die Bücher liebt und sonst nicht viel vom Leben weiß, ausser, dass sie ganz allein auf sich gestellt ist und irgendwie den Verlust ihrer viel zu früh verstorbenen Mutter verkraften muss. Auf der Suche nach Freundschaft und Liebe trifft sie Menschen, die es ehrlich mit ihr meinen, sie stößt auf im wahrsten Sinne des Wortes blinde Leidenschaft und abgrundtiefe Ablehnung. In ihrer Naivität lässt sie sich zum Werkzeug einer unerbittlichen Jagd auf ein verschollenes Manuksript Herman Melvilles machen, wird für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt und missbraucht. Letztendlich reift sie jedoch an ihren Erfahrungen und findet einen Weg in die Zukunft.
"Die Antiquarin" ist kein echtes Meisterwerk, aber ein solider Roman, der sich sprachlich auf jeden Fall von der Masse abhebt. Rosemary ist eine nachvollziehbare Figur, immer wieder möchte man sie nehmen und ihr die Naivität aus den Knochen schütteln, auch wenn man weiß, dass die Jugend ihre Erfahrungen selbst machen muss. Die restlichen Charaktere definieren sich über Andeutungen, die aber meist ausreichen, um sich das Bild von ihnen zu machen, das wohl auch Rosemary haben muss, die kaum mehr über sie weiß als der Leser.
Was fehlt, ist wirkliche Spannung, obwohl das Thema für Literaturfreunde natürlich ein interessantes ist. Die Geschichte lebt von Anspielungen und Fakten zu Herman Melville und Nathaniel Hawthorne, ich hab wieder einiges über die beiden gelernt. Aber leider führt das auch dazu, dass die Geschiche an Spannung einbüßt, etwas zu langsam erzählt wird und sich daher stellenweise etwas zieht. Auch den Ausflug in das Kuriositätenkabinett des leidenschaftlichen Sammlers Peabody hätte man bunter gestalten können, da wäre noch mehr möglich gewesen.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Bücher und Literatur interessieren und sich an einer gehobenen und trotzdem zeitgemäßen Sprache erfreuen können.
 

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Die Karrieren der Vicki Baum. Eine Biografie

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/07/2011 - 11:20
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Endlich eine Biographie über den ersten Medienstar der deutschen Literatur: Vicki Baum. Aus dem Wien des 19. Jahrhunderts in die Konzertsäle Deutschlands und als Schriftstellerin über das Berlin der Zwanzigerjahre nach New York und Hollywood - der phänomenale Aufstieg einer Frau mit großen Ambitionen und großem Herz, in deren Lebensweg sich die Weltgeschichte spiegelt. Sie wächst als Einzelkind in Wien auf, wird am Konservatorium ausgebildet und hat ihre ersten Erfolge als junge Konzertharfenistin. Nachdem ihre erste Ehe mit einem lebensuntüchtigen Journalisten gescheitert ist, heiratet sie den Dirigenten Richard Lert und beendet ihre musikalische Karriere, um sich der Literatur zu widmen. Der Ullstein Verlag formt ihr Image: Vicki Baum, mittlerweile Mutter zweier Söhne, erobert in den Zwanzigerjahren als Redakteurin des Ullstein-Magazins »Die Dame« und als Vertreterin der »Neuen Sachlichkeit« den Berliner Boulevard. Sie ist die erste Autorin, die mit einer gezielten Marketingstrategie zur Marke gemacht wird, und sie liefert einen Bestseller nach dem anderen - ihre Romane erreichen bis 1932 in Deutschland eine Auflage von 500.000 Exemplaren. Ihr Welterfolg »Menschen im Hotel« ebnet ihr den Weg in die USA, wo der Roman unter dem Titel »Grand Hotel« am Broadway inszeniert und wenig später mit Greta Garbo verfilmt wird. In Hollywood beginnt sie mit ihrer Familie ein neues Leben und bricht gleichzeitig allein auf, den Rest der Welt für sich zu erobern. Sie bereist ferne Länder, schreibt zahlreiche Romane, die alle international erfolgreich sind, und führt das facettenreiche Privatleben einer Frau von Welt. Nicole Nottelmann ist Vicki Baums erste Biographin. So einfühlsam wie faktenreich zeichnet sie das Bild einer Frau von ungewöhnlicher Willenskraft und tragisch-komischer Widersprüchlichkeit. Eine Lebensgeschichte, so spannend wie ein Roman.

