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Zitat Seite 13: "Vom Ufer
Zitat Seite 13:
"Vom Ufer aus bohrten die Reiher ihre langen Schnäbel ins Wasser und stelzten auf ihren hohen, dünnen Beinen einher wie junge Mädchen, die sich mühten, ihre Kleider nicht zu benetzen."
Träumen von einer besseren Welt...
Nach Durchsicht des Klappentextes habe ich eigentlich einen exotischen und abenteuerreichen Liebesroman erwartet.... tatsächlich handelt "Waslala" nur am Rande von der Liebesbeziehung zwischen Melisandera und Raphael.
Vielmehr zeigt uns Belli ein teils erschütterndes und ernüchterndes Bild vom Leben in diesem Land.
Obwohl oft ein wenig überspitzt, wird schnell klar, was den Alltag dieser Menschen lenkt. Waffenhandel, Drogen, der Kampf ums Überleben und auch das Fungieren als Müllabladestelle für alles und jedes, was uns unnötig erscheint und dessen wir uns entledigen müssen.
Diese "Bilder" stimmen mich nachdenklich. Es zeigt wieder einmal, wie wenig wir nachdenken und um uns und unsere Umwelt kümmern Ganz nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn" !!!!
Es ist auch ein Zufall, dass ich diese Roman gerade jetzt gelesen habe, wo alle Welt nach Japan blickt und wo nukleare Unfälle in aller Munde sind.
Die Medien informieren und ermöglichen uns, alles "hautnah" miterleben zu können... doch wer entscheidet, was wert ist an die Öffentlichkeit zu gelangen. Wie groß muss die Katastrophe sein, dass sie es wert ist beachtet zu werden.....
Tschernobyl.... ein Begriff, der jedem von uns wohl bekannt ist, doch was ist mit "Goiania"???? War es zu unbedeutend um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen??? Mir zumindest war es bis vor Kurzem nicht bekannt..... und Bellis Worte könnte nicht treffender sein: "Lateinamerika ist eine zum Vergessen verurteilte Nachricht"
Kein Buch für neben bei..... aber trotzdem sehr lesenswert. Belli verpackt die Realität in einen sehr beindruckenden Roman mit vielen Facetten, der mich nicht unberührt lässt.
Zitat Seite 291
... man muss wirklich sehr viel Lärm machen in dieser Welt, damit wenigstens ein Echo bleibt. Was uns rettet, ist die Wirkung; das, was dieser Laut hervorruft, wenn er auf einen anderen Menschen trifft. Das ist der Umstand, der die Mühe lohnt...
Zitat Seite 307
Durch Tränen sieht man die Wirklichkeit klarer