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Ritual (Ritualmord)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 02/10/2008 - 08:42
Inhaltsangabe

Ritual.jpgBei einem Tauchgang im trüben Wasser von Bristols Hafenbecken umschließen die Finger der Polizeitaucherin Flea Marley plötzlich eine menschliche Hand. Dass der dazugehörige Körper fehlt, ist schon mysteriös genug. Doch als am nächsten Tag eine weitere Hand entdeckt wird, vergraben unter der Eingangstür eines Restaurants am Hafen, wird der Fall immer verstörender. Flea Marley und DI Jack Caffery ahnen, dass die seltsamen Funde mit afrikanischer Muti-Zauberei zu tun haben. Tatsächlich führt die Spur in die afrikanische Gemeinde der Stadt, wo die Angst vor dem Tokoloshe - einer Art Dämon - umgeht. Eine Angst, die immer mehr Menschen Hilfe bei schützenden Muti-Ritualen suchen lässt. Und da abgetrennte Hände bei weitem nicht der stärkste Zauber sind, müssen Caffery und Flea den Täter fassen, bevor es zu weiteren Bluttaten kommt ...

Zitate

A Tokoloshe, the Acrobat file told him, was a spire, a witch's familiar. Left to its own devices it was no more than a nuisance, but if ti came under the power of a witch it became a danger, a thing feared and reviled.

Seitenangabe für Zitat1:
227

"African witchcraft?" Kaiser peered over his glasses as if Caffery was a mystery. "I'm not sure which of those two words is the most ignorant and patronizing. To describe a deep-seated cultural belief as "witchcraft" or to apply the universal label "African" instead of using the name of a tribe, or, at the very least, a country. Even if the concept of a country is a colonialist construct, it's better than giving them all one title - "African".

Seitenangabe für Zitat2:
352
Quellenangaben
Verlag:
Bantam Press
Erscheinungsjahr:
2008
Auflage:
Auflage: Airports/ Export e.
ISBN:
ISBN-13: 978-0593056424
Meine Gedanken zum Buch:

Endlich eine Fortsetzung der Geschichte Jack Cafferey's, den wir schon aus "Der Vogelmann" und "Die Behandlung" kennen. Mittlerweile lebt er in Bristol, doch auch dort lassen ihn die Geister der Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen.
Seine Partnerin auf der Suche nach dem Wahnsinnigen, der einem Junkie beide Hände abgehackt hat, begleitet ihn die Polizeitaucherin Flea, selbst von dunklen Gedanken und nicht verarbeiteter Schuld getrieben.
Mit Todesverachtung stürzen sich die beiden in diese Untersuchung, die sie in eine Welt von Aberblaube und Magie führt.
 
Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich hinzieht, aber letztendlich fanden sich alle Fäden zu einem einheitlichen Ganzen zusammen, woraus eine subtile Spannung entsteht. Typisch Mo Hayder dürfen die detaillierten Beschreibungen von Grausamkeiten nicht fehlen, allerdings halten sie sich hier eher in Grenzen. Nicht ganz so reisserisch wie seine Vorgänger, ist "Ritualmord" auf jeden Fall ein lesenswerter Thriller.

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Bild von Reinhard E. Karner

Ich bin Mo Hayder Fan, aber ...

dieses Buch war leider nicht ganz mein Fall. Sehr sprunghaft und einige Handlungsanfänge wurden nicht verfolgt. Die Tauchaufarbeitung z.B. würde noch viel mehr an Inhalt benötigen. Und was ist mit diesem Kaiser? Wurde da nicht auch ein wenig schlampig erzählt?
Jedoch trotzdem unterhaltend, aber reicht bei weitem nicht an Tokio heran. Oft hatte ich das Gefühl, das mehrere Autoren hier etwas gemixt haben ...
Wer kennt Mo Hayders Schreibstil?
schreibt Reinhard XING

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