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Deutschland

Das Buch Gabriel

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 13/04/2012 - 13:30
Inhaltsangabe

Gabriel Brockwell, als Idealsit und Alltagsphilosoph dem Alkohol und den Drogen nicht abgeneigt, hat genug vom Leben. Er beschließt, sich umzubringen, doch halt: nicht sofort. Vorher will er es noch einmal richtig krachen lassen. Seine Reise führt ihn von einer englischen Entzugsklinik nach Tokio, wo er eine Nahtoderfahrung in einem japanischen Restaurant hat, und weiter nach Berlin, wo ein orgiastisches Bacchanal in den Katakomben des Flughafens Tempelhof stattfinden soll - immer dem Genuss verpflichtet, auf der Suche nach der ultimativen Party. Dem Leben entsagt, und doch noch nicht tot. Gabriel ist im zwischenreich der endgültigen Gedanken angelangt, dem Fegefeuer der letzten Erkenntnisse.

Das Motto: Dekadenz. Das Buch Gabriel ist eine grandiose Allegorie unserer Zeit und ihrer Huldigung des Banalen. Es ist zugleich die unsagbar traurige, unendlich komische und unbeirrt optimistische Geschichet von einem, der lieber utergeht, als sich anzupassen. Und während Gabriel seine Abenteuer erlebt, sehen wir ihm dabei zu, wie er vor unseren Augen auseinanderfällt - und neu aufersteht.

Meine Gedanken zum Buch:

"Wenn deine moralischen Grundsätze nicht mehr tragen, ändere die Grundsätze". Damit beginnt dieses Buch, das einen in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele führt. London, Tokio, Berlin in drei Tagen - wie in der Hochschaubahn zischen die Orte am Leser vorbei, nirgends kann er lang genug verweilen, um sich genauer umzusehen.
Profit, Gier und vor allem die Suche nach dem absolut Abgefahrenen bestimmen die Welt, in der Gabriel sich plötzlich wiederfindet, um seinem einzigen Freund das Leben zu retten. Ganz nebenbei findet er dabei auch zu sich selbst und stellt fest, dass er sich selbst entscheiden kann, ob er erwachsen werden will oder nicht.
In bekannter Manier zeichnet DBC Pierre ein skurriles Bild unserer Welt und spart nicht mit Kritik an dem, was unseren Alltag ausmacht. Überzeichnet, grell und viel zu bunt ist das Bild, das er uns präsentiert. Und mitten drin ein viel zu sensibler junger Mann, der an dieser Herausforderung zu zerbrechen droht.
Ein schräges Buch, typisch für diesen Autor, den man gewiss nur Lesern empfehlen kann, die einen Sinn für die Sprache der Jugend und einen abgefahrenen Humor haben, der mehr als einmal an die Grenzen der Geschmacklosigkeit stößt.
 
Beachtenswert finde ich übrigens die Umschlaggestaltung: "Affen als Kunstrichter" von Gabriel Cornelius von Max - ein gruseliges Bild!

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Die Gewandschneiderin

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Verfasst von white bookreader lukaporter am Fr, 23/03/2012 - 08:41
Inhaltsangabe

Anfang des 13. Jahrhunderts, im Norden des Heiligen Römischen Reichs: Nur knapp entrinnt Anna der Vergewaltigung durch einen einflussreichen Ratsherrn. Doch die Rettung seiner Tochter kommt Baumeister Wille teuer zu stehen – er wird der Hexerei angeklagt. Das anschließende Gottesurteil kostet ihn das Leben. Da auch Anna in Gefahr ist, flieht sie aus der Stadt und kommt vorerst bei ihrer Tante und deren Familie unter. Dort kann sie aber unmöglich bleiben. So begibt die junge Frau sich erneut auf den Weg, angetrieben von ihrem Lebenstraum: Sie will Gewandschneiderin werden und die herrlichsten Kleider anfertigen. Doch muss sie dafür ihr Glück opfern, vielleicht sogar ihr Leben?

Meine Gedanken zum Buch:

Besondre hat mich die Geschichte um die kleine Marie berührt, aber auch die Darstellung von Friedrich dem II.

