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Afrika

Otherland - Stadt der goldenen Schatten

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mi, 11/04/2012 - 12:01
Inhaltsangabe

Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.

Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Als immer mehr Kinder im Netz verloren gehen und in der realen Welt in ein tiefes Koma fallen ist es fast schon zu spät.

Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich mag Tad Williams sehr und seine geniale Art sich auszudrücken und phantastische Welten äußerst plastisch und vorstellbar zu erschaffen. Wie immer nimmt er sich viel Zeit dabei und spinnt  viele verschiedene Handlungsstränge, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Aus diesem Grund dauert es anfangs einige Zeit, um mit der Geschichte vertraut zu werden.
 
Tad Williams Charaktere sind keine strahlenden Helden, deren einziges Ziel es ist, die Welt zu retten; nein, sie sind eine zusammengewürfelte Gemeinschaft, von denen jeder seine eigenen sehr persönlichen Gründe und Probleme hat; nicht immer pflegeleicht, doch genau das macht sie zu Protagonisten, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man mitlebt.
 
Es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie in vier Bänden - eine Spezialität des Autors - und man merkt deutlich seinen Hang zur Fantasy, dem er in der Beschreibung der diversen Welten nachgibt - so finden sich Elemente aus Alice im Wunderland, Conan, Herr der Ringe, Figuren aus verschiedenen Mythologien und vielem anderen.

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Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 15/02/2011 - 15:06
Inhaltsangabe

Kunstvoll verwebt Dai Sijie die zarte Liebe zwischen einer französischen Studentin und einem chinesischen Gemüsehändler mit einer fast zweitausend Jahre alten Kulturgeschichte. Sein hochpoetischer Roman über die geheimnisvolle Welt Chinas entfaltet auf virtuose Weise einen unaufhaltsamen Sog.

Es ist mehr als das Band einer großen Liebe, das in Peking das Schicksal einer französischen Sinologie-Studentin mit dem eines chinesischen Gemüsehändlers verknüpft. Beide sind sie auf der Suche nach der verlorenen Hälfte einer uralten Schriftrolle, eines seidenen Sutras, das die geheimnisvollen Anfänge des Buddhismus in seinen fremdartig kalligrafierten Zeichen birgt. In einem Anfall von Wahnsinn soll einst Kaiser Pu Yi, der letzte Kaiser von China, das kostbare Relikt mit den Zähnen zerrissen haben. Und so begeben sich die zwei - fasziniert vom Zauber der Sprache und ihrer Macht - auf eine entbehrungsreiche Reise, die sie weit voneinander entfernen und weit zurück in die eindrucksvolle Geschichte der chinesischen Kultur führen wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Dai Sijie erzählt einmal mehr ein Stück chinesische Geschichte, indem er die Vergangenheit eng in Beziehung zur Gegenwart setzt. Poetisch und doch geradlienig und direkt berichtet er einerseits über die Liebesbeziehung zwischen einer französischen Studentin und dem chinesischen Gemüsehändler Tumschuk, und andererseits über die Zustände in den kommunistischen Gefangenenlagern, in denen Menschen für ihre Lebensanschauungen zu lebenslangen Qualen in Bergwerken und Arbeitslagern leiden müssen.
Parallel dazu erfahren wir die Geschichte des letzten Kaisers von China, Pu Yi, der durch den - durchaus grandiosen  - Film von Bernardo Bertolucci wohl sehr idealisiert und verfremdet in die westliche Geschichte einging. Ein verstörter Mensch, der nur durch die Umtriebe seiner machtgierigen Tante an die Macht gekommen ist, die so indirekt das Schicksal von Tumschuks Familie maßgeblich beeinflusst hat.
 
Angenhem zu lesen, wenngleich mit den vielen chinesischen Namen auch leicht verwirrend, historisch interessant, durchaus spannend und berührend ist dieses Buch, wobei man sich mit der Erzählweise über mehrere Ebenen entsprechend anfreunden muss. Alles in allem ein Tip für Freunde großer Erzählkunst und chinesischer Literatur.

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Das Mädchen das Löwen sah

Bild von Nadine
Verfasst von yellow bookreader Nadine am Do, 28/10/2010 - 16:59
Inhaltsangabe

Das Mädchen Abela hat vor nichts Angst! Wie sollte sie auch? Ihr ist bereits jedes Unglück zugestoßen, das man sich vorstellen kann. Ihr Vater ist tot, ihre Mutter ist schwer krank und auch das Baby wird nicht mehr lange leben. Wie so viele andere in dem tansanischen Dorf, in dem Abela lebt. Und nun soll sie ihr Zuhause auch noch verlassen!
Rosa dagegen, die mit ihrer Mutter in der Nähe von London lebt, hat ganz andere Sorgen. Sie soll eine Adoptiv-Schwester bekommen! Rosa versteht die Welt nicht mehr: Wozu braucht ihre Mum noch eine Tochter? Und noch dazu aus Afrika!
Im Wechsel wird hier die Geschichte der Adoption von Abela und des Neubeginns in London aus dem Blickwinkel der beiden Mädchen erzählt.

Meine Gedanken zum Buch:

"Das Mädchen das Löwen sah" gefiel mir wirklich gut obwohl es wenn Abela erzählt am Anfang sehr traurig war. Rosa hingegen hat eine Mutter und Großeltern die alles für sie tun und als ihre Mutter ihr erzählt, dass sie ein tansanisches Mädchen adoptieren will ist Rosa traurig. Ein schönes Buch mit gutem Schreibstil.

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Der Chronist der Winde

Bild von Michaela Wrumec
Verfasst von green bookreader Michaela Wrumec am Mo, 02/08/2010 - 08:35
Inhaltsangabe

"Man kann fliegen, ohne sichtbare Flügel zu haben."
Nelio, ein zehnjähriges Straßenkind, erzählt um sein Leben. Er liegt mit einer Schußwunde auf dem Dach eines afrikanischen Hauses und weiß, daß er sterben wird, sobald seine Geschichte zu Ende ist.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderes Buch, das mich sehr berührt hat. José Antonio Maria Vaz erzählt die Geschichte des kleinen Straßenjungen Nelio. Nelio hat trotz seines jungen Alters von zehn Jahren schon sehr viel erleben müssen. Nach einem brutalen Überfall auf das Dorf, in dem er geboren wurde, flieht er, irrt ziellos umher, bis er in einer Stadt so etwas wie ein Zuhause findet... Die Art, wie seine Geschichte erzählt wird, hat mich ein bisschen an "Der kleine Prinz" erinnert. Vieles regt sehr zum Nachdenken an.

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Die Legion - Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde

Bild von Thomaslegion
Verfasst von white bookreader Thomaslegion am Di, 27/07/2010 - 00:59
Inhaltsangabe

Autobiographie eines Mannes der 17 Jahre seines Lebens in der Französischen Fremdenlegion verbracht hat und davon hautnah berichtet

Meine Gedanken zum Buch:

Der Autor stellt sein Buch vor.
Gedanken zum Werk obliegen nicht ihm sondern dem kritischen Leser.
Ich bedanke mich.

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Jive Talker

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 19/04/2010 - 13:52
Inhaltsangabe

Sein Name bedeutet »Don t worry be happy.« Ist das der Grund, weshalb der kleine Samson in einer Welt, wo hinter jeder Ecke Mambas, Malaria und Misere lauern, zu einem Teenager heranwächst, der Michael Jacksons Moonwalk perfekt beherrscht, Nietzsche mit Vorliebe auf dem Klo liest und sich mit zwölf seine eigene Religion ausdenkt? Oder liegt es an seinem exzentrischen Vater, dem Jive Talker? Der muss zwar seinen Traum, ein richtiger Doktor zu werden, begraben, seinem Sprössling impft er aber einen nie versiegenden Optimismus ein.
Jive Talker ist die sprühende Lebensgeschichte eines Jungen, der in Malawi aufwächst und auszieht, Künstler zu werden. Mit seiner Leidenschaft für die Sprache und einem irrwitzigen Humor bewältigt er Höhen und Tiefen.

