Thomas Glavinic

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Jonas ist Tourist in einer Todeszone, er nimmt an einer Expedition zum Gipfel des Mount Everest teil.

Gedanken zum Buch

Jonas kann sich alles leisten, ein einfacher Start in ein Traum-Buch-Universum. Nichts wird ihm abgesprochen und als sein Gönner stirbt, kommt der nächste in sein Leben, der ihn forthin beschützt. Interessant sind die unterschiedlichen und parallel-chronologischen Zeitebenen der Kapitel. Immer wi... | ... weiterlesen

Zitate

Immer wieder musste er sich selbst zurückrufen, um sich nicht im Getöse dieses Nichts zu verlieren.

Seite 367
Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

unterwegs_im_namen_des_herrn.jpgThomas Glavinic auf dem Balkan, auf einer Pilgerfahrt, deren Ziel die Erleuchtung ist. Doch die bleibt aus. Zermürbt von den endlosen Gebeten seiner Mitreisenden, versucht er zu fliehen. Die Rettung misslingt, denn jetzt kommt er vom Himmel in die Hölle.

Gedanken zum Buch

Bin erst am Anfang. Noch nicht viel los. Glavinic dürfte jedoch wirklich an so einer Pilgerreise teilgenommen haben. Meine Oma hat übrigens zu "beten" auch "betten" gesagt.

Zitate

Ingo liegt schlafend, ohnmächtig oder tot über seinen Sitzen ausgestreckt, in seinen Ohren stecken Kopfhörer.

Ich höre "I love New York" von Madonna und denke an Sex.

Jeder legt sich für zehn Minuten auf sein Bett, er mit seinem Handy, ich mit meinem Buch, ich gehe duschen, er geht duschen, wir ziehen uns um, das war's.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

lisa_3_0.jpgEine Schwerkriminelle begeht rätselhafte Verbrechen auf der ganzen Welt, vom Hirsediebstahl auf einem westlichen Bauernhof über die Entführung einer jungen Frau in Ungarn bis zum mehrfachen Foltermord in Warschau und Genua. Man hat der Gesuchten den Namen Lisa gegeben.

Gedanken zum Buch

Nach "Kameramörder" endlich wieder ein grauslicher Roman. Der Protagonist reagiert zwar immens über, trifft aber durch die genaue und gleichzeitig umständliche Durchleuchtung nuancengenau den Punkt vieler Fragen unserer Zeit, die Zeit im Jahre 2011. Glavinic möchte j... | ... weiterlesen

Zitate

Mitunter kriechen mir manche Sätze tagelang immer wieder über den Weg.

Es gibt zu wenige intelligente Wüstlinge. Und zwar beiderlei Geschlechts.

Ich weiß nicht viel mehr, als dass Salz salzt.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

das_bin_doch_ich_2_0.jpgEin Mann schreibt einen Roman, der Mann heißt Thomas Glavinic, der Roman heißt "Die Arbeit der Nacht". Doch vor dem Erfolg, den er will, hat die Welt noch all das aufgetürmt, was sie schon immer einem jeden Besessenen in den Weg gelegt hat: die quälenden Mitmenschen und das noch quälendere eigene Ich.

Gedanken zum Buch

Die vermeintliche Realität. Echt-Handlung, Echt-Namen, Echt-Gefühle, Echt-Zeit, aber doch Roman und ausgedacht - gut ausgedacht. Da ich mir immer die lustigsten Sätze anstreiche, wimmelt es in diesem Buch von Hackerln und Strichen. Sogar zu Rufzeichen (an der Seite, über... | ... weiterlesen

Zitate

Zuerst sehe ich mich bei den Romanen um. Von mir haben sie wie üblich keinen.

Manchmal werde ich gefragt, wieso ich für Lesungen so viel verlange, und ich antworte wahrheitsgemäß, ich habe viele Auslagen.

Ich setze mich, weise dankend den Kaffee zurück, die Kronen Zeitung nehme ich an (man muß wissen, was der Feind denkt: Sun-tzu).

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag geschehenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her.

Gedanken zum Buch

Dieses Buch scheidet die Geister. Ein Schocker - für alle, die diesen Sezierschreibstil bis zum Ende durchgehalten haben - oder ihn, so wie ich gefesselt bis zum Ende folgten. Zufällig hatten wir damals ein einsames Wochenende in den Bergen von Oberwölz verbracht. Ohne Strom und ohne fließendem W... | ... weiterlesen

Zitate

Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben. Meine Lebensgefährtin Wagner Sonja und ich nutzten die Osterfeiertage zu einem Ausflug in die westliche Steiermark.

Heinrich rief mit lauter Stimme aus dem Wohnzimmer, es sei 23.28 Uhr. Die Sendung laufe bereits, das Video allerdings noch nicht. In höchster Eile begaben wir uns ins Wohnzimmer und nahmen unsere Plätze ein.

