Wüstenblume

Im Alter von fünf Jahren hat Waris Dirie die Qualen der Beschneidung erlebt - ein Ritual, an dessen Folgen ihre Schwester und zwei Cousinen gestorben sind. Waris Dirie wuchs in einer Nomadenfamilie in der somalischen Wüste auf. Mit 13 lief sie fort, weil sie nicht den Mann heiraten wollte, den ihr der Vater zugesprochen hatte. Sie floh zu Verwandten nach Mogadischu und arbeitete vier Jahre als Hausmädchen bei ihrem Onkel in London. Mit 18 wurde Waris Dirie als Model entdeckt. Sie posierte für Levi's, Revlon und l'Oreal, schritt über die Laufstege von Paris, Mailand und London und lebt heute in New York. Lange konnte sie mit niemandem darüber sprechen, was ihr in jungen Jahren geschehen war. Doch nach und nach reifte in Waris Dirie der Entschluß, ihre Leiden der Öffentlichkeit nicht mehr länger vorzuenthalten.

Meine Gedanken zum Buch: 

Es ist schon länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Aber es ist unglaublich, welche Qualen diese Mädchen aushalten müssen. Ich kann gar nicht viel darüber schreiben, weil mir sonst die Tränen kommen, dass auch heute, nicht nur in Afrika an diesem schrecklichen Ritual festgehalten wird!  

Verlag: 
Ullstein Tb
Auflage: 
10. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3548365916/ISBN-10: 3548365914

Kommentare

ich muss ehrlich gestehen: ich habe es nicht geschafft, dass buch fertigzulesen. zuviel schmerz Sad

Ein erschütterndes Buch - man kann sich in der "westlichen Welt" gar nicht vorstellen welche Qualen manche Frauen aushalten müssen. Das Schlimmste allerdings ist, dass es in den Kulturen so verankert ist, dass es wohl unmöglich ist, das Ritual der Beschneidung auszurotten.

Deshalb gerade bewundernswert der Mut der Autorin, die es "gewagt" hat an die Öffentlichkeit zu gehen.
Es gab auch mal einen Bericht im Fernsehen, wo eben Fakten von Betroffenen geschildert wurden, die einfach unglaublich sind. Aber wahrscheinlich, durch eben diese Verankerung, wird es kein Ende geben und viele Mädchen/Frauen werden noch darunter leiden. Da bin ich wirklich nur froh in Österreich geboren zu sein, froh, dass meine Tochter in Österreich geboren wurde...
Aber darf ich das eigentlich schreiben? Froh zu sein?

Wir dürfen alle froh und dankbar sein, ich denk mir das wirklich oft. Und es braucht frohe Menschen auf der Welt, weil traurige gibt es eh genug.

Allerdings frage ich mich, ob das Frauen in diesen Gegenden so sehen. Sie haben zwar die Schmerzen auch am eigenen Leib erfahren, doch würden sie eine Beschneidung der eigenen Töchtern wohl in den allermeisten Fällen nicht verhindern., weil es sich so "gehört".
Weiters ist es wohl auch eine Frage der "Wertigkeit" - wenn Frauen über Jahrhunderte eine geringe Wertigkeit zugeschrieben wird und das auch nach wie vor so praktiziert wird, dann ist die Ausübung solcher Rituale kein Wunder. Gilt dort doch nur eine beschnittene Frau als rein und heiratsfähig...
Nur - wenn sowas in afrikanischen Ländern passiert ist es zwar schrecklich aber irgendwie glaubenstechnisch verankert (soll nicht heißen, dass ich es gutheiße, es ist und bleibt eine furchtbare Menschenrechtsverletzung) Viel schlimmer allerdings finde ich, wenn das Ritual auch in anderen - nicht afrikanischen Ländern - vollzogen wird. Ich habe mal einen Bericht darüber gesehen und fand es erschütternd, da es in "westlichen" Ländern für solche Rituale eigentlich keinen Nährboden gibt.
Eine wirkliche Ausrottung des Rituals kann wohl nur dann passieren, wenn ausreichend couragierte Frauen aufstehen und sich weigern dieses an ihren Töchtern durchführen zu lassen. Und sowas kann nicht von anderen Ländern aus erfolgen, das muss direkt an der "Wurzel" des Übels passieren.

