Deutschland

Die Bücherdiebin

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Verfasst von yellow bookreader headmaster am Mo, 01/02/2010 - 19:04
Inhaltsangabe

Den Tod muss man nicht fürchten. Er ist nämlich, wie er als Ich-Erzähler von sich selbst in einer Vorbemerkung sagt, „bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen“. Nur hätten die meisten Menschen „einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen“. Mit einem weiteren Vorurteil räumt der Tod gleich zu Beginn auf, dass ihm nämlich die Menschen gleichgültig seien. Im Gegenteil. Ab und zu, so erfahren wir, braucht er sogar eine Auszeit, um sich abzulenken. „Ihr wollt wissen“, fragt er, „wovon ich mich ablenken muss? (…) Es sind die übrig gebliebenen Menschen. / Die Überlebenden.“ Eine solche Überlebende, „eine Expertin im Zurückbleiben“ ist die neunjährige Liesel Memminger. Von ihr handelt dieses wunderbare Buch. Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie „rettet“ auch welche -- vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller – und in ihren Büchern.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist für mich nicht nur ein Jugendbuch - wobei ich es jungen Menschen unbedingt in die Hand drücken möchte!
Es ist berührend, manchmal in einem grausamen Ton, weil so ehrlich, geht ganz tief unter die Haut!
Die Geschehnisse im "Dritten Reich", im Weltkrieg werden ganz deutlich , hautnah und mit beklemmender Präzision geschildert, die Figuren sind zärtlich und liebevoll gezeichnet, sogar die Figur des Todes kann man bemitleiden in seiner schrecklichen Arbeit...

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Die Schopenhauer-Kur

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 25/01/2010 - 12:29
Inhaltsangabe

Julius Hertzfeldt ist 65 und ein renommierter Psychoanalytiker, als er ernsthaft erkrankt. Zeit, sich wichtigen Fragen zu stellen. War sein Wirken wirklich bedeutungsvoll? Er erinnert sich an einen Fall, bei dem er kläglich versagt hat: An Philip Slate, den er einst wegen dessen Sexsucht in Behandlung hatte. Dieser ist immer noch so arrogant und ichbezogen wie früher, dennoch behauptet er, sich mittlerweile selbst geheilt zu haben - und zwar mit Hilfe der Lektüre von Arthur Schopenhauer ...

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch wurde mir nach dem Besuch eines Seminars zum Thema "Gruppendynamik" empfohlen, als praktisches Beispiel dafür, wie Menschen agieren und zusammenspielen, in diesem Fall in einer Therapiegruppe. Deren Leiter, Julius Herzfeldt, ist unheilbar krank und möchte vor seinem Tod noch reinen Tisch mit sich selbst machen. Dafür gräbt er einen Fall aus, den er selbst als seinen größten Misserfolg betrachtet. Den an Sexsucht leidenden Philip Slater. Dieser hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem neuen Selbst gefunden, und zwar mit der Hilfe der menschen-und auch lebensverachtenden Philosophie Arthur Schopenhauers, die er eins zu eins auf sein eigenes Leben anwendet. Philip wird eingeladen, in Julius' Therapiegruppe teilzunehmen, um selbst die Grundlagen für einen guten Therapeuten zu erlernen. Die Gruppe besteht aus unterschiedlichseten Persönlichkeiten, die schonungslos und offen miteinander umgehen, jeder mit dem Bestreben, sich und den anderen zu helfen. Der unnahbare Philip wirkt lange wie ein Sandkorn im Getriebe, gibt der Gruppe aber auch eine neue Richtung, bis er letztendlich aus seinem selbstgebauten emotionalen Gefängnis ausbrechen kann.
 
Parallel dazu wird die Lebensgeschichte Arthur Schopenhauers erzählt, seine Philosophie vorgestellt und erläutert. Es entsteht das Bild eines unangenehm arroganten Menschen, der von Kindheit an mit einem großen emotionalen Defizit leben musste, das den Grundstein für sein asoziales und frauenfeindliches Verhalten legte.
 