Ich kehrte in Wohnzimmer zurück. Gerade verabschiedete sich Eva. Sie fragte, wann Heinrich ihr ins Bett zu folgen gedenke. Er antwortete, bald. Sie winkte uns zu und verließ den Raum. Heinrich bot mir Chips an.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

herr_susi_0.jpgGeorg Susacek kann aufatmen. Endlich hat er es geschafft. Im blütenreinen Anzug steht er auf der Ehrentribüne des Stadions, bejubelt als cleverer Fußballpräsident, beneidet und bewundert für seinen Erfolg. Der Mann, der die Handynummer Gottes kennt, der weiße Hai in einer Gesellschaft von Geldschefflern und Karrieremachern. Nur wenige wissen, daß seine Weste befleckt, sein Herz kalt i... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Skrupellos, eitel, schmierig und über Leichen gehend. Extrem und extrem lustig zu lesen, wenn einem die Kraftausdrücke nicht stören. Sehr belustigend vor allem für interessierte Fußballer, aber nicht nur für diese, auch für jene, die von Fußball (so wiede... | ... weiterlesen

Zitate

Der Wecker schrillte, die Sau.

Ich hatt schon viel versucht, Hallenfußballturniere und eine Mißwahl organisiert, eine Nackttänzergruppe gemanagt, war auf eigene Kosten nach Ungarn und Jugo gefahren, um Fußballer zu beobachten und gegebenenfalls nach... | ... weiterlesen

An der Tür wäre ich beinahe Lori in die Schminke getuscht. Sie war in Begleitung eines mürrischen jungen Mannes, der, als er mir vorgestellt wurde, auf meinen Hosenschlitz blickte. Sein Händedruck war zu fest, seine Hose zu lan... | ... weiterlesen

Gernot Scheer

Inhaltsangabe

Es geht hier um das Leben des Charly Kolostrum, der es zu etwas bringen will, jedoch meint, mit diversen Lebensratgebern tut man sich leichter. Wir begleiten ihn auf seinem Weg durch das Gymnasium bis hin zum Studium der Kunstgeschichte, vom "Auslandseinsatz" fürs Rote Kreuz bis zum Job als Taxifahrer und letztendlich Sänger.

Was Charly wirklich schafft, ist von Jahr zu Jahr dicker zu werden bzw. in Situationen zu geraten, von denen wir uns oft nicht einmal zu träumen wagen, so peinlic... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

dieses Buch einfach lesen und erleben Smile
 

Zitate

Ich könnte das ganze Buch zitieren, soviel Erwähnenswertes findet sich darin!

Alex Gölles

Inhaltsangabe

Arbeit der Nacht
Stell Dir vor Du wachst auf und bist alleine. Wirklich ganz alleine, Du bist mitten in Wien, aber es gibt niemanden ausser Dir.
Das kann doch nicht sein. So begibt sich der Held auf die Suche durch Wien und Umgebung, besucht Ort einer vergessen Kindheit, doch überall muß er die Einsamkeit hin nehmen.
Es gibt nur ihn und sonst keinen und vielleicht sein eigenes Ich, als Schläfer, wenn er schläft. Doch ist dieser Schläfer wirlich er? Spielt ihm seine Einsamkei... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Sehr dunkel und schwarz, eine Richtung, die mich, so muß ich gestehen, eher anspricht. Ich finde das Buch deshalb genial, weil es mich gefesselt hat und ich nicht loslassen konnte. Das führte aber auch dazu, dass es mich auch manchmal in diesen Sog der Verzweiflung, Einsamkeit und Wahn... | ... weiterlesen

Zitate

Was er da sah, hatte noch nie ein Mensch gesehen. Auch nicht er selbst. Er lebte mit diesem Finger seit fünfunddreißig Jahren, doch wie es im Inneren aussah, wußte er nicht. Er wußte nicht, wie sein Herz aussah oder seine Milz. Nicht, daß er beson... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

carl_hafners_0.jpgIm Winter des Jahres 1910 steht die Schachwelt kopf. Der in Wien und Berlin ausgetragene Kampf um die Weltmeisterschaft nimmt in der fünften Partie eine unvorhergesehe Wendung. Der als unschlagbar geltende Titelverteidiger Emanuel Lasker, berühmt auch als Gelehrter und Philosoph, ist durch einen Fehler, den sonst nur Anfänger machen, in Rückstand geraten. Ins Schlaglicht des Int... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Die Eigentümlichkeiten menschlicher Gespanntheit  und Vorfreude werden hier toll ausgedrückt. Diese genaue Beschreibung erheitert sehr beim Lesen. Auch verlangsamt das und macht die Geschichte sehr angreifbar. Ich empfinde das wie eine Zeitlupe, zur näheren Erklärung der... | ... weiterlesen

Zitate

Krawatten wurden zurechtgerückt, Schnauzbärte gezwirbelt und die sonstigen Nuancen des Lächelns zur Schau gestellt.

Nach drei Stunden Fahrt und etwas doppelt so vielen Flaschen Sekt waren die Hilfssekretäre unpäßlich. Horak und Wolf spielten eine Blindpartie. Mit stumpfer Miene raunten sie einander Züge zu. Alle paar Minuten stritten sie si... | ... weiterlesen

Nach dem fünften Zug war es die eben entleerte Blase, die Carl hinaustrieb. Von da an peinigten ihn seine Ausscheidungsorgane nicht mehr. Nur die Kälte wich nicht. Carl rieb sich Hände und Arme, er stand auf und ging umher. Nichts h... | ... weiterlesen

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