Ganz genau! Das schreckliche ist ja, dass, so wie Du geschrieben hast, nur beschnittene Frauen heiratsfähig und gesellschaftsfähig sind. Nicht beschnittene Frauen würden vielleicht ausgestoßen und in den meist schwierigen Verhältnissen in Afrika alleine nicht durchkommen. Meist ist ja auch verankert, dass Frauen, die verheiratet sind, mal "versorgt" sind.
Das Ansehen steht dann über jedigliche Vernunft, viele Frauen mußten das schon mitmachen, das ist so, warum soll da etwas geändert werden. Wer weiß, wie Väter mit dieser "Schande" umgehen, wenn die Tochter nicht beschnitten ist, vielleicht darf der Vater seine Tochter auch ungestraft töten, weil sie eben die Familienehre verletzt? Ich könnte mir das noch vorstellen, weiß es allerdings nicht.
Hoffentlich wird Aufklärung betrieben und werden viele Frauen und Mütter es wagen aus diesen Zwängen auszubrechen!

Vermutlich ist nur ein gesetzliches Verbot wirklich sinnvoll - nur dafür sitzen besonders in solchen Gebieten zu viele Männer in der Regierung die sich für die Beibehaltung von Traditionen aussprechen... Da können wohl noch Jahrzehnte vergehen bis sich endlich was tut. Leider...
Als Frau kann man froh und dankbar sein nicht in solche Kulturen geboren zu sein und solche Qualen erleben zu müssen.

Ja das stimmt schon, aber meine Schwester hat das damals gelesen und ich wollt das auch unbedingt lesen... Keine Ahnung warum...
glg

Hab gestern schockiert die ersten 100 Seiten dieses Buches gelesen - mir fehlen die Worte.
Mut und Stärke dieser Frau sind bewunderswert. Wie sie ihre eigene Beschneidung  durch "die Mörderin" schildert, unvorstellbar. Alleingelassen mit ihrer Angst und ihren Schmerzen in einer Hütte mitten in der Würste. Sie hätte sterben können und keiner hätte es bemerkt.
Ritual hin oder her - wenn man solche oder ähnliche Sachen liest, frage ich mich immer wieder was diese Mütter für ihre Kinder empfinden. Sind sie nur Arbeitskraft, Nutzmittel, Einnahmeqelle (im Tausch gegen Kamele) oder empfinden sie auch Liebe und Zuneigung für sie??? Für mich lässt sich das eine mit dem anderen einfach nicht vereinbaren.

In ihrem Buch "Brief an meine Mutter" (siehe Buchpatenschaft) schildert Waris Dirie sehr genau diesen Konflikt. Ihre Mutter verteidigt das System in Somalia und damit auch die Beschneidung von Mädchen nach wie vor und stößt damit die Tochter, die weltweit Annerkennung für ihr Engagement gegen Genitalverstümmelung erntet, vor den Kopf. Aber gibt es nicht in jeder Gesellschaft Menschen (meist Ältere), die an Traditionen festhalten, die nachfolgende Generationen nicht nachvollziehen können und auch als bedenklich einstufen? Für mich als Mutter ist es natürlich absolut unvorstellbar, meine Kinder an einen Ort zu bringen, wo ihnen bewusst Schmerzen zugefügt werden und sie dadurch mit großer Sicherheit traumatisiert werden.