Meine Gedanken zum Buch:

Wie viele hier wissen, bin ich seit langem ein Fan von Vicki Baum. Ich bin über "Von Liebe und Tod auf Bali" zu dieser Autorin gekommen - einem der wenigen Romane über diese wundervolle Insel - , die leider eine zeitlang ziemlich in Vergessenheit geraten war bzw. als "Unterhaltungsliteratur" abgetan wurde.
Dabei schrieb Vicki Baum Romane, die auch heute, trotz der etwas antiquiert wirkenden Sprache, nie an Gültigkeit verloren haben, auch wenn sich die Szenarien verändert haben. Ihre Figuren stehen immer für das Leben an sich, das sich in immer anderer Umgebung in Varianten stets wiederholt. Heute wird sie aus genau diesen Gründen durchaus zu den Autoren der "neuen Sachlichkeit" gerechnet.
Als Person muss sie sehr resolut und zielorientiert gewesen sein, immer bestrebt, ihre Familie nicht nur zu ernähren, sondern ihr auch ein Leben in Luxus zu bieten.
Die Biografie erscheint manchmal eine Spur zu sachlich, und trotz sicherlich gründlicher Recherche hat sie auch Lücken, sie zeigt aber doch ein deutliches Bild einer Karrierefrau, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht. Da Baum selbst ein spannendes und aufregendes Leben zwischen Wien, Berlin, New York, Hollywood und vielen exotischen Ländern geführt hat, ist auch diese Biografie unterhaltsam und vielfältig.
Besonders interessant fand ich immer wieder die Bezugnahme auf die einzelnen Werke der Autorin, deren Entstehen und Akzeptanz, die nicht immer gleichermaßen euphorisch war. Ihr größer Erfolg war natürlich "Menschen im Hotel", das von Gustaf Gründgens auf die Bühne gebracht und unter dem Titel "Grand Hotel" mit Greta Garbo verfilmt wurde.
Alles in allem ein etwas trockenes aber nicht herzloses Porträt dieser interessanten und erfolgreichen Autorin. Wirklich lesenwert!

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The Summer Without Men (Der Sommer ohne Männer)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 30/05/2011 - 12:57
Inhaltsangabe

Die New Yorker Dichterin Mia und der Neurowissenschaftler Boris haben eine Ehekrise. Boris möchte eine "Pause". Mia stellt fest, dass die Pause viel vollere Brüste hat als sie und überdies Boris Laborassistentin ist.
Nach einer klinischen Depression braucht sie eine Pause, fährt allein in ihre Geburtsstadt in Minnesota und verbringt den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, die, mit neunzig noch recht aktiv, im Heim lebt.
Ansonsten brütet sie über den untreuen Boris und die Männer im Allgemeinen. Mit Wut im Bauch und dem Herzen auf der Zunge notiert sie zum Thema Liebe, Ehe und Sex, was ihr einfällt. (Und das ist, neben Gedichten und einem erotischen Tagebuch, eine Menge!)
Die Kur schlägt an, und siehe da, langsam entdeckt sie sich und das Leben neu. Was für ein Genuss, was für eine Befreiung! Selbst Boris merkt das in der Ferne und schickt zerknirschte Mails.
Siri Hustvedts Roman ist ein hinreißendes, blitzgescheites Buch über das Leben von Frauen heute. Von der Geburt über den Sexus bis hin zum Tod, die scharfzüngige Mia nimmt kein Blatt vor den Mund. So erfrischend, so komisch kann Beziehungsanalyse sein und das ganz ohne Männer!

Meine Gedanken zum Buch:

Siri Hustvedt erzählt einmal mehr die uralte Geschichte der verlassenen Ehefrau. Jung und vollbusig ist die "Pause", um die ihr langjähriger Ehemann sie bittet. Keine Trennung, sondern einfach eine Unterbrechung ihrer Beziehung.
 
Nachdem Mia den ersten lähmenden Schock in der Psychiatrie verarbeitet hat, entschließt sie sich zum Handeln. Sie besucht den Ort ihrer Kindheit, verbringt Zeit mit ihrer Mutter und deren Freundinnen - alle in den Achtzigern und älter - , einer Schreibgruppe im Teenageralter und mit einer jungen Frau und deren Kindern. Drei unterschiedlich geprägte Welten mit völlig anders gelagerten Problemen, die Mia dazu zwingen, das Leben wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Gegenwart anzunehmen.
 
