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Mo Hayder

Die Behandlung

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Fr, 03/04/2009 - 20:52
Inhaltsangabe

Ein schockierendes Verbrechen stellt die Londoner Polizei vor ein Rätsel: Im Haus der Familie Peach muss sich Unaussprechliches zugetragen haben, bevor die Polizei die Wohung stürmte und bevor Rory, der kleine Sohn der Peaches, entführt wurde. Doch die Eltern können oder wollen keine Angaben zu den Geschehnissen machen. Schon bald macht in der Gegen das Wort von einem unheimlichen "Troll" die Runde, der kleine Kinder täten soll - und der vielleicht bereits sein nächstes Opfer ausgesucht hat...

Meine Gedanken zum Buch:

Buh, was soll ich sagen, spannend, packend und schockierend. Mo Hayder lässt einem in eine verdammt perverse Welt eintauchen. Eigentlich darf man dieses Buch als Mama nicht lesen. Das Buch hat mich richtig aufgewühlt. Leider gibt es genügend solche Menschen, die in diesem Buch beschrieben ist, aber es ist kaum nachzuvollziehen, wie diese Menschen "ticken". Um den Täter irgendwie zu "verstehen", finde ich den Anhang sehr interessant, welche kranken Gedanken ein Mensch haben kann...unglaublich. Auch wenn es fiktiv ist, kann ich mir schon vorstellen, dass es in der Realität derart getriebenen Personen gibt. Mo Hayder hat ja eine Tochter und dann so ein Buch? Wow, mir ist manchmal die Spucke weggeblieben. Also nichts für Zartbesaitete und eigentlich Mamas...

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Ritual (Ritualmord)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 02/10/2008 - 08:42
Inhaltsangabe

Bei einem Tauchgang im trüben Wasser von Bristols Hafenbecken umschließen die Finger der Polizeitaucherin Flea Marley plötzlich eine menschliche Hand. Dass der dazugehörige Körper fehlt, ist schon mysteriös genug. Doch als am nächsten Tag eine weitere Hand entdeckt wird, vergraben unter der Eingangstür eines Restaurants am Hafen, wird der Fall immer verstörender. Flea Marley und DI Jack Caffery ahnen, dass die seltsamen Funde mit afrikanischer Muti-Zauberei zu tun haben. Tatsächlich führt die Spur in die afrikanische Gemeinde der Stadt, wo die Angst vor dem Tokoloshe - einer Art Dämon - umgeht. Eine Angst, die immer mehr Menschen Hilfe bei schützenden Muti-Ritualen suchen lässt. Und da abgetrennte Hände bei weitem nicht der stärkste Zauber sind, müssen Caffery und Flea den Täter fassen, bevor es zu weiteren Bluttaten kommt ...

Meine Gedanken zum Buch:

Endlich eine Fortsetzung der Geschichte Jack Cafferey's, den wir schon aus "Der Vogelmann" und "Die Behandlung" kennen. Mittlerweile lebt er in Bristol, doch auch dort lassen ihn die Geister der Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen.
Seine Partnerin auf der Suche nach dem Wahnsinnigen, der einem Junkie beide Hände abgehackt hat, begleitet ihn die Polizeitaucherin Flea, selbst von dunklen Gedanken und nicht verarbeiteter Schuld getrieben.
Mit Todesverachtung stürzen sich die beiden in diese Untersuchung, die sie in eine Welt von Aberblaube und Magie führt.
 
Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich hinzieht, aber letztendlich fanden sich alle Fäden zu einem einheitlichen Ganzen zusammen, woraus eine subtile Spannung entsteht. Typisch Mo Hayder dürfen die detaillierten Beschreibungen von Grausamkeiten nicht fehlen, allerdings halten sie sich hier eher in Grenzen. Nicht ganz so reisserisch wie seine Vorgänger, ist "Ritualmord" auf jeden Fall ein lesenswerter Thriller.

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Pig Island (Die Sekte)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 22/09/2008 - 09:56
Inhaltsangabe

Der deutsche Titel von Mo Hayders im Original Pig Island genanntem Thriller Die Sekte führt in die Irre. Zwar gibt es auf der einsamen schottischen Insel Cuagach Eilean neben einer Schweinefarm und einer Giftmülldeponie auch die verschworene Gruppe religiöser Fanatiker der „Gemeinde für Psychogenes Heilen“, die in Verdacht steht, Satanismus zu betreiben. Aber deren Gründer, Pastor Malachi Dove, ist nach einem schweren Vergehen gegen die eigenen Regeln selbst aus der Sekte ausgeschieden und führt nun irgendwo in den Bergen ein verschrobenes Dasein. Dies erfährt der Journalist Joe Oakes gleich nach seiner Ankunft auf dem unwirtlichen Eiland, auf dem der Teufel leibhaftig umzugehen scheint. Trotz aller Warnungen der Bewohner macht sich Oakes auf die Suche nach Dove, der ihn seit einem Zusammentreffen vor Jahren ewige Rache geschworen hat.
Dann wird unter den Bewohnern der Insel, die Dove entmündigen lassen wollten, in deren Kirche ein blutiges Massaker angerichtet. Dove verschwindet, und Oakes muss aufgrund einer geheimnisvollen Prophezeiung annehmen, dass der dem Wahnsinn verfallene Ex-Priester, der seine exorzistische Brutalität zuvor schon an den Schweinen von Pig Island ausgelassen hatte, es nun auf ihn abgesehen hat. Tatsächlich wird Oakes Frau unter den Augen der Polizei ermordet. Und dann ist da noch Doves Tochter Angeline, zu der sich Oakes trotz ihrer Missbildung hingezogen fühlt. Welche Rolle spielt sie in dem Spiel, in dem der Journalist -- so viel ist von Anfang an klar -- nur verlieren kann?...

