Sitemap

Frankreich

Simon Goldsteins Geburtstagsparty

Bild von Willcarlos
Verfasst von white bookreader Willcarlos am Mo, 02/08/2010 - 21:25
Inhaltsangabe

Alles beginnt mit einem Knalleffekt: Separatistische Terroristen haben eine Bombe gezündet. In einem fast zum Polizeistaat verkommenen Europa keine Seltenheit. Der geschockte Tourist aber, dem mitleidige Menschen helfen, ist in Wirklichkeit der Bombenleger. Ein Auftragskiller, ein von Wehwehchen geplagter Anti-Held, der für mächtige Hintermänner die Taten von Attentätern in die Wirklichkeit umsetzt, welche es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Die angeblichen Terroristen spielen im Netzwerk sensationsgeiler Medien eine ganz andere Rolle.
So wie fast jede Figur in diesem Roman doppeldeutige, doppelbödige Aufgaben und Ziele hat. Nichts ist so wie auf den ersten Blick vermutet. Verpflanzte Organe spielen ebenso eine wichtige Rolle wie der große, gefährliche Vulkan, der irgendann unter dem Yellowstone-Nationalpark ausbrechen wird. Der Präsident des zum Schrumpfkernland gewordenen Europas ist längst tot und durch ein Double vertauscht worden - ein Schauspieler herrscht über Europa.
Die Handkung nimmt manch überraschende Wendung, ehe am Schluß etewas sehr Seltenes steht: Ein Ausblick in eine bessere Welt.

Meine Gedanken zum Buch:

Der Roman geht anfangs ab wie ein Thriller. Dann mischen sich nachdenkliche Töne unter. Die aktionsreiche Handlung bekommt ernste Untertöne, immer wieder ironisch gebrochen. Plötzlich haben die vulkanischen Aktivitäten Nordamerikas etwas mit Zeitreisen und getürkten Nachrichten zu tun. Dabei gerät die spannende Handlung nie aus dem Blick. In einer Welt, die für eine gute Schlagzeile töten kann, läßt man halt die Schlagzeilen für sich arbeiten. Raffiniertes Konzept. Wer das Buch gelesen hat, wird fernseh-"News" mit ganz anderen Augen sehen.
 

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Brouillé - Mosaik eines Kriminalfalles am Vorabend der Französischen Revolution

Bild von AndreaHz
Verfasst von white bookreader AndreaHz am So, 01/08/2010 - 08:59
Inhaltsangabe

Klappentext:
Marquis d'Angélique erfährt von einer außergewöhnlichen Teufelei im Schloss des Vicomte de Moucel. Gemeinsam mit dem polnischen Gelehrten Aleksander Mickiewicz und dem jungen amerikanischen Hitzkopf Thomas Duport begibt er sich zum Schloss Vallée-Chessy. Dort erfahren die drei vom rätselhaften Tod des alten Gutsverwalters, erstellen mit den Bauern der verhassten Gemeinde Clichy-sous-Bois die Beschwerdehefte, untersuchen das seelenlose Wasser einer kleinen Quelle im Wald von Vaujours und werden Zeugen einer Entführung. Bald schon bemerken sie, dass im Schloss nichts ist, wie es scheint. Aber jede Wahrheit kommt ans Licht.

Meine Gedanken zum Buch:

Die interessante Stimmung, die der Zeit angepasste Sprache und der ironische Unterton machen diesen Roman zu einem empfehlenswerten Lesevergnügen mit garantierter Spannung bis zum letzten Wort.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Betty Blue - 37° am Morgen

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 01/07/2010 - 16:11
Inhaltsangabe

