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Juri Rytcheu

Traum im Polarnebel

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Do, 21/05/2009 - 17:57
Inhaltsangabe

Von Enmyn, der Tschuktschensiedlung an der Nordostküste Sibiriens, bis zur nächsten Krankenstation sind es dreißig Tage Fußmarsch durch die Polarkälte der Tundra. Dem schwerverletzten und halb ohnmächtigen Kanadier John MacLennan bleibt nichts anderes übrig, als sich drei »wilden und ungewaschenen« Tschuktschen anzuvertrauen, die ihn auf einem Hundeschlitten zum rettenden Arzt bringen wollen. Unterwegs befällt ihn der Wundbrand. In letzter Not kann ihm die Schamanin Kelena die Finger beider Hände amputieren und rettet ihm so das Leben. Als er zur Küste zurückkehrt, ist sein Schiff, das dort auf ihn warten sollte, längst in See gestochen. Widerwillig und der Verzweiflung nahe, richtet er sich auf einen Winter im eisigsten Winkel Asiens unter den Tschuktschen ein. Mühsam gewinnt er das Vertrauen seiner neuen Landsleute und gründet eine Familie. MacLennan wird zum Lygorawetljan, zum »echten Menschen«, wie sich die Tschuktschen selber nennen. Aus einem Winter wird ein ganzes Leben.

Meine Gedanken zum Buch:

Auch eines der Bücher, die mich sehr berührt haben. Abgeschnitten von der Zivilisation und schwer verletzt muss sich der Kanadier John MacLennan voll auf die "Wilden" verlassen. Er erkennt schnell, dass diese Menschen ihm helfen können und dies auch wollen. Er lebt sich so bei ihnen ein, dass er am Ende garnicht mehr in seine Welt zurück will.

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