Plastikfreie Zone

Eine Frau mit offenbar viel Elan schildert, wie sie es geschafft hat und auch weiterhin schafft weitestgehend auf ein Leben OHNE PLASTIK umzustellen, nachdem sie im Herbst 2009 sehr aufgewühlt von einem Film ("Plastic Planet" von Werner Boote) wurde.
Im ersten Teil wird der durchaus nicht ganz geradlinige Weg von der Idee bis zum eigentlichen Beginn der Aktion "Kein Heim für Plastik" geschildert. Das Motto dabei lautet: Wo finde ich Alternativen zu den vorhandenen Plastikprodukten.
Der zweite Teil widmet sich der Umsetzung und Durchführung des Experiments, wo sich immer neue Facetten auftun, manche Kompromisse einzugehen sind und viel Kreativität und Improvisationstalent gefragt ist.
Um ein Resümee und den Übergang vom Experiment zum "kontinuierlichen Normalzustand" geht es im dritten Teil.

Meine Gedanken zum Buch: 

Auf sehr amüsante und authentische Art berichtet die Autorin einerseits über den Verlauf ihres Experiments und schafft es zugleich ökologische Zusammenhänge leicht leserlich zu transportieren. Der Humor bleibt während des gesamten Experiments immer erhalten und dies ist (wie auch schon im Film von Werner Boote) auch in diesem Buch durchgehend spürbar. Die Portion Selbstironie und die Schilderungen der Alltagsbewältigung machen das Buch so bodenständig und glaubwürdig. Man wird fast automatisch angeregt zumindest teilweise und in dem Bereichen, wo es individuell gut passt, selbst aktiv zu werden. Auch und gerade für die eigene praktische Umsetzung hat die Autorin in ihre Schilderung viele praktische Tipps eingebaut, die durch zahlreiche Linkadressen und gesammelte Tipps im Anhang ergänzt wurden.
Im Vordergrund steht dabei scheinbar folgende Botschaft: Es kommt weniger darauf an zu 100 % ohne Plastik auszukommen und sich als erstes mit den kaum lösbaren Aufgaben zu beschäftigen. Wichtig ist viel mehr zu erkennen, dass jeder Beitrag zur Plastikreduktion, sei er auch noch so klein, besser und bedeutsamer ist, als nichts zu tun!!!
(Ich finde das Buch also richtig gut gelungen und stellte es daher vor! Und natürlich wollte ich der Autorin, die ganz nebenbei gesagt meine Schwester ist, damit auch zu der erbrachten Leistung gratulieren!)

Verlag: 
Heyne
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-453-60229-8

Kommentare

Servus Kerstin, ich finde das genial! Kannst du mir bitte bei unserem nächsten Treffen ein Buch mitbringen!? Ich bin sehr neugierig auf die Tipps deiner Schwester - diese Aktion gehört unbedingt unterstützt. Wir versuchen's ja auch ein bisschen: Joghurt selbst zubereiten, da man kaum mehr Joghurts im Glas findet oder Taschen zum Einkauf mitnehmen um keine Plastiksackerln zu benötigen. Auf zur plastikfreien (oder zumindest -reduzierten) Zone!
 
lg Gabi

alles lässt sich eben doch nicht lösen. Beispiele:
Zahnbürste
Duschgel
Taschenrechner
Tastatur
Lappi
Maus
glänzende Buchcover
Panini-Album
Fernbedienungen
Lenkrad
Stuhllehnen
Gymnstikmatte
 

"Im Vordergrund steht dabei scheinbar folgende Botschaft: Es kommt weniger darauf an zu 100 % ohne Plastik auszukommen und sich als erstes mit den kaum lösbaren Aufgaben zu beschäftigen. "
 
... ich denke, genau darauf kommt`s an... das Bewusstsein zu stärken und neue Möglichkeiten aufzuzeigen.....
Wie man`s dreht und wendet, Plastik gehört nunmal zu unserem Leben dazu und ist ein vielen Bereichen auch nicht ersetzbar, aber wenn man mit offenen Augen an die Sache ran geht, kann sicher jeder von uns seinen Plastikkonsum ein wenig einschränken.
Leider wird´s uns ja gerade beim Einkaufen nicht leicht gemacht. In Supermärkten kommt man um die unzähligen Verpackungen ja fast nich drum herum.
Ich für meinen Teil geh zB immer mit einem Korb einkaufen, ABER das Plastiksackerl ist trotzdem auch immer dabei. Nur kauf ich nicht immer ein Neues sondern hab immer ein altes in meiner Handtasche mitdabei.
Denn so ein Plastiksackerl hält nämlich verdammt viel aus (je nach Beschaffenheit viel mehr als die meisten Papiersackerln) und kann unzählige Male oft verwendet werden, drum heb ich sie auch auf und werf sie nicht in den Müll....
 
 

Auch wenn ich nicht wirklich an die "gute alte Zeit" glaube: Es gibt aber doch einiges, das wir auch in unserer Zeit jetzt sinnvollerweise weiterverwenden können. Nach dem Motto "Alt, aber bewährt".
Deshalb hat mir das Zitat auf Seite 76 sehr gut gefallen: "Oft kommt man eben wieder  auf die alten Dinge zurück,  wenn man etwas Neues ausprobieren will."
Der Gedanke gefällt mir! Ist doch eigentlich ein befreiender Gedanke, wenn uns klar wird, dass wir nicht alles neu erfinden müssen, und alles anders machen müssen. Und außerdem stöbere ich gerne in alten Sachen...

Grüß euch, Sandra Krautwaschl, die Autorin von "Plastikfreie Zone" stellt ihr Buch vor und erzählt von den Erfahrungen ihrer Familie, weitgehend ohne Plastik zu leben. Am 31. Jänner um 19 Uhr im Gemeindesaal in Nitscha bei Gleisdorf. Näheres zu ihrem Buch gibt es unter: http://bookreaders.at/buecher/forum/Plastikfreie-Zone.html Würde mich freuen, viele von euch zu sehen! Liebe Grüße, Gabi
 
Sandra Krautwaschl stellt am 31. Jänner 2013 (Beginn um 19 Uhr) im Gemeindesaal in Nitscha bei Gleisdorf ihr Buch vor.
Kommt und holt euch Tipps!
lg, Gabi