Otherland - Stadt der goldenen Schatten

Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.

Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Als immer mehr Kinder im Netz verloren gehen und in der realen Welt in ein tiefes Koma fallen ist es fast schon zu spät.

Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich mag Tad Williams sehr und seine geniale Art sich auszudrücken und phantastische Welten äußerst plastisch und vorstellbar zu erschaffen. Wie immer nimmt er sich viel Zeit dabei und spinnt  viele verschiedene Handlungsstränge, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Aus diesem Grund dauert es anfangs einige Zeit, um mit der Geschichte vertraut zu werden.
 
Tad Williams Charaktere sind keine strahlenden Helden, deren einziges Ziel es ist, die Welt zu retten; nein, sie sind eine zusammengewürfelte Gemeinschaft, von denen jeder seine eigenen sehr persönlichen Gründe und Probleme hat; nicht immer pflegeleicht, doch genau das macht sie zu Protagonisten, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man mitlebt.
 
Es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie in vier Bänden - eine Spezialität des Autors - und man merkt deutlich seinen Hang zur Fantasy, dem er in der Beschreibung der diversen Welten nachgibt - so finden sich Elemente aus Alice im Wunderland, Conan, Herr der Ringe, Figuren aus verschiedenen Mythologien und vielem anderen.

Verlag: 
DAW
Auflage: 
Reprint (1. Januar 1998)
ISBN: 
ISBN-13: 978-0-886-77763-0 / ISBN-10: 0-886-77763-1

Kommentare

Hallo, TinaMarie,
Ich habe deine Gedanken zum Buch gelesen und fide diese recht informativ. Es tönt spannend. Ich selber habe erst mit dem ersten Band begonnen und möchte mich in einem neuen Gebiet bewegen.
Meine Frage lautet, ist die Grundaussage irgendwo auf einer Beobachtung aus unserer Realität aufgebaut, oder ist diese ein fatasievolle wilde Utopie.
Was würdest du sagen???
Gruss Riepischiep