Betty zieht zu Zorg und hilft ihm bei seinen Arbeiten in der Feriensiedlung eines südfranzösischen Provinznestes. Zufällig stößt sie eines Tages auf ein altes Manuskript ihres Freundes, das sie von dessen Begabung überzeugt. Endlich hat sie eine Aufgabe entdeckt, die ihrem Leben einen Sinn geben soll: Sie möchte Zorg zum Schriftsteller machen und schickt das von ihr abgetippte Manuskript an zahlreiche Verlage, die es aber allesamt abweisen. Diese ständigen Frustrationserlebnisse lassen in Betty unkontrollierte Aggressionen entstehen, die sie schließlich gegen sich selbst richtet. Nachdem sie erfahren hat, dass sie trotz eines zunächst positiven Tests nicht schwanger ist, verstümmelt sie sich selbst und landet in einer psychiatrischen Klinik. Dort setzt Zorg ihrem sinnlosen Leiden ein Ende, indem er sie mit einem Kissen erstickt. Erst nach ihrem Tod erfährt er, dass sein Manuskript veröffentlicht werden soll, und beginnt wieder zu schreiben.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch ist schon über 20 Jahre alt, doch irgendwie erscheint es zeitlos, genauso, wie ja auch der genaue Handlungsort aus der Geschichte nie hervorgeht. Unabhängig von Zeit und Raum leben Betty und Zorg in ihrem ganz persönlchem Kosmos, in den sie nur wenigen Menschen Platz einräumen. Zorg ist besessen von Betty, ihrer Schönheit, ihrem Freigeist, ihrem Chaos, und immer mehr schlittert er hinüber in ihre neurotische Welt. Gewalt und Zärtlichkeit wechseln einander rasant ab, eine direkte und (damals) moderne Sprache verleiht der Geschichte Tempo und macht sie leicht lesbar. Auch dort, wo einem fast das Herz stehenbleibt, weil man garnicht glauben mag, was man da liest.
Mich hat ein Bisserl gestört, dass die Übersetzung so "deutsch" war, aber man muss sich bei so einer lockeren Sprache wohl für einen Modus entscheiden, der über die Schriftsprache hinausgeht. Abgesehen davon fand ich das Buch recht unterhaltsam. Jetzt kann ich auch sagen, dass der Film sehr gut gelungen ist, auch wenn mir die Hauptdarstellerin nicht ganz so gut gefallen hat.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Das Halsband der Königin

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 07/06/2010 - 14:11
Inhaltsangabe

Die Geschichte des wohl berühmtesten Hofskandals des Ancien Régime: die Halsbandaffäre um Königin Marie Antoinette – elegant, unterhaltsam und spannend erzählt vom wiederentdeckten ungarischen Autor Antal Szerb.
Beim Regierungsantritt Ludwigs XVI. im Jahr 1774 wähnt ganz Frankreich sich an der Schwelle eines neuen Zeitalters. Die Bourgeoisie des Ancien Régime entfaltet eine rege kaufmännische Tätigkeit. Enorme Beträge fließen durch die Hände der Unternehmer und Spekulanten, die Bedürfnisse und Hoffnungen der Menschen wachsen. Ein optimistisches Lebensgefühl bereitet den Boden für Wunder, für mystische Begegnungen und alchimistische Zauberkunststücke, für einen überfeinerten Lebensstil und für einen der wohl berühmtesten Hofskandale der europäischen Geschichte: die Halsbandaffäre der Jahre 1785-86, in die die größten Namen Frankreichs verwickelt sind und die zugleich auch die Gesellschaft am Vorabend der Revolution wie kein anderes Ereignis erschüttert.

Hier kreuzen sich die Schicksale der unglücklichen Königin Marie Antoinette und ihres Gemahls Ludwig XVI., des ehrgeizigen Kardinals Rohan, der gewissenlosen Abenteurerin Jeanne de La Motte, der schillernden Figur des Grafen Cagliostro, des als Baronin d’Olivia reüssierenden Doubles Marie-Nicole Leguay und der geprellten Juweliere der Krone, Boehmer und Bassenge.

