London

Gespräch mit Igel

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Verfasst von grey bookreader mausezahn am Di, 16/02/2010 - 04:23
Inhaltsangabe

Vielleicht hätte sich Benton Kirby, Englischlehrer, Ex-Verlobter, Ex-Philosophiestudent und Ex-Wächter bei Madame Tussaud's, mehr Gedanken über die Konsequenzen seines Handelns machen sollen. Aber wenn die Verlobte vom Dach stürzt und erfriert, der Schwiegervater im Auto von einem Zug angefahren wird und Fluffy die Katze aus dem Fenster springt - wie soll man da nicht an die Macht des Schicksals glauben? Und es akzeptieren? Benton jedenfalls passieren ständig die absurdesten und verrücktesten Dinge. Und so sitzt er schließlich nachts im Park mit einem Igel auf einem Baum und denkt über das Leben und die Frauen nach.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch "Gespräch mit Igel" liest sich mehr wie ein Internetblog. Ohne klare zeitliche, räumliche oder personelle Konsequenz wird anekdotenhaft das Leben des Protagonisten Benton aufgerollt, der ein Talent dafür hat, die skurrilsten Dinge selbst zu erleben, oder zumindest davon gehört zu haben. Diese Erzählweise muss man mögen. Stellenweise verliert sich der Faden und alles wirkt etwas wirr, die Handlung springt, wie es eben menschliche Gedanken tun. Etwas daran fand ich jedenfalls durchaus fesselnd. Erstens bedient sich der Autor Paul Robert Smith einer wunderbar witzigen und bilderreichen Sprache, zweitens sind die Bilder dieser Collage stark, voller tragikkomischen Humors und berührend. Ein wenig hat es mich an Forrest Gump erinnert oder an Big Fish. Daher bleibt man dran, obwohl der Spannungsbogen nicht immer klar in eine Richtung führt. Gegen Ende bekommt es dann mehr Tempo und ein Ziel, und der Igel, auf den man lange vergeblich wartet, bekommt seinen Auftritt, das Ende überrascht und überzeugt. Alles in allem ein ungewöhnliches Buch, nichts für Plotpuristen, eher für Freunde von Collage, Anekdote und skurrilen Humors. Mir hat es gut gefallen, mit ein paar Abstrichen. Daher 4 Sterne.

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The Glass of Time (Schatten der Zeit)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/02/2010 - 11:32
Inhaltsangabe

1876: Noch immer trauert Lady Tansor um ihre Liebe, die vor Jahren ermordet wurde. Als sie Alice Gorst als Zofe einstellt, scheint sie eine Vertraute gefunden zu haben, denn die junge Frau ist gebildet und feinfühlig. Auch Lady Tansors Söhne suchen die Nähe der attraktiven Alice. Was sie nicht ahnen: Alice hat einen Auftrag, der ihre ganze Existenz zerstören könnte ...

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist die Fortsetzung zu "The Meaning of Night: A Confession" (In der Mitte der Nacht: Ein Geständnis", und führt uns zurück nach Evenwood, das Anwesen der Tansors in der Nähe von London. Der Tod von Phoebus Daunt hat Emily Carteret, mittlerweile Lady Tansor, schwer erschüttert und unlöschbare Spuren hinterlassen. Esperanza wird von ihrer Ziehmutter und ihrem Hauslehrer als Zofe nach Evenwood geschickt, um dort eine "große Aufgabe" zu erledigen, deren voller Umfang ihr erst mit der Zeit mitgeteilt wird. Immer wieder holt ihre eigene Vergangenheit sie ein und die ihres Vaters, bis letztendlich das Schicksal seinen Lauf nimmt und Esperanza ihre Bestimmung erkennt.
 
Wie schon das erste Buch ist auch dieses ein literarisches Meisterwerk und ein Muss für alle Freunde viktoriansicher Literatur. Michael Cox, leider 2009 verstorben, versteht es hervorragen, den Zeitgeist aufleben zu lassen, seine Figuren sind lebendig und grandios charakterisiert, die Handlung ist bis zum Schluss so aufregend, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt. Ein Muss für alle, die gerne spannende Geschichten auf hohem sprachlichem Niveau lesen, die sich von dem herkömmlichen Krimieinerlei deutlich abheben.