Der Mensch braucht Traditionen und Rituale, ohne viele wäre er nicht das, was er heute ist. Doch hier bewegen wir uns auf einer ganze anderen Ebene.
Ich versuch mich so gut als möglich in die Rolle der Mutter zu versetzen und alles durch ihre Augen zu sehen, es will mir aber einfach nicht gelingen. Wie kann man als Mutter eine Tradition gut heißen, die dem eigenen Kind Schaden/Schmerzen  zufügt,  ja sogar den Tod bringen kann?
Ich kenne "Brief an meine Mutter" leider nicht und somit weiß ich auch nichts über den Standpunkt der Mutter. Ich kann es mir aber nur so erklären, dass diese Menschen eine viel weniger emotionale Bindung zu einander haben. Als Nomaden ist der Kampf ums Überlegen ihr ständiger Begleiter. Die Gruppe muss funktionieren, macht einer einen Fehler, müssen alle dafür büßen. (zB entkommt eine Ziege, bedeutet es Hungern für alle).  Dieser Kampf sollte doch eigentlich zusammenschweissen aber vielleicht stumpft er einen Menschen auch so ab, das Gefühle eine untergeordnete Rolle spielen.
Erfährt man in "Briefe  an meine Mutter" ob Waris´s Mutter auch beschnitten wurde?

In ihrem Brief an die Mutter geht es Waris Dirie eben genau darum, dass ihre Mutter aus einer falsch verstandenen Tradition heraus und auch wegen ihres Glaubens, etwas so Schreckliches gutheißt.
Zitat S. 64:
" Du hast meine Genitalverstümmelung immer gutgeheißen. Kann man mit einem Menschen, der so darüber denkt, in ein vernünftiges Gespräch kommen? Man muss, auch, wenn es weh tut.Mama, du bist eine gläubige Muslima. Das bezeugst du,durch deine rituellen Waschungen, deine täglichen Gebete in Richtung Mekka und mit dem Stück Koran, das du um den Hals trägst. (...) Mama. ich respektiere deinen Glauben. Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass du begreifst: Der Glaube schreibt Genitalverstümmelung nicht vor. Immer mehr seriöse Imame predigen, dass es keine Glaubensvorschrift gibt, dieso etwas Grausames befiehlt. Im Gegenteil, Senitalverstümmelung widerspricht den Anliegen des Islam. Es gibt keinen religiösen Grund, Mädchen und Frauen zu verstümmeln."
Ich nehme an, dass auch die Mutter als Kind verstümmelt wurde, aber ich kann mich nicht erinnern, ob es aus dem Buch hervorgeht. Was aber klar herauskommt ist, dass die Beziehung zwischen Mutter und Tochter an den unterschiedlichen Ansichten leidet und dadurch auch die beiden selbst leiden.
 
 

Diese Tatsache ist sicher eine zusätzliche Belastung für die Beziehung zwischen Mutter und Tochter.
Ich bin ja noch nicht am Ende des Buches, da fehlen mir noch einige Seiten aber ich habe schon den Eindruck, dass Waris ihrer Mutter nicht böses sein will. Sie will sie im Grunde nicht anklagen oder verurteilen - das allein ist, nach all dem Geschehenen, schon ein großer Schritt den kaum einer geschafft hätte - aber die Haltung der Mutter stößt auf Unverständnis ihrerseits. Das kann ich gut nachvollziehen.
Sie geht einen Schritt auf ihre Mutter zu, sucht das Gespräch und diese stößt sie mit ihren Antworten wieder vor den Kopf. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, ich hätte mich wahrscheinlich abgewandt.

Wie die übrigen Mitglieder meiner Familie habe ich keine Ahnung, wei alt ich bin, ich kann es nur schätzen. Bedenkt man allerdings, dass ein Baby, das in meinem Heimatland geboren wird, nur selten das erste Lebensjahr übersteht, erscheint das Geburtsdatum nicht mehr so wichtig.

Jetzt verstehst Du sicher, warum ich Dir gesagt habe, dass ich mir den Film ganz sicher nicht anschauen werde...
 
