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Shan Sa

Bitterer Tee

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 28/12/2009 - 10:53
Inhaltsangabe

Zwei Menschen, die sich finden und sich wieder verlieren - ein Roman um die Liebe, die manchmal bitter schmeckt, und eine lyrisch beschwingte Reise durch die gegensätzlichen Welten Chinas: Frauen mit gebundenen Füßen, Rotgardisten und brennende Transparente, vergessene Pagoden in einem Wald aus Wolkenkratzern.

Meine Gedanken zum Buch:

Seelenverwandtschaft und Wiedergeburt, ewige Liebe und ewiges Leid stehen im Mittelpunkt von vier Geschichten, die allesamt auf ihre Art ein trauriges Ende nehmen, denn ein Happy End gibt es bei Shan Sa nicht.
Ein Beamter, der seine große Liebe zugunsten seiner Karriere verleugnet, Bruder und Schwester, die erst im Abschied ihre Bedeutung füreinander erkennen, die gewaltsame Trennung eines Paares durch die Grausamkeiten der Kulturrevolution und ein mystischer Traum - über viele Jahrhunderte immer wieder die selben Themen: Glück und Trauer, Idealismus und Verlust.
Mit ihrer typisch chinesischen Poesie und einem großen Maß an Distanz erzählt die Autorin die chinesische Geschichte anhand ihrer Menschen, die sich auch über Jahrtausende nicht verändern, sondern immer die selben Ziele verfolgen.

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Himmelstänzerin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 15/12/2009 - 17:06
Inhaltsangabe

Peking, 4. Juni 1989. Panzer rollen durch die Straßen. Ayamei, die revoltierende Studentin, und Zhao, der regimetreue Soldat, laufen durch die dunkle Stadt. Der Platz des Himmlischen Friedens ist bedeckt vom Blut der Kinder des modernen China. Ayamei flieht, zunächst ans Meer und schließlich ins Gebirge. Ein Weg der Schönheit und der Poesie eröffnet sich der jungen Frau in den unwegsamen Höhen, die bis in den Himmel reichen. Doch gnadenlos hetzt der Jäger seine Beute und folgt ihrer Spur, um seine grausame Pflicht zu erfüllen.

Meine Gedanken zum Buch:

Der 4. Juni 1989 ist wohl vielen von uns noch im Gedächtnis. Die Bilder der Panzer, die in Peking die Studenten überrollen, haben mich damals zutiefst schockiert - und nicht weniger erschütternd ist dieses Buch. Es geht um Liebe und Freiheit, um Freundschaft, blinden Fanatismus und eine gnadenlose Verfolgung.
Shan Sa beschreibt nicht nur den Aufstand in der Hauptstadt ausgesprochen bildhaft, sondern auch die chinesische Landschaft, die Küste, den Wald, die Berge. Auch die wunderschöne chinesische Lyrik kommt zu Wort, die mit wenigen Silben oft ein ganzes Leben beschreiben kann.
Ein wunderschönes Buch, das seinem Vorgänger, der "Go-Spielerin" in nichts nachsteht - ein absoluter Tipp für Freunde wertvoller schön geschriebener Literatur mit Anspruch und Geist.

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Die Go-Spielerin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/01/2008 - 10:17
Inhaltsangabe

Als sie vier Jahre alt war, da unterrichtete ihr Cousin Lu die junge Chinesin und Titelheldin von Shan Sas Roman im japanischen Strategiespiel Go. Schon damals war die rebellische Außenseiterin vom Wunsch zu siegen wie beseelt -- bis sie zu wahrer Meisterschaft gelangte und als erste Frau auf dem Platz der Tausend Winde spielen durfte. Inzwischen ist die adelige Icherzählerin in Die Go-Spielerin 16 Jahre alt. Ihr Cousin ist auch erst 20 -- und sieht doch schon aus wie ein Greis.
Die Zeiten sind hart in der Mandschurei des Jahres 1937: Die Japaner haben das Land besetzt, Aufstände werden brutal im Keim erstickt, Mitläufer beherrschen die politische Szene, Peking steht kurz vor dem Fall. In dieser Situation kommt ein Mandarin auf den Platz der Tausend Winde und fordert die Chinesin immer wieder zum Spiel heraus. Erst später erfährt das Mädchen, dass dies einer der verhassten japanischen Militärs gewesen ist. Auf dem jahrhundertealten Spielfeld des Go werden die Strategien von Angriff und Verteidigung wie in den Schützengräben neu erprobt -- und auf dem Schlachtfeld der Liebe ebenso. Am Ende stehen sich die beiden auf tragische Weise zum letzten Mal gegenüber und müssen erkennen, dass sie Spielbälle einer viel größeren Macht gewesen sind: "Ich weiß, dass das Spiel da oben weitergeht", erkennt der Japaner, der zweite Icherzähler dieses bezaubernden Buchs.

Als Die Go-Spielerin, der dritte Roman der 1989 nach dem Massaker auf dem Tianmen-Platz nach Paris emigrierten 30-jährigen Chinesin Shan Sa, in Frankreich erschien, wurde er sofort zum Sensationserfolg. Man kann das gut verstehen. Denn so einfach, klar und zart (und mit so viel exotischem Lokalkolorit) hat man selten von der Liebe in Zeiten des Krieges gelesen.

Meine Gedanken zum Buch:

An diesem Buch hat mich vor allem die Erzählweise beeindruckt., wie man so vieles gleichsam am Rande über die Geschichte und Gesellschaft Chinas - insbesodere der Mandschurei - und auch Japans erfährt.
Faszinierend ist die Liebesgeschichte, die sich auf eine Art und Weise erfüllt, die tragischer nicht sein könnte.

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