Meine Gedanken zum Buch:

Antal Szerb beschreibt anhand des berühmten Kriminalfalles, der als "Die Halsbandaffäre" bekannt wurde, die Geschichte einer Epoche, die letztendlich im Sturm auf die Bastille enden wird. Minutiös geht er auf das Leben der unterschiedlichen Protagonisten ein, allen voran natürlich der großen Betrügerin Jeanne de lat Motte und deren Opfer, Kardinal de Rohan. Und natürlich steht auch Marie Antoinette im Mittelpunkt dieser dubiosen Geschichte um eines der wertvollsten Schmuckstücke, die Frankreich je gesehen hat.
Wer sich hier einen Roman erwartet, wird enttäuscht sein, vielmehr handelt es sich um ein äußerst lebendig geschriebenes Sachbuch mit vielen Hinweisen auf andere Historiker und Biografen. Für Insider sicher eine lesenswerte Ergänzung ihres Wissens, für Neulinge wie mich teilweise etwas verwirrend, aber durch aus informativ uns spannend.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die New York Trilogie

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 03/05/2010 - 15:43
Inhaltsangabe

STADT AUS GLAS. Daniel Quinn, ein Kriminalautor, erhält mitten in der Nacht den Anruf eines Fremden und wird auf Grund eines Mißverständnisses in eine Affäre hineingezogen, die komplizierter und undurchsichtiger ist als alles, was er bisher in seinen eigenen Büchern geschrieben hat: Quinn wird, ohne daß ihm Zeit zum Nachdenken bleibt, als Detektiv unter dem Namen Paul Auster eingesetzt.
Wer ist dieser Peter Stillman, den er zu bewachen hat? Und warum versucht sein Vater ihn zu töten? Oder ist der Vater in Wirklichkeit jemand anderer? Und wenn, wer ist der Mann, der ermordet werden soll? Quinn verfolgt alle erdenklichen Spuren, um eine Antwort zu finden. Die Stadt New York wird für ihn zu einem unerschöpflich weiten Raum, zu einem Labyrinth nicht enden wollender Gänge. Naheliegende Schlußfolgerungen scheinen immer mehr ihre Eindeutigkeit zu verlieren. Aus der vordergründig einfachen Aufgabe, einen Mann aufzuspüren, wird schließlich eine aufreibende Suche nach sich selbst.

SCHLAGSCHATTEN. Blue bekommt von White den Auftrag, Black zu beobachten. Ohne über die Hintergründe aufgeklärt worden zu sein, läßt der junge Privatdetektiv sich auf den Fall ein und beschattet Black tagein und tagaus. Bald muß er feststellen, daß seine bewährten Methoden nicht greifen und daß sich Realität und Täuschung nicht mehr ohne weiteres voneinander unterscheiden lassen. Er verliert die Gelassenheit des routinierten Profis und ist besessen von dem Wunsch, Blacks Geheimnis zu ergründen. Sein Leben gerät aus den Fugen, die Konturen seiner Identität lösen sich auf.

HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN. Der Schriftsteller Fanshawe verschwindet eines Tages spurlos und läßt seine junge Frau Sophie mit dem gemeinsamen Kind zurück. Sein Freund aus frühester Kindheit, der Erzähler der Geschichte, übernimmt die Rolle des Nachlaßverwalters und setzt sich erfolgreich dafür ein, daß die vielen Romane und Gedichte veröffentlicht werden. Und er heiratet schließlich Sophie und dringt immer tiefer in das Leben Fanshawes ein. Die Welt bricht für ihn zusammen, als er eines Tages den Hinweis bekommt, daß Fanshawe noch lebt. Fieberhaft versucht er den Freund zu finden und durchlebt eine schwere Krise, in der er seine eigene Existenz in Frage stellt.

Meine Gedanken zum Buch:

Paul Austers bekanntestes Werk zählt sicher auch zu den Meisterwerken der amerikanischen Gegenwartsliteratur. In seiner unverwechselbaren klaren Sprache stellt der den Leser vor immer neue Gedankenhürden, lenkt ihn von einer Richtung in die andere und lässt ihn immer wieder anhalten, um das eben Gelesene einzuordnen und zu verarbeiten.
In drei abgeschlossenen Geschichten, in deren Mittelpunkt auch die Großstadt New York steht, erzählt Auster immer wieder vom Leben und davon, wie sehr es davon abhängt, wie oder auch dass man von seiner Umwelt wahrgenommen wird. Auch eines seiner zentralen Themen, der Zufall, spielt eine wesentliche Rolle in allen drei Geschichten, die zum Teil beginnen wie ein klassischer Detektivroman, und letztendlich immer eine Suche der Protagonisten nach sich selbst darstellen. Die Figuren sind oft sehr schemenhaft dargestellt, nur in "The Locked Room" erzählt Auster von greifbaren und nachvollziehbaren Personen, doch auch diese stoßen an die Grenzen der Selbstzerstörung.
Für mich sind letztendlich viele Fragen offen geblieben, die mich noch länger beschäftigen werden. Der Sinn des Daseins, die eigene Rolle und die der anderen, die Wendungen, die vom Zufall gesteuert werden - zentrale Themen, die mir in so gut wie allen Werken Austers immer wieder begegnet sind.
Zum Hörbuch (ungekürzte Version): Große Literatur, grandios gelesen von Joe Barett, der mit seiner wandelbaren Stimme die oft sehr distanziert gezeichnenten Figuren ein wenig greifbarer werden lässt.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Das Rätsel von Paris

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/04/2010 - 09:13
Inhaltsangabe

Am Vorabend der Weltausstellung von 1889 geben sich die »Zwölf Detektive« in Paris ein Stelldichein: Die berühmtesten Vertreter der Detektivzunft möchten der Welt die neusten Ermittlungsmethoden und ihre spektakulärsten Kriminalfälle präsentieren. Aus der unbeschwerten Zusammenkunft wird Ernst, als einer der »Zwölf« unter mysteriösen Umständen vom gerade errichteten Eiffelturm zu Tode stürzt. Nachdem kurze Zeit später auf dem Ausstellungsgelände eine verkohlte Leiche entdeckt wird, zweifelt niemand mehr an einem Serienverbrechen. Nun gilt es für die Meisterdetektive, ihr Können unter Beweis zu stellen und das Rätsel von Paris zu lösen.
Mit viel Fantasie, Witz und Spannung verhilft Pablo De Santis den großen Detektivgestalten der Weltliteratur zu einem neuen Auftritt und setzt der Detektivgeschichte ein literarisches Denkmal.

Meine Gedanken zum Buch:

De Santis schreibt in gewohnter Manier ein Buch der besonderen Art. Sprachlich bis ins letzte ausgefeilt sagt er vieles zwischen den Zeilen und macht so diese spannende Geschichte gleichzeitig zu einer philosophischen Reise ins endende 19. Jahrhundert. Schemenhafte Figuren verdichten sich oder tauchen unter in einem Nebel aus tiefgründigen Andeutungen und abartigen Verirrungen, der junge Sigmundo torkelt von einem Wirrnis ins nächste und durchschaut trotz seiner Unerfahrenheit letztendlich das Spiel, das mit ihm getrieben wird.
Paris 1989, die Weltausstellung, die Eröffnung des umstrittenen Eiffelturms - dies sind die Kulissen, hinter denen der junge Adlatus ermittelt und Schicht für Schicht den glänzenden Lack der Gemeinschaft der zwölf Detektive abträgt, während die großen Meister sich in Selbstgefälligkeit und Konkurrenzdenken ergehen.
"Das Rätsel von Paris" ist ein spannendes Buch, das mit einem Augenzwinkern viel mehr erzählt, als nur eine Kriminalgeschichte. Ein Tipp für alle, die gern intelligente und gut geschriebene Krimis lesen, die über simplen Mord und Totschlag weit hinausgehen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

No & Ich

Bild von SANDRA
Verfasst von yellow bookreader SANDRA am Sa, 24/04/2010 - 23:13
Inhaltsangabe

Lou ist dreizehn, hochbegabt und eine Einzelgängerin: Am liebsten beobachtet sie die anderen und stellt dabei gewagte Theorien auf, um ihre Welt zu verstehen. Bis sie auf die achtzehnjährige No trifft, die mitten in Paris auf der Straße lebt. No mit ihren dreckigen Klamotten und ihrem müden Gesicht, No, deren Einsamkeit die Welt in Frage stellt. Und so stürzt sich Lou in ihr neues Projekt: Sie will No retten. Eine Begegnung, die das Leben verändert ...

