Daniel Kehlmann

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.

Gedanken zum Buch

Dies ist das aktuelle Buch, das die bookreaders gemeinsam, zur gleichen Zeit lesen werden. Zitate, eigene Meinungen und Tratsch ums Buch bitte einfach hier hinzuposten oder twitter facebook und Co bemühen. Bitte immer mit #tyll oder #parallellesen, dam... | ... weiterlesen

Zitate

F

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Daniel Kehlmann erzählt von drei Brüdern, die - jeder auf seine Weise - Betrüger, Heuchler, Fälscher sind.

Gedanken zum Buch

Wieder ein gutes Buch von Kehlmann. Was macht dieses Buch aus? Nun. Kehlmann kann Geschichten erzählen, ohne eine zeitliche Reihenfolge einzuhalten. Und als Leser sieht man immer deutlicher und am Ende exakt die ganze Story. Er überfordert nur scheinbar den Leser, er traut ihm zu, zu kombinieren... | ... weiterlesen

Zitate

Frag dich, das der, der du sein möchtest, tun würde. Und dann tu genau das.

Seite 184
Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Der Versicherungsangestellte Julian nutzt einen Schwimmunfall, um seinen Tod vorzutäuschen und sich davonzumachen. Noch einmal läßt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die immer wieder gescheiterten Versuche, der Mittelmäßigkeit zu entkommen. Nun, plötzlich, liegen verführerische neue Möglichkeiten vor ihm; er kann ganz von vorne beginnen.

Gedanken zum Buch

Absolut kein angenehmes Buch. Julian läuft immer wieder davon. Er möchte ganz weit weg - uns selbst das gelingt ihm nicht richtig. Ein absolut gut geschriebenes Buch. Kehlmann ist nicht das Überhirn, das alles weiß. Ich stolpere als Leser mit Julian durch sein verpfuschtes Leben. Ich bin Julian i... | ... weiterlesen

Zitate

Aus dem Garderobenspiegel sah ihn ein blasses, ihm nicht sehr ähnliches Gesicht an.

Mögen Ihre Beschwerden sich auflösen wie ein Irrtum. Ich verbleibe mit allen Grußformeln ...

Es kam immer wieder vor, daß er träumte, keinen Schlaf zu finden.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald erfüllt er Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht: Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders. Daniel Kehlmanns erstes Buch.

Gedanken zum Buch

Wo ist die Grenze zischen Mathematik und Magie. Gibt es da überhaupt eine Grenze oder gar keine/eine Verbindung? Führ Kehlmann liegt das sonnenklar auf der Hand. Diese Grenze gilt es zu überschreiten. Wann glaubt ein Magier an seine eigenen Tricks? Was geschieht über die Automatik hinaus, auf ein... | ... weiterlesen

Zitate

Sehr viele Blicke, die sich auf einen Punkt konzentrieren, kann man tatsächlich fühlen.

Es gibt geringere Ursachen für Alpträume als die Entdeckung, daß im Herz der Mathematik der Keim des Wahnsinns liegt.

Nur Idioten wagen die Behauptung, sie verstünden einen Menschen.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

wo_ist_carlos_montufar_0.jpgKlärende Stellungnahmen, die ganze Epochen beleuchten. Daniel Kehlmann ist eindeutig ein Leser nach Borges-Art: ein grandioser Überblicker.

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

Gedanken zum Buch

Kehlmann stellt sich mit diesem Buch auf die gleiche Stufe mit den Besten. Das mag großkotzig erscheinen, jedoch sind seine Betrachtungen äußerst wurzelnd und mindestens zwei der Bücher muss ich mir zulegen:
Kurt Vonnegut: Suche Traum, biete mich
Raymond Car... | ... weiterlesen

Zitate

Ehrlichkeit ist nur die raffinierteste Verkleidung der Lüge.

Vorwärts, fragt der Herr, verwirrt von diesem großen Dilemma der Kunst, wo sei denn das eigentlich? "Ich werde Ihnen ein großes Geheimnis verraten", antwortet Jacques. "Einen uralten Trick der Menschheit. Vorwä... | ... weiterlesen

Während der vorflaubertsche Autor ein räsonnierender und kommentierender, den Lese von der Seite anredender, dem Geschehen mit manchmal mehr und manchmal weniger Aufmerksamkeit folgender Begleider war, ist esein Nachfolger ein unerreichb... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

mahlers_zeit_0.jpgEines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Viele Jahre hat er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich unumstößlich Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt, damit die Grund... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Da wäre wohl mehr herauzuholen gewesen. Ein Juwel, aber ein etwas roher. Viele Möglichkeiten sehe ich aus diesem Stoff einen Riesenwälzer zu machen (im positiven Sinn). Kehlmann reduziert aber wie gewohnt, was bei diesem Stoffgebiet ein wenig dünn wirkt.
Aber Kehlmann ha... | ... weiterlesen

Zitate

Natur, was bedeutet das? Jedenfalls nicht Pflanzen, grüne Wälder, blumenbestreute Hügel, all dieser Kitsch. Natur, das heißt: Gesetze.

