Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Christiane F. beschreibt ihr Leben und das ihrer Freunde im Berliner Drogensumpf. Schonungslos und zugleich ergreifend ist dieser Bereicht.

Sie berichtet wie sie aufwuchs und dass sie schon in sehr jungen Jahren begonnen hat, Drogen zu nehmen, da ihr im Elternhaus die Aufmerksamkeit fehlte (der Vater ist gewalttätig, später folgt die Scheidung) - erst 2 Jahre nach Beginn ihrer Drogensucht bemerkt ihre Mutter diese.

All dies führt Christiane F. immer tiefer in die Drogensucht mit all seinen furchtbaren Ausprägungen bis hin zur Prostitution.

Eine Erziehungskur bleibt erfolglos, erst bei einem Aufenthalt bei ihrer Oma am Land kann sie sich von den Drogen losreißen...

Meine Gedanken zum Buch: 

Zwar stammt das Buch ursprünglich aus den 70er Jahren aber hat nach wie vor nichts an Aktualität eingebüßt.
Habe das Buch vor Ewigkeiten von einer Freundin geborgt bekommen daher habe ich hier auch nur die aktuelle Auflage, die aktuell bei amazon gelistet ist bei den Bücherdaten genannt.
Das Buch ist so schonungslos und erschütternd, dass man zum einen Mitleid für Christiane F. empfindet und zum anderen ihr Umfeld verurteilt. Doch was wäre wenn sie eine liebende Familie und ein intaktes Umfeld gehabt hätte - hätte das etwas geändert? Man weiß es nicht. Aber man bewundert sie für ihr offenes Schreiben, das für sie sicher auch sehr schmerzhaft war.
Wenns nur einen Mensch von der Drogensucht weggebracht oder gar nicht erst reinschlittern hat lassen, dann hat sie mit dem Buch viel erreicht.
 

Verlag: 
Stern Verlag
Auflage: 
36. Auflage
ISBN: 
ISBN-10: 3570023915

Kommentare

Also ich hab's als Teenager in den 70ern gelesen und war so schockiert, dass ich den Joint in der Runde immer weitergereicht habe und nur Zigaretten geraucht habe (war auch nicht so schlau, aber das erkennt man halt leider erst später).
In Krems gab (gibt?) es eine sehr aktive Drogenszene, meine Mutter war sicher in ständiger Panik, dass ich da in was reinschlittern könnte, weil ich noch dazu viele Leute kannte, die offensichtlich süchtig waren. Aber mich hat das Buch wirklich sehr beeindruckt, und die Vorstellung so zu enden, war einfach nur schrecklich. So weit ich mich erinner kann, gab es auch Bilder, die mich sehr schockiert haben.
Ich glaub zwar nicht, dass ich irgendwann wirklich Drogen genommen hätte- dafür war mir mein Verstand immer zu wichtig - aber das Buch hat sicher noch seinen Teil dazu beigetragen.
Ich denke, es hat auch heute noch seine Berechtigung und sollte ruhig von Jugendlichen gelesen werden. Leider hab ich aber das Gefühl, dass man heute vieles von ihnen fernhält, und dieses Buch ist doch sehr schonungslos brutal, das würden wahrscheinlich einige Eltern ihrem Teenager nicht zumuten wollen.

Aber grad brutale Schilderungen schockieren und können was bewirken.
In Irland zB gibt es einen furchtbaren und sehr langen Fernsehspot (sieht man ihn im Kino ist er noch weit schlimmer, wegen der Großbild leinwand) gegen Schnellfahren. Dabei sieht man einen jungen Burschen, der überholt und verreißt. Dabei fährt er in ein knutschendes Paar. Der Junge stirbt in den Armen des Mädchens, das wiederum im Rollstuhl landet. Zum Schluss sieht man das Mädchen dann am Grab ihres Freundes und den Fahrer vor Gericht.
Der Spot ist wegen der Grausamkeit auch nur abends zugelassen. Aber genaus sowas rüttelt die Leute auf. Ich war immer wieder aufs neue betroffen, wenn ich den Spot gesehen habe.
Genauso ist es mit den Raucherwarnungen in Form von Bildern von Raucherlungen und so auf Zigarettenpackungen.
Mit guten Ratschlägen erreich man einfach nichts. Kennt doch jeder von sich selbst...

