Antonio Tabucchi

Chiacchierata

Inhaltsangabe

Herr Pereira ist Witwer, hat Übergewicht, Herzprobleme, schreibt für seine Zeitung schöne Nachrufe auf Künstler und isst jeden Mittag sein Kräuteromlett in seinem Lieblingslokal, bis ihn der Kellner fragt. >O, Herr Pereira, in welcher Welt leben Sie denn?< Es ist das Jahr 1938, Diktatur in Portugal, Menschen verschwinden einfach so, und endlich wacht Herr Pereira auf und sieht hin. Ein Roman über die alte Frage, ob man sich anpassen oder auflehnen soll, wie weit die Angst reich... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Antonio Tabucchi ist eigentlich Italiener, lebt in der Toskana, aber auch in Portugal - daher seine Affinität zu allem Portugiesischen. Er liebt dieses Land, das spricht aus seinen Worten, mit denen er es beschreibt. Allein der Stimmung wegen ist es einfach ein schönes Buch, eine Art Re... | ... weiterlesen

Zitate

Pereira erklärt, er habe ihn an einem Sommertag kennengelert. An einem sonnigen, wunderschönen Sommertag, an dem eine leicht Brise wehte und Lissabon strahlte. Pereira scheint sich in der Redaktion aufgehalten zu haben, er wusste nicht,... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Diese Erzählungen verdanken sich einer Erfahrung, die jeder schon einmal gemacht hat und die der Autor so beschreibt: "Die unvorhersehbaren Zufälle des Lebens hatten mir eines Tages vor Augen geführt, daß etwas, das "so" war, eigentlich auch ganz anders war.

Gedanken zum Buch

Bei Tabucchi neigt man sich zu fragen, warum schreibt er diese und jenes. Wie eine Spinne nähert er sich dem Kern der Geschichte, der dann auch wieder in einem Augenblick verschwunden ist. Immer wieder holt er sich beim Leser durch eine Frage als Rückversicherung die Aufmerksamkeit. Überragende S... | ... weiterlesen

Zitate

Afrika gab jedem das Gefühl, weit weg zu sein, auch von sich selbst.

...und dabei lachte er mit all seinen schneeweißen Zähnen, von denen er zu viele hatte: Zähne de luxe. Oder ist das ein billiger Witz?

Genauso flog mein Speer durch die Luft, mit kleinen Sprüngen, als oberer einen Augenblick innehalten wollte; statt dessen flog er weiter, dem Widerstand der Luft zum Trotz; er wurde langsamer und dann wieder schneller, beinahe als führte... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Ein Haus auf dem Land irgendwo in der Toskana. Ein heißer August im letzten Jahr des 20. Jahrhunderts. Tristano, ein Mann, der unter diesem geliehenen Namen für die Freiheit seines Landes gekämpft hat, läßt im letzten Monat seiens Lebens einen Schriftsteller an sein Krankenbett kommen, den er schon einmal zu einem Roman inspiriert hat. Ihm erzählt er nun von seinem Leben als Held, von den Frauen, die er geliebt hat ...

Gedanken zum Buch

Sehr gute Sätze verstecken sich im Dickicht der Fantasien von Tristano, der als gefeierter Held mit seiner Kriegsschuld nur schwer zurande kommt. Er hat im Krieg auf einem Schlag mehrere hochrangige Militärs erschossen. Leider war eine Bekannte von ihm nicht nur direkter Zeuge, son... | ... weiterlesen

Zitate

...hier in Spanien schließen sie den Bahnübergang, als würde der Zug in fünf MInuten durchfahren, dabei fährt er vielleicht erst morgen durch, aber so ist es in diesem Land nun mal.

Gehören die Dinge dem, der sie sagt, oder dem, der sie niederschreibt? Was meinst du dazu? Denk ruhig darüber nach, denn mir ist das mittlerweile egal.

Ich bin hier, die Brise zaust meine Haare, und ich tappe in der Nacht herum, denn ich habe meinen Faden verloren, den, den ich dir gegeben hatte, Theseus...

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Ansichten und nützliche Ratschläge für viele Lebenslagen. Gebrauchsanweisungen von Schriftstellern, die es wissen müssen.

Gedanken zum Buch

Sehr tolle Aussprüche. Ein dünnes Büchlein voller Wahrheiten. Oder sagen wir Ansichten, man muss ja nicht mit allem einverstanden sein. Ideal als Geschenk, weil dünn und in ca. 20 Minuten durchgelesen. Man fühlt sich bestärkt und geistig doch gefordert. "Hurra, ich h... | ... weiterlesen

Zitate

Eins dürfen wir nicht vergessen. Wir leben in einer vollständig amoralischen Zeit. Antonio Tabucchi aus "Tristano stirbt"

Die Angst vor der Verrücktheit ist in diesen Augenblicken so stark, daß ich fürchte, nur aus der Angst könnte ihr Anfang hervorgehen.
Wilhelm Genazino aus "Ein Regenschirm für diesen Tag"... | ... weiterlesen

Sich verabschieden, das ist auch etwas, das man mit sich selbst macht: zu sich selbst stehen unter dem Blick des Anderen.
Pascal Mercier aus "Nachtzug nach Lissabon"

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