Mit Humor, Ironie und Tiefgang beschreibt Siri Hustvedt diesen Prozess der inneren Heilung einer Frau, die mit 55 ihr Selbst neu entdecken muss. Ein wunderbares Werk mit hohem sprachlichen, aber auch intellektuellen Anspruch. Gespickt mit Zitaten aus den Werken großer Philosophen und Naturwissenschafter ist dieses Buch nicht immer einfach zu lesen, aber gerade das macht es auch zu einem herausfordernden Leseerlebnis für alle, die bei guter Unterhaltung gern auch einmal ihr Hirn anstrengen :-)

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Das Wasserwerk

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 05/05/2011 - 12:27
Inhaltsangabe

E. L. Doctorow, der mit zahlreichen literarischen Auszeichnungen geehrte amerikanische Schriftsteller, führt in diesem Roman in das New York des Jahres 1871. Hier gerät der junge Journalist Martin Pemberton in ein gespenstiges Abenteuer. Er hat in einem Pferdeomnibus auf dem Broadway seinen ein Jahr zuvor verstorbenen Vater gesehen. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er ein aufgegebenes Wasserwerk, in dem ein genialisch verrückter Arzt seinen Experimenten nachgeht.

Meine Gedanken zum Buch:

Doctorow zeichnet in seinem Roman ein kritisch-satirisches Bild der Stadt New York in den 1870ern, einer Zeit, in der Korruption und Betrug von oberster Stelle regieren.
Abgesehen von der mystischen Handlung rund um das Wiederauftauchen eines Verstorbenen erfährt der Leser vor allem eine Menge über das Zeitungswesen dieser Epoche, vor allem auch über das unwürdige und harte Leben der für Amerika so typischen Zeitungsjungen.
Die Hauptfigur ist Journalist und heftet sich, getrieben von professioneller und auch persönlicher Neugier, auf die Spuren seines Mitarbeiters, der behauptet, seinen schon vor längerer Zeit verstorbenen Vater in einer Kutsche gesehen zu haben. Alle Spuren verdichten sich beim Wasserreservoir der Stadt, wo McIlvaine und seine Begleiter letztendlich eine schreckliche Entdeckung machen, die viele ethische Fragenzum Thema wissenschaftliche Forschung aufwirft.
Beim Lesen des Buches hatte ich immer den Film "Gangs of New York" vor meinem geistigen Auge, der zwar nicht ganz in der selben Zeit spielt, aber doch auch ein recht griffiges und skurriles Bild von New York zeichnet. Korrupte Politiker, gierige Geschäftsleute, kleine Gauner und durchaus respektable Leute, die zu allem bereit sind, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen.
Alles in allem ein interessantes Zeitbild mit durchaus spannender tiefgreifender Handlung und gut gezeichneten Figuren, die es nur leider nicht geschafft haben, mich zu berühren. Ein paar Seiten hätte man vielleicht einsparen können, alles in allem aber ein feines Lesevergnügen.

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Das Phantom von Manhattan

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Verfasst von  scrittore am Sa, 26/03/2011 - 16:55
Inhaltsangabe

Das "Phantom der Oper" verschwindet im Dunkel. Niemand weiß, was aus ihm geworden ist. Bis zu jenem Abend im September 1906, als der Notar Dufour zu einer Sterbenden gerufen wird. Antoinette Giry enthüllt, wie sie einst den entstellten Knaben Erik Muhlheim aus einem Schaustellerkäfig befreite und in der Unterwelt der Pariser Oper versteckte. Dort schuf er sich seine eigene Welt, fernab von den Menschen, die ihn verabscheuten. Als er sich in die schöne Sängerin Christine verliebte und sie zum Star machte, schöpfte er Hoffnung. Doch vergebens. Da rettete Antoinette ihn erneut und schickte ihn nach Amerika. Nur dort konnte diese gequälte Seele zur Ruhe kommen. Nun soll Dufour Erik aufspüren und ihm einen geheimnisvollen Brief bringen. In New York stößt de r Notar auf das "Phantom von Manhattan", einen der reichsten und mächtigsten Männer Amerikas, den jedoch niemand kennt.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein spannungsreiches Buch, das sich leicht lesen lässt. Während des ganzen Buches wurde es mir keine einzige Sekunde langweilig und mit jeder Seite wollte ich weiter lesen.
Ich kann es jedem empfehlen.

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Küss mich doch!

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Verfasst von green bookreader Sputnik am Do, 17/02/2011 - 16:18
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Frech, gefühlvoll und romantisch: Wer spielt hier mit wem ein Spiel?

