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Minette Walters

Die Bildhauerin

Bild von Alpensalamander
Verfasst von  Alpensalamander am Fr, 26/08/2011 - 20:55
Inhaltsangabe

Olive Martin sitzt im Gefängnis: Sie hat zugegeben, ihre Mutter und jüngere Schwester ermordet und dann zerstückelt zu haben. Unter ihren Mitgefangenen ist Olive wegen ihrer Ausbrüche gefürchtet, und ihre Beschäftigung mit Knetpuppen, in die sie Nadeln sticht, hat ihr den Namen "Die Bildhauerin" eingetragen. Die Journalistin Rosalind Leigh soll die Hintergründe des Falles ausleuchten. Sie erkennt schnell, dass es noch eine tiefere Wahrheit gibt als die in Geständnis und Urteil festgeschriebene.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich bin froh, dass ich Minette Walters, nachdem ich "Der Schatten des Chamäleons" gelesen und dieses Buch nahezu wütend in die Ecke geworfen habe (ok, ich habe es trotz allem sanft ins Bücherregal gestellt), eine zweite Chance gegeben habe. Bei "Die Bildhauerin" handelt es sich um einen ihrer ersten Romane. Die Charaktere finde ich sehr interessant und trotz einiger Eigenheiten doch recht sympathisch. Der Aufbau ist gut und verfolgt überhaupt kein 0815-Schema, wie es in anderen Psychothrillern manchmal zu finden ist. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, manchmal kommen ein paar Wendungen vor, die aber durchaus realistisch scheinen. Skeptiker, die mit diesen Wendungen eventuell nicht ganz klarkommen, werden spätestens am Schluss wieder versöhnlich gestimmt, da dieser meiner Meinung nach einiges offen lässt.

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Der Schatten des Chamäleons

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Verfasst von  Alpensalamander am Sa, 16/07/2011 - 22:46
Inhaltsangabe

Das packende Psychogramm eines Mannes, der die Kontrolle über seine Seele verloren hat

Charles Acland erleidet eine schwere Kopfverletzung, die nicht nur sein Gesicht zeichnet, sondern vor allem seine Seele zutiefst verwundet. Der bisher als heiter und offen geltende Charles entwickelt sich zu einem unberechenbaren Mann, der seine Umwelt terrorisiert. Das Beängstigende: Charles ist sich seiner Persönlichkeitsveränderung bewusst, steht aber seinen eigenen Ausbrüchen vollkommen hilflos gegenüber. Als er nach einer Auseinandersetzung mit einem Mann in den Verdacht gerät, mit einer Mordserie in Verbindung zu stehen, sind weder er noch die Polizei sich sicher, ob er der gesuchte Killer ist ...

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses war das erste Buch von Minette Walters, welches ich gelesen habe. Wenn ich im Nachhinein nicht zufällig durch etliche Komentare zu diesem Buch mitbekommen hätte, dass Minette Walters ansonsten eigentlich ganz lesenswerte Psychothriller schreibt, dann wäre es auch mein letztes gewesen. Der Klappentext (angeführt in der Inhaltsangabe) hat mich im Glauben lassen, dass es sich hierbei um ein spannungsgeladenes, raffiniert ausgearbeitetes Werk handelt. Dem war aber leider nicht so. Ich bin nicht ins flüssige Lesen gekommen und vielleicht weil ich mich mit dem Buch nicht ganz anfreunden konnte, hatte ich massive Probleme mit den verschiedenen Namen. Ich musste immer wieder zurückblättern und nachlesen, was diese Person nun nochmal für eine Rolle spielt. Die Inhaltsangabe ist meiner Meinung nach nicht richtig, die beschriebene Persönlichkeitsveränderung kommt nicht wirklich zum Ausdruck und die Hauptperson - Charles Acland - weiß im Buch ganz genau, was sie macht. Die weiteren Figuren im Buch empfand ich auch als sehr merkwürdig und unrealistisch. Vielleicht können sich andere ja mit diesem Buch anfreunden, ich aber leider nicht.

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Der Schrei des Hahns

Bild von SANDRA
Verfasst von yellow bookreader SANDRA am So, 25/04/2010 - 16:16
Inhaltsangabe

London 1920: Die 22-jährige Elsie Cameron ist als launisch und eifersüchtig bekannt. Dabei will sie doch nur eines: geliebt werden um jeden Preis - und zwar von dem vier Jahre jüngeren Norman. Der in Liebesdingen unerfahrene junge Mann lässt sich auf ihr Werben ein und verspricht sogar, sie zu heiraten. Elsie blüht an Normans Seite sichtbar auf. Sie ist es auch, die ihn auf die Idee bringt, in eine Hühnerfarm in Sussex zu investieren. Leider wirft der Betrieb jedoch zu wenig Geld ab, um eine Familie ernähren zu können. Je ungeduldiger Elsie wird, desto stärker fällt sie auch wieder in ihre alten Verhaltensmuster zurück: Sie macht Norman Vorhaltungen und setzt ihn mit allen Mitteln unter Druck. Da lernt Norman die lebenslustige Bessie kennen...