Meine Gedanken zum Buch:

„No & Ich“ – ein Buch, das unter die Haut geht, den Leser fesselt, oftmals sprachlos und schockiert zurücklässt und ihn zwingt, immer weiter und weiter zu lesen. Lou Bertignac, ein dreizehnjähriges Mädchen, das aufgrund ihrer überragenden Intelligenz und Klugheit Jahre älter zu sein scheint, trifft auf No, eine achtzehnjährige Obdachlose. Eine Zufallsbegegnung, die ihrer beider Leben verändert. No, die ohne jegliche Hoffnung und nach etlichen Pflegeheimen schließlich auf der Straße gelandet ist und Lou, ein Mädchen aus „gutem Hause“, beschützt und in ihrer familiären heilen Welt lebend – ein Unterschied, wie er größer nicht sein könnte. Und doch fühlen die beiden so verschiedenen Mädchen sich voneinander angezogen und als Lou das Thema Obdachlosigkeit für ein Schulreferat wählt, beginnt eine tiefe und intensive Freundschaft zwischen den beiden, ein „Sich-vertraut-machen“, das sowohl No als auch Lou für sich als eine Art Verpflichtung erachten. Lou sieht in No einen Ersatz für ihre schmerzlich vermisste Schwester, die als Kleinkind starb und die Mutter depressiv und apathisch zurückliess; eine Frau, die sich kaum noch Gedanken darüber machte, dass es in ihrer Welt noch ein weiteres Kind, nämlich Lou, gibt. Lou vermisst Mutterliebe, Berührungen, Fürsorge und echte Zuneigung, die sie im Grunde nur noch von ihrem Vater zu erwarten hat. Durch die Aufnahme der Obdachlosen No in die Familie findet auch Lou’s Mutter langsam wieder den Weg zurück ins Leben, doch die Kraft der Familie Bertignac reicht leider nicht aus, um No aufzufangen…....

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Der Mann, der die Mandelbäumchen malte

Bild von biosigerlmeyer
Verfasst von grey bookreader biosigerlmeyer am Mo, 05/04/2010 - 06:23
Inhaltsangabe

Die Amerikanerin Roberta Collins vertraut sich im Train bleu zwischen Paris und der Cote d' Azur ihrem Reisegefährten, einem jungen Schriftsteller an. Elf Jahre zuvor war sie zur Silberhochzeit mit ihrem Ehemann, einem New Yorker Bankier, nach Cannes gekommen. Bereits am ersten Abend hatte die den Maler Pierre Mondaragon kennengelernt. Und mit ihm sollte sie schon bald jenen unvergesslichen Nachmitttag erleben, in seinem wunderbaren Haus in Seint-Paul-de Vence.
Über 10 Jahre haben sich die beiden nicht mehr gesehen, Briefe und postkartengroße Bilder von Mandelbäumchen stellten die einzige Verbindung zwischen ihnen dar. Aber nun ist Roberta auf dem Weg zu dem Mann den sie am meisten geliebt hat, um für immer bei ihm zu bleiben...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Buch zum Träumen, dass ein Herzenswunsch, ein Traum, die große Liebe endlich in Erfüllung geht, eine Fortsetzung findet nach all den Jahren.
Die Erwartung vollkommenen Glücks, die Gewissheit, dass sich die große Sehnsucht endlich erfüllt.
Und wie die Wirklichkeit manches anders sieht - und das Schicksal aber nicht immer grausam ist.
Ein schlankes, leicht lesbares Buch, das vor Erwartung und Glück sprüht, ohne den Faden zur Realität zu verlieren!