den Film gesehen. Er hat mich von Drogen abgehalten und zu David Bowie gebracht.  Würde das Buch jedoch nicht lesen, weil ich es einfach jetzt nicht mehr brauche. Ab wann würdet ihr den Film für Jugendliche empfehlen?
schreibt Reinhard

war auch schon als Teenager unter den Top 3 meiner Stars, neben Queen und Kiss und Alice Cooper - ich muss ein komisches junges Mädchen gewesen sein Smile   (die anderen standen alle auf David Cassidy)
Ich denke, dass man den Film heutzutage sicher mit 14 zeigen kann, die Kids sehen doch eh alles schon mit 12 im TV, oder nicht? Für Teenager, die nicht freiwillig lesen, ist der Film natürlich eine gute Alternative, weil alles, was man ihnen so in die Hand drückt, das irgendwie "lehrreich" für sie sein könnte, lehnen sie sowieso ab.
Leider glaub ich aber auch, dass heutzutage ein Film nicht mehr die Wirkung hat wie zu "meiner Zeit", also in den Siebzigern, wo wir sowas zum ersten Mal gesehen haben. Heute gibt es unzählige Filme, in denen man drogenkranke Menschen sieht, in fast jedem Krimi wie CSI kommen welche vor.

was den Film betrifft, auf jeden Fall. Aber die Fotos auf den Zigarettenpackungen halte ich für völlig überflüssig, weil eh jeder weiß, dass Rauchen krank macht und sowas schon mal gesehen hat. Ich habe 18 Jahre meines Lebens kettengeraucht, auch nachdem ich bei der Ausstellung mit den präparierten Leichen war (wie hieß die noch...?), wo man Lungen von Rauchern und Nichtrauchern sehr genau sehen konnte.
Ich glaube, dass ein Mensch immer von selbst die Stärke und den Willen haben muss, um gewisse Dinge nicht zu tun. Ich war sicher nie gefährdet, Drogen zu nehmen, sonst hätte mich das Buch davon auch nicht abgehalten, weil man doch nie glaubt, dass man selbst - noch dazu in einer Kleinstadt - in so eine Situation geraten kann. Gerade die Jungen haben ja das Gefühl, sowas im Griff zu haben, denkst Du nicht? Ich hatte immer Angst, dass mir das Kiffen gefallen könnte und dass ich dann in etwas abrutsche, das ich nicht mehr kontrollieren kann, und da ich ein Mensch bin, der gerne alles unter Kontrolle hat, hab ich es einfach bleiben lassen. Und das Buch hat natürlich noch dazu beigetragen.

Körperwelten heiß die Ausstellung. Hab ich mir nicht angeschaut, ein bissl gruselig ist es ja doch.
Ich würde nicht sagen, dass alle Menschen von Schreckensbildern abgehalten werden aber zumindest doch manche - und allein das ist ein Erfolg.
Aber der Gruppenzwang ist wohl das Schlimmste. Vor so 10 Jahren etwa haben in meinem Umkreis die meisten geraucht aber ich nicht. Ich hatte einfach kein Interesse aber man kennt ja wie andere sind "Ma  geh, sei net so...rauch doch ane mit...". Zu rauchen habe ich nie begonnen, inzwischen haben aber sehr viele, wenn nicht sogar die meisten, meiner Freunde wieder zu rauchen aufgehört.

Körperwelten heiß die Ausstellung. Hab ich mir nicht angeschaut, ein bissl gruselig ist es ja doch.
Ich würde nicht sagen, dass alle Menschen von Schreckensbildern abgehalten werden aber zumindest doch manche - und allein das ist ein Erfolg.
Aber der Gruppenzwang ist wohl das Schlimmste. Vor so 10 Jahren etwa haben in meinem Umkreis die meisten geraucht aber ich nicht. Ich hatte einfach kein Interesse aber man kennt ja wie andere sind "Ma  geh, sei net so...rauch doch ane mit...". Zu rauchen habe ich nie begonnen, inzwischen haben aber sehr viele, wenn nicht sogar die meisten, meiner Freunde wieder zu rauchen aufgehört.

