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Bootshaven

Der Geschmack von Apfelkernen

Bild von Jana Neubert
Verfasst von grey bookreader Jana Neubert am Sa, 21/06/2008 - 19:09
Inhaltsangabe

»Schon immer begannen die Bewegungen des Schicksals - auch die unserer Familie - mit einem Sturz. Und mit einem Apfel.«
Als Bertha stirbt, erbt Inga das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, streicht eine Wand an und küsst den Bruder einer früheren Freundin. Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.

Meine Gedanken zum Buch:

Anfangs hatte ich ein wenig Berührungsängste mit der Sprache, die mir irgendwie erzwungen bildhaft schien.
Doch nach und nach zog sie mich dann doch in ihren Bann und ich roch, schmeckte und hörte sämtliche beschriebene Eindrücke in einer Intensität, dass ich selbst den Baulärm um mich herum nicht mehr wahrnahm.
Beim Lesen dieses Buches kamen viele Erinnerungen an meine Kindheit in mir hoch, die ich längst vergessen glaubte. Der Garten meiner Großeltern barg ähnliche Köstlichkeiten, von denen ich hier lesen durfte, z.B. »einen Zug Rosen auf Lunge« (S. 33).
Ich könnte noch unzählig viele dieser intensiv riechenden/schmeckenden Bilder hier zitieren, aber ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Es lohnt sich meines Erachtens, diese Geschichte voller Erinnerungen und Entwicklungen einfach zu genießen.

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