Ein interessantes Buch für alle, die sich für Philosophie und Psychologie interessieren. Yalom zeichnet ein deutliches Bild aller Charaktere und lässt den Leser so unmittelbar an seinen Erfahrungen als Therapeut teilhaben. Intelligent und angenehm zu lesen, ein Buch mit Anspruch und Tiefgang, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Der Spielmann

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Verfasst von yellow bookreader headmaster am So, 20/12/2009 - 09:01
Inhaltsangabe

Während sich in Frankreich am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. jede erdenkliche Pracht entfaltet, leiden die deutschen Lande unter den Folgen des 30jährigen Krieges. In dieser Zeit begeistert sich die behütet aufgewachsene, gebildete Fürstentochter Elisabeth für die aufkeimenden Gedanken von der Gleichheit von Mann und Frau. Sie widersetzt sich den Heiratsplänen ihres Vaters, bis dieser die Geduld verliert und sich zu dem Schwur hinreißen läßt, sie solle nach Ablauf eines Monats mit dem erstbesten Manne vermählt werden, der um ihre Hand anhält. Und just an diesem Tag betritt der verwegen aussehende junge Spielmann Jakob den Speisesaal des Fürsten. Er führt die verwöhnte Prinzessin auf die staubige Landstraße, und Elisabeth muß lernen, sich in der ihr gänzlich unbekannten Welt der Gaukler und Zigeuner, der Bauern und Küchenmägde zurechtzufinden.

Meine Gedanken zum Buch:

Der Spielmann ist eigentlich ein Märchen für Erwachsene, es erzählt die Geschichte von "König Drosselbart". Ein paar Unterschiede: Der von der Prinzessin abgelehnte König ist nicht körperlich auffällig, er ist es durch seine Abstammung-  möglicherweise ist er ein Bastard. Die Prinzessin lehnt eine Ehe deshalb ab, weil sie sich nicht von einem Mann bevormunden lassen will, weil sie geistig sehr rege ist und das Denken und die Entscheidungen über ihr Leben selbst treffen möchte.
Der Spielmann, der sie zur Frau bekommt, ist nicht vorsätzlich bösartig zu ihr, er ist politisch engagiert, immer im Zwiespalt zwischen Rebellion gegen die Fürsten und Rücksichtnahme auf das durch den 30-jährigen Krieg ausgeblutete Volk. Kann man Menschen, die ums Überleben kämpfen, zur Revolte aufstacheln? Darf man das überhaupt?
Die "Erziehung" der Prinzessin erfolgt subtil, ihr Weltbild ändert sich langsam und Ingrid Ganß zeigt ganz wunderbar, wie sie sich verändert und...wie plötzlich Begehren und Liebe auch noch ins Spiel kommen.
Das Ende ist ganz anders als im Märchen - aber sehr stimmig und glaubhaft!

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Sieben Jahre

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Verfasst von grey bookreader Sabrina_89 am Mi, 16/12/2009 - 12:42
Inhaltsangabe

Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr -und weiß nicht, warum. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt,das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel.
Hat ein Mensch machgt über uns, weil er uns liebt?

Meine Gedanken zum Buch:

Eine Geschichte über einen Mann der zwischen zwei Frauen steht.
Doch sie überzeugt mich nicht in Sachen der Gefühe, es hat nichts bewegendes und ist etwas zu ruhig...
Am Ende sollte man Mitleid haben mit ihm doch bei mir ist keines aufgekommen.

