Von der Liebe und anderen Dämonen

Von_der_Liebe_und_anderen_D__monen.jpgDie kolumbianische Hafenstadt Cartagena im ausgehenden 18. Jahrhundert ist Schauplatz dieses Romans. Einst Hauptumschlagsplatz für Sklaven, befindet sie sich jetzt in einer Zeit des Umbruchs; unterschiedliche geistige Strömungen lösen Unruhe aus. Erzählt wird vor allem von der jungen Sierva Maria de Todos los Angeles, der einzigen Tochter eines spanischen Adligen. Sie wächst inmitten der schwarzen Haussklaven auf, deren religiöse Vorstellungen ihr näher sind als der Katholizismus ihrer Vorfahren. Pater Cayetano Delaure, rechte Hand des Bischofs, soll sie zum rechten Glauben führen, entbrennt aber in heißer Liebe zu der gerade erst Zwölfjährigen.

Meine Gedanken zum Buch: 

... vorweg muss man mal sagen, die Lizenzausgaben von Fischer sind wirklich eine Augenweide.... ich finde die Umschlaggestaltung bei allen Exemplaren extrem gelungen und das ist für den Verkauf allein schon mal extrem wichtig.
 
Gabriel Garcia Marquez ist einer meiner Lieblingsautoren.... sein Stil lässt sich wunderbar lesen und beinhaltet auch immer einen Hauch von Zauber und "Magie".
 
In diesem Roman geht es einerseits um die Glaubensfrage bzw. um Glaubenspraktiken (kirchlicher Glaube und auch "Aberglaube" in Form von Heil- und  Hexenkünsten) und andererseits um ein sehr heikles Thema.... die Liebe eines erwachsenen Mannes (hier noch dazu Pater und rechte Hand des Bischof`s) zu einem erst zwölfjährigen Mädchen. Gerade das hat er ja schon in seinem Roman "Erinnerung an meine traurigen Huren" mit sehr viel Feingefühl behandelt und ich bin schon sehr gespannt, wie er es nun hier aufgreifen wird....

Kein Verrückter ist Verrückt, wenn man seine Gründe gelten läßt.

Seitenangabe für Zitat1: 
0
Verlag: 
Fischer Verlag
Auflage: 
Lizenzausgabe
ISBN: 
3-596-16252-1

Kommentare

Marquez ist und bleibt Marquez.... und wenn man ihn liebt, dann für immer. Wieder ein wunderbares Buch mit unzähligen Bildern.
Allein schon der Konflikt zwischen den Themen Sklaverei sowie ihren Riten und der hl. Kirche, Inquisition... die Liebe eines Paters zu einem vom teufelbesessen Mädchen (bzw. hat man sie zu einer Besessenen gemacht)... das bietet schon mal die nötige Spannung und dann auch noch die blumige Sprche... perfekt für mich!!!! Ja, der Mann kann erzählen....
Marquez schreibt so flüssig und so leicht.... viel zu schnell ist man mit diesem Roman druch. Von mir aus hätte es noch ewig dauern können.