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Invisible

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 29/03/2010 - 10:20
Inhaltsangabe

Frühling 1967 in New York. Der zwanzigjährige Student Adam Walker trifft auf den enigmatischen Franzosen Rudolf Born und dessen stille, aber verführerische Freundin Margot. Schon bald sieht er sich verstrickt in eine eigentümliche Dreiecksgeschichte, die in einem traumatisierenden Akt der Gewalt gipfelt und sein Leben für immer verändern wird. Aus der Sicht dreier Erzähler, über einen Zeitraum von 40 Jahre, berichtet dieses kraftvolle Werk über den Zorn der Jugend, ungezügelte Lust und die gnadenlose Jagd nach Gerechtigkeit. Auster beweist sich wieder als einer der besten Autoren unserer Zeit.

Meine Gedanken zum Buch:

Immer wieder bin ich sprachlos darüber, wie Paul Auster eine Geschichte erzählen kann. Ohne Schnörksel, ohne Bilder, ohne Ausschmückungen. Klare kurze Sätze, spärlich verwendete Satzzeichen, simple Dialoge. Treffsicher, Mitten ins Herz der Protagonisten.
Auster erzählt von Kindheit und Pubertät, von Beziehungen und einem Verbrechen, das nie wirklich gesühnt wird. Grandios ist der Perspektivenwechsel vom Ich-Erzähler zur zweiten und dritten Person, von der Gegenwart in die Vergangenheit, die der Geschichte immer wieder eine neue Dynamik verleiht. Diese Spannung hält sich bis zum Schluss, der noch einmal eine für mich völlig unerwartete Bombe platzen lässt. Einiges bleibt offen, oder auch nicht...
Einmal mehr sehe ich mich als eingefleischter Auster-Fan bestätigt. Ein Muss für alle Freunde hochwertiger zeitgenössischer amerikanischer Literatur!

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Ein geschenkter Tag

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von yellow bookreader Gabi Stachl am So, 28/03/2010 - 15:13
Inhaltsangabe

Sie sind unterwegs zu einer Hochzeit im Verwandtenkreis: Simon, seine Schwester Garance und seine Frau Carine. Die lebenslustige und schlagfertige Garance und ihre Schwägerin, die sich sogar vor den Mikroben im Salat fürchtet, sind wie Feuer und Wasser, und als auch noch Lola zusteigt, die andere Schwester und frisch geschieden, fliegen die Worte wie Pfeile im Auto hin und her. Simon am Steuer bewahrt die Ruhe, bis er bei der Ankunft erfährt, dass sein Bruder Vincent nicht gekommen ist, und jede Lust auf die gediegene Familienfeier verliert. Während die übrigen Gäste in der Kirche sind, beschließen die drei Geschwister, sich heimlich aus dem Staub zu machen und Vincent zu besuchen, der auf einem Schloss in der Touraine lebt. Ein Blitzbesuch voller Überraschungen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein sehr kurzweiliges Buch über vier erwachsene Geschwister aus der Sicht von einer von ihnen geschrieben. Sie gehen zwar eigene Wege, hängen aber den Träumen ihrer Kindheit nach. Die Flucht vor dieser Hochzeit schenkt ihnen eine Tag voll Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen.
Solche Tage mit den Geschwistern fliegen einem im Alltag nicht so einfach zu, man muss sie sich schon nehmen und aus eigener Erfahrung weiß ich, es zahlt sich aus und tut gut.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Dein Lieblingsbuch im Bücherforum nicht gefunden?

Werde selbst Buchpate!

Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung - selbst verfasst oder der Buchklappentext, Zitate, Quellenangaben, deine Meinung, und schon bist du Buchpate. Wir freuen uns auf deine Lieblingsbücher.

Stelle deine Bücher im Forum vor und diskutiere mit anderen bookreaders über das Buch. Rezension bzw. Rezensionen sind zwar "hübsche" Worte, auf bookreaders.at schreibt einfach jeder seine Meinung in der Diskussion. Eine Bewertung des Inhalts mit Sternchen oder dergleichen, wie sie in Buchbesprechungen üblich scheint, gibt es auf bookreaders.at nicht. Was zählt sind die persönlichen Eindrücke über den Inhalt, den Autor, ... Wir freuen uns über jede Buchvorstellung.