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Frankreich

Unverdächtig

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 23/01/2012 - 12:40
Inhaltsangabe

Lise arbeitet als Animierdame in einer Bar und schläft am Tag. Ihr Liebster Sam hingegen verbringt seine Tage vor dem Fernseher. Der Traum von einem anderen Leben scheint auf ewig ein Traum bleiben zu müssen. Bis Lises bester Kunde ihr einen Heiratsantrag macht. Das ist die Chance, findet Lise und unterbreitet Sam den perfekten und perfiden Plan Die Atmosphäre eines bretonischen Küstenstädtchens, die Requisiten der Nouvelle Vague, eine Prise Maigret und Hitchcock ergeben einen spannenden Roman über menschliche Abgründe, Treue und Verrat.

Meine Gedanken zum Buch:

Der Ich-Erzähler Sam liebt Lise, diese heiratet einen reichen Mann, die beiden schmieden einen perfiden Plan um an sein Geld zu kommen, und der geht schief. So könnte man die 120 Seiten zusammenfassen. Komplexer wird es dort, wo es um den Inhalt geht, der zwischen den Zeilen steht, um die Emotionen und feinen Nuancen, die die eigentlichen Spannungserzeuger sind.
Ein kleines, sehr feines Büchlein, das sich durch eine aussergewöhnliche Sprache auszeichnet, ein kurzes Lesevergnügen für alle, die gerne einmal etwas länger bei einem Satz verweilen.

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Das Lächeln der Frauen (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 22/12/2011 - 12:50
Inhaltsangabe

Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurélie überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurélie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman ins Auge. Nach der Lektüre der Geschichte will Aurélie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen Verlag in Kontakt zu treten, werden jedoch von dem bärbeißigen Lektor André abgeblockt. Doch Aurélie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht des Schriftstellers in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat ...

Meine Gedanken zum Buch:

Gehört hab ich dieses Buch als Abwechslung und Kontrast zur vielen, zum Teil recht grausigen, Fantasy der letzten Zeit. Viel erwartet hatte ich mir ja nicht, aber sogar DAS wurde nicht erfüllt.
Die Geschichte ist ja ganz putzig, aber sie lässt wirklich kein einiges Klischee aus, und absolut jeder Handlungsfaden ist bis ins kleinste Detail vorhersehbar. Manchmal hab ich mich schon fast geärgert, wenn wirklich GENAU das eingetroffen ist, was ich erwartet hatte, da ist der Weg in die absolute Banalität nicht mehr weit.
Schade, denn man hätte aus diesem Pariser Flair und der kleinen Verwechslungsgeschichte auch etwas Spannederes machen können, da bin ich mir sicher.
Die weibliche Sicht der Dinge wird von Stefanie Stappenbeck recht mädchenhaft gelesen, was zu einer Frau über 30 auch nicht passt. Andreas Fröhlich hingegen macht aus dem farblosen André doch noch einen "richtigen Mann", aber DAS rettet dann das Hörbuch auch nicht mehr.
Ich bin ja eh kein Fan von Liebesgeschichten und Frauenromanen, aber sogar in diesem Genre hab ich schon Besseres gelesen und gehört.

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Der Graf von Monte Christo

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Do, 22/12/2011 - 02:11
Inhaltsangabe

Edmont Dantes wird von drei angeblichen Freunden verraten und mittels eines anonymen Briefes in das Gefängnis Chateau d If gebracht.
Nach vielen Jahren gelingt ihm mit Hilfe eines Zellennachbars (eines Abeé) die Flucht.

Der Abeé hat ihm auf dem Sterbebett die Location eines gigantischen Schatzes verraten Dantes nun hebt.

Es vergeht einige Zeit die im Dunkeln liegt und in der Geschichte nicht beschrieben wird - aber dann beginnt die neue Geschichte des Edmont Dantes als Graf von Monte Christo

Unerbittlich verfolgt er seine Feinde, ausgestattet mit einem unendlich erscheinenden Vermögen ---- unerbittlich -- nicht ganz , denn auch Dantes oder Monte Christo erkennt das die Rache nicht alles ist - und eine Grenze haben muss.
So löst sich am Schluß der Konflikt --- fast --- wirklich ????

