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Banana Yoshimoto

Kitchen

Bild von mausezahn
Verfasst von grey bookreader mausezahn am Do, 25/02/2010 - 17:52
Inhaltsangabe

Mikage wird nach dem Tod ihrer Großmutter von ihrem Studienkollegen Yuichi und dessen ttanssexueller Mutter Eriko aufgenommen. Beide junge Menschen verbindet eine große Einsamkeit, die sie noch näher zusammen führt als Eriko ermordet wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Diese Geschichte von Banana Yoshimoto ist eine der besten Geschichten über moderne urbane Einsamkeit, die ich je gelesen habe. Der Tod ist allgegenwärtig für Mikage, die ihre gesamte Familie verloren hat und alleine in der Welt steht. In Yuichi findet sie einen Seelenverwandten, doch es braucht viel Zeit, ehe die beiden ihre Schicksalsschläge überwinden und aufeinander zugehen. In einer der schönsten und zugleich völlig unspektakulärsten Liebesszenen überhaupt hat mit einer Portion Essen zu tun, die Mikage Yuichi im Taxi bringt.

Essen und Kochen spielt allgemein eine große Rolle im Leben der jungen Frau. Ihre liebsten Orte sind Küchen, eine Zeit lang schläft sie sogar in der Küche, und sie kocht, auch um ihre Seele zu ernähren. "Ich liebte Küchen als wäre diese Liebe im Gedächtnisspreicher meiner Seele als ferne Sehnsucht einprogrammiert", sagt Mikage einmal und der Vorgang des Essen Zubereitens und gemeinsam Essens zieht sich durch die gesamte Geschichte als Symbol für Geborgenheit, die dabei hilft, Trauer zu verarbeiten. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine bittersüße Großstadtgeschichte und vor allem eine zutiefst aktuelle Beschäftigung mit Einsamkeit, Tod und Loslassen.

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Kitchen (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 10/04/2009 - 13:34
Inhaltsangabe

Erzählt wird die ebenso bewegende wie verstörende Geschichte einer Jugend. Das Mädchen Mikage ist Vollwaise. Nachdem auch ihre Großmutter gestorben ist, zieht sie bei Yuichi und seinem Vater ein, der die Trauer über den Tod seiner Frau auf skurrile Weise verarbeitet. In diesem unwirklichen Umfeld versucht Mikage, ein neues Zuhause zu finden.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine leise Geschichte über drei Menschen, die jeder auf seine Art mit dem Tod eines geliebten Menschen umgehen. Und eine sehr zarte Liebesgeschichte mit einem offenen Ende, das einen hoffen lässt. Schön! Auch sprachlich so wunderbar schlicht und tiefgreifend, selbst dann, wenn einem die Handlungen der Personen nicht nachvollziehbar erscheinen mögen. Wirklich eine Empfehlung, auch für alle, die gern über's Kochen und Essen lesen, das spielt nämlich auch eine gewisse Rolle, wie der Titel ja schon erahnen lässt. Was mich an dem Buch auch fasziniert hat war die kulturübergreifende Darstellung des Lebens. Ich hatte echt Mühe, mir die Protagonisten als Japaner vorzustellen, die in Tokyo leben. Fans von Barricos "Seide" werden wahrscheinlich auch dieses Buch mögen.

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