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Gioconda Belli

Unendlichkeit in ihrer Hand

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/09/2009 - 09:17
Inhaltsangabe

Auf einmal ist er da und weiß nicht, woher er kam: Adam beginnt sein Leben als zufriedener Mensch. Erst Eva bringt Fragen mit, Neugier und die fatale Sehnsucht nach mehr. Und plötzlich ist alles anders. Wie fühlt es sich an, die Schönheit und den Schmerz der Welt völlig neu zu entdecken - und auch das Begehren zwischen Mann und Frau? Kühn, poetisch und sinnlich fühlt Gioconda Belli sich ins Drama des ersten Paares ein und setzt der Schöpfungsgeschichte einen neuen Anfang.

Meine Gedanken zum Buch:

In der für sie typischen, sehr weiblichen Sprache beschreibt Gioconda Belli die Schöpfungsgeschichte, ausgehend von Adam, der nach dem Abbild Gottes (Elohim) geschaffen wurde und aus dessen Innerem Eva entsprang.
Eva, als treibende Kraft, die eine Entscheidung trifft. Die sich dagegen verwehrt, ihren Daseinszweck in der Kontemplation der Ewigkeit zu sehen, die das Angebot der Schlange, ein frei denkender Mensch zu sein, annimmt. Sicher ohne zu ahnen, welche Konsequenzen diese Entscheidung mit sich bringt, greift sie zur Frucht der Erkenntnis und überzeugt auch Adam davon, den Schritt in die Welt des Wissens um Gut und Böse zu wagen.
Belli erzählt, wie die beiden es schaffen, in dieser für sie so fremden und grausamen Welt zu überleben. Wie sie sich selbst als Mann und Frau erkennen, wie Adam das Töten entdeckt und die ersten Menschen geboren werden. Vier Kinder, drei davon schön und stark, das vierte fast affengleich. Kain tötet Abel und zieht mit seiner Schwester in ein fernes Land, Aklia verlässt die Eltern, um mit einem Stamm Gorillas eine neue Menschenrasse zu begründen.
Das Buch besticht durch seine weibliche Sicht der Dinge. Eva, die nicht die Schuldige ist, sondern das notwendige Werkzeug, um Gottes Plan durchzuführen. Wunderschön beschreibt Belli, wie Mann und Frau sich unterschiedlich entwickeln, auf ganz eigene Weise mit dem Leben und seinen Herausforderungen umgehen, zwei voneinander unabhängige Wesen entstehen, die doch nicht ohne einander leben können. Sie entdecken den Schmerz, aber zugleich erkennen sie auch die Schönheit, sie hungern und frieren, entdecken jedoch die Liebe in ihrer innigsten Form.
 
 

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In der Farbe des Morgens. Gedichte

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 12/03/2008 - 12:08
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Eine Auswahl von Gedichten - erotisch, politisch, persönlich.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine schöne Auswahl an Gedichten - zum Teil zweisprachig - die das Leben der Autorin aus jedem Blickwinkel dokumentieren.

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Feuerwerk in meinem Hafen. Apogeo

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 12/03/2008 - 12:01
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Apogeo. Höhepunkt. Gioconda Bellis neue Gedichte feiern den Zenith im Leben einer Frau, jene besondere Zeit, in der körperliche Schönheit zusammenfällt mit der Weisheit und Reife des Intellekts. Achtundfünfzig Gedichte einer Autorin, die für viele ein neues Bild der selbstbewußten Frau verkörpert, die mit politischer Haltung und poetischer Kraft ihr literarisches Werk gestaltet, "Spuren in ihrer Zeit hinterläßt". Für die nicaraguanische Autorin ist dieser Gedichtband eine poetische Bestandsaufnahme ihres Lebensalters, ihrer Lieben, ihrer Leidenschaften, ihrer Sinnlichkeit.

Meine Gedanken zum Buch:

Gioconda Bellis Gedichte aus den Jahren 1987-97 sind ehrlich, humorvoll und sinnlich.
Diese zweisprachige Ausgabe ist ein besonderes Zucker für alle, die Spanisch schon gut sprechen oder noch lernen.

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Wenn Du mich lieben willst

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 12/03/2008 - 11:57
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Die Gedichte Gioconda Bellis sind provokativ, nicht weil sie Unrecht demaskieren, sondern weil sie – mit ebenso frivoler wie pathetischer Geste – ein explizit als weiblich ausgewiesenes Lustempfinden zur Schau stellen. Der politische Freiheitskampf und die Liebe zwischen Mann und Frau verschmelzen zur leidenschaftlichen Einheit. Wer von Liebe spricht, sollte die Gedichte Gioconda Bellis kennen.

Meine Gedanken zum Buch:

Wunderschöne Lyrik, von einer leidenschaftlichen Frau geschrieben, die in jeder Hinsich viel erlebt hat. Auch für Leute wie mich, die nicht unbedingt auf Lyrik stehen, ein Erlebnis.

