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Mein Leben ist wunderbar

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von yellow bookreader Gabi Stachl am Mi, 14/10/2009 - 21:49
Inhaltsangabe

Mein_Leben_ist_wunderbar.jpgJody Goodman möchte Karriere machen. Doch ihr erster Job als Assistentin lässt sie plötzlich an ihrem Traumberuf zweifeln. Was läge für eine New Yorkerin da näher, als ein Besuch beim Seelenklempner? Und so landet Jody bei der renommierten Psychotherapeutin Claire Roth. Was Jody nicht ahnt: Claire ist selbst hochneurotisch. Als Jody ihr erzählt, dass sie adoptiert wurde, verliert Claire endgültig jeden professionellen Abstand zu ihrer Patientin.

Zitate

"Als SIe erfahren haben, dass Sie adoptiert sind, war das für Sie traumatisch? Hätten Sie es besser gefunden, Ihre Eltern hätten es Ihnen nie erzählt?"
"Es ist wohl genau so, wie man seinen Namen lernt. Man erinnert sich nicht daran, ihn gelernt zu haben, er ist einfach da, er gehört zu einem. Ich bin adoptiert. A-D-O-P-T-I-E-R-T. Das war  das erste Wort, das ich buchstabieren konnte."
Claire schnitt eine Grimasse. "Kleiner Scherz", bemerkte Jody. Alles, was sie sagte, spiegelte sich in Claires Gesicht. Am Anfang hatte sie es toll gefunden, es war der Beweis, dass ihr ein echter Mensch gegenüber saß, aber jetzt wünschte sie sich manchmal, das alles wäre nicht so verdammt interessant und bedeutend für Claire.

Seitenangabe für Zitat1:
110

"Schau", sagte ihre Mutter, "ich bin wie eine Freundin."
"Freundinnen hab ich schon", meinte Jody. "Sei meine Mutter!"

Seitenangabe für Zitat2:
318
Quellenangaben
Verlag:
Heyne
Erscheinungsjahr:
2009
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
978 3 453 40592 9
Meine Gedanken zum Buch:

Es ist für Therapeuten und auch in anderen sozialen Berufen oft schwer, sich nicht persönlich in die Probleme und Geschichten der Klient(innen) verwickeln zu lassen. Hier verliert die Psychotherapeutin Claire Roth den notwendigen Abstand zu Jody Goodman, weil sie galubt, dass Jody ihre, vor Jahren zur Adoption freigegebene, Tochter sein könnte. Sie setzt damit aber nicht nur die notwendige Hilfe für Jody, sondern auch die Beziehung zu ihrer jetzigen Familie (Mann und zwei Söhne) aufs Spiel.
Das Thema ist sehr interessant und es gibt auch witzige und originelle Dialoge. Zwischendurch ist es aber sehr langatmig und ich hatte Probleme "dranzubleiben". Gegen Ende ist es dann wieder flüssiger und spannend zu lesen. Ob die große Frage des Buches - "Ist Jody wirklich Claires Tochter?" - gelöst wird, möchte ich hier aber nicht verraten.

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