Zehntausend Augen

LKA-Kommissarin Ellen Faber bekommt auf mysteriösem
Weg ein Paket zugespielt. Es enthält Web-Kameras und
eine Forderung: Die Kameras sind in der Einsatzzentrale
zu installieren, sonst drohen Anschläge. Das LKA geht auf
die Forderung ein, und ein perfides Spiel beginnt – bei dem die ganze Welt live zusieht. Alle Versuche, dem Erpresser auf die Spur zu kommen, schlagen fehl.

Der Verlag: »Der Countdown läuft – ein Game-Entwickler macht Berlin zu seiner Spielwiese: ungemein spannend, verstörend real.«

Meine Gedanken zum Buch: 

In "Zehntausend Augen" geht es um einen Kriminalfall, der aus dem Rahmen fällt. Ein Erpresser, der sich im Internet versteckt. Die Polizei, deren Ermittlungen über das Internet live von aller Welt verfolgt werden. Eine Erpressung wie ein Computerspiel, jedes Level wird schwieriger - und der Preis, den die Kommissarin zahlen muss, wird höher. Wer wird dieses Spiel gewinnen? Wetten Sie nicht zu früh auf den Sieger.

Auf dem Bildschirm, der das eingehende Signal aufnahm, erschien ein Doppeldecker-Bus in der typischen gelben Lackierung der Berliner Verkehrsgesellschaft. Er fuhr die Linie 106, wie auf der Anzeige über der Windschutzscheibe gut zu sehen war. Jetzt stand er geparkt neben anderen Bussen.
»Was sehen Sie?«, fragte die Stimme.
»Einen Bus der BVG. Und?«
»Richtig. Aber dieser Bus hat eine Sonderausstattung.«
Das Bild zoomte heran und schwenkte zugleich so, dass Ellen unter den Bus sehen konnte. Dort war etwas befestigt. Das Bild zoomte weiter heran. Ein schwarzer Kasten in der Größe einer Zigarrenkiste. Eine LED leuchtete rot wie ein böses Auge. Eine Sprengladung! In der Nähe des Tanks. Man sah es ganz deutlich. Ellen wurde heiß.
»Was soll das? Was wollen Sie?«, stieß sie hervor.
»Nicht so ungeduldig. Sie werden gleich verstehen. Sehen wir uns gemeinsam das Bild einer Überwachungskamera an, die zufällig auf der Route des Busses installiert ist.«
Das Bild wechselte. Da war wieder der Bus. Gerade hielt er an einer Haltestelle. Durch die Fenster konnte man sehen, dass der Bus voll besetzt war. Im Mittelgang und auf der oberen Ebene drängten sich Schulkinder auf dem Weg nach Hause.
Auf Ellens Stirn bildeten sich Schweißtropfen. »Das ... das können Sie nicht tun. Die vielen Menschen. Die Kinder. Sie sind unschuldig. Sie dürfen ihnen nichts tun.«
»Ob ihnen etwas geschieht, liegt ganz allein bei Ihnen, Frau Faber.«
»Bei mir? Warum bei mir? Was wollen Sie?«
»Die Frage nach dem ›warum?‹ verschwendet nur Zeit, und davon haben Sie nicht viel. Sie haben exakt dreihundert Sekunden, um die Katastrophe zu verhindern. Die Zeit läuft ab jetzt.«
Auf dem Monitor wurde eine 300 eingeblendet. Ellen starrte auf die Zahlen: 299, 298, 297, 296 ...
Die Stimme schwieg.

Seitenangabe für Zitat1: 
36
Verlag: 
Emons-Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3897059139

Kommentare

Einige hatten nachgefragt (und manche sich auch ein bisschen beschwert), warum es das Buch nicht als E-Book gibt, weil sie mich schon durch E-Books kennen. Deshalb jetzt die Info:
"Zehntausend Augen" gibt es jetzt auch als E-Book !!!

Bei allen, die ungeduldig gewartet haben, möchte ich mich entschuldigen. Ich konnte nichts für die Verzögerung und habe selbst gewartet, gezittert, gekämpft und vor Ungeduld in die Tischplatte gebissen. Aber das ist jetzt vorbei. Endlich.
Das E-Book ist auch ein bisschen billiger: 8,49 Euro.

Jetzt kann ich nur noch hoffen und wünschen, dass euch das Lesen Spaß macht und euch das Buch ein paar schöne Stunden beschert.

Liebe Grüße
Klaus