Während der Fahrt horchte er mißtrauisch auf die Schläge seines Herzens, die sich jetzt anfühlten und sich für immer anfühlen würden wie die Bewegungen eines unberechenbaren Gegners.

"Und du erwartest, daß ich das glaube?"
"Ehrlich gesagt, das ist mir egal."

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

reqiem_f__r_einen_Hund.jpgEin Stück lebendige Literatur, anregend und unterhaltsam, erzählerisch und philosophisch, heiter und ernst.

Gedanken zum Buch

Form des Büchleins ist ein Gespräch. Sehr interessante Betrachtungen zu Kehlmanns erschienenen Werken sowie darüber hinaus. In gewisser Weise Sekundärliteratur. Sehr gut.

Zitate

Es ist verstörend, daß Jesus von Nazareth nichts zur Skaverei zu sagen hat. Natürlich, man kann ihn sich schwer als Befürworter vorstellen. Dennoch bleibt es ein merkwürdiger Umstand, daß im Neuen Testament kein Wor... | ... weiterlesen

Wobei ich mich, nebenbei gesagt, frage, ob seit Erschaffung der Welt wirklich schon mal ein Mensch auf einer Bananenschale ausgerutscht ist.

Ironie beginnt dort, wo einer raus geht und es regnet und er sagt: Ach wie schön! Da wird niemand Gelächter erwarten, aber eine winzige Idee heiterer macht es einen womöglich doch.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

diese_sehr_ernsten_scherze_0.jpgAls deutscher Autor ist man ständig, ununterbrochen, auf Schritt und Tritt ein Befragter. Paßt man nicht auf, kann es passieren, daß man diese fragende Instanz internalisiert und plötzlich mit sich selbst beim Zähneputzen oder Schuhezubinden im Interviewton spricht. Darum also, der Ehrlichkeit und auch der Einfachheit halber, gestatten Sie mir einen Ak... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Ein ganz dünnes "Zwischenbuch" (nur 43 Seiten). Ich habe nur kurz reingesehen und flugs mit allergrößter Freude dieses inszenierte Interview über das Schreiben von Romanen gelesen.
Kehlmann denkt sich so manches zu seinen Romanfiguren und recherchiert sogar se... | ... weiterlesen

Zitate

Ich habe keine Ahnung. Dies ist keine rhetorische Wendung. Keine originelle Anfangsphrase, der gleich ein unauffälliges gesetztes "aber" folgen wird. Ich weiß wirklich nichts.

Details sind nicht nur nicht egal, Details sind alles.

Bücher bestehen aus Motiven - wie Musik?
Wie Musik. Aus deren Einführung und Variation, deren Abwandlung und Wiederholung und aus dem Vergnügen, sie selbst in transponierter und fast unkenntlicher Ges... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

kaminski_0.jpg Ein Kunst-Student will die Biographie eines alten, blinden Malers schreiben. Aus dem Gerangel zwischen dem jungen Autor und seinem widerstrebenden Opfer machte Daniel Kehlmann eine bitterböse Satire über die Sucht nach Ruhm und die Roheit der Medien

Gedanken zum Buch

Dieser arrogante Nichtsnutz will aus reiner Gier mit teilweise verbotenen Mitteln den versteckt lebenden alten Künstler Kaminski jeden Tropfen Lebensblut nehmen. Es wäre ihm recht, würde der alte Mann bald sterben. Seine Biogrphie wäre ja dann ein umso größerer... | ... weiterlesen

Zitate

... es gibt so viele Erklärungen, so viele Versionen von allem, am Ende ist die Wahrheit das banalste.

Er murmelte etwas unverständliches, wir sahen uns mißtrauisch an. Dannn trennten wir uns.

Ehrgeiz ist wie eine Kinderkrankheit. Man überwindet ihn und ist gestärkt.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

ruhm_0.jpgEin Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbare... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Ich habe mich bei deisem Buch köstlich amüsiert und oft laut aufgelacht. Herr Kehlmann versteht es mit teils schnörkellosen Sätzen exakt den Punkt zu treffen. Einige Sätze las ich gerne mehrmals, da die Bilder im Kopf sich so wunderbar zusammenfügten. Wie Zahnrä... | ... weiterlesen

Zitate

Dazu kommt, daß ich eigentlich nicht die Art von Schriftsteller bin, bei dem die Fakten stimmen.

Draußen auf dem Bahnsteig greint ein Kind, daneben glotzt die Mutter, als wäre sie in einen Kothaufen getreten.

Ein kleiner Mann gab die Schlüssel aus. Maria war die letzte, und als sie an der Reihe war, war keiner mehr übrig. Jemand hatte sich verzählt. Das Hotel war voll.

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