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England

A Ghost in the Machine

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Verfasst von  Rotbart am Fr, 03/09/2010 - 14:26
Inhaltsangabe

Es geht mir mehr darum auf die Serie der Detective Stories aufmerksam zu machen, als auf dieses spezielle Buch.

Diese Bücher von Caroline Graham sind Detective Stories im eigentlichen Sinn. Viele Kritiker sehen in C. Graham die beste Autorin in diesem Genre seit Agatha Christie.

In England (und inzwischen in D) sind die nach den Büchern gedrehten Fersehfilme ein Riesenerfolg.

Die Stories spielen im ländlichen England (Oxfordshire als Kulisse) im fiktiven Midsomer, der Detektiv ist Chief Inspector Barnaby aus Causton und wie bei Agathe Christie mit Miss Marple oder Poirot oder von mir aus auch bei Brunetti gibt es keine wilden Schießereien oder Autojagden sondern Gehirnschmalz und Kombinationsgabe ist angesagt. Wobei die TV Serien -wie immer- nicht mehr unbedingt die eigentlichen Bücher wiederspiegeln.

Die Bücher gibt es als Taschenbücher bei einer Reihe von Verlagen und natürlich auch in deutscher Sprache, meines ist jetzt zufällig von einem US Verlag, das ist aber wirklich Zufall.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine würdige Fortsetzung der englischen Tradition Detective Stories zu schreiben und keine reißerischen Thriller.

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The House at Riverton (Das geheime Spiel)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 01/09/2010 - 15:50
Inhaltsangabe

Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren – vergeblich …

Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.

Meine Gedanken zum Buch:

Kate Mortons Debutroman hat mich genauso in seinen Bann gezogen wie ihr zweites Buch, "Die geheime Geschichte", das ich schon vor einiger Zeit gelesen habe.
Die Autorin versteht es, spannende Geschichten mit berührenden Charakteren zu erzählen. Immer wieder musste ich an die alte Fernsehserie, "Das Haus am Eatonplace" (im Original bezeichnenderweise "Upstairs, downstairs") denken, denn auch hier wird das Leben der Reichen und Schönen aus Sicht einer Hausangestellten beschrieben. Liebe, Leidenschaft, viele Geheimnisse, viele Lügen prägen das Leben der reichen Familie Hartford, bis letztendlich ein kleines Missverständnis zum Schlimmsten führt.
Recht bald hat man das Gefühl, hinter das Rätsel gekommen zu sein, auf das immer wieder angespielt wird, und letztendlich sieht man sich darin auch bestätigt, aber die Geschichte behält sich einen Knalleffekt bis zum Schluss vor, und bleibt somit spannend und aufregend.
Sehr schön finde ich die Art, wie die mittlerweile 98 Jahre alte Grace erzählt, wie ihre Vergangenheit sich mit der Gegenwart verknüpft und sie ein letztes Mal ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen revue passieren lässt.
Ein wunderbarer Unterhaltungsroman, den ich von Herzen weiterempfehle, vor allem für die langen dunklen Abende, die jetzt bald wieder auf uns zukommen.

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Die englischen Jahre

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Verfasst von grey bookreader biosigerlmeyer am Fr, 30/07/2010 - 19:33
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Nach dem Tod des legendären, österreichischen Schriftstellers Gabriel Hirschfelder geht eine junge Frau aus Spurensuche nach seiner verschollenen Autobiografie.
Doch was sie von seinen drei Frauen erfährt, lässt sie zuerst nicht ganz klug werden. Erst Madeleine, die sie in Wien trifft, kann sie darüber aufklären, was sich im Jahr 1940 im Internierungslager auf der Isle of Man zugetragen hat und wer Hirschfelder wirklich war.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Annäherung an das tragische Ereignis von zwei Seiten ist spannend gemacht. Einerseits diese junge Frau, die unbedingt etwas über Hirschfelder herausfinden möchte und andererseits die Schilderung der Ereignisse 1940, zuerst in London, dann auf der Isle of Man. Beim Lesen steuert man darauf zu ohne zu ahnen, was es sein wird und am Ende muss man alles noch einmal aus diesem anderen Licht betrachten.
Zeitweise ist es etwas langatmig geraten, aber ganz nett zu lesen!