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Waslala

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 10/03/2008 - 13:03
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Faraguas, eine vergessene Welt am Amazonas -- von Machtkämpfen gebeutelt, von der zivilisierten Welt nur noch als Sauerstoffreserve und Müllabladestätte wahrgenommen. In einem Haus am Fluss lebt Melisandra mit ihrem Großvater, der einst dabei war, als das sagenumwobene Waslala gegründet wurde. Waslala -- ein Ort, den man nicht so einfach findet, ein Mythos von einer besseren Welt, ein Riss in der Zeit. Auch Melisandras Eltern hatten sich aufgemacht, dieses Land zu suchen, und waren nie zurückgekehrt nun will auch sie selbst sich diesen Lebenstraum erfüllen, auch wenn sie dazu ihren Großvater alleine lassen muss. Noch dazu wird sie nicht allein sein bei ihrer Suche -- Raphael, ein Journalist aus der Zivilisation, will einen Bericht über Waslala machen. Aber nicht nur das -- er ist auch auf der Suche nach Philin, einer neuen Wunderdroge, die in der Nähe von Waslala angepflanzt wird. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg -- und bleiben auf einmal bei Engracia, die den Müllhandel organisiert hat. Alles, was von der westlichen Welt weggeworfen wird, landet hier, wird auf weitere Verwendbarkeit geprüft. Und obwohl sie von den Escada-Brüdern, ihrern Gegenspielern, dafür nur Spott und Hohn ernten, versuchen sie, daraus ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Prinzip der Escada-Brüder lautet: Teile und herrsche. Sie schüren die Bandenkriege, für die sie auch die passende Munition liefern. Sie bitten Melissandra und Raphael an, sie bei der Suche zu unterstützen -- eine Falle, wie Melissandra vermutet. Denn was kann für die Escada-Brüder schlimmer sein als die Gewißheit, dass die Utopie eines Staates, dessen Prinzipien auf Gleichheit und Gemeinschaft stützen, bestätigt zu sehen? Dass ihre Vermutung richtig ist, bestätigt sich, als sie gefangengenommen wird. Raphael, mit dem sie in den letzten Wochen ein inniges Liebesverhältnis aufgebaut hat, war gerade unterwegs -- um mit Phinin die Leiden Engracias und einiger Muchachos zu retten. Diese hatten die nötige Vorsicht beim Umgang mit angeliefertem Müll außer acht gelassen, hatten sich voll Freude über das phosphorizierende Leuchten mit radioktavem Pulver bemalt und somit ihr Todesurteil unterschrieben.
Eine erschreckende Vision, die hier gezeigt wird. Auf der einen Seite die überentwickelte westliche Welt, die gedruckte Bücher nur noch aus Erinnerungen kennt, die unzählige Möglichkeiten der Kommunikation kennt -- und andererseits die Menschen, die aus dem Müll dieser Welt leben. Wie es ja auch heute schon ist -- nur ein wenig dramatischer dargestellt. Doch es gibt diesen Traum einer Gesellschaft, in der Gewalt keine Heimat hat, ein Traum, der viele Menschen dazu bringt, weiterzumachen.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine politische Utopie, so wie sie in Südamerika und speziell Nicaragua - Bellis Heimatland - einmal sein könnte. Eine Anregung zum Träumen und Hoffen für die, die nur Unterdrückung, Armut und Diktatur kennen.
Ein gewaltiger Roman, bildhaft und dramatisch, wie es nur die Lateinamerikaner beherrschen.

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Das Manuskript der Verführung

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 10/03/2008 - 12:54
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Eine Geschichte von Leid und Eifersucht, Liebe und Verzweiflung, Hoffnung und Verrat. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die 17-jährige Lucía in einer Klosterschule in Madrid. Ihr Leben verläuft recht eintönig, bis sie dem Historiker Manuel begegnet, der sofort von ihr fasziniert ist. Allzu ähnlich ist Lucía einer historischen Figur, die der Experte für die spanische Renaissance mit Besessenheit erforscht: Johanna die Wahnsinnige wird sie in den Geschichtsbüchern genannt, jene Königin, die Ende des 15. Jahrhunderts wegen legitimer Machtansprüche, leidenschaftlicher Liebe und Eifersucht bis zu ihrem Tod in der Festung von Tordesillas gefangengehalten wurde. Manuel weiß alles über Johanna. Was ihm fehlt, ist einzig die Innensicht auf die Gefühlswelt dieser außergewöhnlichen Frau. Dazu braucht er Lucía. Neugierig willigt das Mädchen ein und lässt sich bei heimlichen Treffen in seiner Wohnung von Manuels eindringlichen Erzählungen 500 Jahre zurückversetzen. So tief taucht sie in Johannas Persönlichkeit ein, dass deren Empfindungen zu ihren eigenen werden.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit hat vor allem die Geschichte von Johanna gut gefallen, die sehr detailliert recherchiert und erzählt ist. Da meine historischen Kenntnisse eher bescheiden sind, fand ich die Geschichte nicht nur berührend, sondern auch sehr lehrreich.
Die Parallelhandlung mit Lucía und Manuel verstärkt noch den Aspekt von Leidenschaft, Erotik und Liebe. Den Schluss der Geschichte fand ich dann doch etwas seltsam, aber das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen.