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Die Kuh auf dem Dach

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 28/02/2012 - 10:05
Inhaltsangabe

... zu Füßen oder in Sichtweite der blauen Berge, unweit eines großen Flusses und in der Nähe der Stadt Straßburg - die junge Amerikanerin Ernestine Evans sucht in Europa nach den Wurzeln ihrer Familie. Neben den geographischen Hinweisen hatte die Urgroßmutter den Ortsnamen Sand genannt. Ernestine, mit unbefangenem, frischem Blick, erobert sich die europäische Kulturlandschaft diesseits und jenseits des Rheines, in Elsass und Südbaden, siehr vor allem aber auch über eine "erweiterte Wahrnehmung", spürt Zusammenhänge, die sich ers im Laufe der Novelle erschließen. Was verbindet sie mit Martin Schocker? Sympathie, Liebe - ein Geheimnis?

Neben den beiden Hauptfiguren kommt eine weitere wichtige Rolle den beiden Gemeinden Sand, "hiewe un driewe", zu. In liebevollem Detail werden sie von der Autorin kenntnisreich gezeichnet, in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet. Regine Kress-Fricke hat die ungewöhnliche Einladung der beiden Gemeinden Sand, eine zeitgenössische Erzählung zu den beiden Dörfern zu schreiben, in einer Novelle voller Fantasie und Sprachkraft umgesetzt.

Meine Gedanken zum Buch:

Diese kurze Geschichte (das Buch hat nur 61 Seiten) erzählt vor allem vom Leben auf dem Lande. Vom Sterben der kleinen Bauern, vom Überhandnehmen der Monokulturen, vom Unwillen des Einzelnen, sich in Kooperativen zusammenzutun, um ihren Hof als Einkuftsquelle zu retten. Sie erzählt von den Menschen, ihrem Stolz, ihrer guten Küche, ihrer Art zu leben. Und mitten darin findet die junge Amerikanerin Ernestine die ersten Spuren zu ihrem Ursprung, der in einem der beiden Orte Sand zu finden sein muss.
Frau Kress-Fricke hat im Auftrag der beiden Ortschaften eine Geschichte erzählt, die mir sprachlich eine Spur zu bemüht und zu gestelzt wirkt, die aber letztendlich wohl genau das erzählt, was man sich von der Autorin gewünscht hat. Nämlich, dass die Menschen überall letztendlich die gleichen sind, die selben Träume haben und die selben Probleme, und dass Grenzen nur ein imaginärer Strich auf der Landkarte sind.
 
Im Vorwort schreiben die Bürgermeister der beiden Gemeinden: "Dies ist ein Buch für Sander, die ihren eigenen und den anderen Ort Sand kennen lernen wollen, aus der Sicht einer begabten Schriftstellerin, die vor Ort war - und in wunderbaren Bildern und Metaphern schaut, was andere nicht gleich sehen und bemerken können."
 

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Krieg um den Mond (E-Book)

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Verfasst von  KlausS am Di, 13/12/2011 - 17:57
Inhaltsangabe

Ein Rover der NASA macht eine Entdeckung: Auf der Mondoberfläche liegt eine kaputte Schraube. Das Problem: Sie dürfte nicht dort sein.

Die Entdeckung soll geheim gehalten werden, aber Anne Winkler, eine junge Wissenschaftlerin der europäischen Raumfahrtorganisation ESA, kann die Beweise für die Entdeckung sichern. Ein internationaler Konflikt um den Fund auf dem Mond schaukelt sich hoch. Kurz bevor es zu einem Krieg kommt, gelingt es Anne, durch geschickten Einsatz der Massenmedien die Katastrophe zu verhindern. Annes Traum wird wahr. Sie nimmt an einer internationalen Expedition zum Mond teil. Aber dort verwandelt sich der Traum in einen Alptraum.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich finde es interessant, wie eine winzige Sache (eine kaputte Schraube) alles durcheinanderbringt. Die folgende Auseinandersetzung stellt einen "modernen" Krieg dar. Er findet nahezu unsichtbar statt: Sabotage übers Internet, Devisenmanipulationen - und tut trotzdem den leibhaftigen Menschen weh.
Den meisten Spaß beim Schreiben haben mir die Szenen auf dem Mond gemacht. Anne muss "mondisch" denken, um zu überleben. Und dann der Schluss, der eine überraschende Lösung bietet und die Phantasie in Gang setzt, ohne dass es Science Fiction wird.