Übrigens bin ich vor gut einem Jahr in der Riemergasse heraussen gesessen und hab einen Kaffee getrunken, als plötzlich eine unglaublich schöne Frau vor mir auftauchte, mich anlächelte und an mir vorbeiging. Mir ist echt das Klapperl runtergefallen, ich muss sie mit offenem Mund angestarrt haben wie ein Idiot. Erst, als sie vorbei war, wurde mir klar, dass das wohl Waris Dirie gewesen sein muss, die ja in Wien lebt.

Ja, ich weiß, hab gelesen, dass sie in Wien wohnt.
Es gibt so Augenblicke, da möchte man gern eine Fliege sein.... Dies wär ein solcher gewesen, da hätt ich dich gern sitzen sehen... leicht entgeisteter Gesichtsausdurck, vermute ich Wink

Entgeistert im Sinne von total geistlos, genau. Glubschaugen, Kinnladel runtergeklappt, Trenzerling .... na, also ganz so schlimm war's nicht, aber fast. Kein Wunder, dass mich die schöne Frau so angelächtelt hat, wahrscheinlich hatte sie Mitleid mit mir...

Denn eine Frau, die nicht beschnitten wurde, gilt als schmutzig und mannstoll und kann daher nicht verheiratet werden.

Ich denke, dass genau dieser Satz auch der Grund dafür ist, dass Mütter so etwas tun können. Es ist anzunehmen, dass diese Frauen wenig, bis gar keine Bildung haben, dass sie ihr Wissen aus den Traditionen nehmen. Wenn mein Kind nicht beschnitten ist, bekommt es nie einen Mann, ist nie angesehen, wird in der Gesellschaft nicht akzeptiert. Wenn das gleiche Ritual von der Urgroßmutter, zur Oma bis hin zur Mutter zelebriert wird, wie sollen sie es anders wissen? Die Glaubensprediger sind ja auch zum Großteil oder nur Männer, die das predigen, was für sie wichtig ist. Auch wenn es jetzt unvorstellbar klingt, aber wahrscheinlich wollte die Mutter auch nur das Beste für Ihre Tochter. Wir können das in unserer Gesellschaft wahrscheinlich gar nicht nachvollziehen.
Ein unsinniges Leiden, dass hoffentlich durch reformierte Prediger, die das an die Frauen weitergeben, endlich ein Ende findet.

Ich denke es wird auch für reformierte Prediger nicht einfach sein, hier Licht ins Dunkel zu brigen. Es bedarf sicher sehr viel Feingefühl und auch sehr viel Verständnis um diese Menschen auf einen anderen Weg zu führen.
Vorallem muss ein guter Mittelweg gefunden werden. Diese Völker sollen schließlich nicht das Gefühl bekommen, ihrer "Bräuche und Riten" beraubt zu werden. In dem es in diesen Ländern keine Gleichberechitung der Geschlechter gibt, müssen vorallem auch die Männer dieser Stämme in diese Aufklärungsarbeit mit eingebunden werden. Ansonsten hat das alles sicher kaum Erfolg.
Wo und wie man hier ansetzten sollte, ist eine ganz heikle Sache.
Waris Dirie kämpf für dieses Umdenken und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie so viel wie möglich an Unterstützung von allen Seiten bekommt, um ihren Kampf erfolgreich fortzusetzen.

Zitat S347:
"Meine Eltern waren beide Opfer ihrer Erziehung, eingebunden in eine Kultur, die diese Praktiken seit Tausenden von Jahren unverändert fortführt. Doch ebenso  wie wir heute wissen, dass man mit Impfungen Krankheiten vermeiden und dem Tod entrinnen kann, wissen wir, dass Frauen keine brünftigen Tiere und ihre Bindung an die Familie mit Vertraugen und Zuneigung erworben werden muss und nicht durch barbarische Riten.... Ich weiß, dass Gott mir bei der Geburt einen vollkommenen Körper geschenkt hat. Dann aber deklarierte mich der Mann als seinen Besitz, raubte mir meine Kraft und ließ mich als Krüppel zurück. Meine Weiblichkeit wurde mir gestohlen. Wenn Gott die Teile meines Körpers, dir mir heute feheln, nicht gewollt hätte, warum hat er sie dann erschaffen?"
 