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Tochter des Vulkans

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 10/03/2008 - 12:45
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Sofia fühlt sich in ihrer Ehe mit dem patriarchalischen René buchstäblich eingesperrt. Er schneidet sie von jeglichem Kontakt mit der Außenwelt ab. Aber seine rebellische Frau weiß sich zu wehren. Ihr Wunschkind wird sie eines Tages bekommen, aber bestimmt nicht von diesem Mann!

Meine Gedanken zum Buch:

Eine schöne Geschichte über eine Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren eigenen Weg geht, und das in einem Land, in dem das Patrichat immer noch vorherrscht.
Nicht so beeindruckend wie "Bewohnte Frau", aber trotzdem lesenswerte (Frauen-)literatur.

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Die Blume und der Baum

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Verfasst von bookreaders team member Gabi Konrad am Di, 26/02/2008 - 08:28
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Eine Liebesgeschichte.
Die richtige Umarmung - das ist eine Kunst;
Wenn sie zu leicht ist, fehlt es an Innigkeit.
Wenn sie zu eng ist, nimmt sie die Luft zum Atmen. Gioconda Belli beschreibt mit ihrer Parabel das rechte Maß von Freiheit und Nähe zwischen Liebenden.

Meine Gedanken zum Buch:

Wunderschön und bildreich erzählt Gioconda Belli die Geschichte eines Pinienbaumes und seiner Liebe zu einer Bougainvillea. Die Liebe der Bougainvillea erdrückt und erstickt beinahe den Pinienbaum. Da er aber ein friedlicher Baum ist, möchte er sich nicht beklagen. Doch bevor der Pinienbaum stirbt, gibt es doch noch eine überraschende Wendung...
Barbara Steinitz, die sich intensiv mit Schattentheater beschäftigt hat, hat diese Parabel über das richtige Maß von Nähe und Freiheit in der Liebe kunstvoll illustriert.

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Zauber gegen die Kälte. Erotische Gedichte. Spanisch - Deutsch

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 20/02/2008 - 15:20
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Als die ersten erotischen Gedichte der jungen Gioconda Belli in der Tageszeitung "La Prensa" erschienen, verursachten sie im katholisch-strengen Nicaragua einen Skandal.
»In ihren Büchern ist es ihr immer gelungen, politisches und soziales Engagement in einer sinnlichen und weiblichen Sprache zu formulieren ... Sie ist eine außerordentlich schöne Frau. Eine zierliche Person unter viel dichtem, krausem Haar mit einem verlockenden Lächeln auf den Lippen, schönen Zähnen und dieser scharfen Falte im Mundwinkel ... sie las Gedichte, die etwa im Ton des Hohen Liedes von Salomon von einer einzigartigen Liebe erzählen, wollüstig, gierig alle Genüsse dieser Welt verheißend ...« (Annemarie Stoltenberg im "NDR")

Meine Gedanken zum Buch:

Gioconda Bellis lyrischer Stil ist unvergleichlich. Besonders in diesem Buch erotischer Gedichte beweist sie von neuem ihr feines Gespür für Sinnlichkeit, Metaphern, Exotik, Leidenschaft und Rebellion. In diesen Seiten zu schmökern bedeutet Eintauchen in eine völlig fremde Welt in surrender Schwüle und bunten Farben, zärtliche Gefühle und verführerische Erotik, ohne jemals in Banalität abzudriften.  (so gelesen bei amazon.de - besser könnt ich's auch nicht sagen!)

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Ich bin Sehnsucht - verkleidet als Frau. Gedichte. Zweisprachige Ausgabe

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 20/02/2008 - 15:17
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Geprägt von einer Leidenschaft, die alle Lebensbereiche von der Erotik bis zur Politik umfasst, sind diese Gedichte Gioconda Bellis erneut beredtes Zeugnis ihrer poetischen Kraft.

»Ich bin Sehnsucht – verkleidet als Frau« zeigt uns die Dichterin als reife Frau. Immer hat sie sich eingelassen auf das Leben, hat sich ergreifen lassen vom Schmerz und von der Freude, und so ist es auch hier: Ihre neuen Gedichte spiegeln die ganze Fülle von Empfindungen ihrer weiblichen Gegenwart, vom Abschiedsschmerz über Lust und Genuss bis hin zur Rebellion und der Gier nach dem Leben.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich bin wirklich kein großer Lyrikfan, muss ich zugeben, aber diese Gedichte und auch alle anderen von Gioconda Belli haben etwas, das mich zutiefst berührt.
Einerseits liebe ich die bildhafte Sprache, die nie ins Kitschige abgleitet und andererseits die unglaubliche Kraft und Authentizität dieser Gedichte, bei denen man spürt, das jedes aus dem Innersten dieser interessanten Frau mit ihrer beeindruckenden und bewegten Lebensgeschichte kommt.

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