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Plattenbaugefühle

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Verfasst von  JonasBe am Mo, 17/10/2011 - 21:17
Inhaltsangabe

Kurzbeschreibung:
Die erste Liebe, die Träume in der Pubertät, die Veränderungen der Umgebung, das Wahrnehmen der eigenen Interessen: Ein Roman für Jugendliche ab 16 Jahren, der sich um die sexuelle Identität zweier Jungen dreht – einer deutsch-türkischen Beziehung, mitten in Deutschland. Den Hintergrund bildet die realistische Beschreibung des Lebens in einer Plattenbau-Siedlung und die Verständnis-Schwierigkeiten zwischen den Kulturen.

Meine Gedanken zum Buch:

Mir hat das Buch eine gute Freundin zum Geburtstag geschenkt, eigentlich nur ein Zufall. Der Protagonist heißt halt auch so wie ich, und ein anderer Jonas hatte es ihr empfohlen. Es ist noch ganz neu und keiner kennt es. Außer wir drei. Vielleicht mag ich es auch deswegen.
Andererseits finde ich es sehr sehr schön geschrieben. Gleichzeitig lustig und irgendwie auch schlau, weise vielleicht. Es macht Spaß un dist total spannend. Ich habe die ganze Zeit mit Jonas mitgefiebert und gehofft, dass es ein gutes Ende mit ihm nehmen wird.

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Und morgen bist du tot (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 12/10/2011 - 16:33
Inhaltsangabe

Während eine neue Liebe das Privatleben des sympathischen Ermittlers Roy Grace aufhellt, zwingt ihn sein neuester Fall zu einem Blick ins Herz der Finsternis.
Am Strand von Brighton werden die Leichen zweier Jugendlicher angespült, denen lebenswichtige Organe fehlen. Roy Grace und sein Team kommen einer Bande von Organhändlern auf die Spur, die ein gewissenloses Geschäft mit der Angst betreiben. Gleichzeitig sucht die Mutter der 15-jährigen Caitleen verzweifelt nach einem Spenderorgan für ihre Tochter. Denn ohne eine neue Leber ist sie dem Tod geweiht. Wie weit geht eine Mutter, um ihr Kind zu retten?

Meine Gedanken zum Buch:

Auf Peter James ist Verlass! Auch Teil 5 der Roy-Grace-Reihe hält das, was seine Vorgänger versprochen haben. Spannende Handlung, gut recherchierte aktuelle Themen, griffige Figuren und ein flüssiger Stil machen diesen Krimi zu einem weiteren Lesevergnügen, das uns von den Straßen Brightons über München bis nach Rumänien führt.
Organhandel ist ein brisantes Thema, und der Autor führt den Leser in eine Situation, die immer wieder die Frage aufwirft, wo die Moral endet, wenn es um das Leben des eigenen Kindes geht. Oder gar um das eigene. Auch wenn das Privatleben von Roy Grace einen nicht unwesentlichen Teil der Geschichte einnimmt, ist sie doch immer noch mehr Krimi als Liebesroman, und alle Fans der Serie fiebern sicher schon Teil 6 entgegen, in dem wir hoffentlich endlich erfahren, was es mit der geheimnisvollen Sandy auf sich hat, Roys verschwundener Exfrau, die immer wieder durchs Bild flattert.
Hans Jürgen Stockerl rundet das Ganze mit seiner ruhigen Art zu lesen noch ab und macht einen guten Krimi zu einem spannenden und angenehmen Hörerlebnis.

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Sophie Scholl & Fritz Hartnagel - Damit wir uns nicht verlieren - Briefwechsel 1937 - 1943

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Verfasst von  Dido am Sa, 08/10/2011 - 10:10
Inhaltsangabe

Klappentext
"Könnte ich Dir Kraft zuschicken!"
Sophie Scholl am 30. Dezember 1942

Bewegende Liebesbriefe, geschrieben unter schwierigsten Bedingungen

"Eines der ungewöhnlichsten, ergreifendsten Zeugnisse, die aus jener Zeit der finstersten Barbarei auf uns gekommen sind."
Die Zeit

Meine Gedanken zum Buch:

Der Herausgeber Thomas Hartnagel ist der Sohn von Fritz und Elisabeth Hartnagel. Elisabeth ist Sophies Schwester. Die beiden heirateten zwei Jahre nachdem Sophie hingerichtet wurde.

