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Frankreich

Das wilde Kind

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 05/03/2012 - 13:29
Inhaltsangabe

Im Herbst des Jahres 1797, die Jahre der Revolution und des Terrors sind vorbei, stößt der Schmied des Ortes im Wald von Aveyron auf ein nacktes, seltsame Laute ausstoßendes Wesen, die Haut schwarz vor Schmutz, das Haar zottelig. Ein Mensch, ein Tier? Ein Knabe. Die Männer vom Dorf fangen ihn ein, bringen ihn in die Hauptstadt, nach Paris. Man führt ihn bei Hofe vor, er bekommt ein Zimmer in der Taubstummenanstalt und einen Namen. Schließlich wird Victor, das Wolfskind, der Obhut eines jungen Arztes übergeben. Victor wird ihm zu Ruhm verhelfen, aber trotz all seiner Bemühungen wird der Arzt scheitern ...

Meine Gedanken zum Buch:

Boyle erzählt in einer klaren und schnörkellosen Sprache die Geschichte eines Kindes, das eingentlich nicht hätte überleben sollen. Das völlig sich selbst überlassen in der Natur seinen Weg findet, nur um jahrelang gejagt, letztendlich gefangen und in der nächsten Konsequenz gezähmt, sprich: sozialisiert zu werden. Mit wenig Erfolg. Eine Kaspar-Hauser-Geschichte, die sich Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich zugetragen hat. Erschütternd und berührend.
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Aveyron
 
Mir ist beim Lesen der Gedanke gekommen, dass wir es heutzutage wohl auch nicht anders machen würden. Einfangen, kleiden, zur Schau stellen (es gäbe sicher jede Menge Dokus über dieses arme Wesen) und - das wäre jetzt neu dazugekommen - unter den Einfluss aller möglichen Drogen setzen. Nicht viel anders als vor gut 200 Jahren...

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Die Kuh auf dem Dach

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 28/02/2012 - 10:05
Inhaltsangabe

... zu Füßen oder in Sichtweite der blauen Berge, unweit eines großen Flusses und in der Nähe der Stadt Straßburg - die junge Amerikanerin Ernestine Evans sucht in Europa nach den Wurzeln ihrer Familie. Neben den geographischen Hinweisen hatte die Urgroßmutter den Ortsnamen Sand genannt. Ernestine, mit unbefangenem, frischem Blick, erobert sich die europäische Kulturlandschaft diesseits und jenseits des Rheines, in Elsass und Südbaden, siehr vor allem aber auch über eine "erweiterte Wahrnehmung", spürt Zusammenhänge, die sich ers im Laufe der Novelle erschließen. Was verbindet sie mit Martin Schocker? Sympathie, Liebe - ein Geheimnis?

Neben den beiden Hauptfiguren kommt eine weitere wichtige Rolle den beiden Gemeinden Sand, "hiewe un driewe", zu. In liebevollem Detail werden sie von der Autorin kenntnisreich gezeichnet, in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet. Regine Kress-Fricke hat die ungewöhnliche Einladung der beiden Gemeinden Sand, eine zeitgenössische Erzählung zu den beiden Dörfern zu schreiben, in einer Novelle voller Fantasie und Sprachkraft umgesetzt.

Meine Gedanken zum Buch:

Diese kurze Geschichte (das Buch hat nur 61 Seiten) erzählt vor allem vom Leben auf dem Lande. Vom Sterben der kleinen Bauern, vom Überhandnehmen der Monokulturen, vom Unwillen des Einzelnen, sich in Kooperativen zusammenzutun, um ihren Hof als Einkuftsquelle zu retten. Sie erzählt von den Menschen, ihrem Stolz, ihrer guten Küche, ihrer Art zu leben. Und mitten darin findet die junge Amerikanerin Ernestine die ersten Spuren zu ihrem Ursprung, der in einem der beiden Orte Sand zu finden sein muss.
Frau Kress-Fricke hat im Auftrag der beiden Ortschaften eine Geschichte erzählt, die mir sprachlich eine Spur zu bemüht und zu gestelzt wirkt, die aber letztendlich wohl genau das erzählt, was man sich von der Autorin gewünscht hat. Nämlich, dass die Menschen überall letztendlich die gleichen sind, die selben Träume haben und die selben Probleme, und dass Grenzen nur ein imaginärer Strich auf der Landkarte sind.
 
