Martin Walser

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Hier erzählt einer, der auf sein Leben zurückblickt und begreift. Das fulminante Portrait eines Menschen, ein Roman, wie es noch keinen gab.

Gedanken zum Buch

So viele schöne Gedanken. Walser noch immer nicht erwachsen.

Zitate

Ich kann nicht existieren in einer Welt, in der es eine Rolle spielt, dass etwas nachher und etwas vorher stattfindet.

Offenbar war es nicht erlaubt, zwei Menschen zugleich zu lieben.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Das Einhorn ist ein witzig ironisches und glaubhaft pathetisches Buch über die Liebe. 

Gedanken zum Buch

Bin noch ganz am Anfang und bereits voll zu Hause im Schreibstil Walsers.

Zitate

Und ich wäre doch viel lieber herrlich aufgetreten. In einer Luft aus Seide, zum Beispiel. Wehend.

Seite 7
Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Fast schneidend buchstabiert Walser hier "Liebe" - das ganze Buch hindurch, und viele Formulierungen brennen geradezu. Man möchte applaudierend mitschreiben.

Gedanken zum Buch

Der angeblich erkrankte Regisseur verliebt sich in die Nachtschwester des Spitals. Seine Frau tolleriert es. Wie geht die Geliebte damit um? Bin auf den letzten Seiten. Ist ein sehr liebesintensives Buch - fast schon vulgär.

Zitate

Lydia, Herzensfreundin, von allen Lieben die Liebste! (M. Walser)

Seite 140

Meine Träume sind nie besser beleuchtet als das 19. und das 18. Jahrhundert. (M. Walser)

Seite 147
Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Betrachtungen, die sehr tief in die Thematik lesen gehen.

Gedanken zum Buch

Für alle, die sich gerne mit dem Lesen an sich beschäftigen. Was denn das ist, was uns zum Buche drängt.

Zitate

Jeder weiß ... wie schön es ist, einen Satz zu zitieren, den man brauchen kann, der einem so recht ins Konzept paßt. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 24m Es sollte einmal untersucht werden, was sich hinter dem schönen Brauch, Sätze eines anderen zu zitieren, alles verbirgt. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 25m Was geschieht nicht alles durch das Zitieren. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 25m Unsere Sprache ist das Geschichtlichste, was wir haben. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 26m ...weil ... ein Retter gar nicht tadellos genug sein kann, brauchen wir am Anfang unseres Lebens dringend Karl May. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 28m Wir wollen ja die Begriffsbestimmungsbücher nicht verbrennen. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 28m Immer diese Spezialisierung aufs Besteck statt aufs Essen. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 29m Für diese Fuchserei interessiere sich, wer mag. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 30m Ich habe Goethe jahrelang mit der ausgestreckten Hand gelesen. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 30m Natürlich muß man lesen, was man nicht begreift, um zu begreifen, was man lesen kann. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 31m Nachträglich wird mir fast schwindlig, wenn ich an mir alle Bücher und Autoren vorbeiziehen lasse, mit denen ich umgehen wollte. (M .Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 32m Welchen Umgang man mit Büchern hat und mit welchen Büchern man Umgang hat, das ist nicht wählbar. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 33m Erfahrungen sind im Gegensatz zu Meinungen nicht wählbar. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 33m Klassiker sind offenbar brauchbar als geistige Turngeräte, zum Meinungstraining. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 34m Sobald die Bücher leben, werden sie uns verstehen. Daß die Bücher bald leben, ist unser Bedürfnis. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 35m Wir sprechen für uns, die Sterne verstehen uns nicht. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 35m Die Misere ist das, was von selbst ist. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 36m Ich messe, das spüre ich als Leser, jeden Roman daran, wie er aufs Ganze geht. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 36m Philosophie ist ein Roman, der aufs Ganze geht. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 37m Jeder Roman, wenn er einer ist, ist ein Abenteuer-Roman. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 37m Wie schafft man einen Sinn, den es, ohne daß man ihn schafft, nicht gibt. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 38m Man muß zugeben, die Sinngeber haben nicht gerade Konjunktur. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 39m Sollte man nicht doch lieber die Sinnlosigkeit predigen? (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 39m Tun, was an der Zeit ist. Das Fällige tun. Heroisch sein. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 40m Daß wir nicht überall zugleich sein können, tut uns weniger weh, als daß wir nicht ewig sein werden ... (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 41m Das Schlimmste zur Sprache bringen heißt, es vergleichen mit dem, was in der Sprache schon vorhanden ist. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 42m Oder wir finden das am schönsten, das gegen das Schlimmste entstand. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 43m Vielleicht bewirkt sogar das Schlimmste das Schönste. (M. Walser) Öffnen Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 49m Du kannst nicht bewältigen lassen. (M. Walser)

Seite 9
Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Endzeitgedanken von Martin Walser.

Gedanken zum Buch

Buh, Walser im Tief. Ein richtiger Schock nach dem "13. Kapitel".

Zitate

Verlässlich ist nur, was du nicht machst, sondern entgegennimmst.