Sophie Scholl und Fritz Hartnagel lernen sich 1937 kennen. Sophie war zu der Zeit 16, noch Schülerin, Fritz war 21 und junger Leutnant.

Als Sophie 1942/43 mit ihrem Bruder Hans und den Mitgliedern der "Weißen Rose" mit Flugblättern gegen das Naziregime kämpfen, ist Fritz als Offizier der deutschen Wehrmacht im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Als er Sophies letzten Brief erhält, lebt sie schon nicht mehr.
Am Tag der Hinrichtung wurde vormittags das Urteil gefällt. Sophies Mutter schrieb dann gleich noch einen Brief an Fritz, in dem sie ihn bat, ein Gnadengesuch einzureichen. Doch die Zeit dafür reichte gar nicht mehr. Am Nachmittag wurde das Urteil schon vollstreckt.

Ich habe dieses Buch verschlungen. Zu lesen, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden in dieser düsteren Zeit entwickelt, war sehr interessant und ging auch zu Herzen. Konnte doch die Entwicklung ihrer Freundschaft seit Kriegsbeginn fast nur in den Briefen stattfinden.
Schade ist, dass Sophies Briefe, die sie von März 1941 bis Februar 1943 an Fritz geschrieben hat, in Stalingrad verlorengingen. War das doch die aktive Zeit der "Weißen Rose". Aus der Zeit können wir nur Fritz Briefe an Sophie lesen.
 

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Am Beispiel meines Bruders

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Verfasst von  Dido am Sa, 08/10/2011 - 08:48
Inhaltsangabe

Klappentext
"Es ist eine typische Familiengeschichte, wie sie sich tausendfach im Nachkriegsdeutschland zugetragen haben dürfte. Aber so, wie Uwe Timm sie erzählt, ist diese Geschichte noch nie erzählt worden. Man legt dieses Buch nach der Lektüre mit dem seltsamen Gefühl aus der Hand, einen künftigen Klassiker seines Genres gelesen zu haben."
Hubert Spiegel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

Meine Gedanken zum Buch:

"75 m raucht Iwan Zigaretten, ein Fressen für mein MG" (S. 16 ff), an diesen Satz denkt Uwe Timm öfter, während er versucht, dem 16 Jahre älteren Bruder, der im Zweiten Weltkrieg gefallen ist, durch sein Tagebuch und seine Frontbriefe näherzukommen.

Meine Großtante ist Jahrgang 1911, hat zwei Weltkriege überlebt. Von meinem Onkel habe ich mal erfahren, dass sie während des Zweiten Weltkrieges Leute bei sich versteckt hatte. Ob es Juden waren oder Kommunisten, ich weiß es nicht. Ich habe mal leise versucht anzufragen, weil ich natürlich neugierig war. Aber sie hat nie etwas über diese Zeit erzählt. Und sie brauchte nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben. Sie hat etwas getan.

Wie schwer mag es da wohl gewesen sein, von jemandem, der aktiv mitgemacht hat oder der weggeschaut hat, etwas zu erfahren? Hatten sie ein schlechtes Gewissen? Oder haben sie sich gerechtfertigt? "Wir haben doch nichts gewusst", hieß es doch immer.
Uwe Timm hat an diesem Buch erst gearbeitet, als seine Eltern nicht mehr lebten. Hatte er Angst vor den Antworten?

"75 m raucht Iwan Zigaretten, ein Fressen für mein MG." Jedesmal wenn ich diesen Satz las, bekam ich eine Gänsehaut. Wie oft mag sich Uwe Timm die Frage gestellt haben: Hat mein Bruder geschossen?

Uwe Timm ist es wunderbar gelungen, an das Thema Schuld, Verdrängung, Verantwortung heranzugehen.

Elke Heidenreich meint zu diesem Buch: "Die Jungen sollten es lesen, um zu lernen, die Alten, um sich zu erinnern, und alle, weil es gute Literatur ist." (Klappentext)

Ich kann mich ihren Worten aus tiefstem Herzen anschließen.