Meine Gedanken zum Buch:

Die Geschichte einer Liebe, die mit Tod endet … eine psychologische Glanzleistung der wundervollen Autorin Minette Walters; ein Psychothriller, wie er besser nicht sein könnte. Spannung, wie gewohnt erstklassig geschrieben und mit vielen Details aufwartend … vor allem, das Ende betreffend. Basierend auf einer wahren Begebenheit in den 20er Jahren brilliert dieser Thriller mit einer Schilderung menschlicher Abgründe und wirft bis zuletzt die Frage nach der Schuld des Protagonisten Norman Thorne auf. Ein überaus spannendes Werk einer tollen Autorin.

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Schlangenlinien (Hörbuch)

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Di, 16/06/2009 - 20:18
Inhaltsangabe

Es ist das Jahr 1978, und eine alleinstehende schwarze Frau, die im Ort allgemein als "die verrückte Annie" bekannt ist, liegt sterbend am Straßenrand. Als der Fall vom Gericht schließlich als "Tod durch Unfall" zu den Akten gelegt wird, atmen die Bewohner der Graham Road, in der Annie lebte, kollektiv auf. Für sie war Annie Butts nichts als eine abstoßende, vulgäre Alkoholikerin. Nur Mrs. Ranelagh, eine junge Lehrerin, weigert sich, das Urteil des Gerichts zu akzeptieren. Sie ist überzeugt, dass Annie ermordet wurde, und kehrt 20 Jahre später mit genug Beweisen aus dem Ausland zurück, um den Fall wieder aufrollen zu lassen.
Obwohl die Geschichte von Mrs. Ranelagh selbst erzählt wird, geben die eingebrachten urkundlichen Beweise, die sie über die Jahre angehäuft hatte -- darunter Fotografien, Briefe und E-Mails -- dem Leser die Gelegenheit, die Beteiligten und die Ereignisse selbst einzuschätzen. Motivation ist für Autorin Minette Walters eine endlose Quelle der Faszination, und das Vorhandensein mehrerer psychiatrischer Gutachten von Mrs. Ranelagh sorgt dafür, dass die eigentlichen Gründe hinter ihrem Engagement unklar bleiben.

Meine Gedanken zum Buch:

Durchwegs sehr spannend, obwohl gerade beim Hören sehr viele unterschiedliche Personen "mitspielen". Das führt manchmal zu Verwirrungen.
Aber es greift das Thema Rassismus und Ausgrenzung von behinderten Menschen auf. Dieses Thema dann verpackt in einen sozial etwas unterentwickelten Teil von London zu jener Zeit 1978. Es ist schwer vorstellbar, was Menschen alles tun, um sich einer Last zu entledigen. Spannendes soziales Sittenbild mit Krimi-Note.

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Des Teufels Werk (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 26/05/2009 - 10:09
Inhaltsangabe

Die Journalistin Connie Burns hat eine tief verletzte Seele, als sie sich in einem kleinen Dorf in Dorset einquartiert. Kurz zuvor war sie im Irak in die Hände des psychopathischen Killers Harwood geraten. In der ländlichen Idylle Englands hofft sie nun, vergessen zu können. Wird Harwood, der sie abgrundtief hasst, ihre Spur aufnehmen und sie in ihrem Versteck stellen? Der Tag der Abrechnung steht bevor...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Thriller, der einerseits die grausamen Handlungen im kriegsgeschüttelten Sierra Leone zum Thema hat und andererseits einem Fraunmörder auf der Spur ist, dem Connie Burns nur durch ein Wunder entkommen ist. Minette Walters beschreibt minutiös die Geschichte von Connie und Jess, zwei Frauen, die jede mit ihrem Trauma und ihrer Geschichte leben müssen. Das Buch zeichnet sich weniger durch reisserische Szenen und superspannende Handlung aus, als vielmehr durch die beklemmende und düstere Schilderung der Geschehnisse in der Vergangenheit. Die Geschichte wird fast ausschließlich in Dialogform erzählt, was ihr noch einen ganz eigenen Touch verleiht. Nichts für Fans von rasanten Thrillers, sondern eher etwas für Leute mit einem Sinn für Tiefgang.
Das Hörbuch zeichnet sich ausserdem noch aus durch das hervorragende Lesen von Andrea Sawatzki.

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