Schatten der Wahrheit

Der Münchner Arzt Kayahan entdeckt, dass bei seinen Patienten einige Jahre nach einer Operation die rechte Niere verschwunden ist.

Er vermutet ein noch unbekanntes medizinisches Phänomen und träumt von Ruhm und Anerkennung in der Wissenschaft.

Nachdem jedoch diese Patienten gewaltsam ums Leben kommen, und auch noch alle Beweise für seine Beobachtungen verschwinden, bricht seine Welt zusammen.

Eine Fernsehsendung bringt ihn auf eine heiße Spur.
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Überfälle und Anschläge bestimmen von nun an sein Leben.
Schafft er es, aus diesem Albtraum wieder heraus zu kommen...?

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein gelungener Debütroman von Ali I Erbas!
"Schatten der Wahrheit"
ein gutes Buch, welches den Leser mitten in das Geschehen trägt.
Auch wenn es sich um ein „fachbezogenes“ Thema handelt, verständlich für jeden.
Spannend - unterhaltsam - lesenswert!

Verlag: 
eichenlaub-verlag
Auflage: 
2000
ISBN: 
978-3-00-033351-4

Kommentare

Als Autor dieses Buches möchte ich, Ali I. Erbas, mich den Gruppenmitgliedern gerne vorstellen.
Ich wurde in der Türkei geboren und habe in Deutschland Humanmedizin studiert.
Nach mehrjähriger Tätigkeit in eigener Praxis in München musste ich leider meinen Beruf aufgrund einer Erkrankung aufgeben.
So hatte ich dann auf einmal Zeit, meinen Traum von einem Roman zu verwirklichen. Inzwischen arbeite ich bereits an meinem dritten Manuskript und hoffe, dass mein zweites bereits fertiges Manuskript bald auf den Markt kommt.
Ich muss allerdings unbedingt hinzufügen, weder Germanistik noch Journalismus studiert, noch irgendwelche Schreibkurse besucht habe. Daher bin ich mir sicher, dass der eine oder andere Leser einige Ausdrücke beanstanden wird.
An erster Stelle war es für mich wichtig, dass mein Verleger mein Buch im "Originalzustand" herausbringt. D. h. Ohne Vermischung von Ideen anderer (z. B. von Lektoren).
Deswegen bin ich für Hinweise, Kritiken, Verbesserungsvorschläge von Euch und aller Leser jederzeit offen und dankbar. Ich denke, dass der Leser das Recht hat, auch mal ein Buch zu lesen, das nicht von extra dafür ausgebildeten Leuten "manipuliert" worden ist.
Mit bestem Dank im voraus
scrittore (Ali I. Erbas)

Also dazu muss ich jetzt sagen, dass ein guter Lektor das Werk eines Autors ganz sicher nicht manipuliert, sondern es im Normallfall erst lesbar macht. Zuschussverlage bieten diesen Service oft nicht an, aber den meisten Werken merkt man das auch deutlich an. Deines hab ich nicht gelesen, aber diese Tatsache schreckt mich persönlich schon ziemlich ab.
Liebe Grüße
Germana

Liebe Germana,
vielen Dank für Deine klaren Worte. Ich muss jedoch dazu ein paar klärende Informationen geben.
Nachdem ich mein Manuskript (Ms) geschrieben habe, riet mir ein Bekannter, es vor der Zusendung an die Verlage "lektorieren" zu lassen, was ich auch gemacht habe. Die zwei Damen, die hauptberuflich als Lektoren und Autoren arbeiten, haben mein damals ca. 560 Seiten langes Werk für 8.000 (achttausend!) EURO "VERSCHANDELT", so dass ich selbst als Autor mein auf ca. 250 Seiten abgespecktes Werk nicht mehr erkennen konnte. Es war alles Andere als mein Buch...
Daraufhin habe ich das Ms noch einmal selbst überarbeitet und habe es um ca. 100 Seiten gekürzt. Mein Ms. bekam bei allen Verlagen eine hervorragende Beurteilung. Weswegen es allerdings nicht von ihnen veröffentlich wurde, wusste ich vorerst nicht.
Hierzu möchte ich einige Antworten der sog. Großverlage zitieren:
Beispiele:

  • Ihr Manuskript ist sehr interessant und spannungsreich. Die darin erwähnte Reinkarnation klingt jedoch esoterisch, was unseren Verlag in Verruf bringen könnte. Daher ....
  • Ihr Ms. lässt sich hervorragend lesen. Wir sind von Ihrem Werk sehr angetan. Für einen Jungautor ist es allerdings viel zu dick....
  • Ihr Ms. bla bla bla... für ein solch hervorragendes Ms. sollten Sie sich an einen größeren Verlag wenden...
  • Ihr Ms. bla bla bla.. Da bis jetzt jedoch noch kein Werk von Ihnen veröffentlicht wurde,..;
  • usw. usw.

