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Cornelia Funke

Reckless: Steinernes Fleisch (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 12/12/2011 - 15:33
Inhaltsangabe

Jahrelang ist es Jacob Reckless gelungen, im Zimmer seines verschwundenen Vaters unbeobachtet die Hand auf den Spiegel zu legen und so ins märchenhafte Reich dahinter zu gelangen. Dort hat er als erfolgreicher Schatzjäger unter anderem im Dienst der Kaiserin gearbeitet, ist dem Schuh von Aschenputtel ebenso hinterher gejagt wie dem Tischlein deck dich, dem Knüppel aus dem Sack oder dem Goldenen Ball, der jeden in sich hineinzuziehen vermag, der ihn berührt. Und er hat erfahren, dass sein Vater mit seinen Erfindungen den grausamen Goyls bei ihrem Kampf gegen die Menschen geholfen hat: jenen seelenlosen Wesen also, deren Haut (und Herz) aus Stein besteht.
Jetzt aber ist Jacobs jüngerer Bruder Will dem Schatzjäger ins geheimnisvolle Reich hinter dem Spiegel gefolgt – und gerät dadurch in tödliche Gefahr. Plötzlich droht er selbst zu einem Goyl zu werden: mit einer Haut aus Jade. Der Jade-Menschengoyl aber soll mit einer ungeheueren Macht ausgestattet sein, die sich der Goyl-Herrscher Kami’en zunutze machen könnte, um endgültig über die Menschen zu siegen. So jedenfalls hat es die Dunkle Fee erträumt, die an der Seite Kami’ens herrscht. Und während Jacob mit Wills Freundin Clara und der Gestaltenwandlerin Fuchs verzweifelt versucht, den Verfall von Wills fleischlicher Haut in Jade aufzuhalten, ist Will längst als Leibwächter des Goyl-Königs eingeplant. Eine unerbittliche Jagd gegen die Zeit beginnt, die Jacob kaum gewinnen kann...

Meine Gedanken zum Buch:

Gleich einmal vorweg: "Reckless" ist das erste Jugend-Fantasy-Buch von Cornelia Funke, das mich nicht restlos begeistert. Irgendwie hat sie es diesmal nicht geschafft, den Figuren genügend Herz zu verleihen. Und damit meine ich nicht die steinernen Goyls, sondern auch das junge Mädchen, das am liebsten die Gestalt eines Fuchses annimmt, oder Jacob, den Helden der Geschichte, der alles tut, um seinen geliebten Bruder zu retten.
 
Spannend ist das Buch natürlich schon, und die vielen Zitate aus der Märchenwelt erinnern an die ersten (Vor)lesetage in der Kindheit. Auch wenn man ganz schön staunt, dass der Prinz Dornröschen in Wirklichkeit nie wachgeküsst hat....
 
Gut gelungen sind die Schilderungen der gruseligen Umgebung und der grausigen Goyls, aber im Grunde kommt man sich beim Lesen (oder Hören) vor, als hätte Frau Funke auch schon die Verfilmung der Geschichte im Hinterkopf gehabt. Diesen Eindruck vermitteln auch die Dialoge, vor allem die inneren Selbstgespräche von Jacob, der sich so immer wieder selbst motiviert oder seine Beweggründe hinterfragt.
 
Alles in allem würde ich das Buch nur bedingt weiterempfehlen, wobei ich natürlich den zu erwartenden zweiten Teil auch lesen werde. SO schlecht war es ja nicht, aber dem Standard einer Frau Funke wird es in keinem Fall gerecht.
 
Das Hörbuch wird ganz hervorragend gelesen von Rainer Strecker, der den Figuren dort Gefühle verleiht, wo die Geschichte sie vermissen lässt und somit dem Hörbuch eine Qualität gibt, die das gedruckte Werk leider nicht haben kann.
 
 
 

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Herr der Diebe

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Do, 17/02/2011 - 14:07
Inhaltsangabe

Im winterlichen Venedig treibt eine Kinderbande ihr Unwesen. Sie wird von einem maskierten Unbekannten angeführt. Doch keiner kennt seine Herkunft, niemand hat je sein Gesicht gesehen. Er wird von allen nur „Herr der Diebe“ genannt.
Eines Tages führt ein rätselhafter Auftrag die Kinder auf eine scheinbar unbewohnte Laguneninsel. Welches Geheimnis diese Insel birgt und wer sich hinter der Maske des Anführers versteckt, erfahren Leseratten in dieser abenteuerlichen Geschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein wunderschönes warmherziges Kinderbuch, genau das richtige für einen netten Lesenachmittag.
Die Charaktere der Kinder sowie der ihnen zugetanenen Erwachsenen sind liebenswert gezeichnet. Alles in allem ein solides Lesevergnügen.

