Mansfield Park

Wie fast immer bei Jane Austen geht es um die Suche nach dem richtigen Partner, damals Ende 18./Anfang 19. Jhd. Die junge und schöne Fanny wächst bei ihrem reichen Onkel in Mansfield Park auf. Klug und warmherzig erobert sie das Herz ihres Cousins. Doch ihre fehlende "feine Bildung" und Mitgift rücken ihr Glück in scheinbar unerreichbare Ferne.

Meine Gedanken zum Buch: 

Detailreich, wie Jane Austen eben schreibt, wird auch in diesem Buch ein guter Einblick in die damalige Zeit und den ländlichen Mittelstand Englands gegeben. Man kann nur den Kopf schütteln, wenn über viele Seiten nur Anstand, ausreichendes Einkommen und Galanterie von Bedeutung sind. Als ob man damit glücklich werden könnte ...

Doch am Ende setzt sich in dem Haus im Mansfield Park doch noch Gefühl, Herzenswärme und Verstand durch und jeder findet seinen Platz (und seinen Lebenspartner). Es bleibt spannend bis zuletzt (wer jetzt mit wem!)

Verlag: 
insel taschenbuch
Erscheinungsjahr: 
2010
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978 3 458 35239 6

Kommentare

Aus diesem Grund lese auch ich die Bücher von Jane Austen gerne - die Einblicke in die damalige Zeit. Ich finde es befremdlich, dass Frauen damals nicht die Möglichkeit hatten zu erben. Falls es keinen Sohn gab, erbte der nächste männliche Verwandte. Deshalb war es ein Anliegen der Frauen, bestmöglich zu heiraten, damit sie ihr Auskommen hatten. Und das fließt stark in die Geschichten von Jane Austen ein.