Meine Gedanken zum Buch:

Im Vergleich zu "Der Vogelmann" oder "Die Behandlung" stellt dieser Thriller eine eher schwache Leistung dar.
Aufgrund der Ich-Erzählung ist er zwar hautnah und oft bis zur Unterträglichkeit spannend, aber irgendwie fehlt es der Geschichte an Kontinuität. Vieles, das anfangs so bedeutungsvoll wirkt, gerät einfach in Vergessenheit, spielt plötzlich keine Rolle mehr. Die detaillierten Beschreibungen sind sicher nicht für jeden Magen geeignet - Sensible, seid gewarnt! Die Geschichte gewinnt an Würze durch die geheimnisvolle Figur und ihr "Gebrechen", allerdings denke ich mir, dass jeder Mediziner nur die Hände zusammenschlagen würde.
Grundsätzlich ein ganz guter, lesenswerter Thriller, aber in meine Top 10 wird er nicht kommen.

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Der Vogelmann

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/01/2008 - 14:03
Inhaltsangabe

Als Detective Inspector Jack Caffery nach durchzechter Nacht seinen Rausch ausschlafen will, klingelt das Telefon: Auf einem Brachgelände in der Nähe der Themse wurden die Leichen von fünf Frauen gefunden. Die Obduktion ergibt, daß Caffery und seine Kollegen es mit einem Serienkiller zu tun haben, den sie den "Vogelmann" nennen. Vier der fünf Opfer, so zeigen erste Ermittlungen, waren drogenabhängige Prostituierte, die niemand vermißte. Und ihr Mörder scheint schon bald gefaßt: Für Cafferys Kollegen Diamond ist klar, daß ein schwarzer Drogendealer die Frauen auf dem Gewissen hat, Polizei und Bevölkerung können aufatmen. Doch Caffery verfolgt eine ganz andere Spur. Gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten und obendrein im Kampf mit privaten Problemen ermittelt er weiter. Erinnerungen aus der Kindheit holen ihn ein, Erinnerungen an seinen Bruder, der eines Tages beim Spielen spurlos verschwand und möglicherweise ermordet wurde. Obwohl die beiden Fälle offenbar nichts miteinander zu tun haben, kann Caffery den Gedanken an die damaligen Ereignisse nicht mehr abschütteln. Seine Suche nach dem mysteriösen "Vogelmann" führt ihn schließlich in das Dog and Bell, ein Pub, in dem die Opfer ihre Freier suchten. Hier lernt Caffery auch die Malerin Becky kennen, die Bilder von den Mädchen im Dog and Bell malt. Caffery ist schon bald von Becky fasziniert, und sie ist es auch, die ihn auf die Fährte des Mörders bringt. Doch dann fehlt von Becky plötzlich jede Spur...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein superspannender, recht detailreicher Krimi, also nichts für schwache Nerven.
Unbedingt auch "Die Behandlung" lesen, da geht's weiter und der Handlungsfaden mit Cafferys Bruder gelangt hier zu einem schockierenden Ende.

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TOKIO

Bild von Andreas Gölles
Verfasst von grey bookreader Andreas Gölles am So, 18/11/2007 - 22:06
Inhaltsangabe

Die junge Studentin Grey hat im Haus ihrer Eltern ein Buch über Massaker in China gesehen deren grausame Szenen sie ständig verfolgten. Das Buch verschwand und wurde von ihren Eltern verleugnet. So begann sie mit eigenen Recherchen.

Mehr als 50 Jahre nach dem Massaker von Nanking im Dezember 1937, wo die japanische Armee innerhalb weniger Wochen 200.000 Menschen gefoltert und umgebracht hatte, reist die Engländerin ins ferne Tokio, um einen der letzten Überlebenden der Geschehnisse aufzusuchen. Aus einer Zeitschrift erfährt sie von persönlichem Filmmaterial des Professor Shi Chongming, das nicht nur die japanischen Gräueltaten dokumentiert, sondern auch ein Rätsel in ihrer eigenen Vergangenheit auflösen soll.

Der Professor reagiert abweisend und ist erbost. Sie bleibt jedoch hartnäckig und richtet sich auf einen längeren Aufenthalt in der fremden Stadt Tokio ein. Kurz entschlossen quartiert sich die mittellose Grey bei einem amerikanischen Studenten ein, der zusammen mit zwei Russinnen in einem verfallenen Palast wohnt. Die Geldnot und der Zufall trieben Grey in einen exklusiven Nachtclub mit illustrem Publikum. Dort nimmt sie einen lukrativen Job an.

Im Nachtclub begegnet sie einem geheimnisvollen alten Mann, dem Mafia-Boss Fuyuki, der die Gesellschaft Greys bald schätzen lernt. Eher durch Zufall erfährt Professor Shi Chongming von Greys Tätigkeit als Hostess und ihrer Bekanntschaft mit Yakuza Fuyuki. Nach der Erwähnung Fuyukis zeigt er sich plötzlich an der jungen Studentin interessiert und macht ihr ein Angebot: Sie soll für ihn den Mafia-Boss beobachten, wofür er ihr als Gegenleistung schrittweise Zugang zu dem geheimen Filmmaterial gewähren wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Unterhaltsam, grenzwertig, schockierend mit historischem Hintergrund!
Empfehlenswert für alle mit starken Nerven.

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