Im Vorwort schreiben die Bürgermeister der beiden Gemeinden: "Dies ist ein Buch für Sander, die ihren eigenen und den anderen Ort Sand kennen lernen wollen, aus der Sicht einer begabten Schriftstellerin, die vor Ort war - und in wunderbaren Bildern und Metaphern schaut, was andere nicht gleich sehen und bemerken können."
 

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Paris-Brest

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 21/02/2012 - 15:36
Inhaltsangabe

Die Großmutter erbt viel Geld und eine Putzfrau. Der Vater veruntreut die Kasse des lokalen Fußballvereins. Die tyrannische Mutter bemüht sich um Kontrolle der Situation. Der Bruder hat wenig Talent und ein Geheimnis. Und der Erzähler seinerseits will alles ans Licht bringen. Nachdem seine Familie der Bretagne gezwungenermaßen den Rücken gekehrt und sich im Süden niedergelassen hat, bleibt Louis, der Erzähler, bei seiner Großmutter in Brest und verbringt die Abende mit dem zwielichtigen Sohn ihrer Putzfrau, bei Rotwein und Zigaretten. Ein böser Plan entsteht. Und einmal mehr hört Louis auf seinen vermeintlichen Freund. Im Tonfall eines Geständnisses geschrieben ist dieser Familienkriminalroman ironisch und elegant. Es geht um viel Geld, um bodenlosen Verrat. Genau und schlicht entwickelt der Autor die Geschehnisse, Figuren und das Bühnenbild seiner Geschichte. Mit wenigen, eindrücklichen Strichen baut er eine atemlose Spannung auf, die eines alten britischen Krimis würdig und zugleich voller Humor ist.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine Familiengeschichte voller Geheimnisse, ein paar kleinere oder auch größere Verbrechen und ein junger Mann stehen im Mittelpunkt dieser 140 Seiten. Nicht unspannend, aber auch kein reisserischer Krimi, nicht unwitzig, aber auch kein großer Lacher. Ironisch, bissig und sehr französisch (sagt der Klappentext, finde ich auch) - ein Tipp für alle, die gern kleine feine Geschichten lesen.

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Das Buch von der Riviera

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 20/02/2012 - 16:55
Inhaltsangabe

Mit den Geschwistern Mann an die eleganteste Küste der Welt Sie waren jung, verwöhnt und berühmt. Als Klaus und Erika Mann einen Reiseführer über die Riviera schrieben, war ihnen öffentliches Interesse sicher. Mit sichtlichem Vergnügen berichten sie aus dem abenteuerlichen Marseille, dem mondänen Cannes und natürlich aus Monte Carlo. Das Ziel der beiden: Mit möglichst wenig Geld möglichst aufwendig leben, ein Vorhaben, das im Frankreich des Jahres 1931 scheinbar mühelos umsetzbar war Mit den zeitgenössischen Originalillustrationen Illustrationen von Henri Matisse u.a.

Meine Gedanken zum Buch:

Das ist ein Buch, das man unbedingt vor Ort lesen muss, damit man den vollen Genuss daraus ziehen kann. Vieles, das die Manns beschreiben, gibt es noch, vieles hat sich verändert. Aber der Zauber der Riviera ist immer noch derselbe, den das Geschwisterpaar beschreibt. Egal, ob es um die Natur geht, um das mondäne Leben in den Casinos oder das Einkaufen in sündhaftteuren Geschäften, nichts davon hat seinen Glanz verloren, und es macht Spaß, das Jetzt mit dem Damals zu vergleichen.
Mit Witz und einer Spur Ironie beschreiben die beiden vor allem auch die Menschen, jede Menge Prominente vor allem, die sie wohl alle auch persönlich gekannt haben.
Leider hab ich das Buch verborgt und somit nicht mehr vor mir, um korrekt zitieren zu können, aber sehr nett fand ich diese Formulierung: "Hier können Sie das Geld ausgeben, das sich nicht mehr haben wollen" :-)

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Unverdächtig

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 23/01/2012 - 12:40
Inhaltsangabe

Lise arbeitet als Animierdame in einer Bar und schläft am Tag. Ihr Liebster Sam hingegen verbringt seine Tage vor dem Fernseher. Der Traum von einem anderen Leben scheint auf ewig ein Traum bleiben zu müssen. Bis Lises bester Kunde ihr einen Heiratsantrag macht. Das ist die Chance, findet Lise und unterbreitet Sam den perfekten und perfiden Plan Die Atmosphäre eines bretonischen Küstenstädtchens, die Requisiten der Nouvelle Vague, eine Prise Maigret und Hitchcock ergeben einen spannenden Roman über menschliche Abgründe, Treue und Verrat.

Meine Gedanken zum Buch:

Der Ich-Erzähler Sam liebt Lise, diese heiratet einen reichen Mann, die beiden schmieden einen perfiden Plan um an sein Geld zu kommen, und der geht schief. So könnte man die 120 Seiten zusammenfassen. Komplexer wird es dort, wo es um den Inhalt geht, der zwischen den Zeilen steht, um die Emotionen und feinen Nuancen, die die eigentlichen Spannungserzeuger sind.
Ein kleines, sehr feines Büchlein, das sich durch eine aussergewöhnliche Sprache auszeichnet, ein kurzes Lesevergnügen für alle, die gerne einmal etwas länger bei einem Satz verweilen.

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Das Lächeln der Frauen (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 22/12/2011 - 12:50
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Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurélie überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurélie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman ins Auge. Nach der Lektüre der Geschichte will Aurélie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen Verlag in Kontakt zu treten, werden jedoch von dem bärbeißigen Lektor André abgeblockt. Doch Aurélie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht des Schriftstellers in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat ...

Meine Gedanken zum Buch:

Gehört hab ich dieses Buch als Abwechslung und Kontrast zur vielen, zum Teil recht grausigen, Fantasy der letzten Zeit. Viel erwartet hatte ich mir ja nicht, aber sogar DAS wurde nicht erfüllt.
Die Geschichte ist ja ganz putzig, aber sie lässt wirklich kein einiges Klischee aus, und absolut jeder Handlungsfaden ist bis ins kleinste Detail vorhersehbar. Manchmal hab ich mich schon fast geärgert, wenn wirklich GENAU das eingetroffen ist, was ich erwartet hatte, da ist der Weg in die absolute Banalität nicht mehr weit.
Schade, denn man hätte aus diesem Pariser Flair und der kleinen Verwechslungsgeschichte auch etwas Spannederes machen können, da bin ich mir sicher.
Die weibliche Sicht der Dinge wird von Stefanie Stappenbeck recht mädchenhaft gelesen, was zu einer Frau über 30 auch nicht passt. Andreas Fröhlich hingegen macht aus dem farblosen André doch noch einen "richtigen Mann", aber DAS rettet dann das Hörbuch auch nicht mehr.
Ich bin ja eh kein Fan von Liebesgeschichten und Frauenromanen, aber sogar in diesem Genre hab ich schon Besseres gelesen und gehört.

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Der Graf von Monte Christo

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Do, 22/12/2011 - 02:11
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Edmont Dantes wird von drei angeblichen Freunden verraten und mittels eines anonymen Briefes in das Gefängnis Chateau d If gebracht.
Nach vielen Jahren gelingt ihm mit Hilfe eines Zellennachbars (eines Abeé) die Flucht.

Der Abeé hat ihm auf dem Sterbebett die Location eines gigantischen Schatzes verraten Dantes nun hebt.

Es vergeht einige Zeit die im Dunkeln liegt und in der Geschichte nicht beschrieben wird - aber dann beginnt die neue Geschichte des Edmont Dantes als Graf von Monte Christo

Unerbittlich verfolgt er seine Feinde, ausgestattet mit einem unendlich erscheinenden Vermögen ---- unerbittlich -- nicht ganz , denn auch Dantes oder Monte Christo erkennt das die Rache nicht alles ist - und eine Grenze haben muss.
So löst sich am Schluß der Konflikt --- fast --- wirklich ????

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Abenteuerroman der klassischen Literatur - oftmals verfilmt - sozusagen Welterbe, da einige Verfilmungen aus Hollywood kommen,

Die Story ist immer wieder lesenswert und besser und spannender als mancher moderne Thriller.