Ich sage es Dir, und allen Lesern, ganz offen. Nach so vielen schönen Worten kam ich mir richtig veräppelt vor. Was steckte hinter all den "scheinheiligen" Kommentaren? Wurde ich "angelogen"? Hat man versucht, mich auf feiner englischer Art zu trösten? Nein!
Nach eingehender Analyse des Marktes habe ich es dann doch noch herausgekriegt: Mein Ms. hatte keine Chance, da es auf DEUTSCH geschrieben war. Ja, Ihr habt es richtig gelesen. Die deutschesprachige Belletristik ist in Deutschland nicht erwünscht.
Schaut Euch mal die Bestsellerlisten (in Belletristik) an; Wieviele deutsche Autoren seht Ihr da? Nämlich kein einziges. Alle Bestseller sind Übersetzungen. Wieso eigentlich? Habt Ihr eine Antwort dafür?
Herr Eichenlaub, der seinen Verlag gerade gegründet hatte, kam auf mich zu und hat sich bereit erklärt, mein Ms zu drucken. Ich gebe offen zu, dass ich sehr glücklich darüber war. Ich habe ihn gebeten, das Buch möglichst kostengünstig herauszubringen, damit möglichst viele Leser es kaufen und beurteilen können.
Wie gesagt, ich wollte sehen, was der Leser selbst über MEINE STORY denkt. Und so kam das Buch auf den Markt für NUR 14.95 Euro, Hardcover, farbig, 460 Seiten. Es war meinem Verleger und mir natürlich bekannt, dass dieses Buch nach einer eingehenden Überarbeitung zwischen 25 und 30 Euro gekostet hätte.
Nun möchte ich Dich (Euch) bitten zu entscheiden, was für Dich (Euch) wichtiger ist. Ein teures, aber lektoriertes Buch oder ein günstiges mit ein paar Fehlern?
Ich selbst stehe mit Leib und Seele zu meinem Buch und bin auch froh darüber, dass inzwischen viele Leser aus allen Ecken Deutschlands mir Mails schicken, die mich positiv und glücklich stimmen.
Zuletzt möchte ich einen inzwischen bekannten deutschen Autor zitieren: "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein deutscher Krimi in Deutschland veröffentlicht wird, beträgt eins zu einer Million; und das heisst gleich null."
Herzliche Grüße
Ali I. Erbas
 

Da hast Du Dich aber ganz schön über den Tisch ziehen lassen, normalerweise kostet eine Seite Bellestristik-Lektorat so um die 5,00, das wären dann in Deinem Fall nicht einmal 3.000,00 gewesen...
 
Dagegen, dass im deutschen Sprachraum keine deutschsprachigen Thriller und Krimis veröffentlicht werden, spricht die Anzahl der Neuerscheinungen auf diesem Sektor z.B. beim Gmeinerverlag und der Erfolg von Autoren wie Andreas Franz, Charlotte Link, etc.
 
Für weitere Veröffentlichungen wäre es sinnvoll, wenn Du Dir mal diese Seite anschaust:
http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/
 
Liebe Grüße
Germana

Liebe Germana,
Ich hätte Dich wohl eher kennenlernen sollen.
Ich weiß zwar nicht, ob Du schriftstellerisch tätig bist. Tatsache ist aber, dass manche Sachen nach außen hin ziemlich einfach zu sein scheinen. Was ein Autor bis zur Veröffentlichung seines Werkes durchmacht, weiß nur derjenige, der selbst einen Roman geschrieben hat.
Viele international bekannte Autoren mussten anfangs ihre Bücher selbst finanzieren.
Zumindest das ist mir erspart geblieben. Zudem denke ich, dass ich mit einer Summe von 8 Tausend Euro "noch" relativ gut davon gekommen bin. Viele Jungautoren haben Zehntausende von Euro investiert, ohne ein einziges Buch verkaufen zu können.
Ich muss leider einige Punkte doch noch einmal wiederholen:

  • Mir tat nicht die Summe, die ich bezahlt habe, leid, sondern, dass mein Buch von zwei "bekannten" und "anerkannten" Lektorinnen VERSCHANDELT wurde.
  • Ich bin mit dem bisherigen Verkauf meines Buches sehr zufrieden
  • Es gibt für mich kein besseres Urteil als die positive Resonanz und die gute Bewertung, die ich bis jetzt von den Lesern erhalten habe

Liebe Germana, abschließend möchte ich (nur) Dir folgendes Angebot machen: Falls Du Dich irgendwann entscheiden solltest, mein Buch doch noch zu kaufen, und es gefällt Dir nicht, so bin ich bereit, Dir den Kaufpreis zu erstatten.
Liebe Grüße
Ali (scrittore)
 
 
 
 

Danke, Ali, das ist nett von Dir! Schauma einmal... Smile
 
Ich habe selbst noch kein Buch veröffentlicht, kenne aber einige Autoren, eine Lektorin und Leute, die sich im Verlagswesen sehr gut auskennen. Daher weiß ich, dass es zwar schwierig, aber nicht unmöglich ist, einen Roman mit einem seriösen Verlag, der auch vom Buchhandel unterstützt wird, auf den Markt zu bringen. Dass man sich dabei auf einen Lektor einlassen muss, ist unabdingbar, wobei schon wichtig ist, dass man zusammenarbeitet, was allerdings viel Vertrauen erfordert, vor allem seitens der Autoren, die sich darauf verlassen können müssen, dass ein Lektor sein Handwerk versteht.
Liebe Grüße
Germana

Liebe Germana,
vielen Dank für Deine Ausführungen.
Mit der Hoffnung auf die Persistenz unserer verständnisvollen Freundschaft verbleibe ich
mit besten Grüßen aus München
Ali