Elias Canetti

Sylli

Inhaltsangabe

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Der Autor reist in der 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts auf Einladung eines Freundes mit einem Filmteam nach Marrakesch. Da er selbst mit den Aufnahmen nichts zu tun hat, bleibt ihm viel Zeit die fremde Kultur zu erkunden.
Er besucht Viehmärkte und Basare, und es dauert eine Weile, bis er herausgefunden hat, was es mit den Rufen der... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Mich hat das schmale Bändchen mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen. Stilistisch hat es mich sehr angesprochen, vom Inhalt her konnte es mich jedoch nicht richtig begeistern. Sicher war die fremde Welt von Marrakesch für den Reisenden eine interessante, aber f... | ... weiterlesen

Zitate

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Umgarnte Hausbesitzerin möchte partout nicht vererben. Eine Hochzeit in der Nachbarwohnung artet in ein Liebesnest aus. Staunend liest man von den Gefühlen, die nicht nur den eigenen Partner betreffen. Schamlos werden (verbotene) Seilschaften offen zu Liebschaften. Die Gattin des Hausbesorgers stirbt. Drei Handlungsstränge, die unvereinbar scheinen. Canetti überzeugt mit spitzer Feder.

Gedanken zum Buch

Die ganz argen Sachen habe ich hier gar nicht zitiert. Schon sehr starker Tobak.
Canetti zeigt den Menschen wirklich dort, wo er sich anfängt. Neid, Missgunst ... aber auch Liebe, Begehren. Ziemlich grasser Zugang, dass Liebe ein austauschbares Gut ist und für jedermann und jederf... | ... weiterlesen

Zitate

Da nützt keinem seine Nase was, vor solchen Mauern scheißt der Wind in die Hosen, und was ein intelligenter Sturm ist, sagt gleich pardon. Ich bin so. Ich bleib so. Ich bin der Brautvater.

GALL: Wo hast du deine Alte heut?
ROSIG: Zu Haus gelassen. Eingesperrt. Soll nur schlafen, die alte Sau.

HORCH: Wer hat die sterbende Mutter satt? Pepi Kokosch!
TONI GILZ: Die derf net mitspüln.

Michael Hausmann

Inhaltsangabe

Dieses kleine Büchlein beinhaltet 50 satirische Beschreibungen äusserst skurriler und surrealer Personen. Da ist zum Beispiel von der "Tischtuchtollen" die Rede welche immer penibelst auf Sauberkeit achtet, vom "Leichenschmeichler", welcher über Verstorbene im Nachhinein stets nur gutes zu berichten weiss, von der Archäokratin, die sich nur für ausgegrabenen Sensationen erwärmt und und und... Erheiternde, mit höchster Brillanz geschriebene satirische Essays; Wie Bläschen in einem Glas Champag... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Erfrischend, wie Canetti mit Wörtern jongliert und nach ihrer Bezeichnung völlig surreale Charaktere zeichnet, die jedoch so weit gar nicht hergeholt sind. Fast zu jedem weiss ich die eine oder andere Person zu nennen mit einem ähnlichen Splein wie die auf Korn genommene. Manchmal auch ich selbst... | ... weiterlesen

Zitate

Die Archäokratin: "Über die Hohlköpfe, die sich auf Pyramiden verlassen, kann sie nur lächeln"

Die Silbernreine: "Worte passen nicht in jeden Mund, aus manchen springen sie zurück wie Kugeln."

Die Sultansüchtige leidet unter dem Verschwinden der Harems....

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