Sitemap

Thomas Glavinic

Lisa

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Do, 10/02/2011 - 20:07
Inhaltsangabe

Eine Schwerkriminelle begeht rätselhafte Verbrechen auf der ganzen Welt, vom Hirsediebstahl auf einem westlichen Bauernhof über die Entführung einer jungen Frau in Ungarn bis zum mehrfachen Foltermord in Warschau und Genua. Man hat der Gesuchten den Namen Lisa gegeben.

Meine Gedanken zum Buch:

Nach "Kameramörder" endlich wieder ein grauslicher Roman. Der Protagonist reagiert zwar immens über, trifft aber durch die genaue und gleichzeitig umständliche Durchleuchtung nuancengenau den Punkt vieler Fragen unserer Zeit, die Zeit im Jahre 2011. Glavinic möchte ja, dass man jederzeit diesen Roman zeitlich zuordnen kann. Das ist ihm sicherlich gelungen.
Oft ist es eine Anklagerede an so manche Themen, aber auch eine Verteidigung von Freundschaft und Loyalität - fast kennt man dieses Wort nicht mehr. Wie weit kann Freundschaft gehen, wie weit soll sie?
Ein Buch, das durch und trotz seiner brutalen Sprache auch Antworten bietet. Der Stil ist ein Monolog mit all seinen realen und gedanklichen Verzweigungen und natürlichen auch dem Nicht-mehr-exakt-Wissen, was noch nicht erwähnt wurde. Sehr authentisch, trotz des irren Motivs. Aber mehr will ich nicht verraten. Starke Leser und Leserinnen sollten das lesen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Das bin doch ich

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Do, 13/12/2007 - 21:37
Inhaltsangabe

Ein Mann schreibt einen Roman, der Mann heißt Thomas Glavinic, der Roman heißt "Die Arbeit der Nacht". Doch vor dem Erfolg, den er will, hat die Welt noch all das aufgetürmt, was sie schon immer einem jeden Besessenen in den Weg gelegt hat: die quälenden Mitmenschen und das noch quälendere eigene Ich.

Meine Gedanken zum Buch:

Die vermeintliche Realität. Echt-Handlung, Echt-Namen, Echt-Gefühle, Echt-Zeit, aber doch Roman und ausgedacht - gut ausgedacht. Da ich mir immer die lustigsten Sätze anstreiche, wimmelt es in diesem Buch von Hackerln und Strichen. Sogar zu Rufzeichen (an der Seite, über mehrere Zeilen) ließ ich mich hinreißen. Bräuchte hier unendlich Platz für Zitate. Wunderbar.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Der Kameramörder

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Di, 04/12/2007 - 23:22
Inhaltsangabe

Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag geschehenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch scheidet die Geister. Ein Schocker - für alle, die diesen Sezierschreibstil bis zum Ende durchgehalten haben - oder ihn, so wie ich gefesselt bis zum Ende folgten. Zufällig hatten wir damals ein einsames Wochenende in den Bergen von Oberwölz verbracht. Ohne Strom und ohne fließendem Wasser. Oft sah ich vom Buch auf und glaubte mich im Buch, mit all seinen Grausamkeiten. Ich war  wohl an diesem Wochenende kein exzellenter Unterhalter, da ich mich immer wieder komplett schockiert in das Buch verlor. Unsere Bekannten sind mit uns dann auch nie wieder auf diese einsame Hütte gefahren. Vielleicht hatten wir auch nur wirklich zu wenig Schwammerlglück. Einen Bericht zu diesem Almwochenende gibt es auf www.allradfreundegleisdorf.at unter das Tourenbuch/Österreich/August 2003 nachzulesen.
Bis heute diskutieren wir, wer denn nun wirklich der Mörder war. Das ist meiner Ansicht nicht 100%ig klar.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Herr Susi

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Mo, 03/12/2007 - 23:46
Inhaltsangabe

Georg Susacek kann aufatmen. Endlich hat er es geschafft. Im blütenreinen Anzug steht er auf der Ehrentribüne des Stadions, bejubelt als cleverer Fußballpräsident, beneidet und bewundert für seinen Erfolg. Der Mann, der die Handynummer Gottes kennt, der weiße Hai in einer Gesellschaft von Geldschefflern und Karrieremachern. Nur wenige wissen, daß seine Weste befleckt, sein Herz kalt ist wie Stein, daß er feige, eitel, rachsüchtig und berechnend ist. Beste Aussichten, weiter aufzusteigen.

Meine Gedanken zum Buch:

Skrupellos, eitel, schmierig und über Leichen gehend. Extrem und extrem lustig zu lesen, wenn einem die Kraftausdrücke nicht stören. Sehr belustigend vor allem für interessierte Fußballer, aber nicht nur für diese, auch für jene, die von Fußball (so wieder Protagonist Herr Susi) keinen Schimmer haben. Und auch die sehr heimatlich steirischen Kleinst-Schimpfworte (z.B. Hirnederl, ...) amüsieren sehr.  Neben "Wie man leben soll" wahrscheinlich sein bestes Buch. Ich amüsierte mich sehr.
Das Buch ist übrigens vergriffen bzw. nur zu horrendem Preis € 85,00 zu ergattern.
Ich fordere eine Neuauflage.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Wie man leben soll

Bild von Gernot Scheer
Verfasst von white bookreader Gernot Scheer am Mo, 19/11/2007 - 11:45
Inhaltsangabe

Es geht hier um das Leben des Charly Kolostrum, der es zu etwas bringen will, jedoch meint, mit diversen Lebensratgebern tut man sich leichter. Wir begleiten ihn auf seinem Weg durch das Gymnasium bis hin zum Studium der Kunstgeschichte, vom "Auslandseinsatz" fürs Rote Kreuz bis zum Job als Taxifahrer und letztendlich Sänger.