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Drachenreiter (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 23/11/2010 - 16:25
Inhaltsangabe

In dem abgeschiedenen Tal, in dem sich die Drachen fernab der Menschen ihr Leben beschaulich eingerichtet haben und sich in Sicherheit wiegen, schlägt die Nachricht ein, wie eine Bombe, dass die Menschen das Tal womöglich fluten wollen. Doch was ist tatsächlich dran an dieser Hiobsbotschaft? Und was kann man tun, wenn es tatsächlich stimmt? Kann man die Katastrophe vielleicht irgendwie verhindern, oder sollte man besser so schnell wie möglich fliehen? Und wenn ja: Wohin? Lug macht sich auf, mögliche Antworten auf diese Fragen am "Saum des Himmels" zu finden, von wo es die Drachen irgendwann einmal in das vermeintlich idyllische Tal verschlagen hatte. Und dorthin, so ermahnt der alte Silberdrache Schieferbart seine Sippe, sollten sie auch zurückkehren…

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses ist eines der Bücher, wo mir die Figuren so ans Herz gewachsen sind, dass ich im ersten Moment garnicht glauben will, dass sie jetzt für immer verschwinden, dass ich nicht noch mehr über sie erfahren kann. Der Drache Lung, das Koboldmädchen Schwefelfell, der Waisenjunge Ben, der Homunculus Spinnenbein... jede Figur ist so liebenswert und lebhaft beschrieben, dass man sie quasi vor sich sieht. Die Reise dieser eigenartigen Gruppe beginnt im nördlichen Schottland und führt um die halbe Welt bis in den Himalaya. Ihr Ziel ist es, für Lung und seine Familie eine Heimat zu finden, aus der sie von den Menschen nicht mehr vertrieben werden können und wo die letzten Exemplare ihrer Art sich vor Nesselbrand dem Goldenen verstecken. Immer wieder begegnen wir Fabelwesen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen, viele davon sind unerwarteterweise viel netter, als man immer angenommen hatte. Wirklich gruselig ist Nesselbrand, der böse Drachenjäger, scheinbar unbesiegbar, unglaublich arrogant und sagenhaft eitel.

Ich muss wieder einmal feststellen, dass ich mit Kinderfantasy mehr anfangen kann als mit den meisten Büchern dieses Genres, die für Erwachsene geschrieben werden.

Rainer Strecker liest ganz hervorragend, es ist wirklich ein Vergnügen, ihm zuzuhören. Nur die Musik, die zwischen den Kapiteln eingespielt wird, ist ein totaler Horror! 1.) mag ich das sowieso nicht, weil es nichts zur Geschichte beiträgt, 2.) ist die Musik wirklich ätzend schlecht und 3.) ist das Gequietsche phasenweise so laut, dass man leiserdrehen muss, damit es einem das Trommelfell nicht zerreisst. Dafür würde ich bei einer Beurteilung des Hörbuchs an sich viele Punkte abziehen. Da aber die Geschichte und der Erzähler so grandios sind, erhält es von mir 100%.

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Tintentod

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/01/2009 - 11:25
Inhaltsangabe

Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen …

Meine Gedanken zum Buch:

Der dramatische und krönende Abschluss der Tintenwelt-Trilogie. Nur schweren Herzens habe ich Abschied genommen von all den Figuren, die mir nach so vielen Seiten ans Herz gewachsen waren.
 
Am Anfang könnte man die Geschichte etwas straffen, aber Cornelia Funke versteht es, bis zum Schluss die Spannung zu erhalten und an mehreren Orten die Handlung so zu gestalten, dass man es garnicht erwarten kann, weiterzulesen, was dort gerade passiert.
Qualitativ steht die Tintenwelt-Trilogie auf einer Linie mit Rowling und auch der His Dark Materials Trilogie von Phlip Pullman. Eine Empfehlung für alle, die auch mit Harry Potter, dem Goldenen Kompass & Co. ihre Freude hatten.

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Tintenherz

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 07/01/2009 - 13:02
Inhaltsangabe

Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem "Bücherarzt", in einem alten Haus. Da steht eines Nachts ein merkwürdiger Mann vor der Tür. Er warnt Mo vor jemandem namens Capricorn. Bei Nacht und Nebel fliehen die drei, und nach und nach findet Meggie heraus, dass ihr Vater allerlei Geheimnisse vor ihr verbirgt. Wieso hat er sich zum Beispiel immer geweigert, ihr vorzulesen? Und was ist mit Meggies Mutter wirklich geschehen, die vor vielen Jahren verschwand?
Meggie bekommt erste Antworten, als sie vom grausamen Capricorn gefangen genommen werden. Er tut alles, um von Mo das Buch "Tintenherz" zu bekommen. Denn Capricorn selbst -- und nicht nur er -- ist aus diesem Buch in unsere Welt gekommen, "herausgelesen" von Mo. Ein Albtraum wird lebendig, ein Buch erwacht zum Leben. Und Meggie wird zum Angelpunkt eines dunklen Kampfes zwischen Realität und allzu realer Fiktion.

Meine Gedanken zum Buch:

"Tintenherz" ist ein fabelhaft erzähltes Buch über Bücher, über das Wunder des Lesens und über die Bedeutung, die Geschichten für unser Leben haben. Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, dass die Figuren aus seinen Büchern lebendig werden? Funke lässt diesen Traum Wirklichkeit werden. Aber Meggie, Mo und alle anderen zahlen dafür einen hohen Preis. Denn wundersame Märchenwelt und finsterer Albtraum gehen Hand in Hand, und das Böse scheint von Anfang an die besseren Karten zu haben...
 
Superspannend nicht nur für Jugendliche, sondern durchaus auch für Erwachsene mit Fantasie und einem Faible für gut erzählte Geschichten.

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