Milchblume

Milchblume.gifIm kleinen Dorf Legg verläuft in den späten fünfziger Jahren das Leben noch recht beschaulich. Das Wort des Pfarrers und des Bürgermeisters ist Gesetz, und so ist es nur verständlich, dass eine Person wie Jakob für einiges Ausehen und Unmut im Alltag der Legger sorgt. Der gehasste Ziehsohn des Seifritz-Bauern ist in vielerlei Hinsicht besonders: Jede Art von Ungerechtigkeit bereitet dem vermeintlichen Idioten körperliche Schmerzen, am besten versteht er sich mit den Tieren, deren Gedanken er zu lesen glaubt und bei seine Fragen an die Liebe und das Leben ist oft nicht zu sagen, ob ein kindlicher Narr oder eine weise Seele in ihm steckt. Als sich erschreckende Geschehnisse um zu Tode gequälte Kühe häufen, wird offenkundig, dass sich hinter der heilen Fassade der Dorfgemeinschaft dunkle Geheimnisse verbergen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Jetzt hab ich doch glatt vergessen, dieses Buch vorzustellen - wird hiemit sofort nachgeholt!!!
"Milchblume" ist ein Roman mit viel Gefühl und Aussagekraft.
Jakob ist ein Junge, anders wie alle anderen. Manche sehen in ihm einen Narren, einen dummen Dorftrottel, aber Jakob ist viel mehr. Nämlich ein junger Mann mit einem ganz großen Herzen und trotz all der Härte und Ablehnung, die ihm immer wieder in seinem Leben widerfährt gelingt es ihm, sich seine innere Wärme zu bewahren.
 
Ein Lesetip für alle, denen "Super gute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" (Mark Haddon) gefallen hat.

"Hüte dich vor allzu raschen Urteilen" hat Fabio zu mir gesagt. "Oft sind sie, bemerkt oder nicht, Vorurteile, als versteinerte Meinungen. Sie hindern dich, unvoreingenommen dein Hirn und dein Herz zu befrage."
Als er so geredet hat, ist er auf einen neuen Gedanken gestoßen. "Es ist erstaunlich" hat er gemeint, "wie viel wir nicht wissen. Aber noch erstaunlciher ist, was wir als Wissen betrachten."

Seitenangabe für Zitat1: 
55
Verlag: 
Knaur Taschenbuch Verlag
Auflage: 
1. Auflage Feb. 2009
ISBN: 
ISBN 978-3-426-50144-3