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Bonn

Vom Sehen und Sagen. Die Buchela.

Bild von Norbert
Verfasst von  Norbert am Do, 15/03/2012 - 18:51
Inhaltsangabe

Alles, was Buchela sich wünscht und liebt, scheint ihr verloren zu gehen: Der Lieblingsbruder bei einem Unfall, der Vater im 1. Weltkrieg, das ersehnte Kind stirbt bei der Geburt, und während des Nationalsozialismus wird ihre Familie wie alle Sinti und Roma als asozial und kriminell verfolgt. Die Mutter stirbt in Auschwitz. Wäre da nicht ihre Gabe, Buchela würde an diesem Leben verzweifeln. Doch ihre Vorhersage, dass Konrad Adenauer 1949 den Wahlsieg erringen wird, macht sie schlagartig berühmt. Madame Buchela wird zur Pythia von Bonn.

Meine Gedanken zum Buch:

Ende des 19. Jahrhunderts wird Margaretha S. unter einer Buche geboren. Das
zumindest behaupten die Eltern und deshalb geben sie ihr den Zigeunernamen
Buchela. Die Buche, glauben sie, wird dem Mädchen Glück bringen.
Bald hat Buchela jedoch Zweifel, ob sie tatsächlich so geboren wurde, wie es die
Eltern beschrieben. Und das Glück, das ihr dieser Name bringen sollte, scheint
verschwunden: Der Tod ihres Lieblingsbruders bringt sie ins Waisenhaus, den Vater
verliert sie im 1. Weltkrieg, ein ersehntes Kind stirbt bei der Geburt. Schließlich spitzt
sich die Lebenssituation der Sinti-Sippe während des Nationalsozialismus zu:
Verfolgt und verschleppt als Asoziale oder Kriminelle werden Buchelas Mutter und
die Hälfte ihrer Sippe in Auschwitz umgebracht. Alles, was Buchela sich wünscht und
liebt, scheint ihr verloren zu gehen. Selbst die Stieftochter, leibliches Kind ihres im
Krieg gefallenen Mannes, entgleitet ihr durch Alkoholkonsum.
Über all die Jahre ist ihr nur ihre Gabe geblieben, die schon die Mami, die
Großmutter, besaß und die Buchela in der Nachkriegszeit schlagartig berühmt
macht, als sie den Wahlsieg Konrad Adenauers1 1949 voraussagt.
Das Sehen und Sagen ist ihre Aufgabe – da ist Buchela sich sicher.
Ihre Kundschaft kommt aus den besten Kreisen: Politiker, Schauspieler, Adlige, aber
auch einfache Menschen, die stundenlang warten, bis sie zu ihr vorgelassen werden.
Der Rundfunk bittet um Interviews, die Zeitungen fragen nach ihren Prognosen für
das neue Jahr.
Im Haus herrscht ständiger Trubel. Denn neben den Klienten kommen Verwandte zu
Besuch und auch andere Fahrende suchen sie auf. Was sie von den einen für ihre
Vorhersagen bekommt, gibt sie an die anderen weiter, denn Geld muss fließen, sonst
verliert sie, Buchela, ihre Gabe, glaubt sie.
Auch ihre Arbeit als Wahrsagerin, lange ihr einziger Halt, bleibt nicht unangefochten.
Durch ein verdeckt arbeitendes Filmteam der DDR wird sie der Lächerlichkeit
preisgegeben. Im entstandenen Dokumentarfilm wird die „Bundeswahrsagerin“ als
Scharlatan und die westdeutsche Politik als mittelalterlich und auf Aberglauben
fußend dargestellt. Buchela sieht sich mit der Frage konfrontiert, warum sie, die von
sich behauptet, nur durch einen Blick in die Augen die Geschichte eines Menschen
zu erkennen, die Absicht der Männer nicht durchschaut hat. Zweifel, Verlustängste
und das Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen, bedrängen sie. Ein eher zufälliger
Erfolg, den ihr die Unterstützung bei der Aufklärung eines spektakulären
Soldatenmords einbringt, kann diese Gefühle nur vorübergehend abschwächen.
Als wenig später ihr Neffe Princo ermordet im Oberschoss ihres Hauses aufgefunden
wird, bricht das Trauma ihrer frühen Jahre wieder auf. Die zunehmend verwirrte alte
Frau wird gequält von Erinnerungen an die Toten in ihrem Leben. Dann wieder
glaubt sie, dass sie selbst entführt und getötet werden soll. Wenn die Angst, vor der
Rache der Soldatenmörder, die mit ihrer Hilfe gefasst wurden, sie überrollt, versteckt
sie sich bei ihren Affen im Untergeschoss. Besucher kommen nur noch selten und
auch von der Sippe sieht kaum einer nach ihr. Häufig allein sitzt sie mit ihren Tieren
im Häuschen am Berg, versorgt von Nichte Lita.
Da schickt ihr der glückliche Zufall eine Gadsche-Frau ins Haus, die es gut mit ihr zu
meinen scheint. Regelmäßig besucht sie die alte Dame, hört zu, bewegt sie dazu,
endlich wieder einmal im Garten zu sitzen, nimmt sie schließlich zu einem Besuch
mit in ihr eigenes Haus.
Von diesem Ausflug kehrt Buchela nicht mehr zurück.
Die Sippe spricht von Entführung. Mord argwöhnt die Stieftochter sogar, als Buchela
bald darauf stirbt.
Am Ende ihres Lebens steht Buchela noch einmal im Zentrum des öffentlichen
Interesses.

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Auf der Suche nach Calido

Bild von juliaa.
Verfasst von white bookreader juliaa. am Do, 25/03/2010 - 09:56
Inhaltsangabe

Amelie ist fassungslos, als ihr Friese Calido eines Tages nicht mehr auf seiner Weide steht - er wurde gestohlen. Doch Amelie würde für ihr Pferd alles tun und so macht sie sich alleine auf die Suche. (eine wahre Pferdegeschichte)

Meine Gedanken zum Buch:

Ein sehr trauriges Buch. Es ist aber auch sehr spannend und man glaubt schon sie wird ihr Pferd nicht mehr finden.

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