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Der Duft von Schokolade

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/12/2009 - 09:20
Inhaltsangabe

Für August klingt es wie ein Traum: Als der junge Leutnant 1881 seinen Dienst bei der k. u. k. Armee Österreich-Ungarn quittiert, liegt ein ganzer langer Sommer in seiner Heimatstadt Wien vor ihm. Erst im Herbst soll er bei seinem Onkel, einem Schokoladenfabrikanten, seine neue Stelle antreten. Dann jedoch trifft er die selbstbewusste Elena Palffy, deren Mann erst kurz zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, und die unter dem Verdacht steht, ihn umgebracht zu haben. Mit außergewöhnlichen Schokoladenkreationen wirbt August um sie und gewinnt schließlich ihr Herz. Doch nach dem Brand in der Wiener Oper bleibt Elena spurlos verschwunden ...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein sinnliches Leseerlebnis, das einem die Düfte des Kaffees, der Schokolade und Gewürze fast riechen lässt. Frauen, so unterschiedlich wie dunkle, bittere Schokolade und das helle, süße Nougat, ein Mann, für den Gerüche zu Bildern werden, eine Geschichte, wie sie romantischer und dramatischer nicht sein könnte.
Dazu minutiöse Beschreibung der Wienerstadt um 1881, dem Jahr des großen Ringtheaterbrandes, der fast 400 Todesopfer forderte. Bei der Beschreibung des Flammenmeeres wird einem um eine Spur wärmer, doch die Aufbahrung der verkohlten Leiche läßt einen gleich wieder frösteln - eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, die auch der Protagonist August Liebeskind durchmachen muss.
Ein wunderbares Buch, ein Genuss für alle Sinne und auch sprachlich ein Leckerbissen - genau richtig für die Advent- und Weihnachtszeit!
Einzige offene Frage: hat der Mensch, der Klappentext und Kurzbeschreibung geschrieben hat, das Buch auch gelesen??? August hat Elena nicht mit eigens kreiertem Konfekt erobert, sondern mit Dufterlebnissen, und es ist nicht die Wiener Oper abgebrannt, sondern das Ringtheater. Auch wenn dort ebenfalls Opern aufgeführt wurden, ist das doch ein Unterschied, weil es sich um ein anderes Gebäude handelt. So viel nur am Rande.

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Die Täuschung (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/12/2009 - 09:40
Inhaltsangabe

Laura Simon steht vor einem Rätsel. Eigentlich wollte ihr Mann Peter nur für eine Woche zum Segeln nach Südfrankreich fahren. Doch nach seinem letzten Anruf vom Autobahnrastplatz verschwindet er ohne Spur. Bald entdeckt Laura, dass im Leben ihres Mannes nicht alles so war, wie es zu sein schien...

Meine Gedanken zum Buch:

Auf einen durchaus spannenden Anfang folgt eine ziemlich langweilige Geschichte, die man relativ bald durchschaut. Die Figuren sind farblos und klischeehaft - das brave Heimchen, das sich nicht selbstverwirklichen durfte, der Macho-Ehemann, die unzufriedene Geliebte, der irre Mörder - die kennen wir doch schon alle zur Genüge. Thematisch wird nichts ausgelassen, von Mord über Ehebruch, unerwiderte Gefühle und Selbstfindung ist alles vertreten.
Alles in allem seichte Unterhaltung, gut für lange Autofahrten, aber die Lesezeit nicht Wert, die es dafür gebraucht hätte. Ein Plus beim Hörbuch ist definitiv Franziska Bronnen, die mit ihrer sonoren Stimme rettet, was noch zu retten ist.
 

