Otherland III - Berg aus schwarzem Glas

Im dritten Band des umfangreichen Werkes gehen Renie und ihre im Netz gefangenen Freunde auf die Suche nach einem Schwarzen Berg aus Glas, von dem sie die Lösung aller Rätsel erhoffen. Darin vermuten sie das Betriebssystem des Netzes. Dabei geraten sie immer tiefer in das Geflecht aus Mythen und Märchen, aus denen das virtuelle Netzwerk gebaut zu sein scheint. So zieht es sie in eine Troja-Simulation, in der sie auf den verschiedenen Seiten Positionen einnehmen und die jeweiligen historischen Rollen spielen müssen. Dabei stoßen sie erstmals auch auf einen Mann namens Paul Jonas, der sich ebenso wie die Gefährten hilflos durch Otherland bewegt.

Während die virtuell Reisenden im realen Leben von Auftragskillern verfolgt und bedrängt werden, scheint das Netzwerk selbst immer instabiler zu werden. Simulationen geraten durcheinander und stürzen ein. Die Gruppe macht schließlich das Betriebssystem ausfindig. Die Freunde geraten mitten in die entscheidende Zeremonie, mit der sich die neun Kaiser der Netzwelt Unsterblichkeit verleihen wollen, indem sie ihren physischen Körper aufgeben, um künftig nur noch virtuell bis in alle Ewigkeit zu existieren. Inzwischen ist aber auch der vom Gottkaiser der Gralsherren angeheuerte Killer Dread in das System eingedrungen und übernimmt Teile des Betriebssystems.

Nach Dreads Einbruch stürzt Otherland zusammen. Den Gefährten bleibt keine andere Wahl, als sich mit dem Schöpfer und bisherigen Gott der geheimnisvollen Wunderwelt zusammen zu schließen, um gemeinsam einen Ausweg aus der immer realen werdenden Simulation zu suchen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Die Handlung verdichtet sich und gewinnt rasant an Fahrt; die Ereignisse überschlagen sich und es wird nach ca. 1/4 des Buches wieder total spannend; lose Fäden aus den ersten zwei Bänden werden meisterhaft verknüpft und die Protagonaisten gewinnen an Charakter und Tiefe.

Verlag: 
DAW
Auflage: 
First THUS (1. September 2000)
ISBN: 
ISBN-13: 978-0-886-77906-1 / ISBN-10: 0-886-77906-5