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Die sieben Spiegel der Lady Frances

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Verfasst von yellow bookreader headmaster am Mi, 20/01/2010 - 16:45
Inhaltsangabe

Lady Frances Skeffington,fast fünfzig,steht vor einem Problem: Ihre fast legendäre Schönheit beginnt zu schwinden, und ihr wird bewusst, dass sich ihre Rolle als Frau dramatisch verändert.
Einst von Männern umschwärmt, muss sie sich jenseits ihres Selbstverständnisses als Objekt männlicher Bewunderung eine neue Identität als Frau schaffen.
Auf einmal spürt sie die Schattenseiten einer alternden Schönheit: Ablehnung,Skepsis und Hass ihrer Geschlechtsgenossinnen. Doch Lady Frances nimmt den Kampf gegen ihre Angst vor dem Alter auf und beginnt, all ihre Verehrer auf Herz und Nieren zu prüfen: Wie steht es mit der Aufrichtigkeit der Männer in puncto "unwandelbare Liebe"?

Meine Gedanken zum Buch:

Eine herrlich amüsante Geschichte über eine Frau, die - weil sie eben immer nur durch ihre außergewöhnliche Schönheit wirken konnte- mit dem Älterwerden große Probleme hat.
Fanny, deren Schönheit nach schwerer Krankheit kurz vor ihrem 50. Geburtstag vergangen ist, hat Visionen: Sie sieht ihren von ihr geschiedenen Ehemann am Frühstückstisch...
Um "Hilfe" gegen Hiobs Erscheinen zu finden, sucht sie ihre verflossenen Liebhaber auf und muss erfahren, dass diese sehr verändert sind. Liegt das an den Männern oder an ihrer geschwundenen Schönheit?
Elizabeth von Arnim schreibt witzig und humorvoll über ein -für Frauen- ernstes Thema und  das Ende der Geschichte ist verblüffend!

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Die Schokoladendiät

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Verfasst von white bookreader Michaela Wrumec am Mo, 18/01/2010 - 18:43
Inhaltsangabe

Es ist kurz vor Weihnachten, und Lucy Lombard steckt mal wieder in der Bredouille. Kaum hat sie eine Beziehung mit ihrem Chef angefangen, muss der beruflich nach Australien. Und dann steht Heiligabend ihr Exfreund vor der Tür. Aber heißt es nicht, man kriegt all seine Probleme in den Griff, wenn man sein Äußeres verändert und ein paar Kilo abnimmt? Gute Sache. Deswegen allerdings gleich auf Schokolade verzichten? No way!

Meine Gedanken zum Buch:

Als ich dieses (geschenkte) Buch zur Hand nahm, erwartete ich ein Buch über Frauen, die viel zu viel Schokolade essen und (wie auf dem Buchrücken eigentlich angekündigt) viel zu oft und viel zu erfolglos Diät halten würden. Dem war dann aber nicht so.
Dieses Buch handelt von 4 Mädels, die sich regelmäßig in ihrem Schoko-Café treffen und sich gegenseitig dabei unterstützen, ihr Leben und vor allem ihr Liebesleben zu meistern. Ich wurde sehr überrascht, dass es sich hier um 4 interessante Geschichten handelt, die teilweise wirklich spannend wurden, unerwartete Wendungen nahmen und es tatsächlich geschafft haben, mich zu fesseln. Dieses Buch hat mir ein sehr kurzweiliges Wochenende beschert. Also wenn jemand ein unterhaltsames Buch für zwischendurch sucht, kann ich dieses nur empfehlen. Kleiner Tipp: Schokolade bereithalten. Darauf kriegt man definitiv Appetit!

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Der ewige Gärtner (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 25/11/2009 - 10:16
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In einer atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente macht sich der britische Diplomat Justin Quayle auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau - und gerät dabei mörderischen Machenschaften eines skrupellosen Pharmakonzerns auf die Spur.

Meine Gedanken zum Buch:

Ganz ehrlich gesagt fand ich das Buch relativ langweilig. Natürlich ist die Thematik interessant - Pharmakonzerne, die die Menschen in der Dritten Welt als Versuchskaninchen benützen, um sich dann einmal mehr an ihnen zu bereichern. Aber irgendwie komme ich mit dem schleppenden Erzählstil Le Carrés nicht zurecht, und auch seine Charaktere sind mir zu blass und zu wenig greifbar. Von einer "atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente", wie in der Kurzbeschreibung angekündigt, habe ich wenig bemerkt - anstatt der Atemlosigkeit hat mich wohl öfter ein Gähnen übermannt.
 
Mein erster Le Carré, von dem ich mir so viel erwartet hatte - wahrscheinlich auch mein letzter. Einziges echtes Plus: die Stimme von Rufus Beck!