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The Adventures of Inspector Lestrade (Lestrade und die Struwwelpeter-Morde)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 20/07/2010 - 11:10
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In dieser Kriminalgeschichte aus dem Jahre 1891 treten auf: Inspector Lestrade- ein Detektiv von Scotland Yard; Melville McNaghten – Chef von Scotland Yard und Vater einer energischen Tochter; Sherlock Holmes – ein kokainsüchtiger «Beratender Detektiv»; Dr. Watson – Verwandter zweier Mordopfer; Arthur Conan Doyle – Provinzarzt und Chronist der abstrusen Erlebnisse von Holmes und Watson; Edward Prince of Wales – Thronfolger und Vater von Victor, Duke of Clarence – duellfreudig und verdächtig; Oscar Wilde – berühmtere Hälfte eines Liebespärchens samt Freund; große Dichter, berühmte Maler; gläubige Spiritisten; ein Eton-Schüler bei Scotland Yard; zehn Mordopfer und der Struwwelpeter-Mörder – der sich ein Kinderbuch zum Vorbild nimmt.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit diesem Buch hat M. J. Trow eine wunderbar amüsante Krimireihe gestartet, die alles vereint, was ein Buch braucht. Einen gut gezeichneten Hauptcharakter mit Ecken und Kanten, eine spannende und durchaus skurrile Handlung und dazu witzige pointierte Dialoge, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Als Zuckerl tauchen dann auch noch immer wieder historische und literarische Figuren aus dieser Epoche auf, die dort und da auch eine markante Rolle spielen. Actionreich und fesselnd, auf hohem sprachlichem Niveau geschrieben, ist dieses Buch ein Tipp für alle Fans klassischer Krimiliteratur, in der Atmosphäre und Lokalkolorit eine Rolle spielen, ohne dass die Spannung dabei zu kurz käme. Eine erfreuliche Zufallsentdeckung!

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The Woman in White (Die Frau in Weiß) (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 01/07/2010 - 13:48
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Berühmt und literaturhistorisch bedeutend wurde Wilkie Collins als Begründer des modernen englischen Kriminalromans, vor allem durch (Die Frau in Weiß. )Der junge Zeichenlehrer Walter Hartright, die Hauptfigur dieses Romans, ist zwar noch kein professioneller Detektiv wie so unzählig viele seiner Nachfolger, aber er ermittelt und beobachtet genauso wie diese, um der mysteriösen Frau in Weiß auf die Spur (zu )kommen. Laura, die junge Erbin von 'Limmeridge House', ist Sir Percival versprochen. Als Walter Hartright sich in sie verliebt, muß er auf Wunsch von Mr. Frederick Fairlie, dem Onkel Lauras, seine Stelle aufgeben und das Haus verlassen. Ein anonymes Schreiben, das kurz vor seiner Abreise eintrifft, warnt Laura vor einer Verbindung mit Sir Percival. Da begegnet Walter Hartright zum zweitenmal der Frau in Weiß ... Die Geschichte der mysteriösen Erbschaft von Limmeridge ist spannend von der ersten bis zur letzten Zeile.

Meine Gedanken zum Buch:

Nicht umsonst wird "The Woman in White" gern als das erste Werk im Genre Mystery Thriller bezeichnet. Wilkie Collins lockt uns von einem Geheimnis zum nächsten, und nur sehr langsam entspinnen sich alle Fäden zu einem gefälligen Ende. Besonders beeindruckt war ich davon, wie er die Emotionen der einzelnen Personen beschreibt - sie erzählen ja alle in Ich-Form. Für einen Mann seiner Zeit hat er sich wohl sehr viele Gedanken um das Gefühlsleben seiner Mitmenschen gemacht, und er stellt sie so deutlich dar, dass man sie fast vor sich sieht. Alles in allem ein sehr angenehmes und durchaus spannendes Buch für alle, die gerne englische Klassiker lesen.
Gabriel Woolf liest eigentlich auch sehr gut, allerdings dürfte es sich wohl um eine ältere Aufnahme handeln, vielleicht sogar für eine Lesung in Etappen, live im Radio. Denn der Gute hat anfangs einen ziemlichen Schnupfen und zieht immer wieder auf, das ist dann doch etwas störend. Man hört auch ab und zu ein Hintergrundgeräusch, und Lesefehler häufen sich an manchen Stellen, wo man die zunehmende Ermüdung merkt. Unseren modernen Qualitätskriterien entspricht dieses Hörbuch somit kaum, trotzdem würde ich es weiterempfehlen, weil ich die Färbungen mag, mit denen Woolf in die verschiedenen Rollen schlüpft.

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Numbers

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Verfasst von grey bookreader mausezahn am Di, 29/06/2010 - 13:18
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Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.

Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein wirklich außergewöhnlicher Jugendthriller ist mir hier in die Hände gefallen. Jem ist eine problematische Fünfzehnjährige, die nach dem Drogentod ihrer Mutter bei Pflegefamilien aufgewachsen ist und immer weitergereicht wurde. Doch der wahre Grund für ihre Probleme ist die Tatsache, dass sie Zahlen in den Augen der Menschen sieht. Nicht irgendwelche Zahlen. Jem sieht die Todesdaten ihres Gegenübers. Als sie schließlich in dem ungewöhnlichen Spinne einen echten Freund findet, bleibt ihr nur sehr wenig Zeit, denn seine Zahl ist schon furchtbar bald erreicht. In einem verrückten Roadtrip flüchten die beiden Jugendlichen vor der Polizei, Spinnes Drogengeschäften und der zivilisierten Welt, die sie einfangen will.
Besonders das Ende dieses Romans hat mich überrascht und wirklich berührt. Der Weg, auf dem sich Jem und Spinne von London bis nach Bath durchschlagen, lässt einen das Buch atemlos verschlingen. Nicht nur gelingt es der Autorin, starke, glaubwürdige und zutiefst bewegende Protagonisten zu erschaffen, sie lässt den Leser mit ihnen kämpfen, lieben und leiden und das Leben und den Tod selbst hinterfragen. Kein alltägliches Thema für einen Jugendroman, und eine heftige Sache, ein fünfzehnjähriges Mädchen mit diesen Fragen zu belasten, aber Rachel Ward schafft es, einen tief in Jems Gedankenwelt hinein zu versetzen und die wichtigen Punkte am Ende völlig klar zu vermitteln. Eine große Leseempfehlung, keineswegs nur für Jugendliche!

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Gefühl und Verstand (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 17/05/2010 - 08:44
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England um 1800. Die Dashwoods sind eine reiche, angesehene Familie. Als das Familienoberhaupt stirbt, vererbt er den gesamten Besitz an seinen Sohn John. Seine zweite Frau und die gemeinsamen Töchter Elinor, Marianne und Margaret müssen sich mit einer mageren jährlichen Pension begnügen. Obendrein haben Elinor und Marianne auch noch Pech in der Liebe. Nach kurzem Glück verlieren sie die Auserwählten ihres Herzens an andere Frauen - zumindest scheint es so. In der Krise finden die beiden Kraft für einen neuen Anfang.

Meine Gedanken zum Buch:

Wie keine andere versteht es Jane Austen, ein Bild ihrer Zeit zu zeichnen. Mit viel Einfühlungsvermögen und einem Augenzwinkern präsentiert sie uns eine Gesellschaft, in der nichts wichtiger erscheint, als wieviel Vermögen jemand im Jahr zur Verfügung hat und wie eine junge Dame in dessen Genuss kommen könnte. Elinor und Marianne, zwei grundlegend verschiedene Persönlichkeiten, erleben beide das große Unglück und finden dann doch noch ihren Weg, jede auf ihre Weise. Das Buch (im Original "Sense and Sensibility") wurde unter dem Titel "Sinn und Sinnlicheit" auch ganz hervorragend verfilmt.
 
Von dem Hörbuch an sich würde ich dringend abraten. Uta Kroemer liest so, als hätte sie den wahren Witz und Tiefgang der Geschichte garnicht mitbekommen, irgendwie klingt alles wie die Ansprache zu einem Begräbnis. Dazu kommen eine miserable englische Aussprache und das ständige Geräusch des Umblätterns. Es gibt aber eine weitere ungekürzte Version, gelesen von Eva Mattes, die einfach besser sein muss als dieses traurige Machwerk.

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Zum Tode erwacht (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 17/05/2010 - 08:25
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Sir John ist am Boden zerstört: Warum hat sich seine Frau Mary das Leben genommen? Sie waren glücklich verheiratet, erwarteten ein Kind und hatten alles, was man sich nur wünschen kann. Um den wahren Grund für ihre Verzweiflungstat zu erfahren, engagiert ihr Mann einen Privatdetektiv, der Marys Vergangenheit durchleuchten soll: Warum wurde sie mit 15 Jahren zur Adoption freigegeben und was haben die damaligen Ereignisse in ihrer Schule mit ihrem Selbstmord zu tun? Privatdetektiv Blake kommt bald der grausamen Wahrheit auf die Spur ...

Meine Gedanken zum Buch:

Detektiv Blake erhält den Auftrag, den Selbstmord von Lady Mary zu untersuchen, der für alle ihr Nahestehenden in keiner Weise nachvollziehbar ist. Glücklich verheiratet, schwanger und voller Lebensfreude greift sie doch plötzlich zur Waffe und erschießt sich. Stück für Stück rollt der Detektiv die traurige Geschichte einer Kindheit auf. Daphne du Maurier hat einmal mehr eine spannende Geschichte geschrieben, in der es mehr um das Seelenleben ihrer Protagonisten als eine reisserische Handlung geht. Mit viel Sensibilität beschreibt sie die Spurensuche, die trotz der vielen Lügen letztendlich das Geheimnis lüftet.  "Tatort"-Kommissar Udo Wachtveitl liest souverän und macht dieses kurze Büchlein (Spieldauer: 1 Stunde) zu einem feinen Hörvergnügen.

