The Adventures of Inspector Lestrade (Lestrade und die Struwwelpeter-Morde)

The_Adventures_of_Inspector_Lestrade.jpgIn dieser Kriminalgeschichte aus dem Jahre 1891 treten auf: Inspector Lestrade- ein Detektiv von Scotland Yard; Melville McNaghten – Chef von Scotland Yard und Vater einer energischen Tochter; Sherlock Holmes – ein kokainsüchtiger «Beratender Detektiv»; Dr. Watson – Verwandter zweier Mordopfer; Arthur Conan Doyle – Provinzarzt und Chronist der abstrusen Erlebnisse von Holmes und Watson; Edward Prince of Wales – Thronfolger und Vater von Victor, Duke of Clarence – duellfreudig und verdächtig; Oscar Wilde – berühmtere Hälfte eines Liebespärchens samt Freund; große Dichter, berühmte Maler; gläubige Spiritisten; ein Eton-Schüler bei Scotland Yard; zehn Mordopfer und der Struwwelpeter-Mörder – der sich ein Kinderbuch zum Vorbild nimmt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Mit diesem Buch hat M. J. Trow eine wunderbar amüsante Krimireihe gestartet, die alles vereint, was ein Buch braucht. Einen gut gezeichneten Hauptcharakter mit Ecken und Kanten, eine spannende und durchaus skurrile Handlung und dazu witzige pointierte Dialoge, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Als Zuckerl tauchen dann auch noch immer wieder historische und literarische Figuren aus dieser Epoche auf, die dort und da auch eine markante Rolle spielen. Actionreich und fesselnd, auf hohem sprachlichem Niveau geschrieben, ist dieses Buch ein Tipp für alle Fans klassischer Krimiliteratur, in der Atmosphäre und Lokalkolorit eine Rolle spielen, ohne dass die Spannung dabei zu kurz käme. Eine erfreuliche Zufallsentdeckung!

Just look at him! There he stands,
With his nasty hair and hands.
See! his nails are never cut;
They ar grim'd and black as soot;
And the sloven, I declare
Never once has combed his hair.

Seitenangabe für Zitat1: 
28
Verlag: 
Gateway ed
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-0895263438

Kommentare

Hey, tolles Foto - genau so hätt ich`s mir auch vorgestellt.
Das Original hab ich auch noch so daheim:
An den Händen beiden | ließ er sich nicht schneiden | seine Nägel fast ein Jahr. | Kämmen ließ er nicht sein Haar.....
 
 
Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in ihren Stuben. -
Robert aber dachte: Nein!
Das muß draußen herrlich sein! -
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.
Hui, wie pfeift der Sturm und keucht,
Daß der Baum sich niederbeugt!
Seht! den Schirm erfaßt der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.
Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja! das weiß kein Mensch zu sagen.

Hallo
Na da hat ja einer genaz tief in die Plagiatkiste gegriffen,  scheinbar ist Mr. Trow nichts eigenes eingefallen ???
Es ist halt von Marketing her immer gut zu versuchen auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, in Deutschland ist das scheinbar nicht gelungen sieht man sich an wie schnell es bei Rowohlt wieder weg war !
Aber trotzdem Danke - spart mir Geld, steht schon auf meiner Nicht-Kaufen-Liste !
Rotbart
PS ach so hier der Link zur kompletten Inhaltsangabe  (ich bin ein Fan davon fremde Texte immer korrekt zu zitieren  ;.))
http://www.krimi-couch.de/krimis/m-j-trow-lestrade-und-die-struwwelpeter-morde.html
 