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Abenteuerroman der klassischen Literatur - oftmals verfilmt - sozusagen Welterbe, da einige Verfilmungen aus Hollywood kommen,

Die Story ist immer wieder lesenswert und besser und spannender als mancher moderne Thriller.

rotbart

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Der Poet der kleinen Dinge

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Verfasst von yellow bookreader Gabi Stachl am Fr, 25/11/2011 - 20:07
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Gerard ist verrückt nach Popcorn, trägt Gedichte vor, die keiner versteht, und lacht sich kaputt, ohne zu wissen, warum. Niemand kann etwas mit ihm anfangen. Nur die Herumtreiberin Alex, die bei seinem Bruder zur Untermiete wohnt, hat den schrägen Poeten ins Herz geschlossen. Und da Gerard so wenig vom Leben hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein leiser nachdecklich machender Roman. Sehr gut schildert die Autorin die Überforderung von Marlene, die nicht damit klar kommt, dass sie sich um den behinderten Bruder ihres Mannes kümmern soll. Die Geschichte spielt in einer triesten Gegend in Frankreich, die geprägt von Arbeitslosigkeit ist. Marlene und Bertrand vermieten ein Zimmer und die momentane Mieterin, Alex, findet einen guten Draht zum behinderten Gerard, den sie Roswell nennt. Paralell zu dieser Geschichte wird von zwei Männern erzählt, die jeden Tag am nahen Kanal herumhängen und die Zeit totschlagen.
Das Thema Behinderung/Ausgrenzung berührt und bewegt mich sehr, deshalb finde ich den Roman auch lesenswert. Auf das "Abenteuer, das die vier Außenseiter zusammenschmieden wird" (Klappentext) muss man allerdings sehr lange warten und dann ist die Geschichte eigentlich auch schon zu Ende. Das ging mir persönlich dann zu schnell.

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The Swan Thieves (Die Schwanendiebe)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 15:07
Inhaltsangabe

Ein Mann stürzt auf ein Gemälde zu, mit gezücktem Messer, rasend vor Wut. Erst in letzter Sekunde wird er von einem Wachmann überwältigt. Was ist es, das den Mann zu dieser rätselhaften Tat getrieben hat? Der Täter Robert Oliver landet auf der Couch von Psychiater Andrew Marlow, der verstehen will, was es mit Olivers Wahn auf sich hat. Was folgt, ist die Spurensuche einer großen, einer unglaublichen Liebesgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Kostovas Erstling "The Historian" hat mich ja schon sehr beeindruckt, aber dieses Buch finde ich überwältigend. Irgendwie ist es eine Mischung aus Kate Morton und A.S. Byatt, also eine spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen in einer wunderbaren Sprache erzählt.
Erzählt wird die Geschichte des Psychiaters Andrew, seines Patienten Robert und der Malerin Béatrice de Clerval, deren Geschichte wir uns aus Briefen aus den 1880ern selbst zusammenreimen können. Details, die fehlen, ergänzt die Autorin in Rückblenden.
Die Frage, warum Robert Oliver ein Gemälde attackiert, wird über 560 Seiten hinweg Schritt für Schritt aufgerollt. Wir treffen auf die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, reisen von Washington nach Paris und Acapulco und finden uns am Schluss mit der Lösung eines Geheimnisses wieder, das geprägt ist von Liebe und Leidenschaft.
Eine malerische, kunstvolle und emotionale Erzählung auf hohem sprachlichem Niveau, ein echter Tipp für Freunde feiner Unterhaltungsliteratur!

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Sylvia

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 13/10/2011 - 09:53
Inhaltsangabe

Ein junger Dichter kehrt aus Paris an die Stätten seiner Kindheit zurück, wo ihn die Erinnerungen an seine erste Jugendliebe einholen.

Meine Gedanken zum Buch:

Aufmerksam gemacht wurde ich auf dieses Büchlein durch seine wiederholte Erwähnung in Roberto Cotroneos "Die verlorene Partitur", wo auch die tragische Biografie de Nervals kurz umrissen wird.
 
Bei "Sylvia" handelt es sich im Grunde um Jugenderinnerungen, die ihm, der sich ein Jahr nach dem Erscheinen dieser Geschichte erhängt hat, wohl besonders süß erschienen sein müssen. Dementsprechend beschreibt er auch Land und Leute, allen voran die Frauen, die im Leben der Hauptfigur eine Rolle gespielt haben. Die unerreichbare Adrienne, die von ihren Eltern ins Kloster geschickt wurde, die launenhafte Schauspielerin Aurelia und nicht zuletzt Sylvia, die Begleiterin seiner Jugendtage, die greifbarste der drei Frauen. Dazu kommen liebevolle lebendige Beschreibungen von Volksfesten und Bräuchen, immer wieder erwähnt wird auch Jean-Jaques Rousseau, der in Ermenonville seinen Lebensabend verbracht hat.
 
Alles in allem ist "Sylvia" eine nette Erzählung mit vielen Komponenten der Romantik, die man schnell und mit Leichtigkeit liest - ideal für einen kuscheligen Nachmittag auf der Couch!

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Im Wald der stummen Schreie (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 11/10/2011 - 16:00
Inhaltsangabe

Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf eine grausame Mordserie angesetzt: Drei brutal ausgeweidete Frauen, deren Leichen makaber in Szene gesetzt werden - und deren Körperteile teilweise verspeist wurden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf einen besorgten Vater, der von den seltsamen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Kann der Junge der Täter sein? Jeannes Ermittlungen führen sie bis in den Dschungel Argentiniens. Was sie dort entdeckt, übersteigt ihre kühnsten Vorstellungen.

Meine Gedanken zum Buch:

Wer, so wie ich, eigentlich ein großer Fan von Jean-Christophe Grangé ist, hat auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet. Und war dann wahrscheinlich ebenso enttäuscht. Wo sind die schrullig-liebenswerten Figuren, die brutalen abgebrühten Ermittler, die einem einerseits fremd aber doch auch so sympathisch waren, dass man aus dem Mitfiebern garnicht herausgekommen ist? Statt ihnen finden wir eine frustrierte Singlefrau, die in einer grausamen Mordserie ihre große Chance sieht, dem alltäglichen Einerlei zu entkommen, das für sie aus einsamen Abenden mit weissem Reis und grünem Tee besteht. Dass diese Person am Schluss zu einer Art Rambo mutiert, ist ja wirklich mehr als unglaubwürdig.
 
Die Geschichte an sich ist nicht unspannend, wobei ich schon nach gut einem Viertel erahnt habe, wer der Böse ist, und wie sich das alles irgendwie ausgehen könnte. Und ich gehör normalerweise nicht zu den Blitzgneissern....
Trotzdem, schreiben kann er ja, der Herr Grangé, seine Beschreibungen lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren, somit erfüllt er ein wesentliches Kriterium für einen soliden Thriller. Allerdings ist der Schluss dann wieder SO simpel, dass man schon in Jugendkrimis originellere Auflösungen gelesen hat.
 
Schade! Nach so tollen Büchern wie "Das Herz der Hölle" oder "Die purpurnen Flüsse" bin ich wirklich enttäuscht. War schon "Der Choral des Todes" nicht mehr das, was man gewohnt war, ist dieses Buch leider eher ein Flop.
 
Zum Hörbuch ist noch zu sagen, dass Andrea Sawatzki die totale Fehlbesetzung für diese Geschichte ist. Sie bringt zwar das weinerliche Getue der Hauptfigur Jeanne gut rüber, aber so ein Text braucht Höhen und Tiefen, damit er spannend ist, und die fehlen leider völlig. Wenn man als Grangé-Fan dieses Buch unbedingt kennenlernen will, dann auf jeden Fall als Printausgabe, würde ich sagen.

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Die verlorene Partitur

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/09/2011 - 15:49
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Einem weltberühmten Pianisten wird unter sonderbaren Umständen eine bisher unbekannte Partitur Frederic Chopins angeboten. Es handelt sich dabei um das Finale der berühmten "Vierten Ballade". Als er die Botschaft zu entschlüsseln beginnt, die Chopin mit dieser Partitur als eine Art "Testament" hinterließ, macht der Pianist eine sensationelle Entdeckung...
"Ein außergewöhnlicher Roman, ein spannender und ein romantischer, der - wie nebenbei - eingefahrene Vorstellungen von Chopin-Liebhabern ins Wanken bringen könnte."Ein weltberühmter Pianist, am Ende seiner Karriere stehend, berich tet von einem in vielerlei Hinsicht sonderbaren Erlebnis, das ihm vor Jahrzehnten in Paris widerfuhr: Ein Russe habe ihm ein Autograph Frederic Chopins angeboten, ein unbekanntes Finale der berühmten "Vierten Ballade". Mit diesem Finale hinterließ Chopin eine Art Testament: Das Autograph zeigt die Handschrift einer Leidenschaft - und es ist ganz sicherlich nicht die zu Madame la Baronne C. de Rothschild, der Chopins "Vierte Ballade" gewidmet ist. Es ist die Leidenschaft zu Solange, der Tochter von George Sand. Auch der Erzähler begegnet seiner Solange. Auch er ist an jenem qualvollen Scheitelpunkt angelangt, wo Leidenschaft beginnt unausdrückbar zu werden.

Meine Gedanken zum Buch:

Für echte Musikkenner ist dieser Roman sicher eine Perle. Gespickt mit zahlreichen technischen Details und Erwähnungen unzähliger Werke erfordert es im Grunde vom Leser schon einiges an Fachwissen. Menschen wir mir, die sich grundsätzlich mit klassischer Musik beschäftigen, aber eben nicht aktiv und auch nicht besonders intensiv, zaubert es trotzdem unzählige musikalische Erlebnisse in den Kopf.
Der Ich-Erzähler ist Pianist, ein Genie, wie er nicht unbescheiden von sich sagt - es wird schon stimmen. Trotzdem hadert er ein Leben lang mit sich, mit der Einsamkeit, die diese Begabung mit sich bringt, aber auch mit diesem Konflikt zwischen dem reinen Ausführen und dem kreativen Schaffen, das letztendlich doch dem Komponisten vorbehalten ist.
"Die Musik der Leidenschaft" ist ein zentrales Thema, das sich immer wieder um Chopins 4. Ballade dreht, die dem Pianisten in einer bislang unbekannten Neufassung angeboten wird. Für alle, die das Stück nicht kennen: hier kann man es sich in den unterschiedlichsten Versionen anhören und herunterladen:
http://www.mp3mixx.com/search/search?search=chopin+ballade+4
 
Schritt für Schritt wird die Lebensgeschichte Chopins aufgerollt, durchaus nicht objektiv oder gar unparteiisch - George Sand schneidet in den Augen des Erzählers garnicht gut ab. Dafür spielt ihre Tocher Solange eine nicht unwesentliche Rolle in dieser rätselhaften Geschichte um die verloren gegangen Endfassung der 4. Ballade.
 
Ich habe mir auch die Bilder von Delacroix gesucht, die der Erzähler immer wieder erwähnt, wobei ich bei der "Frau mit dem Hut" nicht eindeutig fündig geworden bin.
 
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/ChopinSandDelacroix.j...
http://picture.yatego.com/images/4cdc1c666d0e95.3/41_00303653.jpg
 
Ein anspruchsvolles Buch, das viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt!

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The Historian (Der Historiker)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/09/2011 - 10:08
Inhaltsangabe

Hier wird das Genre Dracula-Roman völlig neu erfunden: Elisabeth Kostova hat in ihrem Debüt historische Fakten und Fiktion zu einem hervorragend geschriebenen „Page Turner“ verwoben: Ein junges Mädchens findet in der Bibliothek seines Vaters ein merkwürdiges Buch. Es ist sehr alt. Die Seiten sind unbeschrieben; nur in der Mitte des Buches prangt der unheimliche Holzschnitt eines Drachen und das Wort „Drakulya“. In dem Buch liegen Briefe datiert 1930, adressiert an: „Meinen lieben und bedauernswerten Nachfolger…“ So beginnt eine unheimliche Reise quer durch Europa auf den Spuren von Vlad Tepes, genannt Dracula.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit dem "Historiker" hat Elizabeth Kostova ein anspruchsvolles Buch zum Thema "Dracula" geschrieben, das den Leser quer durch Europas Geschichte und Landschaften führt. Wissenschaftlich fundiert rollt sie die Geschichte von Vlad Tepes auf, dem wallachischen Fürsten, der als Vorlage zu Bram Stoker's "Dracula" gedient hat und der als besonders grausamer Herrscher in die Geschichte eingegangen ist.
Die Erzählung besteht großteils aus Briefen und schriftlichen Aufzeichnungen und springt durchaus überschaubar zwischen Gegenwart und Vergangenheit, meistens den 50er-Jahren, hin und her. Die Hauptcharaktere haben, zumindest zu Beginn der Geschichte :-), viel Blut in den Adern, die "Bösen" sind unheimlich gruselig und auf subtile Art zum Fürchten, so wie es sein soll. Trotz dieser positiven Attribute liest sich das Buch nicht einfach so schnell weg, es benötigt Zeit. Die Spannung entwickelt sich langsam, die historischen Details werden etwas zu ausführlich beschrieben, die Suche dauert eine Spur zu lang. Letztendlich wird man mit einem großen Finale belohnt, das aber leider die Frage, wie denn letztendlich der dämonische Herrscher seine Unsterblichkeit erreichte, offen lässt.
 
Alles in allem eine qualitativ hervorragende Abwechslung zu dem ganzen Schrott, mit dem das Genre seit der Bis(s)-Serie überschwemmt wurde, aber trotzdem nur empfehlenswert für Menschen mit ausreichend Geduld und Interesse am Thema.
 
Hier noch die Links zum einzigen Gemälde von Vlad Tepes und seiner Lebensgeschichte:
http://www.donlinke.com/images/Vlad/vlad_tepes_big-x01.jpg
http://www.darkside-gs.de/html/vlad.html

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Das Orchideenhaus

Bild von Alpensalamander
Verfasst von  Alpensalamander am Fr, 26/08/2011 - 21:01
Inhaltsangabe

Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird…

Meine Gedanken zum Buch:

Der Roman beginnt eigentlich noch ganz interessant und vielversprechend, das kann er aber bis zum Schluss leider nicht halten. Die Geschichte von früher um Harry, Olivia und später dann Lidia ist auch noch das Lesenswerte an diesem Buch und eigentlich ganz gut getroffen (wobei dazugesagt sei, dass ich Romane aus der Zeit des 2. Weltkrieges immer gern lese). Absolut übertrieben ist allerdings die Geschichte um Julia aus der Jetztzeit. Die Liebesgeschichte wirkt einfach total kitschig und überzogen. Es wirkt so, als hätte die Autorin diese Liebesgeschichte einfach schnell im Buch untezurbringen versucht, was aber wohl eher nach hinten losgegangen ist. Gegen Ende wird die Geschichte um Julia dann wirklich sehr unrealistisch, was ich sehr schade fand, da das Buch eigentlich wirklich gut hätte werden können. Trotzdem hat sich das Buch leicht und flüssig durchgelesen und ich würde auch nicht davon abraten. Es gibt aber Besseres.

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