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Henning Mankell

Die italienischen Schuhe

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 09/05/2011 - 10:08
Inhaltsangabe

Fredrik Welin, ehemaliger Chirurg, lebt allein auf einer kleinen Insel in den Schären. Ihm ist etwas widerfahren, was er nur "die Katastrophe" nennt, und er glaubt, mit dem Leben abgeschlossen zu haben. Da steht eines Morgens Harriet vor ihm, die er einmal sehr geliebt und dann trotzdem verlassen hat. Sie ist schwerkrank, deshalb soll er ihr eine letzte Bitte erfüllen.

Meine Gedanken zum Buch:

O weh.... das war vielleicht zäh....
Bei Mankell eigentlich kaum vorstellbar..... auch zu meiner Verwunderung hat sich dieser Roman in alle Ewigkeit gezogen.
Vielleicht habe ich den "Bestseller" darin nicht erkannt.
Vielleicht war es auch einfach die falsche Wahl zur falschen Zeit.
 
"Die italienischen Schuhe" ist ein sehr stilles, schlichtes aber auch bewegendes Buch. Es ist ein bisschen Liebesroman, ein bisschen Drama und auch vielleicht ein bisschen "Lehrbuch".
Ein Roman über Gefühle, verpasste Gelegenheiten, falsche Entscheidungen, Einsamkeit und auch über das Alter.
 
Leider habe ich nie so richtig in die Geschichte gefunden. Das Lesen war so bedrückend und langatmig, ich hatte fast das Gefühl von der Schwere und Melancholie erdrückt zu werden. Für mich waren es 365 sehr mühevolle Seiten.
Schade, es tut mir fast in bisschen Leid um das Buch, aber Mankell hat es leider nicht geschafft mich zu erreichen. Die Schwerfälligkeit und Traurigkeit der Worte haben für mich den Inhalt einfach überschattet.
Weniger ist oft mehr!!!

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Der Chronist der Winde

Bild von Michaela Wrumec
Verfasst von green bookreader Michaela Wrumec am Mo, 02/08/2010 - 08:35
Inhaltsangabe

"Man kann fliegen, ohne sichtbare Flügel zu haben."
Nelio, ein zehnjähriges Straßenkind, erzählt um sein Leben. Er liegt mit einer Schußwunde auf dem Dach eines afrikanischen Hauses und weiß, daß er sterben wird, sobald seine Geschichte zu Ende ist.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderes Buch, das mich sehr berührt hat. José Antonio Maria Vaz erzählt die Geschichte des kleinen Straßenjungen Nelio. Nelio hat trotz seines jungen Alters von zehn Jahren schon sehr viel erleben müssen. Nach einem brutalen Überfall auf das Dorf, in dem er geboren wurde, flieht er, irrt ziellos umher, bis er in einer Stadt so etwas wie ein Zuhause findet... Die Art, wie seine Geschichte erzählt wird, hat mich ein bisschen an "Der kleine Prinz" erinnert. Vieles regt sehr zum Nachdenken an.

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Die Rückkehr des Tanzlehrers

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Fr, 23/10/2009 - 19:02
Inhaltsangabe

Stefan Lindmann, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt an einem Tag gleich zwei schlechte Nachrichten. Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor, Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindmann hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde - ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht.

Meine Gedanken zum Buch:

Durch dieses Buch habe ich mich etwas gequält. Warum? Nun, es wird nie richtig spannend und der dramatische Anfang, der spontan abbricht, findet an keiner Stelle wieder in die Handlung hinein. Es ist auch schon nach ca. 100 Seiten ziemlich gelöst (das ganze Buch hat 503). Das Motiv ist völlig banal um nicht zu sagen nicht vorhanden. Der Mörder, in deren Perspektive der Leser manchmal eintaucht (gutes Stilmittel) bleibt auch eher schemenhaft und unklar.
Aber trotzdem wartet man bis zum Ende auf einen Hammer, der aber nicht kommt. Keine nähere Erklärung zu den Tanzschritten aus Blut. Der Roman will blutrünstig wirken, scheinbar traut sich Mankell jedoch selbst nicht zu,seine nicht üblen Ansätze konsequent zu Ende zu schreiben. Oft bleibt man nur mit einer Ahnung der Brutalität alleine. Es fehlt dem Buch die Tiefe.
Weiters werden immer wieder Zusammenfassungen nach nur wenigen Seiten gegeben, für den schnellen Leser nicht notwendig. Oder wollte Mankell sich immer wieder in seinem eigenen Buch orientieren?
Einige banale und unnötige Sätze gefällig?
"Dann hob er die Waffe und trat ein. Er entdeckte sie zu spät."
S 476
"Sie hat nur die Wahl, zu fliehen oder aufzugeben. Und sie hat nicht aufgegeben."
S 475
Trivialliteratur?

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Die rote Antilope

Bild von erna steinhuber
Verfasst von grey bookreader erna steinhuber am Do, 10/09/2009 - 23:11
Inhaltsangabe

