Uta, Käse, Buttermarken

Mal ein ganz anderes Lesevergnügen…
In diesem Buch geht es um die 10-jährige Berit Budde, die mit ihren Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg aus Westfalen nach Dessau zieht. Dort freundet sie sich sogleich mit einigen Kindern an, die der Hinkelsteinbande angehören. Und nachdem Berit drei Prüfungen gemeistert hat, wird sie in die Bande aufgenommen. Trotz des harten Alltags mit all seinen Schwierigkeiten, Entbehrungen, Improvisationen, Schwarzmarktgeschäften und Notunterkünften, erleben die Kinder eine „normale“ und fröhliche Kindheit – sie albern herum, machen Späße und wollen Abenteuer erleben. Von der Suche nach einem Schatz, über den Schulalltag und Eicheln sammeln um ein paar Pfennig zu verdienen oder die Aufführung eines Theaterstücks – mit der Hinkelsteinbande wird es Berit nie langweilig. Doch neben ihren Erlebnissen mit ihren Freunden beschreibt Berit auch den Lebensalltag klar und unbefangen – die Lebensmittelknappheit, den Hunger, die Lebensmittelmarken und ihre Erlebnisse während der Bombardierung Deutschlands.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Buch sprüht vor kindlichem Charme und brachte mich öfters zum schmunzeln. Berits Erlebnisse und die Beschreibung ihrer Umgebung, ihrer Gefühle und Gedanken erinnerten mich manches Mal  an meine eigene Kindheit, die ich zwar in einer ganz anderen Zeit verlebte, aber dennoch viele der Dinge tat, Spiele spielte, wie Berit zusammen mit ihren Freunden. Das Buch zeigt das Leben nach dem Krieg mal aus einer anderen Perspektive, ohne Dinge zu beschönigen, durch die klaren Augen eines Kindes…

Ein tolles Buch für jung und alt.

Verlag: 
SichVerlag
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
978-3-942503-01-3