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Bis etwa zum letzten Drittel
Bis etwa zum letzten Drittel des Romans hat mir alles gefallen, was Ken Follett zu erzählen hatte. Besonders originell fand ich die Idee, die Protagonisten dreier Nationen miteinander in Beziehung zu setzen. Irgendwo sind sie sich immer wieder über den Weg gelaufen und auch für mich war es fast so, als hätte ich alte Bekannte wiedergetroffen.
Im letzten Drittel jedoch ist die Geschichte gekippt, oder besser gesagt, sie ist aus dem Ruder gelaufen. Wenn ich nicht gewußt hätte, dass ich noch immer denselben Roman lese, hätte ich gedacht, nun ein Sachbuch über den 1. Weltkrieg in Händen zu halten. Ich bin an historischen Ereignissen ja durchaus interessiert, mag sie auch gerne in Romane eingeflochten, aber das war mir des Guten fast zu viel. Die Recherchearbeit des Autors in allen Ehren, aber so detailiert wollte ich über den Frontverlauf und sonstige politische Hintergründe eigentlich gar nichts wissen. Das persönliche Schicksal der Protagonisten ist mir im Gegenzug beinahe abhanden gekommen.
Mir wäre lieber gewesen, Ken Follett hätte keine Fortsetzungsbände geplant, sondern diese mehr als 1000 Seiten dazu benutzt, seine Geschichte in gestraffter Form zu präsentieren. Für mich wäre in diesem Fall weniger vielleicht mehr (Lesespaß) gewesen.
Meinen Respekt, tedesca, dass Du diesen Hör-Marathon absolviert hast. Daran wäre ich ganz sicher gescheitert. Ich habe schon beim Buch nur mit Mühe bis zum Ende durchgehalten und werde mir auch keine weiteren Fortsetzungen aufhalsen.
Also wenn mir ein Buch so
Also wenn mir ein Buch so gut gefällt und es noch dazu so animiert gelesen wird, dann ist es mir egal, wie lang es dauert. Und wenn es die beiden Faktoren nicht erfüllt, dann brech ich es sowieso ab. Gelesen hätte ich es vielleicht garnicht, ich bin ja nicht SO der Follett-Fan, aber oft hört sich eine Buch besser als es sich liest.