Meine Gedanken zum Buch:

Samson Kambalu erzählt die Geschichte seiner Kindheit in einem Entwicklungsland. Malawi - ich bin mir sicher, viele wissen garnicht, wo das liegt, und bei so einem kleinen Land ist das auch nicht weiter verwunderlich. Anziehungspunkt für Touristen ist der große See mit seiner einzigartigen Tierwelt und den Eingeborenen, die man am besten barfuß fotografiert, um ja dieses besondere Dritte-Welt-Feeling auf das Bild zu bannen.
 
Schlechte Ernährung, mangelnde Hygiene, bescheidene Unterkünfte Und AIDS begleiten Sam durch seine Kindheit. Den Weg in eine neue Welt eröffnet ihm eines der begehrten Stipendien für die staatliche Eliteschule, die ganz im Stile Etons geführt wird und deren Absolventen in den USA und in Europa studieren sollen. Letztendlich kommt alles ganz anders, der eigenwillige junge Mann findet aber trotzdem einen Weg, seine Religion des Holyballismus sowie seine Kunst auch dem Rest der Welt zugänglich zu machen.
 
Humorvoll, ohne Selbstmitleid aber mit einem Tropfen Wehmut beschreibt Kambalu sein Leben und das seiner Familie. Dieses Buch ist ein echter Tipp für Afrikafans und Leute, die sich auch gerne einmal mit einem Land auseinandersetzen, das ihnen bisher vielleicht völlig fremd war.

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Im Bann der MASKEN

Bild von Paula Gölles
Verfasst von yellow bookreader Paula Gölles am Mi, 10/02/2010 - 17:44
Inhaltsangabe

Mitten im Herzen der afrikanischen Urwälder müssen Alex und Nadia gegen unheilvolle Herrscher kämpfen, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Nur das schützende Amulett der Pygmäen verspricht Rettung, aber es wieder zu beschaffen soll zu einer gefährlichen Aufgabe werden...

Meine Gedanken zum Buch:

Spannend, abenteuerlich, lehrreich. und packend.

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Der ewige Gärtner (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 25/11/2009 - 11:16
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In einer atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente macht sich der britische Diplomat Justin Quayle auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau - und gerät dabei mörderischen Machenschaften eines skrupellosen Pharmakonzerns auf die Spur.

Meine Gedanken zum Buch:

Ganz ehrlich gesagt fand ich das Buch relativ langweilig. Natürlich ist die Thematik interessant - Pharmakonzerne, die die Menschen in der Dritten Welt als Versuchskaninchen benützen, um sich dann einmal mehr an ihnen zu bereichern. Aber irgendwie komme ich mit dem schleppenden Erzählstil Le Carrés nicht zurecht, und auch seine Charaktere sind mir zu blass und zu wenig greifbar. Von einer "atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente", wie in der Kurzbeschreibung angekündigt, habe ich wenig bemerkt - anstatt der Atemlosigkeit hat mich wohl öfter ein Gähnen übermannt.
 
Mein erster Le Carré, von dem ich mir so viel erwartet hatte - wahrscheinlich auch mein letzter. Einziges echtes Plus: die Stimme von Rufus Beck!

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Der fremde Wille

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Fr, 25/09/2009 - 12:01
Inhaltsangabe

Der fremde Wille ist ein außergewöhnlicher Thriller, der unsere Vorstellungen von Schuld und freiem Willen nachhaltig zu hinterfragen versteht. Er setzt dort an, wo Naturwissen- schaft und Geisteswissenschaft aufeinander treffen, und versucht, das Rätsel um unser menschliches Verhalten zu erklären.

