Mörikes Schlüsselbein

m__rikes_schl__sselbein.jpgIn zahllosen kunstvoll miteinander verknüpften Episoden beschreibt Olga Martynova eine Welt zwischen deutschen Patchworkfamilien und russischen Bohemians, zwischen Dichterlesungen in Chicago und schamanistischen Ritualen in Sibirien.

Meine Gedanken zum Buch: 

Bin ganz an Anfang. Interessant, dass der Gewinner-Text von 2012 erst jetzt in Buchform erschienen ist.

Sie haben wahrscheinlich bemerkt, dass alle Dichter etwas seltsam sind ... (Jelena Schwarz)

Jede Beschreibung ist falsch. (WWedenskij)

Verlag: 
Droschl
Auflage: 
1.
ISBN: 
9783854208419

Kommentare

  1. ... diese Geschichte ließe sich unterschiedlich interpretieren, wie jede Geschichte, wie Geschichte überhaupt. (O. Martynova)

     
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  2. 1m
    ... niemand weiß, wie viel Esslöffel Suppe in einem Suppenteller sind ... (O. Martynova)

     
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  3. 2m
    Die gebratene Gans am Nachbertisch wurde für gut befunden. (O. Martynova)

     
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  4. 2m
    ... denn Martin meint, dass alle sowieso immer Lust meinen, wenn sie kommunizieren. (O. Martynova)

     
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  5. 3m
    Setz die Mütze auf, ich friere! (O. Martynova)

     
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  6. 3m
    ... sie sind ja gewohnt, sich mit alten unschönen Körpern zu befassen, alles schnell und freundlich zu erledigen. (O. Martynova)

     
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  7. 4m
    ...in den USA die ins Alter gekommenen Prostituierten zu Pflegerinnen umgeschult werden, wofür sie gut geeignet sind, ...(Martynova)

     
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  8. 5m
    ... und die Schneeflocken wurden immer größer und deutlicher, bis zur Kenntlichkeit ihrer Sechseckigkeit. (O. Martynova)

     
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  9. 6m
    Morgens roch die herbstliche Sonne nach Frost. Die Grashalme horchten auf den nahen Winter. (O. Martynova)

     
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  10. 7m
    ... viel Reisen, viele Menschen, Unrast als Auftrag. (O. Martynova)

     
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  11. 8m
    "Grüß dich, Andreas", sagte Marina und brachte in den Raum: 1. endlich den Vornamen; 2. Kälte von draußen (O. Martynova)

     
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  12. 9m
    Dieses Wissen ist fast da, fast zu sehen, wie hinter Pauspapier, gleich ... (O. Martynova)

     
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  13. 10m
    Raubvogel und Geflügel zugleich. (O. Martynova)

 

O. Martynova verwendet die deutsche Sprache überaus geschickt aber auch sehr individuell, fast richtiger als man sie sprechen kann.
Reinhard, Team bookreaders

  1. Endlich sah er etwas, das vage auf die Gegenwart hindeutete. (O. Martynova)

     
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  2. 1m
    Andreas ... freut sich an der angenehmen Unruhe, die er immer fühlt, wenn ihm ein neues Thema einfällt. (O. Martynova)

     
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  3. 2m
    Doch durch das Denken wird alles noch schlimmer. (O. Martynova)

     
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  4. 3m
    Wir wissen nicht ..., wer tatsächlich wofür verantwortlich ist. (O. Martynova)

     
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  5. 4m
    Tonja sprach, als füllte sie die Leere, die sie fühlte, wenn Pawel nicht da war. (O. Martynova)

     
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  6. 5m
    Ihre Sportschuhe hatten genau so verstaubte Poren wie die Haut der Gesichter. (O. Martynova)

     
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  7. 6m
    Die Schwachen suchen nach den Schwächen der anderen. (O. Martynova)

 

  1. Sie wollen die Zeit verfolgen, ...bis zu dem kritischen Punkt, an dem ... Gott die Welt verlassen hat. (O. Martynova)

     
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  2. 1m
    Man darf kein unnötiges Leiden in die Welt setzen. (O. Martynova)

     
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  3. 1h
    O. Martynova

     
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  4. 1h
    Falls wir von hier heil davonkommen, werde ich nur mehr in die Schweiz fahren, zu gütigen Bernhardinerhunden mit Cognacfässern um den Hals.

     
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    7:25 PM - 28 Mär 13 von Dornbirn, Dornbirn · Details

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    1. 1h
      O. Martynova

 

  1. Lernen Sie, Ihren Nächsten zu akzeptieren. (O. Martynova)

     
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  2. 1m
    Du kannst einen, der geboren wurde, nicht ungeboren machen. (O. Martynova)

     
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  3. 2m
    Was davor war, ist nicht mehr da. Was kommt, ist noch nicht da. Nur das zählt, was jetzt ist. (O. Martynova)

     
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  4. 3m
    Es ist sinnlos, die Menschen mit Leiden anderer Menschen zu beladen. (O. Martynova)

 

In jeder Hinsicht. Von Seite zu Seite hofft man, endlich einen Faden zu finden - nichts. Wundervolle Sätze, die oft Bilder im Kopf entstehen lassen, aber kein Handlungsfaden. O. Martynova erzählt von jemanden, der ein Buch schreiben will, aber ganz am Anfang steht, wo noch konzipiert wird und Inhalte gesammelt werden. Dazwischen immer wieder jede Menge Bekannte, die - anwesend - aber keine Rolle spielen. Ganz zaghaft handelt das Buch von einem Underground-Schriftsteller in St. Petersburg, der (ich weiß nicht mehr wie) zu früh (falls es das gibt) stirbt. Auch ist mir eine versuchte Yetiergründung im Gedächtnis. Für Leser, die gerne ein Geschichte haben, nicht geeignet. Für Wörter- und Sprachliebhaber, ohne Hang zum Gesamtkunstwerk, ein ideales Buch.