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Fruttero

Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

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Verfasst von grey bookreader Riky am So, 24/08/2008 - 15:35
Inhaltsangabe

Im Flugzeug nach Venedig sehen sie sich zum ersten Mal, der Reisebegleiter Mr. Silvera, der einer bunt gemischten Reisegesellschaft die Schätze der Stadt zeigen soll, und die römische Principessa, die im Auftrag eines Auktionshauses zur Begutachtung einer venezianischen Gemäldesammlung unterwegs ist. Ein Lächeln von ihm und ein „Ah…“ bleibt ihr in angenehmer Erinnerung. Später trifft sie ihn unverhofft auf ihrem Rundgang durch Venedig. Er, der seine Reisegruppe aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Korfu begleitet, steht plötzlich vor ihr und zeigt ihr auf seine charmante, aber auch etwas unergründliche Art und Weise ein anderes Venedig. Vieles weiß er zu erzählen und zu zeigen. Auch wenn dieser Mr. Silvera ihr viele Antworten schuldig bleibt (immer wieder seine geheimnisvollen „Ah’s“), entsteht eine zärtliche Liebesbeziehung.

Jedoch wer oder was ist er wirklich? Woher wusste er, dass der Kreuzgang von Santo Stefano von Pordenone mit Fresken ausgemalt war und warum war er so überrascht, als er bemerkte, dass diese nicht mehr vorhanden sind, da sie bereits 1965 abgenommen worden sind? Auch bei der Begutachtung der Kunstsammlung tauchen immer wieder Fragen auf: Warum wusste er, dass das eine Bild eine Fälschung war, woher kannte er den auf diesem Bild Porträtierten? Findet hier ein Kunstbetrug statt, ist er darin involviert?

Der Höhepunkt findet bei einem feierlichen Dinner einer venezianischen Gesellschaft statt, dort beobachtet die Principessa, wie „ihr“ Mr. Silvera der Gastgeberin mehr Beachtung schenkt als ihr. Was hat er ihr Geheimnisvolles zu erzählen, dass die Herrin des Hauses auf all ihre anderen Gäste vergisst und …

Ende wird nicht verraten ….

Meine Gedanken zum Buch:

Der Roman ist in der Ich-Erzählform geschrieben, und zwar mit den Augen der Principessa, wobei am Anfang die Zeit des Mr. Silvera, die er alleine verbringt, so beschrieben wird, wie sie es annimmt. Es ist eine Liebesgeschichte ohne Kitsch, hat aber auch leichte Ansätze eines Krimis, ist geheimnisvoll und hat ein überaus überraschendes Ende. Das Buch überrascht mit einer feinsinnigen Sprache, die mich verleitet, immer wieder mal ein Kapital nochmals zu lesen. … und es spielt in Venedig, meiner Lieblingsstadt, und ich brauche nur die Augen zu schließen, um mit der Principessa und ihrem Mr. Silvera durch diese Stadt zu wandeln.

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