Ist mir vorher nicht eingefallen. War schon skurril, aber auch sehr interessant und berührend. Nur die toten (zum Teil noch ungeborenen) Kinder konnte ich mir nicht anschauen, das war mir doch zu schrecklich.
 
Ja, Du hast natürlich Recht, einige lassen sich schon abschrecken und beeinflussen. Ich hab mit 13 zu rauchen begonnen, weil's cool war - und daraus sind mit Unterbrechungen 18 Jahre geworden. Aber den Entschluss, nicht zu rauchen, verdanke ich nicht dem Anblick schwarzer Lungen, sondern meiner eigenen Entscheidung, gesünder sein zu wollen.
 
Es gibt so viele Motivationen für Menschen, wahrscheinlich muss man je nach Kind oder Jugendlichem sowieso individuell entscheiden, wie man auf ihn/sie Einfluss nehmen kann. Und gewisse Dinge kann man einfach nicht beeinflussen, da entscheidet auch der junge Mensch für sich selbst, ob es einem passt, oder nicht.

gelesen. Da war ich 14 oder so. Unglaublich schrecklich.
Vor kurzem hab ich eine Doku (leider nur das Ende) gesehen, wo Christiane F. befragt wurde. Clean ist sie bis heute nicht...und wird es auch nicht mehr werden.
Sie schaut aber gar nicht schlecht aus und lebt heute noch von dem Buch, hat auch einen Sohn, aber wie gesagt, noch immer net weg von den Drogen...

... wirklich  eine Menge Geld mit dem Buch verdient haben, es ist gerade jetzt im Jänner wieder neu aufgelegt worden, ausserdem wurde es übersetzt, verfilmt und es gab eine Doku.

...aber das Geld hilft ihr auch nicht von der Sucht weg zu kommen. Ich hab in der Doku nur gesehen, dass sie es wohl probiert hat, aber abgebrochen hat und nun doch wieder "konsumiert". Sie hat es zwar nicht direkt gesagt, aber von clean sein hat sich auch nix gesagt.
Eben ein Teufelskreis.

sehr starke Menschen, um davon loszukommen, ich kenne eigentlich nur einen Menschen in meinem Umfeld, der das geschafft hat und heute mit einem tollen Job ein "respektiertes Mitglied unserer Gesellschaft" ist, und der hat aber auch eine Menge Schäden, die es ihm fast unmöglich machen, sich wirklich in eine Gruppe zu integrieren. Ich denke, das hängt einem so oder so ein Leben lang nach.

Es ist einfach unmöglich eine Sucht schadlos zu überstehen. Es sind ja schließlich die ganzen Organe auch angegriffen und der Kreislauf gestört.
Und vermutlich ist es auch bei Drogensucht so wie mit Exalkoholikerin - wenn sie nur ein einziges Mal wieder probieren sind sie schon wieder in dem Sumpf drinnen.

wollte es eigentlich meinem 14jährigen Sohn mitbringen. Mittlerweile habe ich es selber gelesen und bin richtig schockiert, wie jung die Drogenabhängigen waren - jünger als meine Kinder. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das bei seinem Kind nicht bemerkt.
Ich bin noch am Überlegen, wann der richtige Zeitpunkt für meinen Sohn ist, dieses Buch zu lesen - ich werde aber noch ein wenig zuwarten - wahrscheinlich gebe ich es ihm im nächsten Jahr.

ich hab das Buch damals mit 14 gelesen und war total schockiert, denn in meiner Kleinstadtwelt gab es sowas natürlich in dieser Form nicht, obwohl es natürlich auch Drogensüchtige gab und in meinem Umfeld Gras geraucht wurde. Ich muss aber auch sagen, dass das Buch sehrwohl einen abschreckenden Effekt auf mich hatte und ich jeden Joint brav in der Runde weitergegeben habe ohne einmal zu probieren.
Ich denke, ich hätte es meinem Stiefsohn, hätte der je freiwillig zu einem Buch gegriffen, auch mit 15 gegeben, allerdings nicht ohne mit ihm dann auch darüber zu reden.
Leider passiert es sehr oft, dass Eltern nicht sehen, was ihre Kinder so treiben, oft verschließen sie wohl auch die Augen davor, weil ihr Kind doch "sowas" nicht macht oder sie sich die heftigen Konfrontationen ersparen wollen.
Das Buch an sich fnde ich aus jetziger Sicht einfach nur traurig. Ein Zeichen mehr dafür, wie unsere Gesellschaft an ihrem wichtigsten Gut, den Kindern, versagt.
Liebe Grüße
Germana

umgekehrt? Oder beides? Ich kann es nicht beantworten, merke jedoch wie unendlich groß das Versagen gegenüber den Kindern und Jugendlichen die konkrete Hilfe brauchen schon wieder geworden ist. Die alte Politikleier :"Es ist kein Geld" da ist rotzfrech und durch und durch widerwärtig. Denn "Geld" wir dasein müssen...später dann, für Drogen-und Alkoholentzüge, für Rehaaufenthalte, für Arbeits-und Obdachlosigkeit. All dies wäre nicht so schlimm und unerträglich stünden nicht hinter jedem einzelnen Schicksal Menschen, Menschenleben mit all ihren Hoffnungen, Erwartungen, Sehnsüchten und schlußendlich bittere Enttäuschung. Die jeweilige Betroffenheit ist eine kurze, Christiane F. gibt es wie Sand am Meer, heult durch die Skandalpresse wieder ein erschauernder Artikel über Kindesmißhandlungen ist der Leserbriefevolkszorn groß, ich kann es nicht mehr lesen ohne an Scheinheiligkeit und die alten Pharisäer denken zu müssen. Meine Frage ist immer die selber, die unbeantwortet bleibt richtete ich sie an Politikerinnen und Politiker, weshalb seid ihr so hinterfotzig und verlogen. Christiane F.s Buch sollte von allen die sich berufen fühlen Kinder-und Jugendpolitik machen zu "müssen" gelesen werden, aber ich habe wenig Hoffnung,dass es auch wirklich alle verstehen.
 

Franjo

Aber glaubst Du, dass hier wirklich nur die Politik Schuld ist?
Ich seh doch, wie wenig Zeit sich Eltern für ihre Kinder nehmen. Klar, sie müssen beide arbeiten, um dem materiellen Druck standzuhalten, den die Gesellschaft ihnen und vor allem auch den Kindern auferlegt - wer kann heute noch ohne Markenkleidung, Handy und iPod in die Schule gehen? Aber selbst in ihrer Freizeit haben die Eltern dann so viele eigene Interessen, dass die Kids einfach zu kurz kommen. DA seh ich ein echtes gesellschaftliches Problem - die eh so oft bemühte "Wohlstandsverwahrlosung", die aber durch Politik und mit Geld auch nicht zu lösen ist. Oder?

Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt, ich meinte speziell jene Kinder und Jugendliche die von den Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nichts mehr erwarten können. Und d a  wäre die Gesellschaft gefordert, und natürlich die Politik die ja das Geld für Einrichtungen wie sozialpädagogische Einrichtungen, Jugendzentren, offene Häuser, engagierte Menschen in der Jugendwohlfahrt, geförderte Lehrstellen etc. zur Verfügung stellen kann. Immer heißt es, "Zu wenig Personal", "schlechtes Image", "zu wenig Bezahlung", "zu wenig Einrichtungen"... . Ja, und dann kommen eben all die von Dir erwähnten Punkte dazu. Es ist ein unglaublich gravierendes Problem worüber sich Soziologen und Pädagogen etc. endlos den Kopf zerbrechen, irgendwie scheint mir alles ausser Rand und Band, und das frustriert mich als ehemals Betroffener. Die Wohlstandsverwahrlosung kann ganz sicher nicht durch Geld oder Politik gelöst werden, aber den Opfern dieser Verwahrlosung kann und muss geholfen werden weil sie sich als Kinder selbst nicht helfen können. Es ist ein trauriges Resümè.  Liebe Grüße, Franz