rotbart

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Der Poet der kleinen Dinge

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Verfasst von yellow bookreader Gabi Stachl am Fr, 25/11/2011 - 20:07
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Gerard ist verrückt nach Popcorn, trägt Gedichte vor, die keiner versteht, und lacht sich kaputt, ohne zu wissen, warum. Niemand kann etwas mit ihm anfangen. Nur die Herumtreiberin Alex, die bei seinem Bruder zur Untermiete wohnt, hat den schrägen Poeten ins Herz geschlossen. Und da Gerard so wenig vom Leben hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein leiser nachdecklich machender Roman. Sehr gut schildert die Autorin die Überforderung von Marlene, die nicht damit klar kommt, dass sie sich um den behinderten Bruder ihres Mannes kümmern soll. Die Geschichte spielt in einer triesten Gegend in Frankreich, die geprägt von Arbeitslosigkeit ist. Marlene und Bertrand vermieten ein Zimmer und die momentane Mieterin, Alex, findet einen guten Draht zum behinderten Gerard, den sie Roswell nennt. Paralell zu dieser Geschichte wird von zwei Männern erzählt, die jeden Tag am nahen Kanal herumhängen und die Zeit totschlagen.
Das Thema Behinderung/Ausgrenzung berührt und bewegt mich sehr, deshalb finde ich den Roman auch lesenswert. Auf das "Abenteuer, das die vier Außenseiter zusammenschmieden wird" (Klappentext) muss man allerdings sehr lange warten und dann ist die Geschichte eigentlich auch schon zu Ende. Das ging mir persönlich dann zu schnell.

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The Swan Thieves (Die Schwanendiebe)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 15:07
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Ein Mann stürzt auf ein Gemälde zu, mit gezücktem Messer, rasend vor Wut. Erst in letzter Sekunde wird er von einem Wachmann überwältigt. Was ist es, das den Mann zu dieser rätselhaften Tat getrieben hat? Der Täter Robert Oliver landet auf der Couch von Psychiater Andrew Marlow, der verstehen will, was es mit Olivers Wahn auf sich hat. Was folgt, ist die Spurensuche einer großen, einer unglaublichen Liebesgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Kostovas Erstling "The Historian" hat mich ja schon sehr beeindruckt, aber dieses Buch finde ich überwältigend. Irgendwie ist es eine Mischung aus Kate Morton und A.S. Byatt, also eine spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen in einer wunderbaren Sprache erzählt.
Erzählt wird die Geschichte des Psychiaters Andrew, seines Patienten Robert und der Malerin Béatrice de Clerval, deren Geschichte wir uns aus Briefen aus den 1880ern selbst zusammenreimen können. Details, die fehlen, ergänzt die Autorin in Rückblenden.
Die Frage, warum Robert Oliver ein Gemälde attackiert, wird über 560 Seiten hinweg Schritt für Schritt aufgerollt. Wir treffen auf die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, reisen von Washington nach Paris und Acapulco und finden uns am Schluss mit der Lösung eines Geheimnisses wieder, das geprägt ist von Liebe und Leidenschaft.
Eine malerische, kunstvolle und emotionale Erzählung auf hohem sprachlichem Niveau, ein echter Tipp für Freunde feiner Unterhaltungsliteratur!

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Sylvia

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 13/10/2011 - 09:53
Inhaltsangabe

Ein junger Dichter kehrt aus Paris an die Stätten seiner Kindheit zurück, wo ihn die Erinnerungen an seine erste Jugendliebe einholen.

Meine Gedanken zum Buch:

Aufmerksam gemacht wurde ich auf dieses Büchlein durch seine wiederholte Erwähnung in Roberto Cotroneos "Die verlorene Partitur", wo auch die tragische Biografie de Nervals kurz umrissen wird.
 
Bei "Sylvia" handelt es sich im Grunde um Jugenderinnerungen, die ihm, der sich ein Jahr nach dem Erscheinen dieser Geschichte erhängt hat, wohl besonders süß erschienen sein müssen. Dementsprechend beschreibt er auch Land und Leute, allen voran die Frauen, die im Leben der Hauptfigur eine Rolle gespielt haben. Die unerreichbare Adrienne, die von ihren Eltern ins Kloster geschickt wurde, die launenhafte Schauspielerin Aurelia und nicht zuletzt Sylvia, die Begleiterin seiner Jugendtage, die greifbarste der drei Frauen. Dazu kommen liebevolle lebendige Beschreibungen von Volksfesten und Bräuchen, immer wieder erwähnt wird auch Jean-Jaques Rousseau, der in Ermenonville seinen Lebensabend verbracht hat.
 
Alles in allem ist "Sylvia" eine nette Erzählung mit vielen Komponenten der Romantik, die man schnell und mit Leichtigkeit liest - ideal für einen kuscheligen Nachmittag auf der Couch!

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