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Zwei an einem Tag

Bild von Sabrina_89
Verfasst von grey bookreader Sabrina_89 am Fr, 30/10/2009 - 22:16
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Der neue Roman von David Nicholls stellt einen Tag, den 15. Juli, und zwei eigentlich füreinander bestimmte Menschen, die es nur noch nicht wissen, in den Mittelpunkt.
"Gerade stelle ich mich dich mit 40 vor" doch in dieser Nacht, am 15. Juli 1988, sind Emma und Dexter noch zwanzig, haben sich bei der Abschlussfeier näher kennen gelernt, die Nacht durchgemacht, am nächsten Morgen gehen beide ihre Wege.
Wo werden sie genau an diesen Tag ein Jahr später stehen?
Und wo in all den darauffolgenden Jahren?
Und werden sich die beiden, die einader niemals vergessen können und deren Wege sich immer wieder kreuzen, weiterhin immer gerade knapp verpassen- oder können sie sich selbst und dem anderen irgendwann eingestehen, dass sie trotz aller markaten Unterschiede füreinander bestimmt sind?
David Nicholls nimmt zwanzig Jahre lang, jeweils den 15. Juli ins Visier, zeigt wie sich Emma und Dexter ihren Weg suchen, reisen, lieben, ausprobieren, sich aber nie aus den Augen verlieren.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine außergewöhnliche aber wunderschöne Liebesgeschichte, wo man beim lesen laut aufschreien könnte "jetzt stell dich nicht so an"!
Sehr spannend geschrieben bis zum "bitterem" Ende.

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Silbermond und Kupfermünze

Bild von Taliesin
Verfasst von grey bookreader Taliesin am Mi, 30/09/2009 - 10:00
Inhaltsangabe

Im Alter von 40 Jahren verlässt der Londoner Börsenmakler Charles Strickland (Paul Gauguin)seine
Familie, gibt seinen Beruf auf und zieht nach Paris, um zu malen. Rücksichtslos gegen sich und andere Menschen, gesellschaftliche und künstlerische Konventionen missachtend, lebt er nur noch für die Kunst. Auf der Suche nach seinem Paradies wandert er nach Tahiti aus um seine künstlerische Vision zu realisieren.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Leben der Romanfigur Charles Strickland ist eng angelehnt an das Leben des französischen Malers Paul Gauguin, ist aber keine Biographie. Es geht um den Konflikt zwischen Genie und bürgerlicher Gesellschaft. Ein Künstlerroman über einen genialen und kompromisslosen Maler der alles über Bord wirft um seiner Leidenschaft zu folgen. Maugham gelingt es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Man ist hin und hergerissen zwischen Abscheu und Bewunderung für die Hauptfigur. Jeder bilde sich sein Urteil. Ich für mein Teil sehe die Bilder des Paul Gauguin jetzt mit anderen Augen.  

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Blankes Entsetzen

Bild von sonja
Verfasst von yellow bookreader sonja am Do, 17/09/2009 - 17:52
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Der Rechtsanwalt Robin Allbeury hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen zu helfen, die von ihren gewalttätigen Ehemännern geplagt werden.
Doch für manche Frauen kommt jede Hilfe zu spät. So es im Falle von Lynne Bolsover, deren Leiche in einem Schrebergarten gefunden wird, Opfer eines brutalen Gatten - so scheint es jedenfalls...
Und dann gibt es Frauen wie Lizzie Piper, Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem erfolgreichen Chirurgen, der dem Idealbild des fürsorglichen Ehemanns entspricht. Doch niemand weiß, was in manchen Ehen wirklich vorgeht. Oder was hinter verschlossener Tür geschiet...

Meine Gedanken zum Buch:

Interssante Schreibweise. Man kann es eher als 3 verschiedene Biografien sehen, die duch den Anwalt Robin zu einer Geschichte verbundenn werden. 
Action und Spannung darf man sich nicht wirklich erwarten, es ist trotzdem interessant das Leben dreier Familien kennen zu lernen.
Trotzdem ist es kein Buch, dass man in einem Wochenende verschlingt. Ich habe verhältnismäßig doch lange gebraucht, bis ich es durch hatte. 
Der Schulss ist kitschig. Kommt nicht an die Qualität des restlichen Romans an - aber das kann man auch verkraften :-)

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Hexendreimaldrei

Bild von mausezahn
Verfasst von grey bookreader mausezahn am Sa, 18/07/2009 - 20:56
Inhaltsangabe

Auf dem Klo, während der Hochzeit ihres Märchenprinzen mit einer anderen passiert es: Olivia spielt mit dem Feuer und prompt erscheint ihr eine Fee. Also, äh, ein Feerich. Im rosaroten Tütü. Sie hat einen Wunsch frei. Und weil man so etwas ja einfach nicht ernst nehmen kann, wünscht sie sich einfach, der Prinz möge ein Frosch werden. Von da an beginnt ein wahnwitziger Wettlauf mit der Zeit, denn in London gibt es eine geheimnisvolle Hexenvereinigung, die die Verwandlung rückgängig machen kann, jedoch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen...