Franjo

Tja, und dann gehen sie mit 14 einbrechen und alle nehmen ihre Mörder in Schutz...
So sieht die Realität aus, und dass da 14 Jahre Verwahrlosung und Lieblosigkeit dahinterstecken, will keiner so recht sehen. Ich hab übers Internet einen Brief eines Anwalts bekommen, um an einer Petition zugunsten des Polizisten teilzunehmen, der das Kind in Krems erschossen hat. Der honorige Herr meinte, er hätte auch Kinder, und die würden auch nicht einbrechen gehen ... Was soll man von so etwas halten?
Natürlich gehen nicht alle vernachlässigten Kinder stehlen, aber einige finden eben gerade in solchen Banden den Anschluss, der ihnen aufgrund ihrer sozialen Stellung überall sonst ja auch verwehrt wurde. Traurig ist das alles! Seien wir froh, dass es auch viele gute Beispiele gibt, viele gute Eltern, die sich sehrwohl um ihre Kinder kümmern.
 
Wir sehen uns am 14. bei der Buch 09, oder? Das Wann und Wo machen wir uns dann noch kurzfristig aus, wir sind ja eh nur zu dritt oder zu viert.
 
Liebe Grüße
Germana

Ich nehme Dir meinen ersten Roman mit, der zweite soll bis Dezember am Markt sein,da steht a l l e s  drinnen w a s mit Kindern und Jugendlichen falsch gemacht werden kann. Man/frau -"Wenn ich nicht mehr weiter weiß gründ' ich einen Arbeitskreis" müssten sich nur ein wenig informieren. War gestern zum StadtexpertInnen-Gespräch im Rathaus zu diesem Thema eingeladen, bin nicht hingegangen weil ich kein "Stadtexperte" bin ;-). Bringt nix, besser ist es immer direkt vor Ort.
Liebe Grüße, Franz

Franjo

Da freu ich mich drauf! Auf das Treffen und natürlich auf das Buch!
Liebe Grüße
Germana

Als ich anfing, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ zu lesen, wusste ich sofort, warum dieses Buch eine so große Zahl an Auflagen hat: Die Geschichte von Christina F. ist sehr erschütternd und traurig und zeigt, wie es sich anfühlt, mit den Drogen anzufangen und dann nicht mehr davon loszukommen.
 
Ich habe bereits zwei andere Bücher gelesen, in denen es um Drogenkonsum und Alkohol unter Jugendlichen geht, eines davon beruht sogar auf wahrer Begebenheit, doch dieses Buch hat mich gefesselt wie fast noch kein anderes!
 
Zuerst hatte ich mit dem Schreibstil Schwierigkeiten und konnte ihn auch nicht flüssig lesen. Doch als ich dann ins Lesen hineingekommen bin und die ersten paar Seiten hinter mir hatte, wurde es immer wie leichter.
 
Bei den anderen Kommentaren habe ich etwas gelesen, auf dass ich eingehen möchte. Es war oft die Rede vom Alter, mit dem man dieses Buch lesen sollte. Ich habe es jetzt mit meinen 13 Jahren gelesen und würde es auch Anderen in meinem Alter vorschlagen. Ja, die Handlung des Buches ist sehr hart und dass ein Mädchen, welches gleich alt ist wie ich, Drogen nimmt und anschaffen geht, ist sehr tragisch und lässt einen nachdenken. Doch meiner Meinung nach könnte dieses Buch genau 13-jährige interessieren, da es wahrscheinlich auch ein Grund ist, nie mit Drogen anzufangen! 
 
Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da es alles hat, was ein gutes Buch haben sollte: Es wird nie langweilig, die Handlung ist toll und man möchte dieses Buch nicht aus der Hand legen! Die Bilder, die in der Mitte des Buches vorzufinden sind, haben mir auch sehr gefallen, da man sich mehr vorstellen konnte. Bei dem Gedanken, dass dieses Buch auf wahrer Begebenheit beruht, war ich immer wieder aufs Neue schockiert!
 