Coop gilt als der begehrteste Single in ganz New York, seit er einen Juwelenraub verhindert hat. Plötzlich kann er sich vor Verehrerinnen nicht mehr retten, doch wirklich fasziniert ist er nur von der unkonventionellen Lexie. Die hat allerdings nur eines im Sinn: an den antiken Ring zu kommen, den er vom Juwelier als Belohnung erhalten hat. Denn er birgt ein dunkles Familiengeheimnis. Kann Coop ihr vertrauen?

Quelle: (http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=1&serviceAvailable=true&s...)

Meine Gedanken zum Buch:

Ich fand das Buch einfach hammermäßig!! Es ist witzig, frech und einfach köstlich zu lesen..
Es ist eine bunte Mischung aus Liebe, einer guten Story und echten Gefühlen ..
Ich kann es jeden nur empfehlen, es ist wirklich toll ;D

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Gucci war gestern: Bekenntnisse einer eingebildeten Glamour-Queen

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Verfasst von yellow bookreader Laura am So, 26/12/2010 - 20:45
Inhaltsangabe

Jen genießt ihr Leben als egozentrische Glamour-Queen: Sie klaut einem Obdachlosen seinen Koffer, weil er zu ihrer Tasche passt, sie lästert über ihre beste Freundin, und sie sagt immer, was sie denkt - nicht weil sie aufrichtig ist, Jen ist einfach nur gehässig. Doch als sie ihren Job verliert, muss Jen nicht nur lernen, dass man seine Pradatasche lieber nicht mit zum Arbeitsamt nehmen sollte. Sie findet auch heraus, dass man freundlich sein sollte, wenn man ohne Geld etwas erreichen will. Ein schier unüberwindbares Hindernis für Jen ...

Meine Gedanken zum Buch:

„Jen Lancaster ist genau die Frau, die wir am liebsten hassen.“, so beschreibt die Publishers Weekly Jen, die sich in ihrem eigenen Buch durch viele Auffälligkeit so ins Licht rückt, dass man sie bestimmt nicht mehr vergisst: Einem stechen sofort ihre unglaubliche Arroganz und eingebildete Art, die nicht enden wollenden Shoppingtouren, welche sich durch sehr hohe Preise kennzeichnen, die schlagfertigen und auch manchmal beleidigenden Antworten, die sie austeilen kann, wenn man ihr blöd kommt und ihre unbeschreibliche Liebe für Mode, Taschen und Schuhe aller Art ins Auge.
Doch Jen muss sich ändern, als sie gekündigt wird, was für sie natürlich ein großes Problem darstellt, da sie sich nun auch nicht mehr alles kaufen kann, was sie möchte. Als ihrem Freund (späteren Lebensgefährten) ein ähnliches Schicksal widerfährt, wird das Geld jedoch allmählich knapp und den Beiden wird erst dann so richtig bewusst, welche Geldverschwendung sie in den letzten Jahren eigentlich vollzogen haben. Nun müssen sie sich auf eine große Veränderung ihres Lebensstils gefasst machen, welche ihnen sehr zu schaffen macht…
Egal, wie sehr Jen verschiedene Ereignisse bereut oder sich für ihr Leben, welches sie vor ihrer Kündigung hatte, schämt, sie lässt kein Detail aus und erzählt ihre Geschichte ehrlich und aufrichtig.
Außerdem beinhaltet dieses Buch auch einige E-Mails, bei denen sie jemandem die Meinung sagt, witzige Bewerbungen, mit denen sie versucht, einen Job zu bekommen, Fußnoten, über die man einfach nur lachen kann und Blogeinträge, welche von ihrer Website stammen, die sie gegründet hat, als sie ihren Hass über Unternehmen freien Lauf lassen wollte, die ihr trotz wünschenswerten Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen kein Jobangebot gemacht haben, jedoch auch von anderen Dingen, die sie anderen Menschen einfach mitteilen wollte.
Sie hat auch heute noch einen Blog mit dem Namen Jennsylvania. Dort berichtet sie mindestens jeden dritten Tag über witzige Ereignisse und hat auch eine Menge Fotos von ihren Hunden und natürlich von ihrem Ehemann Fletch und sich selbst zu bieten.
Was ich bei der Rezension dieses Buches besonders herausheben möchte, ist Jens flüssiger Schreibstil, der mir besonders gut gefallen hat. Sie kann alles wunderbar beschreiben und hat meiner Meinung nach einen einmaligen, tollen Schreibstil.
Ich hoffe, dass die vier weiteren Bücher von Jen auch bald ins Deutsche übersetzt werden. Was ich weiß, hat Jen schon bereits ihr 6. Buch fertig gestellt, welches im Mai 2011 in Amerika erscheinen wird.  
Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da es für mich persönlich nichts auszusetzen gibt!