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Katze fürs Leben (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 06/09/2011 - 14:28
Inhaltsangabe

Dosenfutter - und das ihr, einer Klassekatze mit Stilempfinden! Und dann soll sie in einer Gartenlaube untergebracht werden - um Mäuse zu fangen. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und Katzendame Sissi zwingt, ihr armseliges Heim zu verlassen und sich eine echte Katzenfreundin zu suchen. In der Psychotherapeutin Julia findet sie die Richtige: Sie weiß, wie man eine Katze mit zarten Streicheleinheiten und kulinarischen Genüssen verwöhnt, und ihre Wohnzimmereinrichtung passt wunderbar zu Sissis cremefarbenem Fell. Ein perfektes ruhiges Katzenleben - wenn nur die seltsamen Menschen nicht wären, die in Julias Praxis von ihren Sorgen erzählen; aber auch Julia ist mit ihrem Leben unzufrieden. Da mischt sich Sissi in Julias Arbeit ein und fängt an, mit angeborener Katzenschläue Julias Probleme und die ihrer Patienten zu lösen. Und auch in Liebesdingen müssen die Katzendame und ihr »Frauchen« durch einige Turbulenzen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Samtpfote Sissi hat es nicht leicht mit ihrer Julia, die sich leider oft sehr begriffsstutzig anstellt. Aber mit viel Geduld erzieht sie ihre Menschen und verhilft so manchem zu einem neuen Leben. Ein richtiges Kuschelbuch für Katzenfreunde, von Christiane Blumhof sehr liebenswert und einfühlsam gelesen.

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Der Mann, der wirklich liebte

Bild von Alpensalamander
Verfasst von  Alpensalamander am So, 04/09/2011 - 17:26
Inhaltsangabe

Als Michael Röhrdanz Angela kennenlernt, weiß er, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Fünf Jahre nach der Traumhochzeit ist sie zum dritten Mal schwanger, und beide sind immer noch so glücklich wie am ersten Tag. Bis das Unfassbare passiert: Angela hat einen schweren Gehirnschlag und fällt ins Wachkoma. Fortan leidet sie an dem »Locked-in-Syndrom« und ist wie einbetoniert in ihrem eigenen Körper. Doch Michael Röhrdanz will nicht wahrhaben, wovon die Ärzte überzeugt sind: Angela wird sterben. Was nun folgt, ist die Geschichte eines Mannes, dessen aufrichtige Liebe Berge versetzt. Dank seines Einsatzes bringt Angela einen gesunden Sohn zur Welt. Und sie überlebt...

Meine Gedanken zum Buch:

Eine packende Geschichte! Bei diesem Buch handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Die Hauptfigur, Michael Röhrdanz, hat Hera Lind gebeten dieses Buch zu schreiben und sie mit den notwendigen Informationen versorgt. Sämtliche Szenen und Dialoge sind aber natürlich frei erfunden, wie Hera Lind im Nachwort erwähnt. Nur die Namen der Familie Röhrdanz entsprechen der Wirklichkeit. Und das ist auch zu hoffen, denn bei manchen unqualifizierten Aussagen der Ärzte hat es mir die Nackenhaare aufgestellt.
Die im dritten Monat schwangere Angela Röhrdanz erleidet plötzlich einen Gehirnschlag und liegt fortan im Wachkoma. Die behandelnden Ärzte geben ihr höchstens noch ein paar Wochen zu leben. Doch der Ehemann, Michael, will dieses Todesurteil nicht wahrhaben und kämpft mit unerschütterlichem Glauben und einer unbändigen Kraft und Willensstärke darum, dass seine Frau und sein ungeborenes Kind am Leben erhalten werden. Es ist schier unglaublich, wieviel ein einziger Mensch sich aufbürden kann, ohne daran selber vollkommen zugrunde zu gehen.
Dies war meine erste Begegnung mit Hera Lind. Sprachlich gesehen kann man nur sagen, dass es sich hier sicher nicht um ein literarisches Meisterwerk handelt. Der Schreibstil ist einfach und es liest sich auch sehr flüssig, aber um etwas Besonderes handelt es sich dabei nicht. Für mich stand aber hier ohnehin nur diese bemerkenswerte Geschichte im Vordergrund und die Erkenntnis, dass der Glaube wirklich Berge versetzen kann, auch wenn man sich dessen bewusst sein muss, dass es sich hierbei mit Sicherheit um ein medizinisches Wunder und um einen von wenigen Einzelfällen handelt.

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