Meine Gedanken zum Buch:

Aberwitzig! Schräg! Genial! Selten hat mich ein Buch so überrascht. Da wimmelt es nur so von unglaublichen Einfällen. Ein Feerich im Tüll-Tütü, ein Pakt mit einem wiedererweckten toten Dichter, eine sprechende schwarze Katze, eine frustrierte Hexe, ein unterirdisches Horrorparadies, dazu die tollen Querverbindungen zu Grimms Märchen und ein extrem spannendes Wettrennen, um diesen verwünschten, geliebten Frosch wieder in einen Menschen zurück zu verwandeln. Genregrenzen werden hier gesprengt. Es ist ein Frauenroman ohne Klischees, der Elemente von Märchen, Zitate von Shakespeare und Querverbindungen zu Harry Potter so perfekt miteinander verschmilzt, dass man am Ende absolut davon überzeugt ist, dass in London tatsächlich richtige Hexen leben und dass es essenziell ist, gut auf seine goldene Kugel aufzupassen. Ein spannendes, lustiges und romantisches Lesevergnügen von vorne bis hinten! Ich konnte es kaum weglegen. Große Empfehlung!

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The Children's Book

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 07/07/2009 - 09:54
Inhaltsangabe

Olive Wellwood is a famous writer, interviewed with her children gathered at her knee. For each of them she writes a separate private book, bound in different colours and placed on a shelf. In their rambling house near Romney Marsh they play in a storybook world - but their lives, and those of their rich cousins, children of a city stockbroker, and their friends, the son and daughter of a curator at the new Victoria and Albert Museum, are already inscribed with mystery. Each family carries its own secrets.

Into their world comes a young stranger, a working-class boy from the potteries; and in midsummer a German puppeteer arrives, bringing dark dramas. This vivid, rich and moving saga is played out against the great, rippling tides of the day, taking from the Kent marshes to Paris and Munich, and the trenches of the Some. Born at the end of the Victorian era, a whole generation grew up unaware of the darkness ahead. In their innocence, they were betrayed unintentionally by the adults who loved them. In a profound sense, this novel is indeed a children's book.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine unglaubliche Familiengeschichte, die im viktorianischen England beginnt, mit poetischen Beschreibungen von Landschaften und malerischen Sommerfesten auf den Landgütern der kreativen und liberalen Gesellschaft. Doch mit der Zeit wandelt sich das Bild, die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Die sogenannten Suffragetten steigen immer mehr auf die Barrikaden um das Wahlrecht für Frauen durchzusetzen, die Mädchen besuchen die Universität (allerdings ohne einen Abschluss zu erhalten - siehe Zitat 2), geben sich nicht mehr mit ihrer Rolle als feine Heimchen zufrieden. Die Geschichte gipfelt in einem gausigen Bild des ersten Weltkrieges, jede der zahlreichen Figuren wird auf ihre Weise davon beeinflusst. Tod und das Grauen kehren ein in die einst so fröhlichen Familien.
 
Byatt versteht es, Bilder im Kopf entstehen zu lassen und dabei gleichzeitig ein Stück Geschichte mit jeder Menge Fakten zu präsentieren. Natürlich steht England im Vordergrund, der Leser begleitet die Protagonisten allerdings auch auf die Weltausstellung in Paris, nach München und nach Italien, die Entwicklungen in Europa werden in Zusammenhang gebracht und man erhält letztendlich ein umfassendes Bild der Politik- Kunst- und Kulturgeschichte der Zeit von ca. 1880 bis 1920.
 
Auf Deutsch ist dieses Buch leider noch nicht erschienen, ich kann es aber allen, die auch gerne auf Englisch lesen, nur wärmstens empfehlen. Ein spannendes, unterhaltsames und geistreiches Leseerlebnis, das meienr Meinung nach in seiner Qualität Byatt's bisher größtem Erfolg "Possession" ("Besessen") um nichts nachsteht.

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