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hmmm
Ist das was für mich? Klingt spannend.
Vom Tierliebhaber zum
nun ja, sagen wir mal zärtlich, zum Überlebenden.
Absolutes Cosy-Buch am Anfang, aber kommt immer dicker gegen Ende.
schreibt Reinhard
Man hat ja schon öfter
Man hat ja schon öfter davon gehört: Gruppe überlebt nur weil sich einer geopfert hat. Natürlich ist der der sich opfert der psychisch stärkere. Da gehört schon was dazu, um sich für andere zu opfern. Da sind alle anderen nur die Lutscher!
Diejenigen Nutznießer des Aufopfernden brauchen glaub ich nur einen dementsprechenden Überlebenstrieb um die Sache zum Ende zu bringen. Und wer will schon nicht überleben?
Andreas
------------------------------------------------------
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Sehr schöne Folgerung
Was ist jedoch, wenn sich das Opfer nicht heldenmütig opfert, sondern hinterrücks hergemeuchelt wird. Das stelle ich mir als das leider Wahrscheinlichere vor. Wer bleibt dann über? Die starken, niemals hungrigen Helden? Ich glaube nicht, denn die werden ja vernichtet.
schreibt Reinhard
Wie konnte ich...
Ich hatte dieses Buch bereits einmal begonnen, aber nicht zu Ende gelesen. Heute frage ich mich: Wie konnte ich es fast ungelesen wieder weglegen? Dieses Mal hält es mich gefangen.
Bin jetzt auf S. 218 und sehr gespannt, wie's ausgeht. Habe versucht, Eure bisherigen Kommentare nicht zu lesen, um bloß nicht in eine bestimmte Richtung gelenkt zu werden. Mal schauen, ob ich zu Eurer Diskussion etwas beitragen kann, wenn ich das Buch ausgelesen habe. ;-)
Jana
Woher hat man das Wissen,...
...dass sich einer der Gruppe geopfert hat? Doch nur von den Überlebenden; ich stimme der Meinung zu, dass die Gruppe eher einen auswählt, der geopfert wird. Die Überlieferung vom selbstlos handelnden Helden, der sich opfert, entsteht nur zur Rechtfertigung einer »unmenschlichen« Tat.
Ich halte es für äußerst schwierig, von solchen Ausnahmezuständen und den daraus resultierenden Taten auf psychische Stärke oder Schwäche zu schließen.
Ich traue es keinem Menschen zu, dass er sich für eine Gruppe anderer, vielleicht sogar fremder, Menschen opfert, denn in solchen Situationen dominiert bei jedem der Überlebenstrieb. Vermutlich gibt es aber Unterschiede bei der Aktivität, soll heißen, wo der eine eher passiv die Umstände erträgt, versucht der andere, die Lage zu verbessern. Sicher spielt dabei auch der oft grausam anmutende Grundsatz der Natur eine Rolle, dass nur die Stärkeren überleben. In dieser Beziehung sind wir Menschen vermutlich wieder nur Tiere. Wieso sollte uns auch unser Wissen oder psychische Stärke dazu bevorrechten, eher zu überleben als der körperlich Stärkere, der ganz simpel die Art erhält.
In diese Kerbe
schlägt auch: Falk von Joseph Conrad (Leseempfehlung)
weiters tokio von Mo Hayder (Bitte umbedingt die Buchpatenschaft hierzu lesen)
Ich glaube, dass Meuchelmord auch von einem Schwachen ausgeführt werden kann. Psychisch oder auch physisch.
schreibt Reinhard
Vegetarische Panik
S. 71
"Ich weiß nicht mehr, ob ich das Blut spritzen sah, bevor ich mich in Mutters Arme flüchtete, oder ob ich es später in der Erinnerung dazumalte, mit breitem Pinsel. Aber die Ohren konnte ich nicht verschließen. Was ich hörte, versetzte mich in äußerste vegetarische Panik."
Freu dich
auf eine tierische Meeresüberfahrt, liebe Gabi!
"Tierische" Überfahrt?
Der dritte Teil dieses Buches war für mich sehr schnell vorbei. Ich wünschte mir eine Erklärung/Umschreibung der fleischfressenden Insel, da auch diese für mich einen wesentlichen Teil der Geschichte darstellte.
Die fleischfressende Insel
hatte bei mir keinen Stellenwert - jedoch die besondere Variante des Endes nach dem schönen Ende.
S. 215
"Wer einen Bruder verliert, der verliert jemanden, mit dem er gemeinsam alt werden konnte, jemanden, der ihm eine Schwägerin, Nichten und Neffen bescheren sollte, Menschen, die den Baum eines Lebens bevölkern und ihm neue Zweige geben sollten. Den Vater zu verlieren heißt den zu verlieren, der dem Leben die Richtung gibt, denjenigen, zu dem man geht, wenn man in Not ist, der einen trägt uind erhält, wie ein Stamm die Äste eines Baumes trägt. Und wenn man die Mutter verliert, das ist, als verlöre man die Sonne am Himmel."
Mich hat dieser Roman
Mich hat dieser Roman restlos begeistert und zwar von der 1. bis zur letzten Seite, sodaß ich ihn regelrecht verschlungen habe.
Vor allem fand ich die Fantasie des Autors bewundernswert und auch die Idee mit den beiden Varianten ist ihm gut gelungen.
Spannend war es, gruselig und fantastisch erzählt.
Allerdings wollte ich nicht darüber nachdenken wie es wäre, wenn man selber in einer solchen Gruppe auf dem Meere treibt und darüber, wer wen zuerst verspeist. Ich glaube, dass man da auch keine Voraussagen treffen kann. Gerade in Panik und Chaos reagieren Menschen unvorhersehbar.