Wenn es wirklich stimmt, dass Christiane F. noch immer nicht clean ist, würde ich das sehr schade finden. Ich kann mir vorstellen, dass das für ihren Sohn auch keine leichte Situation ist, wobei ich mir sicher bin, das Jugendamt hätte schon längst eingegriffen.
 
Ich bin schon sehr gespannt auf den Film, denn ich mir bald anschauen werde.
 
Und zwei Sachen, die ich noch loswerden möchte:

  1. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist eines der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe.
  2. Ein großes Dankeschön an tedesca, die mir den Tipp für dieses tolle Buch gegeben hat!

Danke Laura, es freut mich sehr, dass dieser "alte Schinken" so gut bei Dir angekommen ist. Ich dachte mir ja, dass das Thema wohl immer noch aktuell ist, auch wenn sich die Umstände verändert haben mögen. Damals war es noch nicht einmal SO einfach, an Drogen ranzukommen, da musste man schon in die Szene eingeschleust werden, während man sie heute auf jedem Clubbing in Tablettenform kaufen kann.
Das Du Dir mit der Sprache anfangs etwas schwergetan hast, kann ich gut nachvollziehen. 1. hat jede Zeit ihre Jugendsprache und 2. spielt die Geschichte ja in Deutschland, ich hab mich damals auch etwas geplagt.
Leider dürfte die Autorin wirklich wieder rückfällig geworden sein, wenn man wikipedia trauen darf, wurde ihr Sohn vor zwei Jahren in Obhut der Fürsorge genommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Felscherinow
 
Ich bin gespannt, wie es Dir mit dem Film gehen wird, liebe Laura, das musst Du uns dann auch noch berichten!
 
Danke noch einmal, jetzt haben wir endlich einmal eine aktuelle Meinung einer Jugendlichen, die für uns alle interessant und aufschlussreich ist.
Liebe Grüße
Germana

Heute hatte ich endlich Zeit, den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" anzuschauen. Da das Buch eines der Besten war, was ich jemals gelesen habe, hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an den Film, die leider nicht erfüllt werden konnten. Der Film war für mich eher langweilig, meiner Meinung nach wurde sehr viel geändert und nicht wie im Buch vorgeführt. Trotz der Handlung, die von Drogen bestimmt ist, hat mich der Film anders wie das Buch überhaupt nicht überzeugt. Außerdem fand ich das Drehbuch auch nicht toll, da bestimmte Dialoge einfach zu kurz waren und ich oft das Gefühl hatte, da fehlt noch was. 
 
Ich finde, man sollte sich nicht zu viel von dem Film erwarten. Durch den Film konnte ich mir zwar vorstellen, wie früher alles war, welche Lebensbedingungen vorherrschten, doch das Buch schockiert einen, es will einen nicht mehr loslassen, leider ist das beim Film aber nicht der Fall.
 
Meine Meinung zu dem Film ist wahrscheinlich so schlecht, da er schon 32 Jahre alt ist.

Laura, ich glaube nicht, dass das am Alter des Films liegt - es gibt Filme aus den 50ern und noch früher, die einfach zeitlos gut sind. Hast Du schon jemals "Frühstück bei Tiffany's" gesehen? Falls nicht, schau's Dir an! Ich bin mir sicher, dass auch Dir dieser alte Schinken gefallen wird. Oder "Hatari", "Vom Winde verweht", "Manche mögen's heiss"...
Ich denke eher, dass einerseits der Film nicht wirklich gut gemacht, und andererseits natürlich einen Zeitgeist vermittelt, der uns heute nicht mehr anspricht. Dazu kommt noch dieses spezielle Mileue, das uns nicht anspricht, und dass alles klarerweise sehr "deutsch" ist, also von der Ausdrucksweise dem Österreichischen so garnicht entspricht und somit für uns die Situationen auch verfremdet. Es ist auch viel Aggressivität im Spiel, das macht einen Film auf jeden Fall unangenehm, finde ich.
Wie auch immer, Du hast eine gute Kritik über den Film geschrieben, und es ist interessant, wie Du den Unterschied zwischen Buch und Film siehst.