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Vincent Klink

Sitting Küchenbull - Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am So, 27/12/2009 - 16:30
Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch hat es in sich. Es gibt als erstes eine Darstellung des Weges vom „Nichtsnutz“ zum „Köchlein Klink“. Die Großeltern, die Eltern, deren Sozialisation in der Hitlerzeit, - und er lässt keinerlei Zweifel aufkommen, was er davon hält, aber auch nicht darüber, was es ihm geholfen hat, heute in der Topliga der Köche mitzumischen. Der Weg dort hin war episodenreich, die Entwicklung des „Köchlein“ zum „Koch“ war von viel Neugierde, sehr viel Demütigungen und gelegentlichen Katastrophen geprägt. Tomorrow is another day … war dabei eine wichtige Überlebens-Devise.

Vincent Klink plaudert und erzählt, und das auf eine Art und Weise, wie wir im Buchhandel uns gut lesbare Bücher wünschen. Er hat allen etwas zu sagen, ohne sich in Allüren oder Platituden zu verrennen. Die Süddeutsche schreibt auch entsprechend, dass er besser schreibt, als so mancher, der vom Schreiben lebt. Es macht Spaß, es wird weder der literarische Intellekt beleidigt noch werden die LeserInnen überfordert. Es ist einfach ein Genuss, immer weiter zu lesen (und das ab und an aufkommende Hungergefühl auch brav zu besänftigen).

Für ein äußerst vergnügliches Wochenende, wenn es draußen düster ist und man der (vor)weihnachtlichen Sentimentalität dringend entfliehen muss.

Es gibt keine Rezepte, aber man schaut Vincent Klink immer wieder über die Schulter, wenn er auf küchentechnische Entdeckungsreise geht, so wie in Mailand, wo er (und wir) eine Menge über das lernen, was Pasta ausmacht.
Wer das Buch nicht liest ist selber schuld :-)

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