Es gibt keine schlechten Bücher - es gibt nur unfähige Autoren

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

*gg*
Ich empfehle zum Begriff Pastiche Leif Ludwig Albertsen Pastiche zu lesen !
Wenn z.B. im Raumschiff Enterprise eine Geschichte (auf dem Holo-Deck) von A.C.Doyle gepielt wird und dabei Prof, Moratti aus dem Holodeck entkommt und die Enterprise übernehmen will, dann ist das eine Pastiche.
N.B. Pastiche von Pasticcio (ital. für Pastete), dabei übernimmt eine moderne Literatur (Kultur) Darstellung eine altes Sujet, eine alte Sprachform etc. um dadurch sein Werk anzureichern und die alten Meister zu "verehren" (das gab es übrigens schon bei Vergil).
Eine Verballhornúng der Story und der Personen - so wie oben im Inhalt dargestellt - ist IMHO keine Pastiche, noch nicht einmal eine gute Satire
Leif Ludwig Albertsen Pastiche z.B. hier http://books.google.de/books?id=AfpcjdU5fD8C&pg=PA95&lpg=PA95&dq=%22Leif+Ludwig+Albertsen%22+Pastiche&source=bl&ots=0ynSUlAMUn&sig=RCh2xXjJ110C6iphGvpc_HWtHOQ&hl=de&ei=dGKaTOmYJuifOL_x6KkB&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CCYQ6AEwAw#v=onepage&q=%22Leif%20Ludwig%20Albertsen%22%20Pastiche&f=false

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Glauben Sie mir, ich weiß sehrwohl, was ein Pastiche ist und habe diesen Begriff hier sehr bewusst eingesetzt, aber trotzdem vielen Dank für Ihre Belehrungen. Ganz abgesehen davon, dass Trow weder Figuren noch Story "verballhornt", sondern sie in einen völlig neuen Kontext setzt, was in diesem Zusammenhang mindestens so legitim ist, wie Moriarty (!) auf die Enterprise zu beamen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock-Holmes-Pastiches
Ganz abgesehen davon ist dieses Buch ein Lesevergnügen gewesen, war sprachlich ansprechend und hat vor allem durch diese Begegnungen mit diversen Figuren aus der Literatur amüsiert. Da Sie jedoch schon vorab entschieden haben, es nicht in die Hand zu nehmen, wird Ihnen dieser Spaß versagt bleiben, aber ich nehme an, damit können Sie gut leben.
 

Danke für den Link, da liest man doch glatt :
Geschichten, die man als „Sherlock-Holmes-Hasser-Geschichten“ bezeichnen kann, sind eine weitere Kategorie. Sie sind nicht als Pastiches, sondern eher als Parodien zu betrachten. Begonnen hatte dies mit der Geschichte Mark Twains (A double barelled detective story) bereits im Jahre 1902. ................Neben den bereits erwähnten Arsene-Lupin-Geschichten sind vor allem die insgesamt 16 Bände um den ewig als Trottel kritisierten Scotland-Yard-Inspektor Sholto Lestrade von Meirion J. Trow zu erwähnen. Hier ist Lestrade der Held, während Sherlock Holmes, der in einem Wahnanfall an den Reichenbachfällen stirbt, ein völlig wirrer sich selbst überschätzender Laie ist, der die polizeilichen Ermittlungen bestenfalls stört und von Watson völlig kritiklos vergöttert wird
Ja das ist interessant, ein netter Link - passt aber nicht so gaaanz richtig. Na nix für Ungut, mein Fehler, ich pflege immer alles gründlich zu lesen, wahrscheinlich ein Grufti-Fehler !
Rotbart
PS Ach so, hier klinke ich mich jetzt aus !

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Auch ich habe den Text gelesen und bin halt anderer Meinung als die Autoren von Wikipedia, diese Freiheit nehm ich mir.

da hier Wiki-Links ziemlich in Mode gekommen zu sein scheinen, meine persönliche Empfehlung an dich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Besserwisser
Am besten gefällt mir dabei das Zitat von Martin Kessel in der dort aufscheinenden Rubrik "Kunst und Kultur".

Nachdenkliche Grüße,
Michael.

Ein nettes Zitat, nur stammt der Wiki-Link nicht von mir *gg*, sondern er wurde vom Erst-Poster benutzt, als Hinweis was "Pastiche" sind, ich hatte eine Original-Literatur zitiert.
Das nun der Link ausgerechnet das Gegenteil der Merinung des Buchkritikers abbildet ist wahrlich nicht mein Problem !! Das fällt unter den Spruch, "Wer Anderen eine Grube gräbt....."
Man sollte vor der Kritik immer alles gründlich lesen, ich sage es hier schon, scheinbar ein Grufti-Fehler so etwas zu tuin und nicht nur die Überschrift....................
Fröhliches Nachlesen und dann Nachdenken Smile
Rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren