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Thomas Bernhard

Die Kälte.Eine Isolation.

Bild von Fürsorgezögling
Verfasst von green bookreader Fürsorgezögling am Di, 29/09/2009 - 20:12
Inhaltsangabe

Mit der Einweisung in die Lungenheilstätte Grafenhof beginnt ein weiteres Leidens-und Lebenskapitel des Achtzehnjährigen. Ein "Schatten" auf seiner Lunge verbannt ihn in die isolierte Welt des Sanatoriums aus dem es so leicht kein Entrinnen gibt.
Ärzten, Pflegepersonal und Mitpatieneten ausgeliefert, toben in ihm die widersprüchlichsten Gefühle. Mit nichts als Hoffnungslosigkeit konfrontiert, schwankt er immer wieder zwischen absoluter Anpassung und Auflehnung.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit den drei zuvor erwähnten autobiographischen Texten von Thomas Bernhard hat mit diesem Text die Zeit, das Leiden und die Erfahrungen eines Kindes und Jugendlichen jenen Schrifsteller geformt den ich nun in seinen Romanen besser verstehen kann, ihm. so hoffe ich, ein Stück näher gekommen bin.

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Der Keller.Eine Entziehung.

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Verfasst von green bookreader Fürsorgezögling am Di, 29/09/2009 - 19:29
Inhaltsangabe

"Der Keller", autobiographischer Bericht, setzt an dem Morgen ein, als der sechzehnjährige Gymnasiast auf dem Schulweg spontan beschließt, sich seinem bisheringen, verhaßten, weil sinnlos erscheinenden Leben zu entziehen, indem er die "entgegengesetzte Richtung" einschlägt und sich im Keller, einem Kolonialwarenladen, eine Lehrstelle verschafft-so- wie das befreiende und und zugleich haltgebende Gefühl, "eine nützliche Existenz" zu führen, am Leben beteiligt zu sein. Im Keller, am Rande der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung, dem heruntergekommenen, tristen Wohnghetto der Besitzlosen, der Abgeschriebenen, der Asozialen und Kriminellen, lernt Bernhard all die von der Gesellschaft ausgestoßenen kennen, verstehen und ergreift Partei für diese verlorenen, verstörten Existenzen.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch war das Bindeglied zwischen Bernhards "Ein Kind" und "Der Atem". Das vierte Buch "Die Kälte.Eine Isolation" der "Thomas Bernhard kennenlernen-Miniserie" :-)), stelle ich morgen vor.

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Der Atem.Eine Entscheidung.

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Verfasst von green bookreader Fürsorgezögling am Di, 29/09/2009 - 19:06
Inhaltsangabe

Noch nicht achtzehnjährig wurde TB im Jahre 1949 aus musikalischen Studien und vertrauter Umgebung durch eine schwere Krankheit herausgerissen. Er taucht unter im stumpfen Weiß der Krankenhaussäle, ausgeliefert dem geschulten Blick des Personals, das ihn zielsicher unter die Sterbenden einordnet. Die letzte Station der gerade noch Lebenden des Hauses ist das Badezimmer, das nur Tote entläßt. Auch der jungen Bernhard wird hineingeschoben. Umgeben von einer Athmosphäre, die den Lebenswillen tötet, weiß er aber plötzlich, daß er nicht aufhören darf zu atmen, daß er leben will.

Meine Gedanken zum Buch:

Bernhards früher Tod begann mit dieser Krankheit, sie begleitete ihn als "Todesvogerl" wie er diese Krankheit selbst in einem Interview nannte, sein Leben lang. Ich bin kein Kritikenschreiber, diese findet man zu TB und seinen Büchern zuhauf im Internet, ich stelle Bücher die mich bewegt haben hier herein. Hoffe, das geht in Ordnung so.

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Ein Kind

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Verfasst von green bookreader Fürsorgezögling am Di, 29/09/2009 - 14:54
Inhaltsangabe

Ich habe "Holzfällen", "Alte Meister" vor 20 Jahren weggelegt weil ich T.B. nicht "verstand". Nach dem lesen des Buches "Ein Kind" und vier weiteren Erinnerungsromanen war ich süchtig nach TB und habe mittlerweile alles, inklusive der Theaterstücke von ihm gelesen.

Meine Gedanken zum Buch:

In diesem Buch ist TB nicht der große Literat, gefeierter Bühnenautor, "Nestbeschmutzer" etc., sondern Offenleger seiner eigenen Seele und seiner Gedanken in unverklausulierter Sprache.
Für mich war es eine hilfreiche Annäherung an seine Werke.

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Meine Preise

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Sa, 25/04/2009 - 17:41
Inhaltsangabe

Im Jahr 1980 schrieb Thomas Bernhard den hier zum ersten Mal publizierten Prosatext in neun Kapiteln und einem Anhang nieder. In ihm erzählt er die Komödien, zu denen sich die Umstände der ihm verliehenen literarischen Auszeichnungen entwickelten.

Meine Gedanken zum Buch:

Herr Bernhard will uns amüsieren. Oder wollte er sich amüsieren? Warum bekommt man einen Literaturpreis? So ganz kann man das nur schwer ergründen.
Interesant auch, was er mit dem Preisgeld so alles anstellte. Nicht wirklich tiefgründig, aber als Entspannung ganz interessant.

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Holzfällen

Bild von ami
Verfasst von white bookreader ami am Do, 18/09/2008 - 10:57
Inhaltsangabe

Es geht um einen Mann Mitte fünfzig, der nach vielen Jahren von ehemaligen Freunden zu einem "künstlerischen Abendessen" eingeladen wird. Jedoch hat er mit diesen Menschen schon lange abgeschlossen, kann nur noch Abscheu für sie empfinden. Dennoch nimmt er die Einladung an.
Der Abend wird überschattet vom Selbstmord einer Freundin, die er ebenfalls schon seit gut 20 Jahren nicht mehr gesehen hat.
Er sitzt in der Wohnung in der Gentzgasse, in einem Ohrensessel und spielt in seinem Kopf die Geschichten der vergangenen gemeinsamen Zeit durch. Ihm wird immer wieder bewusst, wie sehr er diese Leute, das Ehepaar Auersberger und die geladenen Gäste, verabscheut.

Meine Gedanken zum Buch:

Zu Beginn war ich von der unkonventionellen Schreibweise irritiert, beinahe abgeschreckt. Aber ich habe mich darauf eingelassen und mit der Zeit begonnen, genau diesen Stil sehr zu schätzen und zu genießen.
Es ist für mich nicht einfach, den Inhalt des Buches kurz und präzise anzugeben, denn er birgt so viele Geschichten und Wendungen, die sich alle im Kopf des Erzählers abspielen, dass ich das schwer zusammenfassen kann.
Ich lese das Buch jetzt zum zweiten Mal und es gefällt mir noch besser als bei der "Premiere".
 

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