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Unheil

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Fr, 25/02/2011 - 18:42
Inhaltsangabe

Mitten unter uns lauert eine tödliche Bedrohung: der Vampir. Er foltert seine Opfer und saugt ihnen das Blut aus. Als ihm die Ermittlerin Conny in einer finsteren Gothic-Disco auf die Spur kommt, gerät sie in einen Albtraum: Immer wieder erscheint ihr ein Phantom mit offenbar übernatürlichen Kräften. Unheimliche Geschöpfe eröffnen die Jagd auf sie. Conny wird in eine tödliche Intrige verstrickt. Und diejenigen, die sie immer für ihre engsten Verbündeten gehalten hat, entpuppen sich als undurchsichtige Gegner ...

Zitate

Tom lachte, doch als er etwas sagen wollte, trat eine große, sehr schlanke Gestalt an ihren Tisch und sah sie an. Conny hätte ihr unter normalen Umständen wahrscheinlich gar keine Beachtung geschenkt. Der Mann war außergewöhnlich groß und trug ein schwarzes Cape, ein altmodisches Rüschenhemd mit einem noch altmodischeren Binder; dazu ein albernes Gehstöckchen mit einem Griff in Form eines Drachenkopfes, und sein Haar war kurz geschnitten und selbstverständlich ebenso schwarz sie sein Gesicht bleich. Kurz: Er unterschied sich nicht wirklich von mindestens neunzig Prozent der Anwesenden; sah man vielleicht von seinem Alter ab, das - wenigstens auf den zweiten Blick - mehr in ihre Richtung tendierte als dem hier vorherrschenden Durchschnitt. Und doch war irgendetwas an ihm, das ihn...anders machte. Conny sah irritiert auf und begegnete dem Blick zweier dunkler, sehr durchdringender Augen, die den Eindruck erweckten, dass ihnen nichts entging. Irgendetwas... Sonderbares schien den Mann zu umgeben, das nicht zu beschreiben, aber sehr unangenehm war.

Seitenangabe für Zitat1:
12

"Das ist er", sagte Conny gepresst. "Kein Zweifel." Ihr Herz klopfte, und sie spürte, wie sich ihre Händer so fest zu Fäusten ballten, dass sich ihre Fingernägel schmerzhaft in die Handflächen gruben. Sie war so wenig imstande, irgendetwas gegen die Bewegung zu tun, wie es ihr möglich war, ihren Blick von diesen schrecklichen schwarzen Augen zu lösen. Alles drehte sich um si, und plötzlich wurde ihr klar, dass diese Augen nicht nur zufällig un Richtung der Kamera blickten. Eichholz und alle anderen mochten das glaube. Sie mochten sogar annehmen, dass Aisler den Scharfschützen im gegenüberliegenden Fenster entdeckt hatte und direkt in die Kamera sah, aber Conny wusste, dass das nicht stimmte. Er sah nicht die Kamera an. Er wusste, dass sie da war, und er starrte sie an!

Seitenangabe für Zitat2:
97

Sie sollte nicht hier sein. EIn Teil von ihr, dessen Existenz sie möglicherweise Zeit ihres Lebens gespürt, aber hartnäckig verleugnet hatte, fühlte die Gefahr, die sich rings um sie herum zusammenballte; nicht die bloße physische Gefahr eines Ortes wie diesem mit all seinen unsichtbaren Fallen, Hindernissen und Abgründen, die einem unvorsichtigem Eindringling nur zu leicht zum Verhängnis werden konnten, sondern eine andere , viel größere Gefahr, die direkt ihr galt.

Seitenangabe für Zitat3:
450
Quellenangaben
Verlag:
Piper Verlag GmbH München
Erscheinungsjahr:
2010
Auflage:
Taschenbuchsonderausgabe Februar 2010
ISBN:
ISBN-13: 978-3-492-26350-4
Meine Gedanken zum Buch:

Ein ausgesprochen spannender Thriller, bei dem es gleich von Anfang an zu Sache geht; ich konnte das Buch kaum aus der Hand legenes ist lange nicht klar, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind; - vor allem der mysteriöse Vlad hat es mir angetan; will er Conny nun helfen, oder nicht?
Und was ist es, das Conny erkennen soll, aber sich standhaft weigert, endlich zu akzeptieren? Ist der Vampir wirklich ein Vampir im herkömmlichen Sinn oder ganz etwas anderes? Fragen über Fragen - natürlich hatte ich immer wieder Vermutungen, aber ganz so war es dann doch nicht.
Und auf die Ereignisse am Ende des Buches war ich nicht vorbereitet.
Was mich doch etwas gestört hat, war die zeitweise Langatmigkeit mancher Szenen (allerdings bin ich seh geübt im Überlesen von Passagen, ohen jedoch den roten Faden zu verlieren); vor allem die Kämpfe, die Conny mit den bösen Buben ausfechten muss, wiederholten sich zwar in Variationen, aber doch ähnlich.
Dennoch war es ein fesselndes Lesevergnügen - zwar nicht übermäßig anspruchsvoll oder komplex, aber gut und flüssig geschrieben.

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