Diese Frau ist durch die Hölle gegangen und ich ziehe meinen Hut vor ihr. Sie hat Willensstärke und unglaublichen Mut bewiesen und am meisten bewundere ich sie dafür, dass sie, nach allem was ihr in ihrem Leben wiederfahren ist, ihre Zuversicht und ihre Lebensfreude nicht verloren hat.

Ach und noch etwas, was mir gerade eingefallen ist. Kürzlich hat mir jemand erzählt, dass die "gesunde Watschn" in Österreich verboten ist mit strafrechtlichen Folgen (ist mir auch egal, denn Gewalt ist für mich absolut indiskutabel). Nun wurde das Verbot auch in Neuseeland eingeführt. Und was ist die Reaktion? Eltern gehen auf die Straße, um zu demonstrieren, nicht für das Verbot, sondern gegen das Verbot. Ein Land wehrt sich gegen dieses Verbot, weiss nicht mehr, wie es seine Kinder sonst erziehen soll. Kann man sich das vorstellen? Da sind keineswegs "ältere" Eltern dabei, nein junge Eltern, die zum ersten Mal Mama und Papa geworden sind...
Ich denke, dass kann man gut umlegen zum Roman "Wüstenblume", die Generationen davor haben nichts anderes erlebt, nichts anderes gemacht, als die KInder mit Schlägen zu erziehen. Nun soll das verboten werden, und keiner weiss weiter. Und ich denke doch, dass der Bildungstand in Neuseeland etwas höher ist, als in so manchem Nomadendorf in Afrika...

Den Vergleich den du hier ziehst finde ich nicht schlecht!!!!!! Man kann ihn durchaus gut auch auf "Wüstenblume" umlegen.
Das Denken, das diesem Handeln vorausgeht, ist in beiden Fällen im Grunde das Gleiche.
Habe von diesen Geschehnissen in Neuseeland zuvor noch nicht gehört, aber das haut mich jetzt echt um.  Einfach nur schockierend. Da muss man sich jetzt die Frage stellen, wie "zivilisiert" unsere Welt jetzt tatsächlich ist. Wenn man aus Entwicklungsländeren diverse Meldungen hört/liest schüttelt man einfach nur den Kopf und denk sich seinen Teil. Doch wie weit steht`s damit eigentlich bei uns??? Wo führt das noch alles hin, wenn Eltern auf die Straße gehen und demonstrieren, damit sie ihren Kindern gegenüber handgreiflich werden dürfen????
Eine traurige Sache, sehr bedenklich!!!
 

Dieses Buch ist sehr schwere Kost und schmerzt allein schon beim Lesen.
 
Es ist ja nicht nur das demütigende und schmerzhafte Ritual der Beschneidung (bei dem übrigens sehr viele Kinder sterben), um das es hier geht; das kleine Mädchen ist für ihr ganzes weitere Leben traumatisiert, denn die Schmerzen hören ja nicht auf: jeder Tolettengang wird zur Qual und birgt die Gefahr von weiteren Entzündungen; nach einer Entbindung wird die Frau wieder zugenäht.
 
Ich glaube auch nicht, dass die Beteiligten die Beschneidung als Verbrechen oder Missbrauch ansehen; es war immer so und die wenigstens denken darüber nach.
 
Umso mehr ist diese Frau bemerkenswert, der es gelungen ist, sich dagegen aufzulehnen, wegzugehen und zu überleben. Und die es nicht darauf beruhen lässt, dass sie sich befreien konnte sondern auch die Stärke findet, gegen das Unrecht - denn das ist es - zu kämpfen und Bewusstsein für die Unmenschlichkeit der Tat zu wecken. Und die die Kraft findet, ihrer Mutter zu verzeihen.
 
Sie hat etwas bewirkt - auf grund ihres Engagements hat sie die Weit darauf aufmerksam gemacht und dass in weiterer Folge in vielen Ländern die Beschneidung gesetzlich verboten wurde.