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Sunset Park

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 23/11/2010 - 17:26
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Getrieben von der Schuld am Tod seines Stiefbruders, hat Miles seine Eltern seit sieben Jahren nicht gesehen. Doch als die Familie seiner minderjährigen Freundin droht, ihre Beziehung auffliegen zu lassen, kehrt Miles nach Brooklyn zurück und bereitet sich darauf vor, seinem Vater gegenüber zu treten. Eine Geschichte über Liebe und Vergebung zwischen Männern und Frauen, Vätern und Söhnen.

Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr hat mich Paul Auster von der ersten Seite an fasziniert. Er versteht es wie kein Zweiter, einen sofort in eine Geschichte hineinzuziehen, in der garnicht so sehr eine spektakuläre Handlung im Vordergrund steht, sondern ganz einfache Menschen und ihre Geschichten. Menschen, deren Leben durch eine Geste, ein Wort, irgendeine scheinbare Kleinigkeit eine Wendung genommen hat, die in keiner Weise vorhersehbar gewesen wäre. Eines von Austers zentralen und immer wiederkehrenden Themen ist der Zufall, und auch in diesem Buch spielt er eine wesentliche Rolle in den Beziehungen zwischen den Figuren, die sich - jede auf ihre Weise - durch die unterschiedlichsten Einflüsse von ihrem momentanen Leben befreien und eine neue Richtung einschlagen. Mit mehr und weniger Erfolg...
Wie immer begeistert Auster durch seine klare Sprache, seinen feinen Wortwitz und sein Einfühlungsvermögen in die Tiefen der menschlichen Seele. Ein weiteres Meisterwerk aus der Feder meines Lieblingsschriftstellers!

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Haus der Kindheit

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Verfasst von white bookreader Alois Hold am Sa, 30/10/2010 - 11:46
Inhaltsangabe

Als er den Zenith seiner Berufslaufbahn als architektonischer Gestaltung von Gebäuden und Innenräumen in New York überschritten hat, erfüllt sich Max Bermann seinen lebenslang gehegten Wunsch, das Haus seiner Mutter in der Kleinstadt H. in Österreich in Besitz zu nehmen. Mira, seine Mutter, jüdische Auswanderin vor den Nazis hat seine Sehnsucht durch ein Foto entfacht, der Krieg und sein Einsatz als amerikanischer Soldat brachten eine erste reale Berührung, sein beruflicher Erfolg die Möglichkeit das Haus nach langem juristischen Hürdenlauf zurückzubekommen. Spitzer, der "Schammes"(Verwalter der Gemeinde) der kleinen verbliebenen jüdischen Gemeinde in H., der Bewahrer der jüdischen Geschichte der Gemeinde und des Städtchens, hilft ihm dabei. Vor diesem Hintergrund entfalten sich die Liebesgeschichten von Max, zu seiner Mutter und zu verschiedenen Frauen. An keine vermag er sich zu binden, Nadja wird die tragische Liebe seines Lebens, bitter wie die Geschichte der Juden der Stadt H., deren Aufzeichnung sein Alterswerk werden soll.Vollenden will er das in New York, seiner eigentlichen Heimat, zu der ihm H.und seine Bewohner nicht werden können.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Sprache der zwischen Linz ( ist Linz " H." und stammen Züge Spitzers von Simon Wiesenthal ?) und New York pendelnden Germanistin Mitgutsch ist wunderbar. Die Stadtschilderungen der ortskundigen Wahl- New Yorkerin sind Liebeserklärungen an das pulsierende Leben. Anna Mitgutschs Liebesgeschichten lösen ganze Skalen von Gefühlen aus, am nachhaltigsten bei mir eine Mischung von Schmerz und Wut über eine Unfähigkeit des Helden Max eine Liebesbeziehung auf Dauer einzugehen, bis zur Zerstörung seiner Partnerinnen. Aber das habe ich schon bei früherer Lektüre eines ihrer Texte erlebt. Ihren krassen Spiegel bekommt diese Unfähigkeit zu lieben in der Beziehungslosigkeit und immer wieder in der Geschichte im Hass tödlichen Gegeneinanders der Österreicher zu den anderen, den Juden, den Fremden, ohne die und mit denen sie nicht dauerhaft leben können..

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