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Der Ruinenwächter von Havanna

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 26/11/2009 - 10:49
Inhaltsangabe

Havanna, Stadt der Liebe und der Musik, Schauplatz einer einst hoffnungsvollen Revolution und ihres unaufhaltsamen Niedergangs sie ist Antonio José Pontes Heldin. Hier wohnt der Protagonist dieses Buchs, so wie es aussieht der letzte, der auf Kuba eines Tages das Licht ausmacht.
In Havanna läuft es nicht gut für ihn: Die Behörden halten ihn für einen Agenten, der Schriftstellerverband hat ihn ausgeschlossen, für die Kollegen im europäischen Exil ist er ein Idiot, weil er von seinen Reisen in den Westen immer wieder heimkehrt in die vertrauten Ruinen. Er aber bleibt Ruinenwächter und Chronist des äußeren und inneren Zerfalls. Sein roter Faden ist die heimliche Wiederkehr der Fiesta nach Havanna: Die alten Männer aus dem Buena Vista Social Club spielen die Musik dazu, und nachts, wenn der Strom ausfällt, sammeln sich um die leuchtenden Dollar­hotels die Habenichtse und bringen den Sex und das Verbotene zurück. Für ein paar Dollar mehr machen sie die Perle der Karibik wieder zu dem, was sie einst berüchtigt werden ließ.
Buena Vista Social Club, Sartre, die Beatles, Graham Greene, Europa, Berlin und immer wieder Havanna wer wissen will, wie das zusammengeht, wie es in Havanna und in den Kubanern aussieht, der sollte dieses Buch lesen. Roman, Tragikomödie, Satire, politisches Brevier? Sicher das Ungewöhnlichste, was die kubanische Literatur in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

Meine Gedanken zum Buch:

Ponte zeichnet ein Bild dieser ambivalenten Stadt, wie es akurater nicht sein könnte, ohne je direkt die Machthaber anzusprechen oder Kritik zu üben. Allein aus seiner Erzählung, seinen Erfahrungen und dem Vergleich mit Historischem erschafft er eine Realität, die wie ein Kinofilm vor dem geistigen Auge abläuft. Er dokumentiert die Entstehung der Stadt Havanna, wie wir sie heute als Touristen erleben können. Musik an jeder Ecke, die bewohnten Ruinen, bei deren Betrachtung man sich immer vorkommt wie eine Voyeur, und die doch ihre ganz eigene Faszination haben.
 
Wenn man "Buena Vista Social Club" gesehen hat, wird man sich über viele alte Bekannte freuen dürfen. Wer auch "Before Night Falls" kennt, den grandiosen Film über den kubanischen Schriftsteller Reinaldo Arenas, der kennt auch den im Buch oftmals zitierten Kurzfilm "P.M." über das Nachtleben in einer sterbenden Stadt. Und Graham Greene's "Mann in Havanna" steht bereits auf meiner Leseliste.
Lange hat Ponte ausgehalten in einem Land, das ihm selbst die berufliche Zugehörigkeit geraubt hat. Was ihn letztendlich dazu bewogen hat, ins Exil zu gehen, geht aus dem Buch leider nicht hervor.

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Mephisto: Roman einer Karriere

Bild von headmaster
Verfasst von yellow bookreader headmaster am So, 27/09/2009 - 06:39
Inhaltsangabe

Im Jahr 1936 beginnend, zeigt der Roman Höfgen als umjubelten Günstling des nationalsozialistischen Regimes auf der Geburtstagsfeier des preußischen Ministerpräsidenten. Retrospektiv wird die Geschichte dieser Karriere nachgezeichnet.
Nach schauspielerischen Erfolgen in Hamburg bekommt Höfgen Ende der 1920er Jahre ein erstes Engagement am Berliner Staatstheater. Seine Bekanntheit steigert sich stetig und in der Rolle des Mephisto wird er zum Star. Zum Zeitpunkt der Machtergreifung befindet sich Höfgen im Ausland und befürchtet zunächst wegen seiner ehemaligen Mitarbeit in einem kommunistischen Kabarett nicht nach Deutschland zurückkehren zu können. Durch die Fürsprache einer Kollegin erlangt Höfgen dann aber das Wohlwollen des Ministerpräsidenten und setzt seine Arbeit in Berlin fort.
Seine vitale Darstellung der mephistotelischen Figur wird für die Nationalsozialisten zu einer faszinierenden, ästhetisch überhöhten Darstellung des Bösen. Die eigene Situation klar reflektierend, erreicht Höfgen mit der Ernennung zum Intendanten und Staatsrat einen neuen Höhepunkt seiner Karriere. Ganz mit der Sorge um sein selbst empfundenes schauspielerisches Versagen in der Rolle des Hamlet beschäftigt, lehnt er am Ende des Romans in der Konfrontation mit einem kommunistischen Widerstandskämpfer jede politische Verantwortung ab und zieht sich voller Selbstmitleid auf seine Position als »gewöhnlicher Schauspieler« zurück.