Die Story
Eine Münchner Sonderkommission ermittelt in einer beunruhigenden Mordserie im Englischen Garten. Wie ein Schatten überfällt der Mörder seine Opfer, wie ein Schatten bewegt er sich durch das Netz der Ermittlungsmaßnahmen. Spezialeinheiten, Gerichtsmedizin, modernste Kriminalistik – doch kein Hinweis auf den Täter. Sie haben die DNA, können mit Sicherheit sagen, wo sich der Täter in den letzten sechs Monaten aufgehalten hat. Sein Vorgehen ist immer gleich. Experten haben ein detailliertes psychologisches Profil erstellt, doch nichts bringt sie auch nur in die Nähe eines Verdachtes. Stattdessen geht die Mordserie weiter. Doch diesmal schlägt der Täter an den unterschiedlichsten Orten der Welt zu. Es werden brutale Überfälle aus Hawaii, Schottland und Boston gemeldet. Die Suche nach dem Mörder wird zu einem weltweiten Wettrennen, das die Ermittler an ihre Grenzen führt: Etwas lässt sich nicht mehr aufhalten.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein wirklicher Topthriller, spannend bis zum Schluss und voller Wendungen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und da ich es nach den drei Thrillern von Stieg Larssen gelesen habe muss ich sagen, es ist ebenbürtig.

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Der Weltensammer (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 20/07/2009 - 16:48
Inhaltsangabe

Der Weltensammler Sir Richard Francis Burton (1821-1890) ist als britischer Offizier im Indien der Kolonialzeit stationiert. Doch das Militärische interessiert ihn wenig. Lieber lässt der Ethnologe und Sprachforscher seiner Abenteuerlust freien Lauf, studiert die Traditionen und Gebräuche der Einheimischen, übersetzt das Kamasutra und die Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Mit einer Karawane reist Burton, verkleidet, bis nach Mekka und wird so zu einem der ersten Europäer, dem der Zutritt zur heiligsten Stätte des Islam gelingt. Die Fremdheit dieser Welt schreckt ihn nicht, sondern spornt ihn an, in langen Reiseberichten Erkenntnisse über die Menschen zusammenzutragen, ihre Kulturen zu beschreiben. Seine Leidenschaft treibt Burton immer weiter um den Erdball. In Afrika angekommen, macht er sich schließlich auf die Suche nach den Quellen des Nil. Ilija Trojanow verbindet in seinem spannenden Reiseroman historisch verbürgte Fakten aus dem Leben des berühmten Entdeckers mit einer Vielfalt an fiktiven Figuren, die der Geschichte Vitalität einhauchen. Die Biographie des Autors, der ebenso wie sein Protagonist in vielen Ländern gelebt hat, spielt eine wichtige Rolle im "Weltensammler": die Rastlosigkeit des besessenen Forschers, sein ständiges Bedürfnis nach Neuem, sein unbändiger Drang, über den Horizont hinaus zu gelangen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein spannendes Buch über einen Abenteurer in interessanten Ländern. Grundsätzlich belebend wirken die unterschiedlichen Erzählebenen, wobei sie - zumindest in der gekürzten Hörbuchversion - auch dazu beitragen, dass man irgendwann mit den Namen von Menschen und Orten ziemlich durcheinanderkommt, ich hatte nicht nur einmal den Faden verloren. Die Verwirrung nur wird durch das hervorragende Lesen von Frank Arnold in überschaubaren Grenzen gehalten, da er unterschiedlichen Figuren eigene Stimmen gibt, und das tut er ausgesprochen witzig und gut.
Herausragend ist die Sprache, die in unglaublichen Bildern Länder und Leute beschreibt, leider kann man vom Hörbuch nur schlecht zitieren.

Ein Tipp für alle, die gerne Romanbiografien mit Tiefgang über Weltenbummler und Entdecker lesen und sich an sprachlichen Perlen erfreuen können.

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