Henning Mankell ist bei uns vor allem als Autor düsterer Kriminalromane bekannt. In diesem neuen Roman widmet sich der in Mosambique lebende Schwede seinem zweiten großen Thema: Afrika.
"Die rote Antilope" erzählt, wie Henning Mankell in seinem Nachwort schreibt, von dem "was hätte geschehen können". Durchaus denkbar, dass sich ein junger Schwede ohne Talente 1877 nach Kapstadt einschiffte, um seinem mittelmäßigen Leben einen Sinn zu geben. Hans Bengler hat den Vorsatz, in Afrika ein unbekanntes Insekt zu entdecken und damit unsterblich zu werden. Doch er kehrt nicht nur mit einem Koffer toter Insekten sondern auch in Begleitung eines kleinen Jungen in sein Heimatland zurück. Das Kind - Bengler nennt es Daniel - hat ein Massaker überlebt, das deutsche Marodeure an seiner Sippe verübt haben.
Mit den besten Vorsätzen nimmt Bengler den Jungen an Sohnes statt an. Doch Daniel muss als Anschauungsobjekt auf Benglers Vortragsreise durch die schwedische Provinz herhalten. Als sein Pflegevater mit dem Gesetz in Konflikt gerät, kommt Daniel zu einem kinderlosen Bauernpaar. In der streng protestantischen Gemeinde soll er zum Christentum bekehrt werden. Angeregt durch die bibllische Geschichte beschließt er zu lernen, wie Jesus auf dem Wasser zu gehen, um über das Meer nach Afrika zurückzukehren. Denn Daniel hat in der Fremde nur ein Ziel vor Augen: den Auftrag seines Vaters zu erfüllen und die von diesem begonnene Felszeichnung, die dem Roman den Titel gibt, zu vollenden.

Meine Gedanken zum Buch:

Die rote Antilope ist ein trauriges und nachdenklich stimmendes Buch. Ich habe  mit Daniel mitgefühlt  und bis zur letzte Seite gehofft, dass er seinen Auftrag, die Antilope fertigzuzeichnen, erfüllen kann.
Die Schreibweise von Mankell fesselt mich immer wieder und man merkt auch in diesem Buch, dass er sich in die  Mentalität und Lebensweise der Menschen in seiner afrikanischen Wahlheimat sehr gut hineindenken kann.

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Der Chinese

Bild von resch.al
Verfasst von white bookreader resch.al am Sa, 23/08/2008 - 13:59
Inhaltsangabe

Im Jahr der Olymischen Spiele in Peking legt Henning Mankell diesen spannenden internationalen Thriller vor. Er zeigt ein China zwischen Fiktion und Realität und wirft Fragen auf, die mitten in die aktuelle Diskussion zielen. Was geschieht, wenn ein Land zur wirtschaftlichen Supermacht aufsteigt, während im Inneren ein System politischer Unterdrückung herrscht? Welche Konsequenzen hat Chinas Engagement in Afrika und was wird aus den Menschen als Spielball dieser Politik?

In einem frostigen Jannuartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine grausige Entdeckung. In einem kleinen Dorf ist ein Massaker begangen worden. Achtzehn Menschen wurden auf bestialische Weise getötet.
Die Polizei vermutet die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Brigitta Roslin von der Tat liest, wird ihr sofort klar, dass ihre Adoptiveltern August und Britta Andren unter den Opfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Am Tatort hat die Polizei ein rotes Seidenbabd gefunden. Durch einen Zufall entdeckt Brigitta Roslin, dass das Band von einer Lampe in einem Chinarestaurant in Hudiksvall stammt. Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt selbst zu recherchieren ....
Der packende Thriller führt die Leser vom modernen Schweden in das Amerika des 19. Jhts, in das heutige China und bis nach Afrika.

Meine Gedanken zum Buch:

Dies ist mein erster Mankell. Ich habe auch relativ wenig Erfahrung mit Krimis, spannenden Thrillern usw.
Die Geschichte hat mich gefesselt, ich habe sie regelrecht verschlungen. Ich fand die Geschichte interessant, spannend und gut recherchiert. Der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Handlungsorten und Zeiten ist ja ein beliebtes Stilmittel, das Mankell gut einsetzt. Seine bildhaften Beschreibungen der Personen und deren Charakterzuegen hat mich besonders angesprochen. Z.B. der Arbeitsalltag der Maenner beim Eisenbahnbau im Amerika des 19. Jhdts., die Qualen und brutalen Erniedrigungen haben mich betroffen gemacht. Parallel dazu wird dir der der Alltag der kleinen Leute im modernen China in Erinnerung gerufen. Haben die Chinesen etwas aus den bedrueckenden Schicksalen ihrer Landsleute in der Fremde der Vergangenheit gelernt? Machen sie es heute besser? Welchen Wert hat ein Menschenleben in China?
Der Roman stellt doch einige hintergruendige Fragen, die nicht so mirnichts dirnichts zu beantworten sind.
Oder die kleine Nebenhandlung der Beziehungskrise zwischen der Richterin Britta  Roslin und ihrem Mann. Sehr realistisch erzaehlt und beschrieben.
Einge der Charaktere haben mir wieder einmal vor Augen gefuehrt, wie unterschiedlich Menschen sind, wie unterschiedlich Menschen denken und handeln, wie unterschiedlich die Ziele von uns Menschen sind.
Resuemee
Buch gut! Lesen!

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Die fünfte Frau

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Di, 20/11/2007 - 21:23
Inhaltsangabe

Kurt Wallander steht auch diesmal wieder vor einem Rätsel. Diesmal hat er eine Reihe von besonders grausamen Morden aufzuklären.
drei Männer werden auf besonders grausame Weise ermordet und es sieht so aus, als handele es sich um ein und denselben Täter. Kommissar Kurt Wallander und seine Kollegen verfolgen eine Reihe von Spuren, aber sie tappen lange Zeit im Dunkeln. Erst als Wallander vermutet, dass nicht ein Mann, sondern eine Frau die Morde durchgeführt hat, kommt Bewegung in die Aufklärung der Mordserie...

Meine Gedanken zum Buch:

Ich muß sagen, dass mir die Wallander-Krimis gefallen. Ich habe doch einige gelesen, natürlich sind bessere und schlechtere unter ihnen.
Wallander versteht aber den Leser zu fesseln, das fasziniert mich immer wieder. Ich finde die Wallander Krimis einfach unterhaltend, ein echtes Urlaubsbuch zum Entspannen. Bei der "Fünften Frau" wird einem gewiß nicht fad!

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