Meine Gedanken zum Buch:

Klaus Mann erzählt in Mephisto die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland.Sein Vorbild für diese Figur war sein ehemaliger Schwager Gustav Gründgens,einer der begnadetsten Mephisto-Darsteller aller Zeiten.
Obwohl Mann sichtlich wenig Sympathie für seinen narzistischen,egozentrischen Hauptdarsteller zeigt(schließlich ist es-wenn auch frei-eine der Tragödien seiner Familie,die er beschreibt),zeigt er doch schonungslos die Verlockung der Macht und das schrittweise Anpassen eines Unangepassten an die herrschenden Verhältnisse.Höfgens(Gründgens) Verhalten wird zwar nicht entschuldigt,aber begreiflich gemacht.
Interessant und gut skizziert werden auch die Machthaber der damaligen Zeit und ihr Liebäugeln mit der Kunst,mit der das Volk schamlos manipuliert werden sollte.
Sehr empfehlenswerter "Klassiker" ,nicht nur für Theaterbesessene!

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Die Weltreise einer Fleeceweste

Bild von Angelika Zehetner
Verfasst von yellow bookreader Angelika Zehetner am Do, 17/09/2009 - 16:47
Inhaltsangabe

Von den Erdölfeldern am Persischen Golf über die Textilfabriken in Bangladesh und ein Warenhaus in Deutschland bis zu einem Flüchtlingsschiff vor den Kanarischen Inseln - Wolfgang Korn erzählt die spannende Geschichte einer Fleeceweste und macht Hintergründe und Zusammenhänge der Globalisierung anschaulich.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist zwar eher ein Kinderbuch, aber sehr empfehlenswert. Es handelt sich um eine Geschichte über die große Globalisierung. Es wird einem wieder vor Augen geführt, wie sehr unsere Waren um die Welt reisen, bis wir sie dann endlich in Händen halten.
Es ist zwar eine Geschichte, doch immer wieder gibt es hervorgehobene Stellen, bei denen man kurze wissenschaftliche Infos über Supertanker, Bangladesh, Arbeitsverhältnisse im Ausland, Containerschiffe usw. erhält.

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So weit die Wolken ziehen

Bild von Sara
Verfasst von grey bookreader Sara am Mo, 17/08/2009 - 09:37
Inhaltsangabe

Deutschland, 1943. Schwere Fliegerangriffe erschüttern immer häufiger die deutschen Städte. Ein "normaler" Unterricht ist fast unmöglich. Weil die Schulen vielerorts geschlossen sind, werden Kinder und Jugendliche in sichere Gebiete verschickt.
Genau wie Ruth, die in einen kleinen Ort nach Österreich gelangt. Doch während die Lehrer verzweifelt versuchen, den Alltag für die Kinder und Jugendlichen aufrechtzuerhalten, rücken die Armeen der Sowjets immer näher. Trotzdem erlaubt das Nazi-Regime die Rückführung in die Heimat nicht. Doch schon bald muss die ganze Lehrerschaft mit samt den Kindern sich auf eine lebensgefährliche Reise durch den Krieg vorbereiten...

Meine Gedanken zum Buch:

Ich finde es fanszinierend herauszufinden wie es "DAMALS" war. Willi Fährmann erzählt in diesem Buch sehr atemberaubend und realitätsnah. Ich persönlich würde es sofort wieder lesen...

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