So viel Kraft, jemanden zu schonen, habe ich nicht.

Der schönste Irrtum ist der Glaube, dass es für alles einen Ausdruck gebe.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Eine Frau und ein Mann gehen ein Briefabenteuer ein, das nur deshalb sein darf, weil es aussichtslos ist: Ihre Briefe bleiben Hängebrücken über einen Abgrund namens Wirklichkeit. Ein bewegender, lebenskluger, ja aufregender Roman über die Liebe.

Gedanken zum Buch

Starte nun doch damit, obwohl diese gewisse Thematik-Ähnlichkeit mich weiterhin ein wenig voreigenommen macht. "Alle sieben Wellen" von Glattauer lassen grüßen?

Zitate

Claudia Maralik

Inhaltsangabe

Muttersohn.jpgWOVON HANDELT DIESER ROMAN? Es ist leichter zu sagen, wovon er nicht handelt. Er handelt von 1937 bis 2008, kommt nicht aus ohne Augustin, Seuse, Jakob Böhme und Swedenborg, handelt aber vor allem von Anton Percy Schlugen. Seine Mutter Josefine, Fini genannt, ist Schneiderin; sie lebt, auch als sie mit einem Mann zusammenlebt, allein. Jahrelang schreibt sie Briefe an Ewald Kainz, der... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Nun ja... was soll man zu einem Buch sagen, das mach nach 70 Seiten abgebrochen hat....?????
Martin Walser hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben: "Ein liebender Mann" .... umso mehr hab ich mich über dieses Geschenk gefreut... leider war die Enttäus... | ... weiterlesen

Zitate

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Martin Walser verwandelt das Leben in Literatur. Stets werden seine Romane für autobiographisch gehalten, selten zu Recht.

Gedanken zum Buch

Sehr feine Einblicke werden hier geboten - vom Meister himself. Eben ein Tagebuch, teilweise wirr, teilweise Skizzen für Bücher und Triviales, Direktes Unverblümtes. Wunderbar.

Zitate

Test

Seite 1

Selbst beim Sprechen scheint sie immer zu lachen, eine Dauerfröhlichkeit von großer Eindringlichkeit.

Ich habe mich ihr in zehn Minuten zweimal vorgestellt. Das ist peinlich.

... es ist doch für das Leben völlig sinnlos, ob etwas wahr oder falsch oder Lüge ist ...

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Was wir hinter uns gelassen haben: Rechtfertigung überhaupt von, sagen wir, oben zu erwarten. Heute genügt es, dass es einem gut geht, dann ist sein Rechtfertigungsbedarf schon gedeckt.

Gedanken zum Buch

Walser bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Seine Betrachtungen sind ungewöhnlich und deswegen spannend. Zitat Nr. 3 ist ganz speziell. Schade, dass es nur 103 Seiten hat! Kein leichts Buch für Zwischendurch, auch aus dem Zauberberg wird zitiert. Walser gibt Einblick in Bücher,... | ... weiterlesen

Zitate

... unser Gesetz ist die grundsätzliche Außerkraftsetzung alles menschlichen Erfahrens, Wissens, Habens und Tuns. Nichts Menschliches bleibt übrig ...

Jeder kann heute beurteilen, ob ihm (in seinem Leben) Recht oder Unrecht geschieht, er fühlt sich im Recht. Dass er sagen kann, ihm geschehe Unrecht, zeigt ja, dass er sich im Recht fühlt. Je mehr dir Unrecht geschieht, dest mehr fü... | ... weiterlesen

Noch immer ist über wichtiger als mit. Das soll in diesem Seminar erprobt werden: nicht über den Zarathustra, sondern mit ihm soll ge... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Goethe und Eckermann, die Geschichte einer Abhängigkeit: Aus Ergebenheit, Verehrung und Liebe tut Eckermann alles Goethe zuliebe. Goethe zuliebe heiratet er fast nicht, schreibt er Verse, die in seiner Generation antiquiert wirken; nach Goethes Tod macht er über zwanzig Jahre lang weiter in seinem Goethe-Dienst. Die Innigkeit, mit der er sich und seine Zeit versäumt, macht aus ihm eine tragischkomische, aber liebenswürdige Figur; und eine Figur, die viel aussagt über das Verhältnis von deutsc... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Dieses schmale Büchlein nähert sich der Frage, was man alles bereit ist aufzugeben, oder nicht zu tun, nur um jemanden nahe zu sein.
Weiters ist hier ein zeitliche Parallelität zu "Ein liebender Mann" festzuhalten. Wie geht Goethes Umgebung mit Goethes irrsinnigen V... | ... weiterlesen

Zitate

Alte wollen, was Jüngere wollen. Kriegen's nur nicht.

Goethe: Wie Sie mir folgen, um mir dann vorauszueilen ... das ist ängstigend! Eckermann, Eckermann, weichen Sie! Von Ihnen könnte ich abhängig werden!

Gestern sollte ich Ihnen das gebracht haben. Und jetzt ist schon wieder heute.

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