Was Charly wirklich schafft, ist von Jahr zu Jahr dicker zu werden bzw. in Situationen zu geraten, von denen wir uns oft nicht einmal zu träumen wagen, so peinlich sind sie. Das reicht von - durch einen Freund ausgemachte - Treffen mit einem Swingerpärchen bis hin zur ungewollten Tötung eines Bekannten bzw. einer Verwandten.

Es wird uns in diesem Buch oftmals der Spiegel vorgehalten und gerade das macht es so lesenswert und hochgradig amüsant. Man verschlingt regelrecht Seite um Seite, und immer wieder wird man an Dinge bzw. Situationen erinnert, die man womöglich selbst einmal erlebt hat.

Meine Gedanken zum Buch:

dieses Buch einfach lesen und erleben :-)
 

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die Arbeit der Nacht

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Sa, 17/11/2007 - 19:15
Inhaltsangabe

Arbeit der Nacht
Stell Dir vor Du wachst auf und bist alleine. Wirklich ganz alleine, Du bist mitten in Wien, aber es gibt niemanden ausser Dir.
Das kann doch nicht sein. So begibt sich der Held auf die Suche durch Wien und Umgebung, besucht Ort einer vergessen Kindheit, doch überall muß er die Einsamkeit hin nehmen.
Es gibt nur ihn und sonst keinen und vielleicht sein eigenes Ich, als Schläfer, wenn er schläft. Doch ist dieser Schläfer wirlich er? Spielt ihm seine Einsamkeit und Verzweiflung einen Streich und treibt ihn in den Wahnsinn?
Seine Suche führt ihn bis nach London, jedoch ohne Erfolg. Nachdem der Schläfer ihn immer wieder in den Wahnsin treibt, wird der Schläfer mit Medikamenten ausgeschaltet, aber dafür bezahlt er einen sehr hohen Preis...

Meine Gedanken zum Buch:

Sehr dunkel und schwarz, eine Richtung, die mich, so muß ich gestehen, eher anspricht. Ich finde das Buch deshalb genial, weil es mich gefesselt hat und ich nicht loslassen konnte. Das führte aber auch dazu, dass es mich auch manchmal in diesen Sog der Verzweiflung, Einsamkeit und Wahnsinns gezogen hat.
Interessant und lesenswert für, wie Reini sagt, nur starke Gemüter...

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Sa, 17/11/2007 - 14:40
Inhaltsangabe

Im Winter des Jahres 1910 steht die Schachwelt kopf. Der in Wien und Berlin ausgetragene Kampf um die Weltmeisterschaft nimmt in der fünften Partie eine unvorhergesehe Wendung. Der als unschlagbar geltende Titelverteidiger Emanuel Lasker, berühmt auch als Gelehrter und Philosoph, ist durch einen Fehler, den sonst nur Anfänger machen, in Rückstand geraten. Ins Schlaglicht des Interesses rückt nun plötzlich der Herausforderer - Carl Haffner. Der bis dahin kaum beachtete Österreicher ist ein Defensivkünster, ein Meister des Remis. Jetzt bietet sich ihm die Gelegenheit, Lasker die Krone zu entreißen. Die zehnte und letzte Partie muß die Entscheidung bringen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Die Eigentümlichkeiten menschlicher Gespanntheit  und Vorfreude werden hier toll ausgedrückt. Diese genaue Beschreibung erheitert sehr beim Lesen. Auch verlangsamt das und macht die Geschichte sehr angreifbar. Ich empfinde das wie eine Zeitlupe, zur näheren Erklärung der Geschichte. Weiters sind die verschiedenen zeitlichen Ebenen wie ein Fokus auf das Ziel und auf das Ende des Buches. Ganz toll aufgebaut. Wiederum eine Empfehlung.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Dein Lieblingsbuch im Bücherforum nicht gefunden?

Werde selbst Buchpate!

Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung - selbst verfasst oder der Buchklappentext, Zitate, Quellenangaben, deine Meinung, und schon bist du Buchpate. Wir freuen uns auf deine Lieblingsbücher.

Stelle deine Bücher im Forum vor und diskutiere mit anderen bookreaders über das Buch. Rezension bzw. Rezensionen sind zwar "hübsche" Worte, auf bookreaders.at schreibt einfach jeder seine Meinung in der Diskussion. Eine Bewertung des Inhalts mit Sternchen oder dergleichen, wie sie in Buchbesprechungen üblich scheint, gibt es auf bookreaders.at nicht. Was zählt sind die persönlichen Eindrücke über den Inhalt, den Autor, ... Wir freuen uns über jede Buchvorstellung.