Hermann Hesse

Claudia Maralik

Inhaltsangabe

Der_Steppenwolf.jpg"Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf"

Gedanken zum Buch

Harry Haller, genannt der Steppenwolf... man könnte auch sagen: Harry Haller, der Zerissene.... so kommt es mir nämlich vor.
Harry ist ein eigenartiger Mann. Sehr ruhig, in sich gekehrt....... eine Persönlichkeit, die immer am Schwanken ist.
Auf der einen Seite ist da d... | ... weiterlesen

Zitate

Claudia Maralik

Inhaltsangabe

Winter_hesse.jpg"Es gibt in der weiten Welt nichts Unsichtbareres, Edleres und Schöneres als die Hochgebirgssonne im Winter. Von Schnee und Eis und Stein zurückgeworfen, spielt Licht und Wärme schwelgerisch in den unbeschreiblich durchsichtigen winterklaren Lüften - ein Licht und ein Strahlen feiner, zarter, trockner Wärme, von dem das Tiefland auch in den glänzendsten Tagen keine Ahnung hat.... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Dieses kleine Büchlein ist eine wunderbare Zusammenstellung aus Gedichte, Erzählungen und Auszügen aus vergangenen Werken von Hermann Hesse.
Aufgelockert durch die Abblidung diverser Aquarelle bildet dieser grade mal 117 Seiten lange Band eine sehr harmonische Mischung und wi... | ... weiterlesen

Zitate

tedesca

Inhaltsangabe

Demian.jpgHermann Hesses Erzählung Demian, entstanden 1917 und erst zwei Jahre später unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, "um die Jugend nicht durch den bekannten Namen eines alten Onkels abzuschrecken", hatte- wie Thomas Mann in seinem Vorwort zur amerikanischen Ausgabe des Buches berichtet- auf die junge Generation nach dem ersten Weltkrieg "eine elektrisierende Wirkung und traf mit unheiml... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

"Demian" habe ich, wie so gut wie alle anderen Romane von Hesse, vor ziemlich genau 30 Jahren das erste Mal gelesen und mir wohl damals vieles für mich selbst rausgeholt, das auch heute noch Gültigkeit hat. Leider sind etliche der alten Suhrkamp-Ausgaben über die Jahre ve... | ... weiterlesen

Zitate

Uns allen sind die Herkünfte gemeinsam, die Mütter, wir alle kommen aus demselben Schlunde; aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenen Ziele zu. Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur s... | ... weiterlesen

Ach, das weiß ich heute: nichts auf der Welt ist dem Menschen mehr zuwider, als den Weg zu gehen, der ihn zu sich selber fürht!

Aber ich meine, wir sollenAlles verehren und heilig halten, die ganze Welt, nicht bloß diese künstlich abgetrennte, offzizielle Hälfte! Also müssen wir dann neben dem Gottesdienst auch einen Teufelsdienst haben. Das fände... | ... weiterlesen

Sylli

Inhaltsangabe

Der biedere Beamte und treusorgende Familienvater Friedrich Klein ist mit gefälschten Papieren und unterschlagenem Geld auf der Flucht. In Italien lebt er, verfolgt von den Gedanken an sein Verbrechen in einem fortwährenden Albtraum aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Daran ändern auch verschiedene Geselligkeiten, die Klein aufsucht und seine Bekanntschaft mit der Tänzerin Teresina nichts. Gefangen in seiner eigenen Welt, treibt er dem Untergang entgegen.

Gedanken zum Buch

Worin die schwere Schuld besteht, die Friedrich Klein auf sich geladen haben soll, kommt nicht klar zur Sprache. Ob er seine Familie nach einer kriminellen Amtshandlung einfach verlassen oder eine Bluttat begangen hat, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Der Bezug zum zweiten Titelhel... | ... weiterlesen

Zitate

"Nichts in der Welt war zu fürchten, nichts war schrecklich -  nur im Wahn machten wir uns all diese Furcht, all dies Leid, nur in unsrer eignen, geängsteten Seele entstand Gut und Böse, Wert und Unwert, Begehren und Furch... | ... weiterlesen

Sylli

Inhaltsangabe

Der Maler Johann Veraguth und seine Frau Adele haben sich während langer Ehejahre entfremdet und leben nur noch wegen ihres jüngsten Sohnes Pierre gemeinsam auf Roßhalde.
Auf Drängen eines Freundes will der Künstler seine Familie schließlich doch für immer verlassen, um wieder ein freies Leben führen zu können. Er schmiedet bereits Reisepläne, als Pierre schwer erkrankt.