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Solar

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 23/04/2010 - 08:33
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Michael Beard ist Ende fünfzig, kahlköpfig, übergewichtig und ganz und gar unattraktiv. Auch seine besten beruflichen Jahre, er gewann einst den Nobelpreis für Physik, liegen bereits hinter ihm und damit nicht genug, hat seine Frau eine Affäre. Als seine berufliche und private Welt bei einem verrückten Unfall kollidieren, eröffnet sich für ihn die Chance, seine Ehe zu retten und seine Karriere wieder neu anzufachen und möglicherweise sogar die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit Michael Beard hat McEwan einen wahrlich unsympathischen Hauptcharakter geschaffen, der im Laufe der Geschichte immer weiter an verliert. Nobelpreisträger, Frauenheld und Oportunist - und nicht einmal ein wahrlich traumatisches Erlebnis schafft es, seine guten Vorsätze wahrwerden zu lassen. Michael verfällt immer mehr. Sein Körper, seine Umgebung - alles sträflich vernachlässigt. Und letztendlich platzt auch die Blase, auf der die Krönung seines beruflichen Erfolges aufgebaut ist - die Lage spitzt sich bis ins Unlösbare zu....
McEwan konfrontiert den Leser mit der Lage der Welt. Klimakatastrophe, alternative Energien, der nieendenwollende Streit der Geschlechter. Skrupellosigkeit, Gewinn- und Prestigesucht als Hemmschuh für die Rettung unseres Planteten.
"Solar" ist ein kritisches aber auch satirisches Gesellschaftsbild, Michael Beard ein Symbol für den Zustand der Menschheit in der sogenannten Ersten Welt.
Wie immer schreibt McEwan in seiner klaren Sprache, allerdings habe ich mir diesmal mit den vielen naturwissenschaftlichen Fachausdrücken etwas schwergetan, weil mich diese Themen auf Deutsch schon ziemlich plagen. Für Fans des Autors ein Muss, für alle anderen eine interessante Unterhaltung auf hohem Niveau mit aktuellem Hintergrund.

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Hiobs Brüder

Bild von Isis19
Verfasst von grey bookreader Isis19 am Di, 16/03/2010 - 09:22
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"Was dachte Gott sich nur dabei, das gechehen zu lassen? War es eine Prüfung? Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?

Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einen Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück auf das Festland. Ein Abenteur beginnt und eine Suche- und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet....

Meine Gedanken zum Buch:

England 1147-1154
In diesem Buch wird sehr deutlich wie im frühen England mit Behinderung und Beeinträchtigung umgegangen wurde. Von Gedächtnisverlust , Fallsucht bis zu Siamesichen Zwillingen kommt alles vor. Sie wurden auf eine Insel eingesperrt, den die Priester sahen in den Gebrechen eine Strafe Gottes, man wagte es aber auch nicht sie zu töten. Durch einen wink des Schicksals konnten alle beteiligten von der Insel fliehen, und sahen sich dann den Problemen der damaligen Zeit ausgesetzt. Die Leute bedachten sie mit Hass, und Mitleid. Als Oswald zusammenbricht der unter dem Down-Syndrom leidet, hilft ihnen ein Jüdischer Arzt. Es wird in diesem Buch auch sehr klar das Juden und Christen sich zu dieser Zeit sehr gehasst haben, und der Neid auf die Juden war grenzenlos, man bezichtigte sie aller möglichen grausamen Rituale die sie niemals begannen haben. Als Losian sein Gedächtnis wiederfindet erkennt er was für ein Mensch er im früheren Leben war und das er so nicht mehr sein möchte, auch dies verändert die Geschichte deutlich. Als Losian oder besser gesagt Alan sich dann auch noch in eine jüdische Frau verliebt wird die Situation noch schwieriger.
Jeder der geflohenen hat sein eigenes Kapitel in diesem Buch und stellt die unterschiedlichen Seiten da. Sowie Godric und Wulfric die früher in ihrem Dorf als Glücksbringer gesehen wurden, da sie ja zusammengewachsen sind. Und Simon der unter der Fallsucht leidet zweifelt an seinen Fähigkeiten, als Krieger. Interessant habe ich auch die Person Regy gefunden, der nur lebt um zu töten und immer an einer Kette gehalten wird, da er jeden versucht in seiner nähe umzubringen. Es wird später im Buch darauf eingegangen warum Regy so geworden ist, und zeigt die tiefen Abgründe einer Misshandelten Seele. Auch King Edmund der glaubt die Wiedergeburt des Heiligen Edmunds zu sein ist eine interessante und faszinierente Geschichte, die am Ende etwas mysteriös endet. Oswald der unter Down- Syndrom leidet und noch dazu einen Herzfehler hat, wird gut beschrieben.
Dieses Buch kann ich nur absolut empfehlen, es ist spannend aufgebaut und auch die über 800 Seiten lesen sich wie im Flug. Was mir auch sehr gefallen hat sind die Historischen Anmerkungen am Ende.

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