Radetzkymarsch

Radetzkymarsch.jpgIn der Schlacht bei Solferino im Jahre 1859 rettet der slowenische Infantrieleutnant Joseph Trotta dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. das Leben. Er wird dafür geadelt und mit Orden ausgezeichnet und verläßt unwiderruflich den Weg seiner bäuerlichen Vorfahren. So beginnt die Geschichte der Familie von Trotta in einer Zeit, in der die Herrschaft der Habsburger noch einmal eine glorreiche Blüte erlebt. Der Kaiser ist mächtig, das Reich ist groß, die bestehende Ordnung der Welt scheint unvergänglich. Und doch wird hinter diesem Glanz eine Müdigkeit fühlbar, eine Erstarrung, eine Ahnung von Verfall und Auflösung. Von der knorrigen Stärke des "Helden von Solferino" ist bei seinem weichen und feinfühligen Enkel Carl Joseph von Trotta nichts übriggeblieben. Er erkennt, daß neue Kräfte die Zukunft bestimmen werden, aber er kann nicht selbst daran teilnehmen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Da für mich 2012 ja wirklich ein recht intensives Jahr mit den  guten alten Klassikern war, durfte auch ein Roth nicht fehlen.
Und in dem Fall wurde es natürlich "Radetzkymarsch", immerhin zählt gerade dieser Roman zu einem der Bekanntestens und Wichtigsten  von Joseph Roth.
 
Sprachlich hat mir diese Geschichte rund um die Familie Trotta sehr beeindruckt....Roth schreibt in einem sehr flüssigen Ton, der mich wirklich anspricht. Leider gab´s während des Leses aber für mich doch so einige Druststrecken... warum ist schwer zu sagen. Ich konnte im gesamten Verlauf nie so richtig mit dem Inhalt warm werden und das hat es dann im Endeffekt doch ein bisschen mühsam gemacht.
Nachtbetrachtet hätte der Roman mit seinen dichtgeschriebenen 420 Seiten für mich ruhig ein bisseln kürzer und kompakter sein können.
 

Verlag: 
RHG Rheingauer Verlagnshaus
Auflage: 
Sonderausgabe 2012
ISBN: 
978-3423124775