Gedanken zum Buch

Anfangs hat mir das Buch nicht sonderlich gefallen, vor allem war mir nicht klar, warum die Eheleute so unglücklich miteinander sind. Johann Veraguth scheint recht umgänglich zu sein, ist außerdem als Maler sehr erfolgreich und die Familie könnte ein sorgenfreies und unbeschw... | ... weiterlesen

Zitate

Sylli

Inhaltsangabe

Der Ich-Erzähler Kuhn (dessen Vornamen der Leser nicht erfährt) ist ein mittelmäßiger Geiger und Opernkomponist. Durch einen Unfall in der Jugend leidet er zudem an einer leichten Gehbehinderung und findet durch sein zurückhaltendes und schüchternes Wesen auch nur wenig Anklang beim weiblichen Geschlecht. Seine tiefe Zuneigung zur schönen Gertrud Imthor bleibt - wie nicht anders zu erwarten - ebenfalls unerwidert, da sie, wie so viele Frauen vor ihr, dem Charme von Kuhns Freund, dem Opernsäng... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Bei mir hat Hesse in diesem Fall als Meister der detailgetreuen Darstellung verschiedener Szenen gepunktet, die man nicht nur bildhaft vor sich sieht, sondern denen man auch ein spezielles Gefühl zuzuordnen vermag, so als hätte man sie selber erlebt. So etwa das Gefühl von Freude u... | ... weiterlesen

Zitate

Sylli

Inhaltsangabe

In der fiktiven Provinz Kastalien sorgt der Orden der Glasperlenspieler für die Ausbildung einer geistigen Elitetruppe, deren Mitglieder nach Beendigung ihrer Studien entweder im Orden (der einem katholischen Kloster sehr ähnelt) verbleiben oder das Wissen zum Wohle aller Menschen in die Welt hinaustragen. Das Glasperlenspiel ist ein Spiel mit den Werten und dem Wissen aller Kulturen und nur die Besten des Ordens bringen es darin zur Meisterschaft. Der 12jährige Josef Knecht findet auf Empfeh... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Als begeisterte Hesse-Leserin muss ich gestehen, dass mich das Alterswerk des Meisters doch einigermaßen angestrengt hat. So habe ich ungewöhnlich lange gebraucht, um mich mit Stil und Thema einigermaßen anzufreunden. Die äußerst gehobene Sprache und dazu der sperrige Inhalt haben mir einiges an... | ... weiterlesen

Zitate

Yvonne Bader

Inhaltsangabe

" Siddharta sagt, er glaubt nicht recht an alle Lehren, weder die der Brahmanen noch die Buddhas und der Asketen, denn alle diese Lehren seien in Worte gefaßt und ruhen auf Worten. Er aber sei überzeugt, daß alles Denken durch Worte nur leide und entstellt werde; das richtige, echte, wesenhafte Denken gehe ohne Worte, ohne Abstraktionen und sei schöpferisch, es bedürfe darum auch der Mitteilung nicht, sondern sei in sich selbst begnügt wie die Sonne im Ausstrahlen." ( Zitat: S. 141)

Gedanken zum Buch

Ja, gute Frage, was hat mir besonders gefallen....angelehnt an die angenommene Existenz eines morphogenetischen Feldes, zähle ich Hermann Hesse zu einem meiner "geistigen Väter".....ich liebe diese Geschichte, weil sie so unendlich viel Wahres in sich birgt und sie ist fü... | ... weiterlesen

Zitate

" Gewiß,viele Verse der heiligen Bücher, zumal in den Upanishaden des Samaveda, sprachen von diesem Innersten und Letzten, herrliche Verse.>>Deine Seele ist die ganze Welt<<, stand da geschrieben, und geschrieben stand,... | ... weiterlesen

" Die Erzählung vom Brahmanensohn Siddharta verwendet legendäre Elemente aus dem Leben Buddhas ( ca. 560-480v.Chr.; Siddharta=>>der sein Ziel erreicht hat<< war der Vorname des historischen Buddha) und zeigt die Wege und... | ... weiterlesen

...." Ich suchte das zu ergründen, was allen Konfessionen und allen menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist, was über allen nationalen Verschiedenheiten steht, was von jedem Einzelnen geglaubt und verehrt werden kann... | ... weiterlesen

Michael Hausmann

Inhaltsangabe

Narziss, der ernsthafte, Goldmund, der neugierige Künstler. Die Freundschaft der beiden sehr verschiedenen Wesen ergänzt sich zur Vollkommenheit.
Die Vergeistigung alleine ist Goldmund zu wenig, strebt nach Sinnlichkeit, Narziss sucht seine Erfüllung in der Askese.

Gedanken zum Buch

Hesse schreibt in wunderschönen Bildern, ein Traum von einem Buch.
Lehrreich, spannend, fordernd.

Zitate

Goldmund öffnete die Augen, aus Traumwäldern zurückkommend. Sein Kopf lag weich, er lag im Schoß einer Frau, in seine verschlafenen, verwunderten Augen blickten fremde nahe Augen warm und braun....

"....Du hast von den >Urbildern< gesprochen, von Bildern also,  die nirgends vorhanden sind als im schöpferischen Geist, die aber in der Materie verwirklicht und sichtbar gemacht werden können. Lang ehe eine Kunstgestalt... | ... weiterlesen

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